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Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik
Kommunalpolitik Rhade: Wenn ehrenamtliches Engagement verpufft
Ohne unterstützende Verwaltungsbegleitung sind begonnene Projekte zum Scheitern verurteilt
An einem kurzen Stichweg, der die Lembecker Straße mit der Winkelstraße verbindet, liegt zwischen dichter Wohnbebauung eine kleine städtische Freifläche. Nachdem sie als Spielgelände ausgedient hatte, übernahm die Natur das Kommando. Wild wucherndes Grün verleitete auch einige Zeitgenossen, die Fläche zur Entsorgung überflüssiger Güter anzusehen. Das war Mitgliedern des Bürgerforums ein Dorn im Auge. Die Idee, selbst anzupacken, um die Fläche freizuräumen und eigenhändig artgerechte Sträucher zu pflanzen, fand viele Unterstützer, einschließlich der Verwaltung. Anschließend, so der Grundgedanke, sollte diese renaturierte Fläche das Kleinklima vor Ort verbessern und den Wohnwert entsprechend steigern. Nachdem an einigen Samstagen fleißig gesäubert, umgegraben und gepflanzt wurde, wurde stolz auf die Rhader Wertsteigerung angestoßen. Die Annahme, dass danach dort wohnende Bürger die Fläche in eigener Regie weiter pflegen würden, scheint aber nicht funktioniert zu haben. Heute ist der ungepflegte Zustand der Vergangenheit wieder eingetreten. Reinhard Meisner vom Rhader Bürgerforum bestätigt die vorangegangene Beschreibung und verweist auf entsprechende Hinweise an die Verwaltung, die getroffenen Absprachen mit dem Team des Bürgerforums einzuhalten. Diese müssen auch als Mahnung verstanden werden, um das allseits gelobte Bürgerengagement, egal wo, nicht verpuffen zu lassen. Ohne fachmännische und professionelle Begleitung der Verwaltung droht Enttäuschung und Rückzug bei den engagierten Bürgern. Das muss dringend im Rathaus erkannt werden.
Mit offenen Augen durch Rhade - Wird am Montag, 25.5. 2026 mit einem Positivbeispiel fortgesetzt
Veröffentlicht am 22.05.2026
Kommunalpolitik Rhade: Wer spielt denn da?
Kommunale Spielplätze „aufm Dorf“ einfach mal kritisch betrachtet
In Rhade dominieren Einfamilienhäuser. Daneben sind in den letzten Jahren vielfach Eigentumswohnungen in größeren Wohneinheiten entstanden. Reiner Siedlungsbau findet sich fast nur im Bereich Stuvenberg. Auffällig ist, dass fast alle Einfamilienhäuser über einen relativ großen Garten verfügen. Dort lebende junge Familien sind dadurch zu identifizieren, dass erstaunlich große und kreative Spielgeräte für den eigenen Nachwuchs im Garten aufgebaut wurden. Diese sucht man in den sehr sparsam angelegten Grünanlagen der Eigentumswohnungen vergeblich. Ein Indiz für ältere Bewohner, deren Kinder möglicherweise das Elternhaus verlassen haben und nun mit eigener Familie auf eigenem Grund und Boden mit Garten leben. Spielgeräte inklusive. Dennoch „bewirtschaftet“ die Stadt Dorsten in Rhade mehrere Spielareale. Der demographische Wandel in einigen Quartieren ist die Ursache dafür, dass auch schon Flächen aufgegeben, bzw. einer neuen Nutzung (Bebauung) zugeführt wurden. Ein kleiner Test (nicht repräsentativ) soll in den kommenden Wochen zeigen, ob die Rhader Spielplätze richtig angenommen werden, oder eher still vor sich hinträumen. Natürlich müssen „aufm Dorf“ weiterhin großzügige Freiflächen in allen Quartieren vorgehalten werden. Die teils hochwertige Spielgeräte-Ausstattung könnte aber überdacht werden. Statt Spielplatz wäre dann „Treffpunkt für alle Generationen“ die richtige Bezeichnung.
Eigener Bericht - wird fortgesetzt
Veröffentlicht am 07.05.2026
Kommunalpolitik Bürgerbeteiligung „Erweiterung Rhader Einkaufszentrum“ beginnt heute
Wird Verkehrssicherheit wieder vernachlässigt?
Das Rhader Einkaufszentrum an der Erler Straße ist ein Magnet. Nicht nur für Kunden aus Rhade sondern auch aus Lembeck, Deuten, Erle, Raesfeld und darüberhinaus. Der dort Waren des täglichen Gebrauchs anbietenden Supermarkt Edeka und der Discounter Aldi haben die Zeichen der Zeit erkannt und wollen ihre Verkaufsfläche und das Sortiment erweitern. Ohne gravierende Baumaßnahmen geht das nicht. Nach jahrelangen Verhandlungen und der Vorlage mehrerer Gutachten konnte der Knoten durchgeschlagen werden. Ein in Rhade gewünschter Drogeriemarkt wird zwar nicht genehmigt, den Zuschlag hat Lembeck erhalten. Dafür wird Edeka seine Fläche um 450 Quadratmeter auf dann 1800 vergrößern und Aldi wächst auf 1100 Quadratmeter, immerhin 350 mehr als bisher. Der Plan liegt nun zwischen dem 20.4. bis 22. Mai 2026 öffentlich im Rathaus aus. Anregungen, Hinweise und Änderungswünsche werden in dieser Zeit entgegengenommen. Die Verwaltung wird alle eingegangenen Stellungnahmen bewerten und dem Stadtrat eine abschließende Beschlussempfehlung vorlegen. Erstaunlich ist, dass der Plan (wieder) die Zufahrt von der Erler Straße ausklammert. Eine Gefahrenquelle insbesondere für Fußgänger und Radfahrer. Hier und heute wird wiederholt gefordert, den Plan entsprechend zu ergänzen.
Eigener Bericht auf Grundlage der Pressemeldung des Rathauses am 17.4.2026
Veröffentlicht am 20.04.2026
Kommunalpolitik Dorsten muss mehr tun - sagen die Sozialdemokraten
SPD-Ratsfraktion mit wertvollen Anregungen zur Energiespeicherung
Die SPD-Fraktion im Dorstener Stadtrat, obwohl nach der letzten Kommunalwahl deutlich kleiner geworden, setzt weiter wesentliche Zukunftszeichen. „Gestern“ überraschte sie mit dem Antrag, städtische Werbeträger auf Digitalisierung umzustellen und von den Einnahmen zu profitieren, „heute“ legt sie einen Plan vor, der die Energiesicherung festigen soll. Parallel zeigen die Sozialdemokraten auf, wie unsere Stadt auch davon profitieren kann. Der Antrag im Wortlaut (Auszug):
Im Rahmen der Stadtentwicklung sind Vorrangflächen für Energiegewinnungsflächen, Energie- und Wärmespeicher im Bereich geplanter Leitungs- und Energieanlagen zu prüfen. Bei der Prüfung ist insbesondere die kommunale Wärmeplanung und dabei die Nutzung industrieller Wärmespeichernutzung sowie generell eine kommunale Erlösbeteiligung zu bedenken.
Begründung: Wenn wir das Ruder entscheidend mit in der Hand haben wollen, müssen wir Kooperationsmodelle mit der Energie- und Versorgungswirtschaft anstreben. Wir müssen dabei die Einbindung der bestehenden oder weiterzuentwickelnden Tochterunternehmen der Stadt Dorsten überdenken. … Zukunftsträchtig ist es, im Rahmen der Stadtplanung Vorrangflächen für Energiegewinnungsflächen (Freiflächen-PV-Anlagen) und Energie- und Wärmespeicher zu entwickeln. Dabei gilt insbesonderem dass die Kopplung mit der kommunalen Wärmeplanung und die Nutzung industrieller Prozesswärmespeicher bedacht wird. … Ziel ist, nicht nur pauschal eine gute Energie- und Wärmezukunft, sondern persönliche Vorteile für einzelne für Privatpersonen und die Stadtgesellschaft zu erzeugen:
- Schaffung neuer Wärme-Nahversorgungsmöglichkeiten für ganze Wohnbereiche …
- Mit dem Potential gesteigerter Einnahmen für die Stadt. …
Eigener Bericht auf Grundlage des vorgenannten SPD-Antrags an Verwaltung und Stadtrat
Veröffentlicht am 25.03.2026
Kommunalpolitik Dorstener SPD-Fraktion beantragt, Stadtwerbung digital zu steuern
Dirk Groß, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion zeigt neue Wege der Werbung für unsere Stadt auf. Neben mehr Aufmerksamkeit soll auch die Stadtkasse davon profitieren. Der Antrag im Wortlaut (Auszug):
„Die Verwaltung wird beauftragt ein neues Konzept für die kommerzielle Außenwerbung zu erarbeiten. Dabei sind die Möglichkeiten zeitgemäßer elektronischer, digitaler Wechselwerbeträger unterschiedlicher Größe zugrunde zu legen und sowohl vorhandene wie neue stadtbildverträgliche Standorte zu identifizieren. Es ist zu berücksichtigen, dass die Stadt Rechte zur Nutzung der Werbeträge für eigene wie auch für Veranstaltungen von ortsansässigen Vereinen und gemeinwohlorientierten Institutionen erhält.
Begründung: … Die Werbung erfolgt bisher weiterhin überwiegend auf großflächigen analogen Werbeträgern an unterschiedlichen Standorten. Das System ist nicht mehr zeitgemäß … Es darf erwartet werden, dass mit einem längerfristig abgeschlossenen Vertrag mit einem Dienstleister … die Einnahmen deutlich gesteigert werden können. Vorteile: … Die Stadt muss über eine Tochtergesellschaft an einer GmbH beteiligt werden. Die Stadt wäre damit Mitbetreiberin der Außenwerbung und kann so steuernd Einfluss nehmen. Sie wird an den Gewinnen der GmbH beteiligt. … Eine Konzessionsvereinbarung mit einem privaten Betreiber ist abzuschließen. …“
Die Anregung der Dorstener Sozialdemokraten gehört zu ihrem modernen Stadtenetwicklungskonzept und einer kreativen Wirtschaftsförderung. Nun haben Verwaltung und Stadtrat das Wort, um zu entscheiden.
Eigener Bericht auf Grundlage der Mitteilung der SPD-Stadtratsfraktion
Veröffentlicht am 21.03.2026
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