Nachrichten zum Thema Stadtentwicklung

Kann alles weg, sagen die Planer. Stadtentwicklung Abbruch- und Aufbruchstimmung in Rhade

Neubauten werden das Gesicht des Dorfes weiter verändern

Ältere werden sich noch erinnern, dass es mal ein eigenes Bahnhofsgebäude in Rhade gab. Die Abrissbirne hat ganze Arbeit geleistet. Ein offener Unterstand wurde als dauerhafter Ersatz hingestellt. Auch am Kirchplatz und der Debbingstraße war das Alte nicht mehr gut genug. Statt Sanierung wird immer häufiger zum Abbruchhammer gegriffen. Auf der Liste „kann weg“ steht nun das ehemalige Gasthaus Pierick. Auch das daneben stehende Gebäude der Volksbank wird, wenn die vorhandenen Informationen nicht täuschen, bald nur noch auf Fotografien zu sehen sein. „Da war doch mal ein Getränkemarkt“, so ein erstaunter Bürger, der nur noch die Reste des Gebäudes gegenüber der Raiffeisen-Tankstelle wahrnimmt. Apropos Raiffeisentanke. Da muss an die Wessels-Autowerkstatt mit Zapfsäule erinnert werden, die für die Genossenschaft Platz machen musste. Apotheke? War mal. Nach Umbauarbeiten zieht dort die Kreissparkasse ein. Und genau gegenüber wird aus der Traditionsbäckerei Heine nun eine Filiale von Imping. Umbauarbeiten inklusive. Auch das Einkaufszentrum mit Aldi und Edeka wird in Kürze erweitert und dadurch zur Großbaustelle. Und die "weiße Villa" in der Lembeckerstraße ist dem Verfall und Abriss näher, als erhalten zu werden. In Rhade scheint eine neue Aufbruchstimmung ausgebrochen zu sein. Die Formel lautet nicht: Aus alt mach neu, sondern eher, das von gestern kann weg. Ob Rhade sich dann weiter Dorf nennen will, steht in den Sternen.

Mit offenen Augen durch Rhade

Veröffentlicht am 11.08.2026

 

So werben Radfahrerschilder in Rhade mit dem örtlichen Mühlenteich. Heute sind Zugang, selbst Blickkontakt unmöglich Stadtentwicklung Mit offenen Augen durch Rhade …

Egal, ob es sich um ein Dorf oder eine Stadt handelt, vorhandene Wasserflächen werten den jeweiligen Standort immer erheblich auf. Haltern wirbt mit dem Zusatz „Am See“, Dorsten war nah dran, sich „Stadt an der Lippe“ zu nennen. Und als in einem der letzten Heimatkalender, jetzt auch Jahrbuch genannt, Jugendliche nach ihrem Lieblingsort in der Lippestadt befragt wurden, lag die Kanalpromenade ganz oben auf der Skala der Nennungen. Auch Rhade hätte etwas Entsprechendes zu bieten, versteckt es aber inzwischen völlig unsichtbar hinter dichten Büschen und Bäumen. Die Schönheit des örtlichen Mühlenteichs, gegenüber der alten Wassermühle an der Lembecker Straße gelegen, ist seit längerer Zeit nur noch auf Fotos wahrzunehmen. Beim Versuch, für diesen Text ein aktuelles Bild zu machen, musste der Fotograf passen. Der früher mögliche seitliche Zugang ist inzwischen durch Wildwachstum unpassierbar geworden. Warum versteckt Rhade sein wirkliches Kleinod? Beim Wettbewerb der Ideen, Dorfentwicklung genannt, wurde auch dieser Bereich zur Attraktivitätssteigerung genannt. Heute erinnern wir daran und bitten die Verwaltung um eine aktuelle Einschätzung, wann was getan werden könnte/müsste, um den Mühlenteich überhaupt als Realität und Ruheoase auch für unsere Bürger wahrzunehmen.

Die Reihe „Rhade mit offenen Augen“ wird fortgesetzt

Veröffentlicht am 21.07.2026

 

Schemadarstellung Kaverne: Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie e.V. (BVEG) Stadtentwicklung Es tut sich was in Rhade

Sondervermögen des Bundes wird Dorf entscheidend verändern

Wer genau hinsieht erkennt die strategisch wichtige Lage Rhades auf einen Blick. Auf der Nord-Süd-Achse teilen sich Autobahn, mehrere Stromtrassen, Eisenbahn sowie Gas- und Salzsole-Pipelines die ebene Fläche. Das ist auch der Bundesgesellschaft für die Verwendung des Sondervermögens in Höhe von 500 Milliarden Euro für Zukunftsinvestitionen aufgefallen. Nach neuerlicher Auswertung der vor Jahren vor Ort gemachten Tiefen-Schalluntersuchungen, um bisher verborgene Kohlelagerstätten zu orten, identifizierten die Wissenschaftler eine riesige, stabile Salzstockformation. Um die immer wieder ausgesprochene Klage, Deutschland wäre bei Umsetzungen erkannter Probleme zu langsam, wurden in Berlin nun Nägel mit Köpfen gemacht. Rhade wird Lager-Zentrum für grünen Wasserstoff. Die Stadt Dorsten wird zwar angehört, aber am Verfahren nicht beteiligt. Die vorgesehene Speicherkaverne wird bereits Mitte des Jahres ausgewaschen. Für die so gewonnene Salzsole wurde mit dem Unternehmen Borth am Niederrhein (K+S) ein Vertrag abgeschlossen. Die im Bau befindliche Wasserstoff-Pipeline, in Rhade ist bereits das Röhrenlager am Rütherweg eingerichtet, erhält zusätzlich eine riesige Pumpstation, um das Gas in den dann so vorbereiteten Untergrund zu pressen und einzulagern. Neben einem Gebäude für Techniker, wird ein Campus für die weitere Forschung zur Nutzung erneuerbarer Energien in Modulbauweise errichtet. Die genannte Bundesgesellschaft rechnet mit ca. 250 Arbeitsplätzen und ca. 400 Studenten auf dem Campusgelände. Übrigens in Kooperation mit der Hochschule Essen/Duisburg. Die Dorstener Verwaltung teilt mit, kurzfristig dazu ein neues großzügiges Wohngebiet westlich vom Rütherweg, südlich der Lembecker Straße, auszuweisen und zu erschließen. In Rhade dominierte 800 Jahre der dörfliche Charakter. Das Jahr 2026 markiert einen gravierenden Wendepunkt. Zum Guten? Wir begleiten das Mammut-Projekt kritisch aber konstruktiv.

Grundlage des Berichts sind Geheimpapiere, die uns anonym übermittelt wurden und nur am heutigen Tag zur Veröffentlichung genutzt werden dürfen.

Veröffentlicht am 01.04.2026

 

Ludger Kuhlmann beantwortet die vielen Nachfragen der Besucher, die den Rhader Infostand besuchten. Stadtentwicklung Fahrrad-Aktionstag in Dorsten

Großes Interesse an Rhader Radspange

Dass das Fahrrad immer größere Bedeutung im Mix aller Verkehrsmittel gewinnt, konnten die vielen Besucher des Aktionstages „Dorsten dreht am Rad“, hautnah erleben. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club, ADFC, hat am Samstag mit Unterstützung der Dorstener Verwaltung das Radfahren in den Mittelpunkt einer entsprechenden Präsentation rund um den Bürgerbahnhof gestellt. Auch Rhade war mit einem Stand vertreten, der ständig umlagert war. Ludger Kuhlmann und Dirk Hartwich, beide seit Jahren im Arbeitskreis Dorfentwicklung des Rhader Bürgerforums aktiv, stellten die vor Ort entwickelte „Rhade-Lippe-Radspange“ vor, die, inzwischen komplett ausgeschildert, die Hohe-Mark-Route und die 100-Schlösser-Route zwischen den Knotenpunkten 37 (Rhade), 45 und 67 (Dorsten) mit der Römer-Lippe-Route verbindet. Die fast völlig verkehrsfreie, 15 Kilometer lange Strecke darf auch als Naturerlebnisroute bezeichnet werden. Auf zwei selbst gestalteten Plakatflächen konnten die Besucher den Streckenverlauf nachvollziehen und sich über die aufgeführten Vorteile hautnah informieren. Aber Ludger Kuhlmann und Dirk Hartwich haben auch den erstaunlich vielen Interessenten vermittelt,  dass der Aspekt Wirtschaftsförderung durch Radfahren eigentlich einen höheren Stellenwert in Dorsten erhalten müsste. Die Verwaltung, die u.a. durch Verkehrsplaner und Klimaschutzbeauftragten vertreten war, zeigte sich ebenfalls sehr interessiert an der breiten Rhader Argumentationskette „pro Fahrrad“.

Veröffentlicht am 29.03.2026

 

Stadtentwicklung Riesige Baugrube im Dorf

Neubau wird das Dorfbild verändern

Erstaunt reiben sich nicht wenige Betrachter die Augen, blicken sie in die riesige Baugrube an der Debbingstraße. Während im westlichen Teil Rhades noch historische Baustrukturen und Grundstücksanordnungen „rund um die Kirche“ erkennbar sind, ist östlich der Debbingstraße davon nichts mehr sichtbar. Dennoch passten die teils niedrigen Gebäude noch irgendwie zum Dorfbild. Nun wird aber direkt gegenüber der Kirche ein (sehr) großes Mehrfamilienhaus gebaut. Das Baurecht lässt das zu. Daran wird eine öffentlich geführte Diskussion über die Dimension des Baukörpers und die Ausnutzung des Grundstücks nichts mehr ändern. „Unser Dorf soll schöner werden“, so der frühere Wettbewerb des Landes, um den ländlichen Bereich zu stärken. Ein Preis wurde bisher nicht gewonnen. Ob sich die Ausgangslage für eine Neubewertung mit dem Neubau mitten im Dorf ändert, ist mehr als fraglich. Sicher ist, dass die parallel vorangetriebene Dorfentwicklung, gefördert mit Landesmitteln, vor der Herausforderung steht, den neuen Baukörper ins Gesamtensemble zu integrieren. Rhade hat verdient, dass das (irgendwie) gelingt.

Rhader Zwischenruf zur Dorfentwicklung

Veröffentlicht am 25.10.2024

 

RSS-Nachrichtenticker

RSS-Nachrichtenticker, Adresse und Infos.

 

WebsoziCMS 3.9.9 - 007990324 -