Nachrichten zum Thema Gesellschaft

Gesellschaft Menschen auf der Flucht

Dorstener Ersthelfer verdienen Lob und Anerkennung

Stell dir vor, du musst von jetzt auf gleich dein Haus, oder deine Wohnung, deine Arbeitsstelle, deine Familie, deine Freunde, deine Heimat verlassen, um dein Leben vor Bomben, Raketen, Hunger oder einer ungerechtfertigten Inhaftierung/Exekution zu retten. Stell dir weiter vor, du schaffst es tatsächlich, einen sicheren „Hafen“ zu erreichen. Stell dir vor, er würde Dorsten heißen. Müde und völlig demoralisiert würdest du plötzlich Helfern gegenüber stehen, die dir eine Unterkunft, regelmäßiges Essen, Winterkleidung und eine erste Perspektive zum Leben in neuer Umgebung anbieten. Du würdest sicherlich fast ungläubig staunen, ein erstes Lächeln versuchen und zaghaft beginnen, an das Morgen wieder zu glauben. Die Ersthelfer, denen an dieser Stelle gedankt werden soll, sind in der Verwaltung und unterschiedlichen Hilfsorganisatoren zu finden. Viele von ihnen leisten freiwillig viel mehr, als in ihrer Arbeitsplatzbeschreibung zu finden ist. Sie sind unentbehrlich. Sie sind zu loben. Sie sind zu unterstützen. Stell dir vor, du musst nicht flüchten, kannst weiter in deiner Umgebung leben, verdienst genug Geld, kurz, es geht dir gut. Wäre das nicht eine fantastische Gelegenheit, sich den genannten Helfern, ob professionell oder ehrenamtlich, unterstützend anzuschließen? Der Weg von dieser Erkenntnis bis zur praktischen Umsetzung ist auch in unserer Stadt nur ein Katzensprung. Du schaffst das!

Wochenendgedanken aus Rhade

Anmerkung:

Veröffentlicht am 19.11.2022

 

Gesellschaft Gedanken zum 9. November 1938 (2022)

Warum der Hass über die Menschlichkeit gesiegt hat -  auch in Dorsten.

Im Interview der Süddeutschen Zeitung gibt Wolf Biermann, aus der DDR ausgebürgerter Liedermacher und Poet, eine passende Antwort (Auszug):

"Wenn die Herrschenden über alle Massenmedien verfügen und auch noch über die Gefängnisse, in denen sie andersdenkende Leute einsperren, foltern und töten können, na dann verbreiten sich solche idiotischen Meinungen sehr schnell und sogar massenhaft. Wissen Sie, wen Stalin beneidet hat? Seinen Kollegen Hitler. Stalin wollte von seinem Volk auch so blind geliebt werden wie Hitler von seinem Volk. Deshalb hat er systematisch die Medien erobert und Andersdenkende Leute getötet,vertrieben, liquidiert. Das ist eben die Pest der Diktatur. Und die kann links sein oder rechts. Am Ende ist das propagandistische Selbstportrait einer Diktatur immer nur blutiger Kitsch.“

Zitat (Auszug) Süddeutsche Zeitung „Wolf Biermnann über Krieg“ am 29./30.10. 2022. Eingangssatz und Hervorhebungen durch SPD-Rhade.

Heute, 17 Uhr, Gedenkveranstaltung im Garten des Jüdischen Museums Westfalen in Dorsten.

 

Veröffentlicht am 09.11.2022

 

Gesellschaft Twitter ist zur Gefahr für Meinungsfreiheit geworden

Einfach mal abschalten

Geld regiert die Welt. Das, was landauf, landab in vielen Köpfen herumspukt, scheint Fahrt aufzunehmen. Ein sogenannter Kurznachrichten-Dienst, Twitter genannt, lebt von schnellen gezwitscherten Überschriften. Zwischen wahren Meldungen finden sich immer auch Fake-News, so neudeutsch der Begriff für Lügen, sexistische und rassistische Ausfälle. Donald Trump hat damit Politik gemacht und der Demokratie nachhaltig geschadet. Das wurde dann sogar dem Twitter-Konzern zu viel. Trump wurde abgeschaltet. Nun tritt Elon Musk auf die Bühne und kauft den ganzen Laden, feuert die halbe Belegschaft und will Trump wieder eine Bühne bieten. Spätestens jetzt ist für alle Demokraten der Zeitpunkt gekommen, auf Twitter zu verzichten. Einfach mal abschalten, lautet die Rhader Anregung besonders in Richtung Politiker und Konzerne. Das ist die einzige Antwort die Menschen, die den Boden unter den Füßen verloren haben, verstehen. Elon Musk ist einer von ihnen.   

Veröffentlicht am 07.11.2022

 

Gesellschaft Wenn gesellschaftliche Strukturen bröckeln

Zeitenwende hat u. a. Kirchen, Politik, Vereine, Presse im Schwitzkasten

Die Welt wird nicht untergehen, wenn nach 120 Jahren die katholische Frauengruppe Wulfen öffentlich das Aus ihres Engagements erklärt. Wer aber ein Gesamtbild aus Mosaiksteinen zusammensetzt, erkennt immer klarer, wohin unsere Gesellschaft steuert. Hier ist es die KFD, dort ein Verein ohne Jugendabteilung, nicht weit entfernt Parteien mit rasantem Mitgliederschwund, Zeitungsverlage, die aufgeben und Kirchen, denen die Gläubigen die rote Karte zeigen. Eine Entwicklung, die besorgniserregend ist. Der Staat, also unsere Verwaltung, kann die entstandenen Lücken der Zivilgesellschaft nicht schließen. Unsere Demokratie ist in Gefahr! Sie gehört zur kritischen Infrastruktur, so der Bundespräsident. Ein Alarmruf von ganz oben. Wir da unten müssen aufwachen, zuhören und uns neu aufstellen. In der Kirchengemeinde, der örtlichen Partei, im Sportverein. Und wir müssen nicht denen nachlaufen, die auf schwierige Fragen ganz einfache Antworten parat haben. Die Welt wird durch das KFD-Aus in Wulfen nicht untergehen, wer aber die unverzichtbare Sozial- und Seelsorgearbeit jetzt dort leisten soll, bleibt, unbeantwortet. Wieder ein Mosaikstein, der aus unserem Gesamtbild FUNKTIONIERENDE GESELLSCHAFT herausgefallen ist.

Nachdenkliches aus Rhade

Veröffentlicht am 02.11.2022

 

Gesellschaft Irritierendes aus Ostdeutschland

Zweifel an der Demokratie

Wenn 61% der Ostdeutschen mit unseren demokratischen Strukturen unzufrieden sind, sie sogar als falsch ablehnen, dann stimmt etwas nicht. Carsten Schneider (SPD), Ostbeauftragter der Bundesregierung, nennt es ein Alarmsignal. Die ARD hat das Thema in einer beeindruckenden Dokumention aufgegriffen und mit „Hart aber fair“ begleitet. Es fällt schwer, sachlich zu bleiben, ruft man sich mehrere Wortbeiträge in der Dokumentation und der anschließenden Diskussion in Erinnerung. 32 Jahre nach der Wiedervereinigung wird in Teilen der neuen Bundesländer ein (Feind)Bild gepflegt, das mit der Wirklichkeit nicht übereinstimmt. Es gibt nach Ansicht vieler Historiker nur eine nachvollziehbare Erklärung für diese Haltung, diesen Trend. Nämlich, dass es seit 1945 keine offene Aufarbeitung in der DDR über die eigene Rolle im totalitären Nazisystem gegeben hat. Und keine weitere, nach 1989 über das undemokratische DDR-System. Dass, was sich besonders bei vielen Älteren dadurch im Denken festgesetzt hat, kann weder mit Geld, noch mit Aufklärung verändert werden. So der Eindruck beim Zusehen und Zuhören der guten ARD-Sendung. Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Carsten Schneider, der die irritierenden Umfragedaten kommentierte, wirkte auch sehr nachdenklich, vielleicht sogar etwas ratlos.

Eine Rhader Einschätzung zur ostdeutschen Befindlichkeit

Veröffentlicht am 26.10.2022

 

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