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Nachrichten zum Thema Umwelt
Umwelt Hitzesommer setzt Menschen und Natur dramatisch zu
Stadtverwaltung Dorsten bittet um Wasserspenden für Straßenbäume
Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet eine hohe Übersterblichkeitsrate durch die andauernde Hitze. Flüsse führen zu wenig Wasser und fallen als wichtige Transportwege aus. Landwirte versuchen verzweifelt, mit Riesen-Wassersprengern die Ernte zu retten. Wälder brennen und vernichten wertvollen Baumbestand sowie viele Existenzen. Schwitzen und Klagen überall. Ein Ende ist nicht in Sicht. Der Klimawandel, immer noch von einigen Zeitgenossen geleugnet, zeigt immer deutlicher sein schreckliches Gesicht. Nicht zu vergessen, er ist eine Folge unseres Handelns. Egal, ob er durch Industrie, Verkehr oder uns persönlich verursacht wird. Wir alle tragen Verantwortung und müssen die bitteren Folgen tragen. Die so entstandenen Kosten und Verluste führen uns aktuell vor Augen, dass das Zeitfenster zur Rettung unseres Planeten immer kleiner wird. Wie war das noch mit der Verantwortung, die wir gegenüber unseren nachfolgenden Generationen tragen müssen? Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, um umzusteuern. Die Dorstener Stadtverwaltung macht mit ihrem Aufruf an alle Bürger, den lebensnotwendigen Baumbestand in unseren Quartieren durch freiwillige Bewässerung zu retten, überdeutlich, dass die Klimauhr fünf vor zwölf zeigt. Wer z. B. mit offenen Augen durch Rhade fährt, wird die irreparablen Schäden an Bäumen und Sträuchern nicht übersehen. Und dass so viele Menschen die Hitze vorzeitig mit ihrem Leben bezahlen, zeigt die andauernde Dramatik.
Mit offenen Augen durch Rhade
Veröffentlicht am 12.08.2026
Umwelt Wenn Bäume reden würden …
„Mein Leben währt nicht ewig. Die Dauer ist im Wesentlichen davon abhängig, in welcher Umgebung ich mich entfalten kann. Pflege benötige ich eigentlich nur, wenn die äußeren Bedingungen nicht natürlich sind. Und genau dieser ungesunde Zustand ist nicht mehr zu kaschieren. Die schlechte Luft setzt mir zu, die Hitze lässt mich nach Wasser lechzen, mein Wurzelwerk kann kaum noch atmen, weil Asphalt und Pflaster meinen Stamm einengen. Dabei soll mein Blattwerk nicht nur Schatten spenden, sondern Giftstoffe aufnehmen und Sauerstoff abgeben. Ich bin aber überfordert und reagiere. Meine Krone, eigentlich das Schönste, was ich zu bieten habe, verliert an Dichte. Durch akute Versorgungsengpässe sterben mir immer mehr Äste ab, die ich dann bei starkem Wind abwerfe. Nach und nach mutiere ich zu einer trostlosen Gestalt. Gutachter, die bereits die Motorsäge in der Hand halten, machen mir Angst. Statt die Lebensbedingungen für mich und damit auch für alle Menschen zu verbessern, soll ich als Brennholz enden. Nein, ich bin mit den menschlichen Zeitgenossen überhaupt nicht zufrieden. Sie verstehen einfach immer noch nicht, dass meine Verwandten und ich wesentlicher Teil ihres Wohlbefindens sind. Die seit Jahrzehnten andauernde Dorstener Diskussion über den Sinn und die Ausgestaltung einer Baumschutzsatzung zeigt, dass Besserung nur dann erreicht wird, wenn der immer in den Vordergrund gestellte Einzelfall einer generellen Vorsorgetherapie für uns und euch weichen würde. Könnt ihr mich verstehen?“
Ein Rhader Baum klagt an- aufgeschrieben von Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 22.07.2026
Umwelt Umwelt- und Klimaschutz vor der Haustür
Straßenbäume bieten Schatten, binden CO2, sind u. a. Brut- und Nistplatz für heimische Vögel
Wenn also Bäume, auch in Wohnquartieren, nur Vorteile bieten, dann müssten wir aus diesem Verständnis heraus alles tun, um sie zu schützen. Das, was so selbstverständlich klingt, besteht erstaunlicherweise den Praxistest in unseren Kommunen nicht immer. Ein Beispiel aus Rhade soll helfen, zu verstehen. Bäume benötigen nämlich nicht nur Licht und Wasser, sondern auch Platz, um gesund zu wachsen. Zu unserem Vorteil. Das heißt, dass die Fläche unter dem Baum so abgegrenzt sein muss, nicht nur um Regenwasser aufzunehmen, sondern auch um darauf keine parkende Fahrzeuge zuzulassen. Eine Pflichtaufgabe für jede Stadt. In unserem Rhader Beispiel dauerte es aber einige Jahre, begleitet von diversen Briefwechseln zwischen einem klimabewussten Anlieger und der Dorstener Verwaltung, bis die Baumscheiben in der Straße Am Stuvenberg durch Poller vor dem Parken und Überfahren geschützt wurden. Wenn jetzt noch, wie ebenfalls angeregt, die Baumscheiben Mutterboden und pflanzliche Bodendecker erhielten, würden sich sicherlich zu jedem so aufgewerteten Baum Bürger-Paten finden, die die Fläche regelmäßig pflegen. „Stadtbäume sind Alleskönner", sagt der Naturschutzbund Nabu. Und weiter: „Sie speichern klimaschädliches Kohlendioxid, liefern Sauerstoff, kühlen und reinigen die Luft, spenden Schatten an heißen Tagen, dämpfen Umgebungslärm und sie tun uns einfach gut! Schon der Anblick von Grün in der Stadt reicht, damit sich Menschen besser fühlen und der Stresspegel sinkt.“ Mehr Pro-Argumente gibt es nicht, um mehr als bisher in den Dorstener Wohnquartieren zu tun.
Mit offenen Augen durch Rhade
Veröffentlicht am 24.06.2026
Umwelt HeiDo-Gaspipeline gräbt sich durch Rhade
Neues Wasserstoffnetz führt mehrfach durch Dorsten
Mit HeiDo wird die Trasse zwischen Heiden und Dorsten bezeichnet, auf der zur Zeit riesige Erdarbeiten durchgeführt werden. Hochdruckrohre, die künftig „grünen Wasserstoff“ transportieren sollen, liegen bereits u. a. im Zwischenlager Rhade am Rüther Weg bereit, um dann verlegt zu werden. Mit schwerem Gerät, siehe Foto, graben sich Bagger durch das Erdreich. Dorsten ist ein wichtiger Knotenpunkt im neuen Gasnetz. Zwei weitere Trassen, ebenfalls im Bau, verbinden Marl mit Dorsten und Hamborn mit Dorsten. Ihre Kurzbezeichnungen MaDo und HaDo wirken spielerisch, ihr Hintergrund ist aber sehr ernsthaft. Um unsere Welt vor dem schleichenden Klima-Untergang zu bewahren, muss nach und nach auf alle fossilen Energieträger verzichtet werden. Energieträger der Zukunft sind (fast) ausschließlich Sonne und Wind. Um zum Beispiel grünen Wasserstoff zu produzieren, sind große Mengen elektrischer Energie nötig, die durch Windkraftanlagen erzeugt werden. Diese Politik ist alternativlos, um uns aus der immer erdrückender werdenden Umklammerung der bisherigen fossilen Energielieferanten zu verabschieden. Die hohen Investitionskosten, an denen wir Verbraucher durch hohe Preise und Abgaben mit beteiligt werden, sind zwar ärgerlich, auf Sicht aber für alle nachfolgenden Generationen weitsichtig angelegtes Kapital. Die SPD hat spät, aber nicht zu spät erkannt, den jetzt eingeschlagenen Weg konsequent fortzuführen.
Rhader Anmerkungen zur Energiepolitik
Veröffentlicht am 18.06.2026
Umwelt Die Antwort zum Offenen Brief „Pflege Baumscheibe in Rhade“ ist eingetroffen
Ganz schnell hat die Verwaltung, in diesem Fall Frau Stobbe vom Umweltamt der Stadt, reagiert. Ihre Antwort auf die Rhader Bitte (29.4), das Thema Kleinklima am oben genannten Beispiel mehr in den Fokus zu rücken, war kurz und knapp. „Zuständigkeitshalber sende ich Ihre Mail an das Tiefbauamt weiter. Der Leiter des Tiefbauamtes ist bereits informiert.“ Rückfrage aus Rhade: „Ist die Annahme völlig falsch, dass das eher den Bereich Umwelt betrifft und parallel das Tiefbauamt ins Boot geholt werden müsste?“ Antwort aus dem Rathaus: „Hier geht es ja nicht mehr ums „Grundsätzliche“. Patenschaften für Grünflächen sind seit Langem gängige Praxis und werden – wo diese technisch und organisatorisch machbar sind – vom Tiefbauamt inhaltlich betreut und verwaltet. Eine Mitwirkung der Stabsstelle Umwelt und Klima ist da nicht mehr erforderlich.“ OK, das sitzt. Also warten auf das Tiefbauamt. Noch hat es sich nicht gemeldet. Mehrere frühere Zusagen, sich zu kümmern, versandeten im trocken Boden der Baumscheibe. Nun glauben wir dennoch in Rhade, dass da jetzt nicht nur was war, sondern, dass sich ab sofort da was tun wird. Die verwaltungsinterne Zuordnung, dass für den Schutz des Kleinklimas das Tiefbauamt verantwortlich zeichnet, will dem Beobachter von außen nicht richtig einleuchten.
Wir berichten weiter, wenn sich das Tiefbauamt gemeldet und positioniert hat
Veröffentlicht am 02.05.2026
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