Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik

Kommunalpolitik Rhade: Wir hatten mal eine beliebte Trimmstrecke

Stadtverwaltung hat vor 50 Jahren SPD-Anregung aufgegriffen und umgesetzt

Um den Breitensport zu fördern und Rhade attraktiver zu gestalten, haben die örtlichen Sozialdemokraten vor 50 Jahren eine Trimmstrecke vorgeschlagen. Der Verwaltung wurde 1975 ein selbst erstellter Plan vorgestellt, der das Sportamt überzeugte. Der Deutsche Sportbund lieferte das Konzept und die entsprechenden Bauanleitungen. Eine Idee, ein Plan und die erfolgreiche Umsetzung. Der ca. 2 Kilometer lange Rundkurs im Norden Rhades (Wellbrockweg/Hakenweg) erfreute sich großer Beliebtheit. Leider wurde die Pflege der Gymnastikstationen vernachlässigt. Heute erinnern nur noch Reste, siehe Foto, an die Rhader Trimmstrecke. Auch der Skaterplatz, nicht weit entfernt, mit viel Energie umgesetzt, hat ausgedient. Statt dessen soll das Sportzentrum am Dahlenkamp für den Breitensport aufgewertet werden und künftig als zentraler Treffpunkt dienen. Ähnliche Vorstellungen, mit erheblichen Finanzmitteln des Landes NRW gefördert, gibt es im Bereich Forks Busch. Wahrscheinlich wäre es viel kostengünstiger gewesen, die Trimmstrecke zu erhalten und die im vorgesehenen zweiten Bauabschnitt vorgesehene Treffpunkt-Hütte, im Nahbereich des Sportzentrums, zu erstellen. Gespannt und kritisch begleiten wir das Experiment Forks Busch und die vorgesehene  Aufwertung des Rhader Sportzentrums, ob daraus ein dauerhafter Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger erkennbar wird.

Ein Rhader blättert im Archiv

Veröffentlicht am 07.03.2026

 

Paul Sloma, SPD-Vorsitzender in Dorsten, blickt optimistisch nach vor. Kommunalpolitik Ein Dorstener SPD-Neuanfang mit Erfolgsaussicht (1)

Paul Sloma hat die Zukunft im Blick und die Weichen entsprechend gestellt

Die Sozialdemokraten mussten in den letzten Jahren erhebliche Misserfolge verkraften. Auf allen Ebenen wurden Wahlen verloren. In immer kürzeren Abständen wechselte das Führungspersonal, ohne dass sich gravierende Veränderungen spürbar und zählbar bemerkbar machten. Dorsten ist ein passendes Spiegelbild der Gesamtpartei. Nun hat die SPD vor Ort die Lage intensiv (und selbstkritisch) analysiert und gehandelt. Paul Sloma, jung und dynamisch, wurde zum Stadtverbandsvorsitzenden gewählt. Er will, so versteht er seine Aufgabe, die Dorstener SPD wieder sichtbarer und präsenter aufstellen. Zitat: „Wir müssen wieder stärker im Alltag der Menschen stattfinden – nicht nur an Infoständen, sondern auch in Vereinen, Organisationen und im Austausch mit Unternehmen vor Ort.“ Paul Sloma wird dann erfolgreich sein, wenn Mitglieder, Stadtratsfraktion und Ortsvereine ihn ohne Wenn und Aber unterstützen. Will die SPD, auch in Dorsten die Abstiegszone verlassen, muss der Schulterschluss untereinander nicht nur versprochen, sondern auch gelebt werden. Wir stellen hier Paul Sloma und seine Ziele, heute Teil 1, zum Kennenlernen und zur Unterstützung vor.

Zur Person 
Mein Name ist Paul Sloma, ich bin gebürtiger Dorstener, 22 Jahre alt und studiere Geschichte und Politikwissenschaften. Mitglied der SPD bin ich seit 2021. Politisch geprägt hat mich zunächst vor allem die Arbeit bei den Jusos, inzwischen engagiere ich mich insbesondere im Stadtverband der SPD Dorsten. Zum Eintritt in die SPD motiviert hat mich damals vor allem Kevin Kühnert, weil er für eine klare, glaubwürdige und moderne Sozialdemokratie steht.
Beruflich arbeite ich aktuell als studentische Hilfskraft im Büro von Sandy Meinhardt, MdL, wodurch ich zusätzliche Einblicke in politische Arbeit auf Landesebene gewinnen kann.

Wird am 9. und 11.3.2026 fortgesetzt

Veröffentlicht am 05.03.2026

 

Kommunalpolitik Dorsten: Im städtischen Haushalt herrscht wieder Ebbe

Können „die“ nicht mit Geld umgehen?

So wie Du und ich macht es auch der Finanzminister der Stadt Dorsten, Kämmerer genannt. Er notiert die Einnahmen und setzt die Ausgaben daneben. Dann stellt er fest, wie in den Jahren zuvor, dass die Ausgaben höher als die Einnahmen sind. Um das Rathauspersonal weiter bezahlen zu können und die Pflichtaufgaben, die Bund und Land vorschreiben zu erfüllen, gleicht er das Defizit mit Krediten aus. Dann hat der Stadtrat das Wort. Er muss das Handeln des Kämmerers bewerten. In sogenannten Haushaltsreden teilen die Fraktionen mit, ob sie ihm folgen, oder selbst bessere Ideen haben. Vorab: Mit großer Mehrheit wurde das umfangreiche Zahlenwerk der Verwaltung genehmigt. Jetzt alles gut? Nein, so besonders Dirk Groß, der als Sprecher der SPD-Fraktion Klartext redete. „Zur ungeschönten Realität gehört: Dorsten kommt beim Aufbau der Zukunft nicht von der Stelle - wir brauchen endlich Luft und mehr Rückenwind von Bund und Land für unsere Infrastruktur und Daseinsfürsorge, beispielsweise für Schulen, Energiezukunft und Zivilschutz.“ Dirk Groß beließ es aber nicht nur bei der Kritik, sondern punktete mit konkreten Verbesserungsvorschlägen.

  • Eigene Beteiligung an Energiegewinnung und Wärmespeicherung
  • Wohnraumdefizit durch kreative Tausch- und Umwandlungsmodelle reduzieren
  • Tochterfirmen der Stadt wie Windor, Netzgesellschaft, Wohnungsbaugesellschaft, … stärken, um erkannten möglichen Mehrwert für die Lippestadt zu heben.

Eigener Bericht (Die komplette Haushaltsrede kann hier angefordert werden)

Veröffentlicht am 02.03.2026

 

Bereits vor 17 Jahren präsentierte Achim Schrecklein (SPD Rhade) den von allen Seiten gelobten Fahrradwegeplan Rhade. Kommunalpolitik Fahrradstraße in Rhade? Seit 17 Jahren diskutiert

Aktuell informiert die Dorstener Verwaltung über einen neuen Fahrradnetzplan. Wieder einmal. Eine gute Gelegenheit daran zu erinnern, dass bereits vor 17 (!) Jahren die Rhader Sozialdemokraten einen Vorschlag erarbeitet haben, der mehrfach im Rathaus und auch vor Ort auf Praktikabilität und mehr Verkehrssicherheit geprüft wurde. Immer lautete das Ergebnis: Ja - aber … Mal war es die Gesetzeslage, dann die klammen Finanzen, heute scheint es Vergesslichkeit zu sein. Zur Erinnerung: Parallel zur Lembecker- und Erler Straße verläuft der Schlehenweg, ein gut ausgebauter Wirtschaftsweg, das sogenannte Pättken und die Mainstraße. Von diese Achse, fast 3 Kilometer lang, sind alle Infrastruktureinrichtungen in Rhade per Fahrrad relativ verkehrssicher zu erreichen. Würde diese Achse die Bezeichnung Fahrradstraße tragen, könnte der hier benutzte Zusatz „relativ“, ersatzlos entfallen. Zählen wir nochmal auf, welche Ziele dann per Rad verkehrssicher erreichbar wären: Von Ost nach West: Kita Stuvenberg; Bahnhof Rhade; Sportzentrum; Kita Fröbelweg; ev. Kirche; Einkaufszentrum; Turnhalle und Grundschule; Friedhof; kath. Kirche; Arztpraxis; … Nun blicken wir über den Tellerrand in die nächste Nachbarschaft. Ob Erle, Marbeck, Heiden oder Borken - hier geht, was in Dorsten nicht geht. Seit 17 Jahren stellen wir uns die kurze Frage: „Warum nicht?“ Parallel leiten wir diesen Text an die Verwaltung und den Planungsausschuss der Stadt Dorsten. Vielleicht erhalten wir diesmal eine zufriedenstellende Antwort.

Veröffentlicht am 19.02.2026

 

Kommunalpolitik Dorsten: Altlasten und kein Ende

Wer über Jahre die Entwicklung Dorstens begleitet, kann ohne Übertreibung dafür den Begriff Achterbahnfahrt einsetzen. Die kommunale Neugliederung versprach Größe und Wachstum. Zutreffend bei Fläche und Einwohnerzahl. Aber auch bei auftretenden Problemen der kommunalen Selbstverwaltung. Das Versprechen, mit einem riesigen Kohlekraftwerk den Bestand der Zeche zu sichern, zerplatzte wie eine Seifenblase. Parallel nahmen Arbeitslosigkeit und Finanznot Dorstens zu. Die Bereitschaft, künftig den Abfall der Kohlegewinnung auf städtischem Grund und Boden zu deponieren, wurde zwar gerne angenommen, die Zeche dennoch geschlossen. Um aus der Finanzmisere herauszufinden, wurde in der Folge u. a. über den Verkauf der Kanalisation und über neue Finanzierungsprodukte nachgedacht. Während die Kanäle blieben, wurden riesige Summen bei Schweizer Banken versenkt. Im Stadtrat bildeten sich zwei unversöhnliche Gruppen, Zechenfraktion und Nordlichter genannt. Und immer mal wieder ein Zwischenhoch. Plötzlich waren die Finanzprobleme scheinbar überwunden, dann zwangen Bund und Land die Lippestadt, neue Aufgaben zu stemmen - und zu finanzieren. Eine Endlosgeschichte auch das Lippetorcenter, heute Mercaden genannt. Zurück zur inzwischen aufgeschütteten Bergehalde. Statt der vertraglich zugesicherten Umwandlung in eine neue, attraktive Dorstener Parklandschaft, droht jetzt eine auf Dauer unzugängliche Schadstoffdeponie zu entstehen. Noch wehren sich Verwaltung und Stadtrat. Wer aber über Jahre die Entwicklung unserer Stadt begleitet hat, rechnet auch hier nicht mit einem Erfolgserlebnis.

Pessimistische Nachdenkzeilen aus Rhade

Veröffentlicht am 17.02.2026

 

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