Nachrichten zum Thema Allgemein

Blick in deinen künftigen Garten. Foto: Bergbauverein Dorsten Allgemein „Zwei Fliegen mit einer Klappe“

Dorstener Geschichte wachhalten und Gemüse aus eigenem Garten ernten?

Klingt ungewöhnlich, ist aber möglich. Dorsten hat eine wechselvolle Geschichte. Neben dem politischen Auf und Ab füllt die heimische Industrie viele Seiten des Dorstener Geschichtsbuchs. Die Nordwanderung des Steinkohlenbergbaus erreichte Anfang des 19. Jahrhunderts die Lippestadt. Mit der neuen Zeche Fürst Leopold in Hervest Dorsten begann ein wirtschaftlicher Aufschwung. Für die angeworbenen Bergarbeiter wurde parallel eine Wohnsiedlung in nächster Nähe gebaut. Das Besondere in diesem noch immer beeindruckend schönen Wohnumfeld sind die Siedlungsgärten. Sie dienten den Kumpels nicht nur als Erholungsoase, sondern boten durch eigenes Gärtnern die Möglichkeit, den schmalen Geldbeutel aufzufüllen. Heute ist der Bergbau Geschichte. Das weithin sichtbare Fördergerüst erinnert an diese Zeit. Um aber die Geschichte drumherum wachzuhalten, wurde der „Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten e.V.“ gegründet. Die Vereinsmitglieder engagieren sich ehrenamtlich und haben u. a. erreicht, dass Dorsten inzwischen mit dem „Ankerpunkt der Route Industriekultur NRW“ werben kann. Nun besteht die Möglichkeit, einen dieser Siedlungsgärten selbst zu bewirtschaften, so der Aufruf des Dorstener Bergbauvereins. Wer also künftig sein Gemüse selbst anbauen will, sollte sich zügig bei dem rührigen Verein melden. Die künftigen Hobbygärtner halten parallel die Geschichte der Zechensiedlung wach. Also ist es wirklich möglich, „zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen“. Voraussetzung ist die Mitgliedschaft im Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten e.V., also im Bergbauverein. Der Mitgliedsbeitrag beträgt zurzeit 24,00 € im Jahr. Alle Infos bei Hilde Schlenger, telefonisch unter 0176 / 69077480 oder per Mail: hhhschle@t-online.de

Rhader Werbung für eine lebendige Ortsgeschichte

Veröffentlicht am 16.10.2026

 

Allgemein Trump erklärt Europa den Krieg

Immer dann wenn wir glauben, dass es schlimmer nicht geht, versinkt der amerikanische Präsident tiefer im eigenen Schlamm aus Lügen, Verrat und unseriösen Geschäften, die er beschönigend Deals nennt. Nachdem er im eigenen Land die demokratischen Werte Stück für Stück weiter aushebelt, verrät er nun die bisherigen Partner der USA auf offener Bühne. Sein aktuelles Öl-Geschäft mit dem Kriegsverbrecher Putin unterläuft die international verabredeten Sanktionen gegen Russland und hilft, die Ukraine existenzbedrohend zu schwächen. Damit bewegt sich Trump auf einer Stufe mit Diktatoren, die hier deutlicher Verbrecher genannt werden. Wer jetzt noch glaubt, dass er das nächste Wahlergebnis, sollte es zu seinen Ungunsten ausfallen, anerkennt, wird hier als Träumer bezeichnet. Europa wird gleichzeitig von mehreren Seiten in die Zange genommen. Nach der wirtschaftlichen Schwächung durch Zölle und die parallel einhergehende Unterstützung für Antidemokraten weltweit werden sogar völkerrechtswidrige Gebietsansprüche mit militärischen Drohungen verbunden. Die (noch) demokratische Welt wird aufgerufen, Trump zu stoppen. Er ist dabei, zu einer Gefahr für den Weltfrieden zu werden. Wirtschaftliche und demokratische Destabilisierung gehören zu seinen Waffen. Europa muss sich jetzt rüsten, um nicht zur Beute zu werden. Der Preis, den wir dafür bezahlen müssen, ist eine Investition in die Zukunft.

Rhader Nachdenkzeilen

Veröffentlicht am 13.10.2026

 

Allgemein Wahldesaster in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern - Ein persönlicher Kommentar

Was nun?
Jetzt rächen sich die maßgeblich von der Merkel-CDU und der SPD zu verantwortenden Fehlleistungen und Versäumnisse der letzten Jahrzehnte. Untätigkeit und Beschwichtigung statt konsequenter Politik, ja Fahrlässigkeit in zentralen Fragen (z. B. bzgl. Infrastruktur, Migration und innerer Sicherheit) – das war die Saat für das rasante Wachstum der AfD. Auch wenn die SPD in Mecklenburg-Vorpommern durch das von Manuela Schwesig erzielte Ergebnis scheinbar mit einem blauen Auge davongekommen ist, drohen die bisherigen Volksparteien CDU und SPD pulverisiert zu werden, wenn nicht endlich die notwendigen Konsequenzen gezogen werden.
Die Brandmauer war ein Irrweg. Die inhaltliche Auseinandersetzung und vor allem das konsequente Angehen von Problemlösungen wären der richtige Weg gewesen, um den Aufstieg der AfD zu stoppen. Sich jetzt darauf zu fokussieren, ja keine AfD-Forderungen zu übernehmen, ist ein völlig unzureichender Ansatz und greift entschieden zu kurz. Die AfD hat zumindest real vorhandene Probleme benannt, wenn auch teilweise in extremer und politisch zugespitzter Form und ohne praktikable bzw. akzeptable Lösungsvorschläge, während die etablierten Parteien in erster Linie beschwichtigt haben. Jetzt gilt es zu handeln und zwar unter schnellstmöglichem Abbau der Defizite und Umsetzung der notwendigen strukturellen Reformen. Dabei sollten die Regierungsparteien vorangehen, statt sich von den Rechtspopulisten bzw. Rechtsextremisten treiben zu lassen. Das aktuell zur Entscheidung anstehende als „Gesamtkunstwerk“ bezeichnete Maßnahmenpaket muss durch strukturelle Reformen ergänzt werden. Es ist im Übrigen natürlich nicht sakrosankt und keineswegs in Gänze untauglich, wenn einzelne Teile der 33 Bausteine verändert werden. Mut zu weitreichenden Entscheidungen ist das Gebot der Stunde. Noch verfügen die Regierungsparteien in der Bundesrepublik Deutschland über alle notwendigen Ressourcen, die Probleme zu lösen und voranzukommen. Sie haben die dafür notwendige gesetzgeberische Mehrheit und die volle Verantwortung.

Friedhelm Fragemann (langjähriger Fraktionsvorsitzender der Dorstener SPD-Stadtratsfraktion)

 

 

Veröffentlicht am 02.10.2026

 

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