Nachrichten zum Thema Gesellschaft

Gesellschaft KI in der Stadtverwaltung - Kommunale Intelligenz (2)

Gastbeitrag von Ludger Böhne, Pressesprecher

"Die Stadtverwaltung Dorsten hat für den Dienstgebrauch einen KI-Assistenten eingeführt, der in einer dedizierten Microsoft-Umgebung betrieben wird. Dies stellt sicher, dass Daten auf europäischen Servern verarbeitet und von den Anbietern nicht für Trainingszwecke genutzt werden.

Die Chancen und Risiken der neuen digitalen Möglichkeiten sind der Stadt Dorsten dabei bewusst. In einer Dienstvereinbarung mit dem Personalrat wurde darum festgeschrieben, dass KI die Mitarbeiter_innen bei der Arbeit unterstützen und Angebote für Bürger_innen erleichtern soll. Keinesfalls jedoch soll und kann KI Mitarbeiter_innen ersetzen. Sie müssen die Ergebnisse überprüfen, mit eigenen Überlegungen abgleichen und gewährleisten, dass KI-generierte Inhalte fachlich richtig und diskriminierungsfrei sind. Die letzte Entscheidungsinstanz werden immer die Expert_innen der jeweiligen Fachabteilung sein.

Klar geregelt sind der Datenschutz und die Wahrung des Amtsgeheimnisses: Es dürfen ausschließlich Daten als Input genutzt werden, deren Nutzung nach den Vorgaben der DSGVO zulässig ist. Sofern KI-generierte Inhalte in Bescheiden, Stellungnahmen oder Vermerken verwendet werden, so ist dies kenntlich zu machen.

Grundsätzlich kann Künstliche Intelligenz nach heutigem Stand helfen, Mitarbeiter_innen von Routine-Arbeiten zu entlasten, etwa bei der Ermittlung von Informationen, der Zusammenfassung von komplexen Sachverhalten oder der Zusammenstellung von Rechtsgrundlagen. Menschliche Intelligenz und Urteilsvermögen ersetzen kann KI jedoch nicht, da es in der Vorbereitung von Entscheidungen Aufgabe einer Stadtverwaltung ist, eine Herausforderung unter möglichst vielen Blickwinkeln zu betrachten und zwischen allen Vor- und Nachteilen von Lösungsmöglichkeiten eine Abwägung zu treffen, die ebenso Recht und Gesetz entspricht wie auch die bestmögliche Lösung für die Bürgerinnen und Bürger darstellt.

Am Ende ist aber klar, dass die KI des jeweiligen Menschen entscheidet: Die echte KI: Die Kommunale Intelligenz!"

 

Anmerkung: Um KI einordnen zu können, wird auf dieser Internetseite eine offene Diskussion geführt. Startschuss war der  19-06.2026. Die Überschrift lautete: Künstliche Intelligenz (KI) in aller Munde. Wird fortgesetzt.

Veröffentlicht am 25.06.2026

 

Gesellschaft Künstliche Intelligenz (KI) in aller Munde (1)

Kritische Auseinandersetzung dringend erforderlich - Rhader Aufruf, sich zu beteiligen

Neben der technischen Faszination über die explosionsartige KI-Entwicklung, muss parallel über die Gefahren offen und vorurteilsfrei gesprochen werden. Politik und Gesellschaft sind gefordert, dafür Rahmenbedingungen zu formulieren und mit Gesetzestexten Klarheit zu schaffen, um wirtschaftlichen, militärischen und politischen Machtmissbrauch durch das vorhandene Monopol weniger Tech-Konzerne zu verhindern. An dieser Diskussion können sich alle Leser dieser Internetseite mit eigenen Gedanken (max. 200 Worte) beteiligen. Heute Teil 1 mit der Frage an KI, in jeweils 50 Worten die Vor- und Nachteile zu beschreiben.

  • Vorteile: KI spart Zeit, automatisiert Routineaufgaben und hilft, Daten schneller zu analysieren. Sie kann personalisierte Empfehlungen geben, Fehler reduzieren und neue Ideen fördern. In Medizin, Bildung und Wirtschaft unterstützt KI Menschen dabei, bessere Entscheidungen zu treffen und effizienter zu arbeiten.
  • Nachteile: KI kann Fehler machen, Vorurteile verstärken und Datenschutz gefährden. Sie ersetzt manche Jobs, ist oft schwer nachvollziehbar und kann Missbrauch erleichtern, etwa durch Deepfakes oder Desinformation. Außerdem braucht sie viel Energie und kann zu starker Abhängigkeit von Technik führen.

Fazit: Entscheidend ist, das eigene Urteilsvermögen nicht an der „Garderobe KI“ abzugeben. Mit dem Zitat von Immanuel Kant schließen wir Teil 1: „Der Mangel an Urteilskraft ist eigentlich das, was man Dummheit nennt, und einem solchen Gebrechen ist gar nicht abzuhelfen.“

Rhader Aufschlag, über KI kritisch nachzudenken. Antworten auf Fragen an KI durch chatopenai.de

 

Veröffentlicht am 19.06.2026

 

Gesellschaft Papst Leo XiV und die Enzyklika „Magnifica humanitas“

Gastbeitrag Dr. Hans-Udo Schneider

Der Autor Heribert Prantl bezeichnet sie als „Ein Manifest der Menschheit“. Und in der Tat setzt der Papst mit diesem Lehrschreiben ein Zeichen, das nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Die Veröffentlichung erfolgte sehr bewusst an Pfingsten. An diesem Tag, dem Geburtstag der Kirche, feiert die Christenheit die Geistkraft Gottes. Dagegen setzen die Tech-Milliardäre den Geist der Künstlichen Intelligenz (KI). Zwei konträre Menschenbilder - das christlich humanistische Menschenbild und die Ideologie des Transhumanismus. Darin wird der Mensch seiner Verantwortung, Kontrolle, Mitwirkung enthoben. Die KI entscheidet in allen Lebensbereichen, letztlich auch über Krieg und Frieden.
Der Papst nennt das Hybris, Selbstüberschätzung und erinnert in diesem Zusammenhang an die Geschichte vom Turmbau zu Babel. Er lehnt die KI zwar nicht grundsätzlich ab. Aber in ihrem Absolutheitsanspruch sei sie brandgefährlich. Von daher mahnt er Transparenz, Verantwortung und demokratische Kontrolle der Macht an. Sie darf nicht in Händen weniger Oligarchen liegen. Der Papst will also informieren, aufklären, sensibilisieren und die Menschen ermutigen, den Heilsversprechen der digitalen Supermacht KI zu widerstehen.
Anmerkung: Die Enzyklika kann im Netz eingesehen und runtergeladen werden. Im Juli ist sie im Buchhandel erhältlich.

Dr.Hans-Udo Schneider, Pfarrer, Diplom-Psychologe und Psychotherapeut, Autor mehrerer Fachbücher kandidierte 2009 für das Bürgermeisteramt in Dorsten.

Veröffentlicht am 16.06.2026

 

Gesellschaft Die Fußball-Geldmeisterschaft

Ein Tor, wer dabei an Sport denkt

Mehrere Wochen dauert das gerade angepfiffene Spektakel. Wir sind mit unserer Fußballmannschaft, dem TV und unzähligen Experten live dabei. Am Ende wird es einen Weltmeister und 47 Verlierermannschaften geben. Ein Geldmeister steht schon fest. Die FIFA. Fédération Internationale de Football Association aus Zürich. Der Dachverband des Weltfußballs. Eine Organisation, die von Korruption, Bestechung und Wahlmanipulation (Wikipedia) begleitet wird. Der Chef, Gianni Infantino, ist ein Schweizer, der versteht, die Strippen zu ziehen. Der wichtigste sportliche Wettbewerb, die alle vier Jahre stattfindende Fußballweltmeisterschaft, ist zur gnadenlosen Geldmeisterschaft verkommen. Infantino lässt aber auch gönnerhaft mitverdienen. Willfährige Politiker und nationale Verbandspräsidenten, die seine Verkaufsvorstellungen kritiklos teilen, gehen später mit prall gefüllten Taschen vom Platz. Ein Tor, wer in diesem Zusammenhang auch an Trump denkt, der von Gianni Infantino kürzlich sogar mit einem puren Friedensgoldpokal zum handzahmen Unterstützer mutierte. Wir stehen nicht abseits, sondern glauben ernsthaft, dass Sport und Politik zwei Paar Schuhe sind. Wir bilden die Kulisse für ein Großereignis, das minutiös geplant und eiskalt durchgerechnet wurde. Am Ende zählen nicht nur Tore, sondern Milliarden auf der Habenseite von wenigen. Wir sind trotzdem dabei, weil wir von der Illusion, dass Fußball die schönste Nebensache der Welt ist, nicht lassen können.

Dirk Hartwich, heute als Linksaußen-Wochenendkommentator

Veröffentlicht am 13.06.2026

 

Foto: Bundesarchiv, Bild 146-2007-0037 / Bauer, Georg / CC-BY-SA 3.0 Gesellschaft „Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.“

Dieses Zitat von Gustav Heinemann* betont die Notwendigkeit, Veränderungen anzustreben, um das zu bewahren, was wichtig ist. Das gilt auch aktuell für die SPD, die das Traditionelle (zu) gerne pflegt und dabei nötige Weiterentwicklungen des Erreichten zu spät einleitet. Es ist nämlich in unserer schnelllebigen Zeit unumgänglich, aktiv zu werden, um Verantwortung für den Erhalt von Werten und sozialer Sicherheit zu übernehmen, anstatt passiv darauf zu hoffen, dass alles so bleibt wie es ist. Wenn wir dazu nicht bereit sind, riskieren wir tatsächlich das zu verlieren, was wir eigentlich bewahren möchten. Gustav Heinemann hat uns in einem Satz ein sozialdemokratisches Programm für die Zukunft genannt. Das Zitat wird die Leser dieser Internetseite im Monat Juni (rechte Spalte) begleiten.

Rhader Gedanken über einen großen Sozialdemokraten, der nicht vergessen werden darf. Vergleiche hierzu den morgigen 5. Text von Friedhelm Fragemann über die existenzbedrohende Lage der SPD.

*Gustav Heinemann wurde 1899 geboren. Er starb am 7.7.1976. Zwischen 1969 und 1974 amtierte er als Bundespräsident. Gustav Heinemann war besonders bürgernah, damit anders als seine Vorgänger im Amt Theodor Heuss und Walter Lübke. Dazu ein weiteres Zitat, das in Erinnerung des Bürgerpräsidenten bleibt: "Ich liebe keine Staaten, ich liebe meine Frau."

Veröffentlicht am 01.06.2026

 

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