Nachrichten zum Thema Bildung & Forschung

Bildung & Forschung Grubengas - mehr als ein Abfallprodukt

Wertvolle Energie im Dorstener Untergrund

Schwarzes Gold, so wird auch die Steinkohle genannt. Jahrzehntelang wurde der Dorstener Untergrund systematisch mit Schächten und Flözen erschlossen, um mit dem fossilen Energieträger Kohle zu machen. Dann machte billige Importkohle dem deutschen Bergbau zu schaffen, danach das kostengünstigere Öl, gefolgt vom Erdgas. Das Aus des heimischen Bergbaus ist aber besonders dem Klimaschutz geschuldet. Eine Energiewende ist zwingend, um nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen. Nun forschen Wissenschaftler, wie die Energielücke zwischen dem Jetzt und dem Morgen verantwortungsvoll geschlossen werden kann. Der stillgelegte Bergbau rückt daher auch in den Fokus. Bekannt ist, dass sich in den alten Abbaugebieten unter Tage  hochgiftiges Grubengas sammelt. Nun wird geprüft, ob ein sicheres Absaugen und Verbrennen möglich ist, um im nächsten Schritt, Strom und Wärme zu gewinnen. Wichtig ist, dass kein Fracking, also das gewaltsame Aufbrechen von Gestein durch Chemikalien geplant ist, so die Betreiberfirma Mingas-Power, eine Tochter von RWE. Neben dem Grubengas wird an anderen ehemaligen Zechenstandorten dem Grubenwasser die Wärme entzogen, in ein Fernwärmenetz eingespeist und abgekühlt wieder in den Untergrund geleitet. Spannende Entwicklungen, die in Dorsten forciert werden sollten, um die wichtige Energiewende lokal zu einem Erfolg zu verhelfen.

Eigener Bericht auf Grundlage des DZ-Berichts „Fürst Leopold … und der Grubengastest“ vom 8.1.2024

Veröffentlicht am 24.01.2024

 

Bildung & Forschung PISA: Nach dem Aufschrei, weiter wie bisher?

Von andern lernen, heißt siegen lernen

Alle drei Jahre prüft die OECD, Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die schulischen Ergebnisse der 15Jährigen in 38 Mitgliedsstaaten. Dazu gehören Länder der EU,  die USA, Mexiko, Südkorea, Japan und Israel. Darüberhinaus können weitere Staaten ohne OECD-Mitgliedsstatus teilnehmen. Die erste Auswertung löste in unserem Land den sogenannten PISA-Schock aus. Dann das Versprechen, in Bildung zu investieren. Kurzzeitige Verbesserungen führten leider zum Stehenbleiben auf halben Weg. Schwarz auf weiß wird Deutschland wieder bestätigt, nur Mittelmaß zu sein. Was machen andere Länder anders, also besser? Blicken wir über unseren Tellerrand, zum Beispiel nach Singapur, dem Sieger in allen Bereichen der aktuellen PISA-Studie. Durch besondere Förderung, Bereitstellung von erforderlichen Finanzmitteln und Fachpersonal nach Bedarf, konnte die Schulabbrecherquote, die Anfang der 80er Jahre bei 40% lag, auf aktuell 1% (!) reduziert werden. Singapur fördert besonders die vielen Kinder mit Migrationshintergrund, die in den Stadtstaat einwandern. Ihre Ergebnisse in Tests sind besser als die der Einheimischen. Bei uns ist das Gegenteil der Fall. Ein Aspekt muss noch genannt werden: Lehrerfortbildung. „Wer glaubt als Lehrer nichts mehr dazulernen müssen, hat den falschen Beruf gewählt“, so die klare Ansage an alle Singapur-Pädagogen. Dass Singapur und andere Länder, die das Ranking der PISA-Studie anführen, mit nur einem Schultyp auskommen, soll abschließend als Fußnote angemerkt werden.

Ein Zwischenruf aus Rhade auf Grundlage des ZEIT-Artikels „Warum sind hier alle so viel klüger?“ vom 14.12.2023          

Veröffentlicht am 11.01.2024

 

Bildung & Forschung KI = Künstliche Intelligenz - Ein Rhader Selbstversuch

Die Software ChatGPT ist in aller Munde. Du fragst - und erhältst in Sekundenschnelle eine schriftliche Antwort. Ob Pressetexte, Schularbeiten, Gedichtinterpretationen oder Personenportraits, das Ergebnis überrascht und irritiert gleichermaßen. Fehler inbegriffen. Der Rhader Selbstversuch am 1. Februar 2023:

  • Frage: Kannst du etwas über Dorsten-Rhade mitteilen?
  • ChatGPT: Guten Tag, ich kann dir etwas über Dorsten-Rhade erzählen. Dorsten-Rhade ist eine kleine Gemeinde im Kreis Wesel in Nordrhein-Westfalen. Es liegt an der Lippe, nördlich von Dinslaken und südlich von Schermbeck. Es hat etwa 5000 Einwohner, die hauptsächlich in der Landwirtschaft tätig sind.
  • Frage: Kennst du die SPD in Rhade?
  • ChatGPT: Ja, die SPD in Rhade ist eine sehr aktive Partei und nimmt regelmäßig an Wahlen teil. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zur Weiterentwicklung von Dorsten-Rhade und den umliegenden Gemeinden zu leisten.
  • Frage: Kennst du Dirk Hartwich in Rhade?
  • ChatGPT: Ja, ich kenne Dirk Hartwich in Rhade. Er ist Mitglied im Rat der Stadt Dorsten-Rhade und Vorsitzender der Fraktion der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands.

Die offensichtlichen Fehler mal beiseite geschoben. KI ist die nächste Stufe einer technischen Revolution. Wir werden lernen müssen, damit umzugehen. Alle Texte auf www.spd-rhade.de sind (noch) selbstgeschrieben. Änderungen nicht ausgeschlossen, aber dann gekennzeichnet. Wie im o. a. Beispiel.

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 05.02.2023

 

Bildung & Forschung Gleiche Lebensverhältnisse und gleiche Bildungschancen im Ruhrgebiet?

Bisherige Reaktionen auf unseren Bericht vom 25. Oktober 2022

Ein Zeitungsartikel in der ZEIT (20.10.2022) hat elektrisiert. Eine Grundschule in Dortmund kämpft mit beeindruckendem Optimismus und Engagement für ihre 420 Kinder. 416 davon mit Migrationshintergrund. Die Defizite der NRW-Schulpolitik werden hier schonungslos aufgezeigt. Die Rhader SPD hat den ZEIT-Bericht zum Anlass genommen, beim Schulministerium, den NRW-Landtagsfraktionen und den Fraktionen des Ruhr-Parlaments nachzufragen. Nachzufragen, ob, wann, wie und womit die geschilderten Defizite beseitigt werden. Die Antworten, wenn erfolgt, in absolut verkürzter Form und in eigenen Formulierungen:

  • Das NRW-Schulministerium hat bisher zwei Eingangsbestätigungen auf die Fragen der Rhader SPD geschickt. Die angekündigte Antwort ist bis heute nicht eingegangen!
  • Die CDU-Fraktion im NRW-Landtag hat sich bis heute gar nicht gemeldet!
  • Die FDP-Fraktion hat sich der Nichtbeantwortung des Ministeriums und der CDU-Fraktion angeschlossen.
  • SPD-Landtagsfraktion, Thomas Kutschaty am 23.10.: Absolutes Verständnis als Vater dreier Kinder für die Sorgen der Eltern. Leider entscheidet die PLZ immer noch über die Bildungschancen der Kinder. Neustrukturierung der Bildungsfinanzierung beantragt und angeregt, Konferenz mit dem Titel „Die Bildungskatastrophe gemeinsam abwenden“, zu starten. Nun genau hinsehen, was die NRW-Regierung macht. Bisher ist nur erkennbar, dass verwaltet aber nicht gestaltet wird.
  • CDU-Fraktion im Ruhr-Parlament am 15.11.: Die Aufgaben des Ruhr-Parlaments sehen nicht vor, direkte Schulpolitik zu machen. Dennoch wurden beschriebene Probleme im Ausschuss „Digitalisierung, Bildung, Innovation“ diskutiert. Das zuständige NRW-Ministerium hat mitgeteilt, dass die angesprochenen Mängel auf Landesebene bereits aufgearbeitet werden.
  • Grüne im Ruhrparlament am 14.11.: Wir waren auch erschrocken über den ZEIT-Artikel und haben die geschilderten Probleme im Ausschuss „Digitalisierung, Bildung und Innovation“ angesprochen. Der Mitarbeiter des Schulministeriums, der an der Sitzung teilgenommen und den aktuellen „Sozial-Index“ vorgestellt hat, sieht die Lage nicht so dramatisch. Die meisten Schulen befänden sich in der vorderen Hälfte der Wertungen.
  • SPD im Ruhrparlament am 15.11.: Obwohl das Ruhr-Parlament (leider) keine direkte Zuständigkeit zur Schulpolitik hat, wurde auf Initiative der SPD der Ausschuss „Digitalisierung, Bildung und Innovation“ gebildet. Hier wurde aktuell und zum Thema passend, über den Schul-Sozial-Index mit dem Schulministerium diskutiert. Die SPD wird über vorhandene Netzwerke die Probleme nicht aus den Augen verlieren. Die Idee der Rhader SPD, Grundschul-Patenschaften untereinander anzuregen, wird beim sogenannten NRW-Bildungsgipfel vorgetragen.

Nachsatz: Sollten die zuständige Schulministerin und die CDU-Landtagsfaktion, doch noch antworten, werden diese Stellungnahmen ebenfalls auf dieser Internetseite in Auszügen veröffentlicht.

Veröffentlicht am 16.12.2022

 

Bildung & Forschung Gleiche Lebensverhältnisse und gleiche Bildungschancen im Ruhrgebiet? (Teil 1)

Ein Zeitungsartikel sorgt für Fassungslosigkeit

Nur 60 Kilometer liegen zwischen der Rhader Urbanusschule und der Nordmarkt-Grundschule in Dortmund. Wer hinter die Kulissen beider Schulen blickt, traut seinen Augen nicht. Während hier die Welt im Großen und Ganzen in Ordnung ist, regiert dort die blanke Not. „Im toten Winkel“ lautet der ZEIT-Artikel, der gnadenlos aufzeigt, dass Bildungschancengleichheit in großen Teilen NRWs immer noch ein Fremdwort ist. Werfen wir doch einfach mal einen Blick in die Nordmarktschule. Von 420 Kindern haben 416 einen Migrationshintergrund. 94% der Eltern leben von Hartz4. Der Förderverein wird ausschließlich vom Lehrpersonal finanziert. Keinen altersgemäßen Sprachschatz haben 93% der Kinder, so der letzte Sachstandtest. 400 von 420 Kindern lernen in der Schule Zähne zu putzen, nachdem der Schularzt die Defizite erkannt hat. Genug. Es reicht, um aufzuwachen und gesellschaftspolitisch gegenzusteuern. Slogans, wie Kinder sind unsere Zukunft, müssen endlich den Praxistest bestehen. Wir verwalten mehr den Mangel, als das Morgen zu gestalten. Egal, wer die Landesregierung stellt. Beispiel: NRW-Ausgaben pro Grundschüler - 6100 Euro, im Bundesschnitt 7100. Und dann das: Nach der Grundschule können Eltern zwischen sechs (!) weiterführenden Schulformen wählen. Weltweit einmalig, so das Autorenduo der ZEIT. An dieser Stelle wird die Defizitbeschreibung der NRW-Bildungspolitik vorerst beendet. Nicht aber, ohne jetzt die Politik einzubinden. Dieser Text wird zusammen mit dem ZEIT-Artikel an die Verantwortlichen im Land weitergeleitet. Zum Aufrütteln!

Eigener Text (wird fortgesetzt) auf Grundlage des ZEIT-Artikels „Im toten Winkel“ von Anant Agarwala und Martin Spiewak. ZEIT-Nr. 43, 20.10.2022

Veröffentlicht am 25.10.2022

 

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