Nachrichten zum Thema Gesellschaft

Wir verbeugen uns vor den Dorstener Opfern, die durch Dorstener Nazis umgebracht wurden Gesellschaft Stolpersteine in Dorsten

Ein Denkmal der besonderen Art

Gunter Demnig ist ein Künstler. Er hat etwas geschaffen, was als größtes dezentrales Mahnmal in der Welt gilt. Zu seinem 70. Geburtstag erfahren wir, dass er inzwischen rund 63.000 (!) Stolpersteine, die an ermordete jüdische Bürger in aller Welt erinnern, verlegt hat. 38 quadratische Steine, die eine Messingkappe mit den Namen und Daten der Opfer tragen, wurden auch in Dorsten vor deren Häusern verlegt. Wir Dorstener dürfen stolz darüber sein, dass die Initiative „Frauen für den Frieden“ mit viel Engagement und kreativer Hartnäckigkeit erreicht hat, dass wir bei unserem Gang durch die Lippestadt daran erinnert werden, dass Nazis aus unserer Mitte zu Mördern wurden. Nun haben die Opfer einen Namen und ein persönliches Denkmal, über das wir „stolpern“ sollen und uns beim Lesen der Inschrift vor Scham beugen müssen. Dank an Gunter Demnig, Dank an die Friedensfrauen, Dank an die Unterstützer und besonderer Dank an die vielen Jugendlichen, die der Verlegung der Steine nicht nur passiv beiwohnten, sondern die Geschichte der Opfer öffentlich gemacht haben. Am 9. November wird um 17 Uhr im Jüdischen Museum eine Gedenkveranstaltung stattfinden, bei der u. a. an das Pogrom vor 79 Jahren mitten unter uns gedacht wird und die 38 Stolpersteine in den Mittelpunkt gerückt werden. Mit unserer Teilnahme können wir zeigen, dass wir nicht vergessen und aus der Geschichte lernen wollen.

Eigener Bericht

Weitere Informationen: www.stolpersteine-dorsten.de und

www.dorsten-unterm-hakenkreuz.de

Veröffentlicht am 29.10.2017

 

Gesellschaft Rhade: Eine kleine (wahre) Alltagsgeschichte

Wenn der Mensch Sklave seines Haustiers wird …

Ein zufälliges Treffen von Nachbarn auf einem breiten Wirtschaftsweg am Waldrand. Eine angeregte Unterhaltung über dies und das wird plötzlich durch ein Rufen aus dem Wald unterbrochen. Eine Frau mit großem Hund fordert, einige Meter weiter zu gehen, damit sie mit ihrem Hund, der vielleicht ängstlich oder gefährlich ist, ungestört vorbei kann. Irritiert und belustigt reagieren die so Angesprochenen, indem sie der Frau mit Hund den Rat geben, vielleicht selbst einen neuen Weg zu suchen. Voller Unverständnis und beleidigt dreht sie ab. Der Hund folgt. Fazit: Wenn Hundehalter zu Sklaven ihres Haustiers werden, geht schnell der Bezug zur Realität verloren. Gelebte und respektierte Nachbarschaft bekommt dann einen erheblichen Knacks.

Veröffentlicht am 25.10.2017

 

Gesellschaft Willy Brandt - Eine Erinnerung zum 25. Todestag

Auch heute noch ein Vorbild, nicht nur für die SPD 

8. Oktober 1992. Trauer in Deutschland und der Welt. Willy Brandt ist gestorben. Ein Politiker und Sozialdemokrat, der eine ganze Generation politisierte. Etwas, was heute schmerzlich vermisst wird. Martin Schulz, amtierender SPD-Vorsitzender erinnert in einer beeindruckenden Rede an „Willy“. Wir veröffentlichen nur die Überschriften seines Vortrags, die für sich sprechen. Die gesamte Rede ist auf www.spd.de eingestellt.

  • Wir leben in einer Zeit, die nach Antworten schreit
  • Willy Brandt war ein Mensch, der früh erkannt hat wie wichtig das Internationale für das Wohle seines eigenen Volkes war
  • „Wo Hunger herrscht, ist auf die Dauer kein Friede“
  • "Ein guter Deutscher kann kein Nationalist sein."
  • "Die SPD muss die herausragende Europa-Partei in Deutschland sein."
  • Wir müssen für unsere Prinzipien kämpfen und nicht für feingeschliffene Positionspapiere
  • Für Werte kämpfen, auch wenn nicht alle sie teilen
  • „Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer."

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 19.10.2017

 

Gesellschaft Eine Mail aus Barcelona

Reaktion auf Rhader Internetseite

Vielen Dank für Euer tiefes Mitgefühl. Ja, es ist uns immer noch unverständlich, dass es auch in Barcelona passieren musste!!! Eine Stadt die offen und solidarisch den Menschen aus anderen Ländern entgegenkommt. Ich bin voll und ganz einverstanden mit Eurem Text, den ihr auf eure web-Seite gesetzt habt. Hoffen wir alle auf eine bessere Welt!!!!

Elke aus Barcelona per E-Mail zu unserem Text vom 19.08.2017:

Barcelona weint – Ein Appell aus Rhade

Hört das denn nie auf? Das sinnlose Morden aus Hass und religiöser Verblendung. Nach Paris, Berlin, jetzt Barcelona. Und immer wieder die Frage nach dem WARUM. Unser Appell, der des kleinen SPD-Ortsvereins Dorsten-Rhade lautet: „Wer mit unserer Lebensführung, mit unserer Freiheit, mit unserer Großzügigkeit überhaupt nichts anzufangen weiß, sollte bitte in den Kulturkreis wechseln, der seiner ideologischen Vorstellung nahe kommt. Alle anderen Menschen, egal welcher Nationalität, Religion, Hautfarbe, … sind weiter willkommen!

Veröffentlicht am 13.09.2017

 

Gesellschaft 1. September 2017 - DGB-Aufruf zum Antikriegstag

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Deutschland und Europa müssen "friedenspolitisch Verantwortung übernehmen", heißt es im diesjährigen Aufruf des DGB zum Antikriegstag. Die "Verteidigungsausgaben massiv zu erhöhen", sei der falsche Weg. Die Erklärung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Antikriegstag, 1. September 2017, im Wortlaut:

Veröffentlicht am 01.09.2017

 

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