Nachrichten zum Thema Allgemein

Allgemein Heimatkalender 2023 - Neugierde wird belohnt (3)

Wer Heimattümelei vermutet, ist falsch gewickelt

Der Name Dorstener Heimatkalender kann auf den ersten Blick Missverständnisse auslösen. Nämlich, dass es sich um einen normalen Bildkalender mit Motiven unserer Stadt und unserer Umgebung handelt. Der Untertitel, dass es der Kalender „der Herrlichkeit Lembeck und der Stadt“ ist, kann diesen Eindruck noch verstärken. Alles falsch, wer das optisch ansprechende Buch mit 276 (!) Seiten aufschlägt. Machen wir also nochmals Werbung für dieses Projekt, das von ehrenamtlich agierenden Bürgern der Lippestadt seit Jahrzehnten einen festen Platz auf dem eigenen Büchertisch verdient. Heute, mit diesem dritten und abschließenden Teil unserer Würdigung, richten wir den Blick auf die Portraitfotos von Jürgen Mörs und die damit korrespondierende Gedichtauswahl, für die Bertold Hanck verantwortlich zeichnet. Zwei Beispiele:  Der Vorstellung des Hobbyastronomen Gerd Wüst, stellt er den Originaltext von Wilhelm Hey, „Weißt du, wie viel Sterne stehen“, gegenüber. Und dem Portrait unseres letzten Rhader Cowboys, Karl-Heinz Einhaus, widmet er ein eigenes Gedicht:

Cowboys

Einst sang Gitte pazifistisch

und ein wenig auch sexistisch:

„Ich will `nen Cowboy gern als Mann“;

da käm‘s ihr nicht aufs Schießen an,

weil so ein Cowboy küssen kann.

 

Bei Putin und bei Erdogan

kommt`s heute mehr aufs Schießen an,

denn ob die beiden gerne küssen,

kann keiner von uns allen wissen.

 

Doch wäre ihnen wohl zu raten

zu solchen feinen Liebestaten:

Ins Geschichtsbuch nicht als Bösewichte,

Nein - als Superlover der Geschichte!

 

Der Heimatkalender kostet 10 Euro und ist an vielen Stellen in Dorsten zu kaufen.

Veröffentlicht am 05.12.2022

 

Allgemein Noch ein Blick in den neuen Heimatkalender (2)

„Lies mal wieder“ - Eine Lese- und Geschenkempfehlung

Wer mehr über seine Stadt und seine Bürger wissen will, sollte im neuen Heimatkalender blättern und sich von interessanten Geschichten fesseln lassen. Das Kalenderbuch mit 276 Seiten ist so facettenreich und spannend, dass es als Dorstener Pflichtlektüre eingeordnet werden darf. Also auch eine passende Geschenkidee für alle Gelegenheiten ist. Werfen wir heute einen zweiten Blick hinein. Unter der Rubrik Zeitgeschehen finden sich hochpolitische und aktuelle Beiträge über die Themen Frieden und Freiheit. Besonders aufrüttelnd die Einordnung des Krieges in der Ukraine von Ljuba Didszun. Die Schilderung über zwei Lembecker Auswandererfamilien im 19. Jahrhundert lassen den Leser fassungslos zurück. Johannes Harks hat sie recherchiert und aufgeschrieben. Natur und Umwelt lautet ein weiteres Kapitel im 82. Jahresbuch des Heimatbundes Herrlichkeit Lembeck und der Stadt Dorsten. Bernhard von Blankenburg will den „Backofen Lippestraße“ mit völlig unkonventionellen Mitteln beseitigen. Seine Vision ist nicht nur besonders lesenswert, sondern auch ein Appell an die Verwaltung und Kommunalpolitiker, Stadtentwicklung neu zu denken. Wer Kurzgeschichten liebt, wird unter der Überschrift „Literarisches“ fündig. Flucht, Zuwanderung und Integration bilden eine Einheit und haben dann ein Happyend, wenn sie selbstlos von außen begleitet werden. Khalid Hashimi hat es mit Hilfe des Ehepaars Neumann geschafft, Schulabschluss und Gesellenbrief erfolgreich zu absolvieren. Ein Lehrbeispiel für die aktuelle Diskussion über ein neues Einbürgerungsgesetz. Das Kalenderbuch kostet 10 Euro und ist an vielen Stellen in unserer Stadt zu erwerben.

Eigener Beitrag. Wird fortgesetzt.

Veröffentlicht am 02.12.2022

 

Allgemein „Dorstener Soli der Warmherzigkeit“

Rhader Sozialdemokraten werben um Unterstützung

„Dorstener Soli der Warmherzigkeit“ heißt eine neue Spendenaktion der Dorstener Wohlfahrtsverbände, mit der insbesondere Geringverdiener unterstützt werden sollen, die von den Kostensteigerungen der letzten Monate in tiefe Existenzsorgen gestürzt werden. Die Idee stammt von Ruth Lange, einer engagierten Bürgerin, die dabei vor allem die 300 Euro Energiegeld im Blick hat, die im September mit den Gehältern ausgezahlt wurden und jetzt mit der Rente überwiesen werden. „Ich kenne etliche Dorstener_innen, die darauf nicht angewiesen und bereit sind, dieses Geld oder einen Teil davon mit anderen zu teilen, die es viel nötiger haben“, sagt sie. Bürgermeister Tobias Stockhoff griff die Idee auf und bat die Wohlfahrtsverbände um Unterstützung, die durch die „Aktion Adventslichter“ bereits seit 20 Jahren in einem Netzwerk verbunden sind.

Beteiligen werden sich Caritas, AWO, die Mobilen Jugendhilfen in Wulfen, Hervest, Holsterhausen und der Altstadt, Kinderschutzbund, Wohnungslosenhilfe der Diakonie, Sozialdienst katholischer Frauen, Lebenshilfe, Haldenwangschule, Vereinigung für sozialpädagogische und wirtschaftliche Betreuung sowie das Kinder-, Jugendlichen- und Familienzentrum (KiJuFaz) Wulfen.

Kontonummer für die Aktion „Dorstener Soli der Warmherzigkeit“: Vereinte Volksbank IBAN: DE16 4246 1435 0136 3006 01

Textauszüge wurden vom Pressedienst der Stadt Dorsten übernommen

Veröffentlicht am 27.11.2022

 

Dr. Kathrin Pieren, Leiterin des Jüdischen Museum Dorsten, forderte am 9.11. eindringlich auf, nicht zu vergessen. Allgemein Wachsam bleiben - Demokratie verteidigen!

Nachlese zu den Gedenkveranstaltungen am 9. November

Mitte der Woche fanden in vielen deutschen Städten Gedenkveranstaltungen statt, um an die Gräueltaten der Nazis zu erinnern, den Opfern zu gedenken und vor heutigem Antisemitismus zu warnen. Auch in Dorsten. Uneingeschränkter Dank gilt denen, die dazu aufrufen und Respekt allen, die daran teilnehmen. Wichtig ist aber, dass sich dieser Tag nicht zu einem Pflicht-Ritual für (wenige) interessierte Personen aus der Gesellschaft entwickelt. Wir müssen neue Formen finden, um zu gedenken und die Demokratie zu schützen. Dazu hilft ein Blick ins Geschichtsbuch. Der 9. November 1938 war nur möglich, weil sich bereits seit 1933 die über 70 Millionen Bürger in Deutschland und Österreich weggeduckt und so einer mörderischen Diktatur den Weg bereitet haben. „Nie wieder“, schworen wir nach 1945. 77 Jahre danach ist das Zitat von Willy Brandt (1992) hochaktuell: „Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum – besinnt Euch auf Eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll.“

Sonntagsgedanken aus Rhade

Veröffentlicht am 13.11.2022

 

Ein Hingucker - Das neue fiftyfifty-Titelbild Allgemein Für Sie gelesen - Ernüchterung über Lese- und Informationsverhalten der Jugend

Vorwort in neuer fiftyfifty-Straßenzeitung zwingt zum Nachdenken

Liebe Leserinnen und Leser, 

neulich besuchte ich wieder eine weiterführende Schule, um Schüler*innen im Bereich Gestaltung und Design dazu zu motivieren, Werbe-Postkarten und neuerdings Social Media Posts für fiftyfifty zu kreieren. Die zum Teil großartigen Ergebnisse der letzten Jahrgänge haben wir stets in dieser Zeitung und auf Facebook veröffentlicht. In diesem Jahr allerdings musste ich eine bittere Erfahrung machen. Die jungen Leute, eigentlich hoch motiviert, baten um ein anderes Thema. Sie könnten mit dem Medium Zeitung nichts anfangen. Ich wollte es genauer wissen und fragte, wer denn überhaupt unsere Straßenzeitung ab und zu lesen würde. Das Ergebnis war ernüchternd, geradezu niederschmetternd. Niemand. Junge Leute lesen keine Medien mehr auf Papier und für digitale Inhalte sind sie nur selten bereit, Geld zu bezahlen. Was bedeutet das für die Zukunft von fiftyfifty, für die Zukunft von Straßenzeitungen? Ich befürchte, wir kommen wohl nicht umhin, festzustellen, dass wir den Anschluss an die junge Generation verloren haben. Dabei ist die Bereitschaft, Obdachlosen auf der Straße zu helfen, groß. Im letzten Monat haben wir zusätzlich zum Magazin 10.000 Aufkleber der Toten Hosen angeboten. Sie waren nach nur einer Woche vergriffen. Auch unser Straßenhunde-Kalender läuft gut, da das Medium Kalender eben prinzipiell noch funktioniert. So lange wir keine Alternative haben, womit Obdachlose auf der Straße Geld verdienen können, ist es wichtig, für den Erhalt von fiftyfifty und Straßenzeitungen zu kämpfen. Jeden Monat werden durch den Verkauf dieser Zeitung völlig unbürokratisch über 100.000 Euro umverteilt – zwischen Menschen, die etwas haben, und sei es nur wenig, und Menschen, die nichts haben. Das müssen wir erhalten. Zudem ist es wichtig, dass Begegnungen stattfinden. Dabei ist Hilfe durchaus keine Einbahnstraße. Die obdachlosen Verkäufer*innen leisten einen wichtigen Beitrag als Straßenseelsorge*innen, Kummerkästen und Expert*innen in Sachen Einsamkeit und Not. Danke, dass Sie fiftyfifty gekauft haben. Danke, dass Sie sich für unsere wichtigen, guten und kritischen journalistischen Inhalte interessieren. Bitte empfehlen Sie uns weiter. Bitte kaufen Sie, wenn möglich, zwei Zeitungen pro Monat und verschenken Sie eine. Damit unser Projekt fiftyfifty nicht untergeht.

Herzliche Grüße, Ihr

Hubert Ostendorf, Geschäftsführer von fiftyfifty

Nachsatz: Wir unterstützen solidarisch die wichtige Arbeit von fiftyfifty und allen Wohnungslosen-Initiativen und bitten unsere Leser, die Straßenzeitung immer zu kaufen und/oder das beeindruckend günstige Jahresabo der fiftyfifty-Digitalausgabe zu buchen. Eine Zeitung, die monatlich erscheint, hervorragend gemacht ist und den wichtigen Blick über den Tellerrand unserer Gesellschaft schweifen lässt.

https://www.fiftyfifty-galerie.de/

Veröffentlicht am 29.10.2022

 

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