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Nachrichten zum Thema Europa
Europa Wie reagieren auf die USA unter Trump?
Eine französische Professorin bringt es auf den Punkt. Mit Selbstbewusstsein!
Der unberechenbare amerikanische Präsident trampelt auf demokratischen Werten herum, beleidigt Andersdenkende, bedient rassistische Vorurteile und verrät langjährige Partnerschaften. Deutschland und Europa hat er als „Feindesland“ eingestuft. Unsere Politiker sind paralysiert. Sie pendeln zwischen schleimender Unterwürfigkeit und vorauseilendem Gehorsam, um sich dem Autokraten im Weißen Haus anzudienen. Sie sollten zuhören, was nicht wenige Intellektuelle, wie z. B. Professorin Eva Illouz aus Paris, empfehlen. Sie zählt auf, wo wir (EU) den USA deutlich überlegen sind:
- demographisch und institutionell
- höhere Lebenserwartung
- robustere soziale Sicherungssysteme und bessere Gesundheitsversorgung
- strengerer Datenschutz
- wirksamere Regulierung von Monopolen
- enge demokratische Kontrollmechanismen
- deutlich geringere Waffengewalt
- Führungsstärke in der Klimapolitik
- freier Zugang zu Bildung
Kurz: Die Europäische Union ist heute das stärkste demokratische Modell in der Welt. Trotzdem fühlt sich die EU eher als Juniorpartner der USA. Dieses fehlende Selbstbewusstsein hat etwas mit der militärischen und technologischen Abhängigkeit zu tun, in die wir uns begeben haben. Die Umsteuerung hat inzwischen begonnen, um mit unserer starken Identität zu punkten. Am Ende werden „Finanzmärkte nur dort gedeihen, wo Verlässlichkeit, Vertragstreue und Vorhersehbarkeit herrschen, nicht das Chaos“, so die französische Professorin. Und abschließend: „Macht kann das Recht nicht ersetzen. Darin liegt die Stärke Europas.“
Nachdenkzeilen aus Rhade auf Grundlage des Zeitartikels „Europa ist den USA überlegen“ vom 29.1 2026
Veröffentlicht am 12.02.2026
Europa Ein europäischer Regierungschef sagt anonym, was er von Trump wirklich hält
Ein geheimes Interview mit SPD-SOZIAL
SPD SOZIAL: Ist Donald Trump ein Kollege, Partner oder Freund?Antwort: Ich habe mich um Freundschaft bemüht. Von vorne hat er mich Freund genannt, hinter meinem Rücken hat er mich mit falschen Behauptungen überzogen.
SPD Sozial: Warum sagen sie ihm nicht ins Gesicht, was sie von ihm halten?
Antwort: Wenn ich das täte, müsste ich ihn einen Lügner, Verräter, Falschspieler, Erpresser und völlig charakterlosen Politiker nennen. Das tue ich nicht. Das wäre undiplomatisch. Aber denken darf man immer.
SPD SOZIAL: Was hält sie davon ab, die Wahrheit zu sagen
Antwort: Die Sorge um mein Land und meine Landsleute. Trump legt Gesetze nach seinem Gefühl aus und verfolgt seine Gegner auch außerhalb der USA.
SPD SOZIAL: Warum reagieren alle europäischen Regierungschefs so ängstlich wie das Kaninchen vor der Schlange, wenn sie Trump gegenübertreten?
Antwort: Weil sie die gleichen Sorgen haben, die ich ihnen gerade mitgeteilt habe.
SPD SOZIAL: Wann und wer beendet den Albtraum Donald Trump?Antwort: Er ist in seiner krankhaften Selbstherrlichkeit dabei, den Bogen zu überspannen. Die nächsten Wahlen, wenn sie noch frei durchgeführt werden können, werden ihn auf den Boden der Tatsachen, sprich der demokratischen Ordnung, zurückholen. Dann beginnt die Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels. Der deutsche Volksmund hat dazu eine passende Weisheit: „Man trifft sich immer zweimal!“
SPD SOZIAL: Danke für dieses offene fiktive Interview. Die vereinbarte Vertraulichkeit, mit welchem europäischen Regierungschef wir gesprochen haben, bleibt gewahrt.
Veröffentlicht am 23.11.2025
Europa EU sendet irritierendes Signal in Richtung Ukraine
Die Ukraine kämpft seit Jahren ums Überleben. Putins Kriegsmaschinerie, praktisch unterstützt von Nordkorea, China und anderen Diktaturen, trifft weiter ohne jede Rücksicht mit Bomben, Raketen und Drohnen das überfallene Land und die Zivilgesellschaft. Und dass es ideologische Unterstützer in der EU mit Victor Orban und in Deutschland mit der AfD und Sahra Wagenknecht gibt, sei als bittere Fußnote ebenfalls erwähnt. Ohne weltweite Unterstützung der Demokratien mit Geld, Logistik, Waffen und Sanktionen, hätte die Ukraine bereits kapitulieren müssen. Das Motiv der Ukraine-Unterstützer, darunter Deutschland, ist in einem Satz verständlich erklärt: „Die Ukraine verteidigt auch unsere Werte, unsere Freiheit, unser Leben!“ Sie zahlt dafür einen unglaublich hohen Preis. Die Idee, sie als neues Mitglied in die EU aufzunehmen, ist ein weiteres Stabilisierungselement des Landes. Dass die dafür erforderlichen Aufnahmekriterien aktuell nicht erfüllt sind, auch nicht erfüllt sein können, leuchtet dem Betrachter von außen ein. Dass die EU-Kommission die Ukraine aber jetzt aktuell mahnt, mehr Tempo bei den Demokratisierungsvorgaben vorzulegen, wirkt deplatziert, überheblich und weltfremd. Dem Gewöhnungseffekt, dem wir trotz der schrecklichen Bilder unterliegen, ist schon Enttäuschung genug für die dort geschundene Bevölkerung. Sie momentan zu mahnen, mehr Demokratie nach unseren Maßstäben zu entwickeln, kann nur aus warmen, mehrfach gesicherten Brüsseler Büros stammen.
Nachdenkzeilen aus Rhade
Veröffentlicht am 06.11.2025
Europa Der Blick über den Tellerrand
Dr. Tobias Cremer berichtet aus dem EU-Parlament und öffnet uns die Augen
Dass die Welt mehr ist als Dorsten, NRW und Deutschland, wissen wir natürlich. Was aber im EU-Parlament wirklich geschieht, ist in der Regel viel mehr als uns flotte, nicht selten abwertende Überschriften in den Medien weis machen wollen. Es lohnt, den neuen Newsletter von Tobias Cremer, der den Titel „Neues aus Europa“ trägt, zu lesen. Tobias Cremer ist Bochumer, also quasi ein Nachbar aus dem Revier. Auf seiner Webseite stellt er sich selbst vor: „Mein Name ist Tobias Cremer, und ich vertrete seit Juli 2024 als einer von insgesamt 14 SPD-Abgeordneten das Ruhrgebiet, das westliche Westfalen und das Münsterland im Europäischen Parlament. Dort bin ich Teil des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten sowie des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung. Zusätzlich bin ich Teil der Delegationen für die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten und zur NATO-Parlamentarischen Versammlung.“ Zurück zum Newsletter. Schnell wird klar, dass das was ein engagierter EU-Sozialdemokrat in Brüssel macht, verdient, „weitererzählt zu werden“. Ob humanitäre Unterstützung für Gaza, Austausch mit Oppositionsführern aus Belarus und Russland, Diskussionen mit Parlamentariern aus Frankreich, den USA und Kanada, Reden über Sicherheitspolitik, „Verteidigung ist nicht nur Militär“, und vieles mehr. Tobias Cremer hilft, über den eigenen Tellerrand zu blicken, um die Welt besser zu verstehen.
Ein Rhader zeigt sich beeindruckt über das EU-Engagement von Dr. Tobias Cremer
WWW.TOBIAS-CREMER.EU
EUROPABUERO@TOBIAS-CREMER.EU
Veröffentlicht am 21.10.2025
Europa Die EU und ihr fortwährender Selbstbetrug
Angeblich sind wir weltweit mit 27 Mitgliedsländern und zahlreichen Staaten, mit denen zusätzlich bilaterale Abkommen geschlossen wurden, der größte Wirtschaftsraum - weltweit. Wir hören ununterbrochen, dass wir uns deshalb locker zwischen den Blöcken USA und China behaupten können. Voraussetzung ist, dass die EU der 27 sich einig ist. Und genau hier beginnt das Dilemma. Die Gemeinsamkeit ist im Laufe der Jahre unter den kleinsten gemeinsamen Nenner gesunken. Es ist für alle erkennbar, dass weder die unterschriebenen Werte gelebt, noch die im Namen aller geschlossenen Wirtschaftsverträge eingehalten werden. Statt Solidarität wird Rosinenpickerei gepflegt. Schlechte Voraussetzungen, um am Verhandlungstisch auf Augenhöhe zu agieren. Das wurde jetzt vom selbst ernannten König der Dealmaker, Trump, brutal ausgenutzt. Die Schleimerei der letzten Monate, an denen sich viele Staatsoberhäupter aus Europa und darüberhinaus erniedrigend übertrafen, hat ihren vorläufigen Höhepunkt auf einem Golfplatz des „amerikanischen Sonnenkönigs“ in Schottland erreicht. Die Präsidentin der europäischen Kommission, die uns permanent hat weismachen wollen, dass wir auf ungerechtfertigte US-Zölle mit harten Gegenzöllen antworten werden, ist vor den Augen der Weltöffentlichkeit eingeknickt. Zurück bleiben leere Worte. Dieser Selbstbetrug an Realitätseinschätzung ist auch ein Betrug an den 448 Millionen Einwohnern der EU. Statt peinlichem Schweigen, tiefer Ratlosigkeit und offenem Fremdschämen muss erstens der Selbstbetrug eingestanden werden, um dann, zweitens, Europa neu zu erfinden. Aktuell werden wir durch ein tiefes politisches und wirtschaftliches Tal gehen müssen.
Wochenendgedanken aus Rhade
Veröffentlicht am 02.08.2025
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