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Nachrichten zum Thema Gesellschaft
Gesellschaft Wir sind das Volk! – Demos machen ratlos
Ein kleiner Kommentar aus Rhade
Tausende gehen auf die Straße. Der Schlachtruf „Wir sind das Volk“ ist eigentlich besetzt. Mutige DDR-Bürger haben so vor 25 Jahren eine friedliche Revolution begonnen, die zur Wiedervereinigung führte. Aber was wollen die heutigen Demonstranten? Hier beginnt eine Grauzone, die ratlos macht. Gegen Asylbewerber, gegen Islamisten, gegen Ausländer, gegen Überfremdung, gegen Entwicklungshilfe, gegen alles was Angst macht? Dass die Angst von interessierter rechter Seite geschürt wird, egal – Wir sind das Volk! Was tun? Unter uns leben friedlich tausende, vollständig integrierte Islamgläubige. Sie haben verdient, von uns in Schutz genommen zu werden. Demonstrieren müssen wir gegen Terroristen, die den Namen des Islam missbrauchen und mit unglaublicher Menschenverachtung möglichst jeden Anders- oder Nichtgläubigen brutal ermorden. Und hier wäre ein starkes Zeichen gesetzt, wenn das Hand in Hand mit den hier lebenden Islamgläubigen geschähe. Wünschenswert wäre, wenn sich nicht nur die Sprecher der vielen Islamverbände in den Medien zu Wort melden würden, sondern wenn wir alle gemeinsam gegen Hetze und Ausgrenzung auch auf die Straße gingen.
Veröffentlicht am 17.12.2014
Gesellschaft Einen Moment innehalten – Trauer und Tränen um Tugce
Die Verrohung unserer Gesellschaft schreitet fort
Eine junge Frau mischt sich ein und hilft 2 bedrohten Mädchen. Zivilcourage! Respekt. Wenn doch jetzt die Meldung einfach zu Ende wäre. Stattdessen wird die junge Frau von dem Täter bedroht und brutal geschlagen. Sie fällt ins Koma. Die Diagnose ist furchtbar. Hirntod. Die Familie beschließt, heute am 23. Geburtstag der jungen Lehramtswärterin, die Apparatemedizin abschalten zu lassen. Hunderte Menschen stehen fassungslos, still und weinend vor der Klinik. Tränen des Mitgefühls um Tugce. Wir schämen uns unserer Tränen nicht.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 29.11.2014
Gesellschaft Heute vor 25 Jahren - Wahnsinn!
Am 9. November 1989
ist die Mauer, die Deutschland widernatürlich teilte, friedlich eingerissen worden. Wir denken heute dankbar auch an Willy Brandt, der mit seiner visionären Politik, Wandel durch Annäherung, die Voraussetzung der Wiedervereinigung geschaffen hat.
Kollektive Freude - noch heute!
Am 9.November 1938,
heute vor 76 Jahren haben deutsche Nazis unter den Augen der breiten Bevölkerung die jüdischen Mitbürger geschändet, ermordet, bestohlen ... Auch dieses Datum gehört zu unserer Geschichte.
Kollektive Scham - noch heute!
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 08.11.2014
Gesellschaft Was geht es uns doch gut - Ein kleiner Kommentar aus Rhade
Heute mal kurz innehalten
Sommerwetter, Weltmeister im Fußball und Export, Parteien, die sich gut verstehen und koalitionsfähig sind, kurz: Ein Land, in dem wir alle, fast alle, gut leben können. Ein Blick über die Grenzen lässt uns erschaudern.
Ganz nah, in der Ukraine, herrscht Krieg. Zivile Flugzeuge werden abgeschossen, unschuldige Menschen exekutiert. Etwas weiter, in Israel und Palästina wird weiter unversöhnlich gestritten und getötet. Der gesamte islamische Wohn- und Lebensraum ist außer Tritt geraten. Irak, Syrien, Afghanistan, Teile Afrikas – die Liste will kein Ende nehmen.
Außenminister Frank Walter Steinmeier fliegt von Krisenherd zu Krisenherd und versucht zu vermitteln. Vergebens. Leider. Aber wir sind auch einer der größten Waffenlieferanten. Außer in Krisengebiete liefern wir überall hin. Theoretisch. Die Praxis sieht ganz anders aus. Ein dunkler Fleck auf unserer Weste.
Jetzt laufen überall die Schützen- und Stadtfeste. Partystimmung ist bei diesem Wetter angesagt. Etwas weiter sterben Menschen. Wir können es nicht direkt verhindern. Aber wir dürfen nicht gleichgültig gegenüber dem Elend in der „Nachbarschaft“ sein. Einfach mal kurz innehalten …
Veröffentlicht am 18.07.2014
Gesellschaft Für Sie gelesen – Ein Buchtipp
„Mit anderen Augen“ von Peter Brandt
Peter Brandt, ältester Sohn Willy Brandts, Jahrgang 1946, ist Historiker und Professor an der Fernuniversität Hagen. Sein Buch, „Mit anderen Augen“ erschien zum 100. Geburtstag des großen Sozialdemokraten Willy Brandt und pünktlich zum 150. Geburtstag der SPD im letzten Jahr.
Für alle, die mit Willy Brandt politisch „groß“ geworden sind, ist das Buch eine fantastische Erinnerung der jüngeren deutschen Geschichte und der SPD. Allen, die „Willy“ nicht persönlich erlebt haben, zeigt das Buch in spannender Weise, wozu die Sozialdemokratie fähig ist, wenn charismatische und führungsstarke Persönlichkeiten an der Spitze der Partei stehen.
Auf 277 Seiten nimmt Peter Brandt den Leser auf eine nie langweilige Zeitreise mit. Es sind nicht nur spektakuläre (bekannte) Ereignisse, die einen gefangen nehmen, nein
Veröffentlicht am 22.06.2014
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