Andere Themen: [Allgemein] [Landespolitik] [Bundespolitik] [MdB und MdL] [Unterbezirk] [Stadtverband] [Ratsfraktion] [Ortsverein] [Arbeitsgemeinschaften] [Schule und Bildung] [Europa] [Familie und Jugend] [Gesundheit] [Jugend] [Kommunalpolitik] [Senioren] [Service] [Umwelt] [Veranstaltungen] [Verkehr] [Wahlen] [Arbeit und Wirtschaft] [Kreistagsfraktion] [Presse] [Sport] [Soziales] [Justiz und Inneres] [Beschlüsse] [Stadtentwicklung] [Frauenpolitik] [Gesellschaft] [Wahlkreis] [Jusos] [Bildung & Forschung] [Landtagsfraktion] [Bundestagsfraktion] [Finanzen]
Nachrichten zum Thema Umwelt
Umwelt Umwelt- und Klimaschutz vor der Haustür
Straßenbäume bieten Schatten, binden CO2, sind u. a. Brut- und Nistplatz für heimische Vögel
Wenn also Bäume, auch in Wohnquartieren, nur Vorteile bieten, dann müssten wir aus diesem Verständnis heraus alles tun, um sie zu schützen. Das, was so selbstverständlich klingt, besteht erstaunlicherweise den Praxistest in unseren Kommunen nicht immer. Ein Beispiel aus Rhade soll helfen, zu verstehen. Bäume benötigen nämlich nicht nur Licht und Wasser, sondern auch Platz, um gesund zu wachsen. Zu unserem Vorteil. Das heißt, dass die Fläche unter dem Baum so abgegrenzt sein muss, nicht nur um Regenwasser aufzunehmen, sondern auch um darauf keine parkende Fahrzeuge zuzulassen. Eine Pflichtaufgabe für jede Stadt. In unserem Rhader Beispiel dauerte es aber einige Jahre, begleitet von diversen Briefwechseln zwischen einem klimabewussten Anlieger und der Dorstener Verwaltung, bis die Baumscheiben in der Straße Am Stuvenberg durch Poller vor dem Parken und Überfahren geschützt wurden. Wenn jetzt noch, wie ebenfalls angeregt, die Baumscheiben Mutterboden und pflanzliche Bodendecker erhielten, würden sich sicherlich zu jedem so aufgewerteten Baum Bürger-Paten finden, die die Fläche regelmäßig pflegen. „Stadtbäume sind Alleskönner", sagt der Naturschutzbund Nabu. Und weiter: „Sie speichern klimaschädliches Kohlendioxid, liefern Sauerstoff, kühlen und reinigen die Luft, spenden Schatten an heißen Tagen, dämpfen Umgebungslärm und sie tun uns einfach gut! Schon der Anblick von Grün in der Stadt reicht, damit sich Menschen besser fühlen und der Stresspegel sinkt.“ Mehr Pro-Argumente gibt es nicht, um mehr als bisher in den Dorstener Wohnquartieren zu tun.
Mit offenen Augen durch Rhade
Veröffentlicht am 24.06.2026
Umwelt HeiDo-Gaspipeline gräbt sich durch Rhade
Neues Wasserstoffnetz führt mehrfach durch Dorsten
Mit HeiDo wird die Trasse zwischen Heiden und Dorsten bezeichnet, auf der zur Zeit riesige Erdarbeiten durchgeführt werden. Hochdruckrohre, die künftig „grünen Wasserstoff“ transportieren sollen, liegen bereits u. a. im Zwischenlager Rhade am Rüther Weg bereit, um dann verlegt zu werden. Mit schwerem Gerät, siehe Foto, graben sich Bagger durch das Erdreich. Dorsten ist ein wichtiger Knotenpunkt im neuen Gasnetz. Zwei weitere Trassen, ebenfalls im Bau, verbinden Marl mit Dorsten und Hamborn mit Dorsten. Ihre Kurzbezeichnungen MaDo und HaDo wirken spielerisch, ihr Hintergrund ist aber sehr ernsthaft. Um unsere Welt vor dem schleichenden Klima-Untergang zu bewahren, muss nach und nach auf alle fossilen Energieträger verzichtet werden. Energieträger der Zukunft sind (fast) ausschließlich Sonne und Wind. Um zum Beispiel grünen Wasserstoff zu produzieren, sind große Mengen elektrischer Energie nötig, die durch Windkraftanlagen erzeugt werden. Diese Politik ist alternativlos, um uns aus der immer erdrückender werdenden Umklammerung der bisherigen fossilen Energielieferanten zu verabschieden. Die hohen Investitionskosten, an denen wir Verbraucher durch hohe Preise und Abgaben mit beteiligt werden, sind zwar ärgerlich, auf Sicht aber für alle nachfolgenden Generationen weitsichtig angelegtes Kapital. Die SPD hat spät, aber nicht zu spät erkannt, den jetzt eingeschlagenen Weg konsequent fortzuführen.
Rhader Anmerkungen zur Energiepolitik
Veröffentlicht am 18.06.2026
Umwelt Die Antwort zum Offenen Brief „Pflege Baumscheibe in Rhade“ ist eingetroffen
Ganz schnell hat die Verwaltung, in diesem Fall Frau Stobbe vom Umweltamt der Stadt, reagiert. Ihre Antwort auf die Rhader Bitte (29.4), das Thema Kleinklima am oben genannten Beispiel mehr in den Fokus zu rücken, war kurz und knapp. „Zuständigkeitshalber sende ich Ihre Mail an das Tiefbauamt weiter. Der Leiter des Tiefbauamtes ist bereits informiert.“ Rückfrage aus Rhade: „Ist die Annahme völlig falsch, dass das eher den Bereich Umwelt betrifft und parallel das Tiefbauamt ins Boot geholt werden müsste?“ Antwort aus dem Rathaus: „Hier geht es ja nicht mehr ums „Grundsätzliche“. Patenschaften für Grünflächen sind seit Langem gängige Praxis und werden – wo diese technisch und organisatorisch machbar sind – vom Tiefbauamt inhaltlich betreut und verwaltet. Eine Mitwirkung der Stabsstelle Umwelt und Klima ist da nicht mehr erforderlich.“ OK, das sitzt. Also warten auf das Tiefbauamt. Noch hat es sich nicht gemeldet. Mehrere frühere Zusagen, sich zu kümmern, versandeten im trocken Boden der Baumscheibe. Nun glauben wir dennoch in Rhade, dass da jetzt nicht nur was war, sondern, dass sich ab sofort da was tun wird. Die verwaltungsinterne Zuordnung, dass für den Schutz des Kleinklimas das Tiefbauamt verantwortlich zeichnet, will dem Beobachter von außen nicht richtig einleuchten.
Wir berichten weiter, wenn sich das Tiefbauamt gemeldet und positioniert hat
Veröffentlicht am 02.05.2026
Umwelt Rhade: Da war mal was … Offener Brief an die Verwaltung
Guten Tag Frau Stobbe, Herr Lohse Herr Cornelius und Herr Taube,
mit großem Interesse habe ich den Zeitungsbericht am Samstag (DZ) gelesen, der sich mit einer hochgelobten Bürgeraktion zur Revitalisierung von Grünstreifen und Baumscheiben in Wohngebieten befasste.
Ich erinnere mich, Ihnen mehrfach ähnliche Vorschläge unterbreitet zu haben, die genau dieses beschriebene Bürgerengagement spiegeln.
Ich erinnere mich, dass in den letzten Jahren auch Mitarbeiter der Verwaltung zweimal vor Ort waren, um mit mir den Schutz des Kleinklimas durch private Pflege einer Baumscheibe zu besprechen.
Ich erinnere mich, dass Sie das Engagement für gut und unterstützenswert hielten/halten.
Ich erinnere mich aber auch, dass ich wiederholt versucht habe, Sie zur Mitarbeit und Unterstützung zu gewinnen. Und zwar dadurch, dass Sie das Parken und Überfahren der Baumscheibe durch Sicherungsbügel oder ähnliche Maßnahmen verhindern. Und, dass Sie mir helfen, Mutterboden aufzutragen, so dass er eine bestimmte Stärke gewinnt, um Feuchtigkeit zu speichern.
Das aktuelle Fotos zeigt, dass leider meine wiederholten Anregungen, im wahrsten Sinne des Wortes, im trockenen Boden versandeten.
Schön wäre, wenn das lokale Handeln mehr Aufmerksamkeit erhielte.
Mein Angebot gilt weiter, bei einer Umsetzung der vorgetragenen Idee mitzuwirken.
Es wäre schön, diesmal eine verbindliche Rückantwort, vielleicht sogar mit einem konkreten Vorschlag Ihrerseits zu erhalten.
Vielen Dank im Voraus, mit freundlichen Grüßen aus Rhade - Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 29.04.2026
Umwelt Rhade: Tiefer Eingriff in den Naturhaushalt
Für neue Gasleitung HeiDo wird gerodet und gegraben
Die Diskussion ist abgeschlossen. Alle Bedenken aus Sicht der Betreiber sind ausgeräumt. Nun haben schwere Maschinen das Kommando übernommen, um die neue Gasleitung von Marbeck über Heiden nach Hervest-Dorsten zu verlegen. Sehr nah, nicht wenige Bürger im Bereich Hünengrab meinen nach wie vor, viel zu nah, soll die Trasse verlaufen. Unüberhörbar und unübersehbar wird die benötigte Fläche momentan in Rhade, durch schweren Maschineneinsatz vorbereitet. Am Rütherweg entsteht aktuell ein Lagerplatz für die Stahlrohre der Gasleitung. Mit Wehmut verfolgen die Anwohner diese Arbeiten, die ohne den tiefen Eingriff in den Naturhaushalt nicht möglich sind. Dass nach der Verlegung der Pipeline die Renaturierung fest eingeplant ist, wird als schwacher Trost gewertet. Rhade scheint sich zu einem Schwerpunktgebiet für die Nord-Süd-Infrastruktur zu entwickeln. Neben der Autobahn quert die Eisenbahn den nördlichen Stadtteil von Dorsten. Hinzu kommen zwei Überland-Freileitungen und mehreren Pipelines, die Salzsole und Gas transportieren. Nicht zu vergessen, dass die Region sich zu einem Hotspot für riesige Windkraft-Anlagen entwickelt. Der technische Fortschritt geht einher mit erheblichem Naturverlust und schwindendem dörflichen Charakter.
Aktuelle Rhader Beobachtungen
Veröffentlicht am 10.02.2026
WebsoziCMS 3.9.9 - 007568760 -