Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik

Gerade, gefährlich, unansehnlich - die 3 km lange Lembecker- Erler Straße Kommunalpolitik Rhades Schattenseite (1) - Der Durchgangsverkehr

Tausend mal analysiert, tausend mal ist nichts passiert

Bereits 1988 (!) haben Rhader Parteienvertreter auf Initiative der örtlichen SPD erkannt, dass der Durchgangsverkehr die hiesige Lebensqualität und die Sicherheit der „schwachen“ Verkehrsteilnehmer erheblich einschränkt. Ein gemeinsamer Plan der SPD, CDU und der Grünen wurde mit der Bevölkerung und der Verwaltung diskutiert - und für gut befunden. Eine externe Planungsgruppe wurde beauftragt, die Rhader Initiative mit förderungsfähigen Papieren zu unterstützen. Bevor aber im Teilstück zwischen Bahn und Forksbusch (Raiffeisen-Tankstelle) „Nägel mit Köpfen“ gemacht werden konnten, zog die CDU ihre Unterstützung zurück. Einige Rhader Bürger sorgten mit teils polemischen Attacken für soviel Gegenwind, dass aus dem fortschrittlichen Rhader Verkehrssicherungskonzept nichts wurde. An diesem unhaltbaren Zustand hat sich bis heute nichts geändert. Obwohl es in den vergangenen 35 (!) Jahren mehrere Initiativen zur Wiederbelebung der Planung gab, ist weiter keine Verbesserung in Sicht. Es gibt zwar wieder Absichtserklärungen des Kreises und der Dorstener Verwaltung, ein verbindlicher Zeitplan ist aber nicht in Sicht. Rhade kann mit vielen bereits beschriebenen „Schokoladenseiten“ werben, die „Schattenseite Durchgangsverkehr“ lastet aber wie Blei auf dem nördlichen Dorstener Stadtteil.

Rhader Impressionen - wird fortgesetzt

Veröffentlicht am 03.02.2023

 

Kommunalpolitik Die Dorstener Parteienlandschaft im Internet

Ein Trauerspiel - Nur www.spd-rhade.de ragt heraus

Wer sich über die Dorstener Parteien informieren will, könnte deren Bürgerversammlungen besuchen. Die finden aber in Dorsten parteiübergreifend nicht mehr statt. Oder man sucht das jeweilige Parteibüro in der Stadt auf. Davon gibt es aber auch nur noch einige. Bleibt also nur noch das digitale Netz. Und da bietet das Internet die größte Möglichkeit, sich umfassend zu präsentieren. Erstaunlich ist, dass bis auf die Ausnahme der Rhader SPD, keine Partei, kein Ortsverein in Dorsten dieses Medium aktuell nutzt. Rufen wir dazu die Internetseiten der Dorstener Parteien auf, um die These des „Abtauchens“ zu belegen.

  • Die CDU hat im September 2022 die letzten Beiträge auf ihrer Internetseite eingestellt. Das gilt für alle Ortsverbände, die Senioren- und Junge Union gleichermaßen.
  • Die Grünen haben bereits einige Monate vorher, nämlich im Juni 2022 letztmalig ihre Internetseite aktualisiert.
  • Die FDP hat schon 2021 aufgegeben, die Öffentlichkeit zu informieren.
  • Dorsten findet auf der Seite der Linkspartei gar nicht statt.
  • Das gilt auch für Die Partei und die AfD.
  • Nun also der Blick auf die Dorstener-SPD-Internetpräsentation. Hier muss offen konstatiert werden, dass sich die SPD leider von den genannten parteipolitischen Konkurrenten nicht unterscheidet.
  • Die absolute Ausnahme bietet die Rhader SPD. Seit 12 Jahren wird diese Internetseite täglich aktualisiert. Die Anzahl der Aufrufe wird für alle sichtbar auf der Einstiegsseite angezeigt.  Die eingestellten Beiträge sind breit gefächert. Neben der Tagespolitik vor Ort, im Land und Bund, finden sich Beiträge über Kultur und „dit un dat“.

Fazit: Die Klage aller Parteien, öffentlich nicht richtig wahrgenommen zu werden, liegt auch am eigenen organisatorischen Unvermögen, kontinuierlich medial präsent zu sein.

Ein kritischer Rhader Blick auf die Dorstener Internetseiten der Lippestadt-Parteien

Veröffentlicht am 18.01.2023

 

Kommunalpolitik Der Bürgermeister im Interview

Dorstener Zeitung stellt 13 Fragen - Eine Antwort ist für Rhade besonders interessant

Traditionell werden die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen in allen Kommunen zum Jahreswechsel von der örtlichen Zeitung befragt, um die letzten 12 Monate Revue passieren zu lassen, aber auch, um einen Blick nach vorn zu wagen. So auch in Dorsten mit Tobias Stockhoff. Persönliche Fragen von Stefan Diebäcker zu Beginn, um dann zum Krisenjahr 2022 umzuschalten. Ob die Stadt gegen einen Energie-Blackout gut gerüstet sei, oder ob durch Corona und den Ukraine-Krieg der Bürgermeister eher Krisenmanager denn als Verwaltungschef agierte, wollte der Redakteur wissen. Die Antworten dürfen als professionell und informativ bewertet werden. Dass das Ehrenamt ein Mehrwert für unsere Stadt ist, gilt inzwischen als fester Bestandteil der Kommunalpolitik. Aber, „diese Unterstützung bröckelt an manchen Stellen“, so das Statement des Fragestellers. Die Antwort des BM bestätigt unmissverständlich die Positionierung des Unterzeichners. Stockhoff: „Ich erlebe an ganz vielen Stellen, dass ehrenamtliches Angebot nur konsumiert wird, allerdings der Wille sich einzubringen bei den nachfolgenden Generationen begrenzter wird. (…) Außerdem versuchen wir, Ehrenamt soweit wie möglich von Bürokratie zu befreien. (…) Ehrenamt darf organisatorisch, finanziell und rechtlich nicht überfordert werden.“ Wer das neue Rhader Dorfentwicklungsprojekt kritisch, aber konstruktiv begleitet, stellt fest, dass die aktuell gelebte Bürgermitwirkung ohne fachliche Führung in Überforderung und Enttäuschung enden wird. Die richtige Erkenntnis des Bürgermeisters im Interview, sollte nun in praktisches Handeln umgesetzt werden.

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 06.01.2023

 

Kommunalpolitik Dorsten wird zur zweiten Heimat

Schutzsuchende aus 110 Ländern (!) leben unter uns

Im Frühjahr 2022 hat in Europa ein Krieg begonnen. Ein Krieg, vor dem viele Menschen aus der Ukraine Schutz suchen in anderen Ländern. Menschen, die in ihrem Heimatland um ihr Leben fürchten. Kriege auf dieser Welt, Hungersnöte, politische Verfolgung und andere Gründe – die Liste ist leider lang – zwingen Menschen zur Flucht aus ihren Heimatländern. Viele von ihnen haben bei uns Schutz gesucht und leben in Dorsten. „Unsere Stadtgesellschaft beherbergt heute Menschen aus 110 Ländern dieser Welt, davon sind 2000 Personen Staatsangehörige aus 25 EU-Mitgliedsstaaten. Allein in den städtischen Unterkünften für Asylsuchende leben Menschen aus 24 Nationen. Sie kommen unter anderem aus Syrien, Bangladesch, Pakistan, Libanon, Ghana, Afghanistan, Sri Lanka, Algerien, Indien, Georgien, Eritrea, Guinea, aus der Ukraine“, berichtet Hildegard Hemmers, seit gut einem Jahr Integrationsbeauftragte der Stadt Dorsten. Seit vielen Jahren unterstützen Dorstener Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich diese Schutzsuchende aus aller Welt und verwirklichen in unserer Stadt gelebte Integration. Wohnraum wird zur Verfügung gestellt, Sprachmittler stellten sich als Dolmetscher zur Verfügung, … Integrationslots_innen stehen Geflüchteten bei vielen Sorgen und Erledigungen des Alltags unterstützend zur Seite und helfen ihnen, in Dorsten anzukommen und zurechtzukommen.

Integrationsbeauftragte Hildegard Hemmers und der Bürgermeister danken den vielen Ehrenamtlichen, die die Schutzsuchenden unterstützen. Die Rhader Sozialdemokraten schließen sich diesem Dank uneingeschränkt an.

Auszüge aus einer Pressemitteilung der Stadt Dorsten (kursiv)

Veröffentlicht am 04.01.2023

 

Kommunalpolitik Kein Kind zurücklassen - was wir aus dem „Fall Paul“ lernen müssen

Dorstener Zeitung schreibt das letzte Kapitel einer schier unendlichen Geschichte

Auf dieser Internetseite wurde seit 2015 kontinuierlich über ein 11jähriges Kind berichtet, das durch ein familiäres Schicksal außer Tritt geraten ist. Einige Mitglieder der SPD hinterfragten die eingeleiteten (Förder)Maßnahme, des Dorstener Jugendamtes sehr kritisch, ließen nie locker und können sich heute bestätigt fühlen. Die Dorstener Zeitung berichtet jetzt ganzseitig in ihrer Weihnachtsausgabe. Wir fassen einige Passagen zusammen und beenden damit unser Engagement für Paul, der sich beeindruckend zu einem selbständigen Janic entwickelt hat.

  • Der Jugendamts-Fall „Paul/Janic“ hat für jahrelange Schlagzeilen in der Dorstener Zeitung gesorgt
  • Aus dem Jungen Paul, der als unbeschulbar galt, wurde ein junger selbstbewusster Mann, der inzwischen Abitur gemacht hat und an einer Hochschule in Mönchengladbach studiert.
  • Das Jugendamt, das als Vormund eingesetzt war, hat das 11-jährige Kind der Firma „Life-Jugendhilfe GmbH Bochum“ übergeben, um es zu erziehen.
  • Diese gewinnorientierte Firma hat einen Bauernhof in Ungarn ausgewählt und einen 70-jährigen Handwerker beauftragt, als Erzieher zu fungieren.
  • Der Öffentlichkeit gegenüber wurde er als Sozialarbeiter verkauft.
  • „Paul“ lebte 7 Monate ganz allein mit dem „Sozialarbeiter“ zwischen Müll und Pferdemist.
  • Die Rückkehr nach Deutschland war nur möglich, weil sich ein Verwandter einmischte, sich mit den Behörden anlegte, und Unterstützer bei den Medien und Dorstener Kommunalpolitikern suchte.
  • Ein jahrelanges Tauziehen, bei dem die Dorstener Verwaltung nicht den besten Eindruck hinterließ, führte schließlich zur Übertragung der Vormundschaft auf das Ehepaar Hoppe aus dem entfernten Familienkreis des Jungen.
  • Der Beginn eines Happy-Ends für Paul, der jetzt wieder Janic heißen darf, war eingeläutet.
  • Inzwischen hat er Abitur gemacht, einen Schülerpreis gewonnen, eine eigene Wohnung bezogen und ein Studium begonnen.
  • Die Stadtverwaltung (Pressesprecher) sagt gegenüber der Dorstener Zeitung, dass sie sich über die positive Entwicklung für Janic freut. Eine direkte Entschuldigung für die fatale Fehleinschätzung des Jugendamtes und einiger Gutachter, ist bisher nicht bekannt.
  • Die Aussage des Pressesprechers, dass seit dem Fall Paul in Dorsten keine therapeutischen Auslandsmaßnahmen mehr veranlasst wurden, deutet darauf hin, dass auch hier dazugelernt wurde.

Persönliche Nachbemerkungen: Wir freuen uns mit Janic und der Familie Hoppe. Wir haben gelernt, dass der Slogan, „Kein Kind zurücklassen“, für uns als Gesellschaft uneingeschränkt gelten muss. Kinder sind unsere Zukunft. Auch die Verwaltung und der Stadtrat haben dazugelernt. Das einzugestehen fällt aber (bis heute) nicht leicht, wenn man zu lange auf das falsche Pferd gesetzt hat.

Dirk Hartwich - auf Grundlage des DZ-Artikels "Jugendamts-Fall machte Schlagzueilen: Janic ("Paul") geht seinen eigenen Weg" von Stefan Diebäcker am 24.12.2022

Veröffentlicht am 25.12.2022

 

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