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Nachrichten zum Thema Allgemein
Allgemein Glasfaserkabel sollen Rhade zukunftsfähig machen
Technischer Fortschritt auch im ländlichen Bereich möglich
„Wegen Überfüllung geschlossen“, so hätte die Berichterstattung über die Informationsveranstaltung am Dienstag im großen Saal des Gasthauses Pierick, lauten können. Tatsächlich konnten nicht alle Interessenten drinnen über das Ob und Wie diskutieren, sondern nutzen die Gelegenheit auch draußen vor der Tür. Um Zugang zum so genannten „schnellen Internet“ zu bekommen, müssen Glasfaserkabel in ganz Rhade verlegt werden. Ein Unternehmen aus Borken, das sich auf die Verlegung der Kabel und den dazugehörigen Hausanschluss spezialisiert hat, wirbt mit Superlativen und günstigen Einstiegspreisen. Die Stadt Dorsten hat ihr OK gegeben, dass die Kabel, sollten mindestens 40% aller Rhader Haushalte das wünschen, verlegt werden dürfen. Der Vertragsabschluss beinhaltet auch, dass bestehende Verträge vom neuen Betreiber gekündigt und eigene Rufnummern „mitgenommen“ werden können. Die Informationsoffensive ist mit Plakaten, Hauswurfsendungen und der zentralen Infoveranstaltung erst angelaufen. An mobilen Infoständen des Unternehmens, die von Zeit zu Zeit im Geschäftszentrum Rhade aufgebaut werden, sollen weitere Fragen beantwortet werden. „Der technische Fortschritt ist nicht aufzuhalten“, so ein Besucher der überfüllten Dienstagveranstaltung.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 13.10.2017
Allgemein Von Sackgassenpolitik und Rosinenpickerei
Ein Blick nach drinnen und draußen
Bricht die Kleinstaaterei wieder aus? Wollen die Starken mit den Schwächeren nichts mehr zu tun haben? Die politische Entwicklung in Amerika, England, Spanien und in vielen anderen Ländern, lässt uns staunend und ratlos als Zuschauer teilhaben. UNO und EU waren die richtigen Antworten auf den schrecklichen 2. Weltkrieg. Durch Verhandlungen und wirtschaftliche Zusammenarbeit sollte der Frieden gefestigt und die Armut weltweit besiegt werden. Mehr als 70 Jahre hat das einigermaßen funktioniert. Jetzt, eine neue Politikergeneration ist am Ruder, geht der Blick eher zurück als nach vorn. Wenn die Vereinigten Staaten die Vereinten Nationen finanziell „aushungern“, wenn England sich „einmauert“ und in der Folge sich Schottland abspaltet, wenn Spanien Katalonien „verliert“, dann werden Populisten in weiteren Ländern und Regionen auch von Eigenständigkeit träumen und womöglich Wahlen entscheidend beeinflussen. Und wo wird die Bremse dann eingezogen? Was wäre, wenn ein deutsches Bundesland der Bundesrepublik den Rücken kehren will? Was wäre, wenn die kommunale Neuordnung in NRW, in deren Folge viele Gemeinden und Städte ihre Selbständigkeit verloren, in Frage gestellt würde? Wie war das noch mal mit Kleinstaaterei? Führte das nicht in die Sackgasse und zu Kriegen? Politische „Rosinenpickerei“ ist unsozial und von gestern. Die Antwort ist einfach: Nur wenn wir weiter als staunende Zuschauer am Rande stehen, wird der Zerfall der Gemeinschaft an Fahrt gewinnen.
Der Sonntagskommentar aus Rhade
Veröffentlicht am 08.10.2017
Allgemein Radrennen in Münster: Greipel, Martin, Kittel und Co. werden von Linda besiegt
Eine Beobachtung am Rande, die nachdenklich macht
Einmal im Jahr kommen die Radsportgrößen aus aller Welt nach Münster, um ihre Kräfte zu messen. Sparkassen–Giro! Leistungsstarke Fahrer fachsimpeln und übertreffen sich gegenseitig mit ihren Erfahrungen über ausgetragene Rennen. Aber auch an den Nachwuchs haben die Organisatoren gedacht. Nennen wir es einfach mal Bambini - Rennen. Mehr als 100 Kids zwischen 4 und 6 Jahren, bestens ausgerüstet mit Helm und Startnummer, warten aufgeregt auf den Startschuss. Darunter Linda. Sie sitzt vorne auf einem Spezialrad, das der eigentliche Fahrer steuert. Ein 10jähriger Zuschauer äußert die Vermutung, dass „die da schummelt“, weil sie ja gar nicht alleine fährt. Der Radler, Vater von Linda, strahlt den „Kritiker“ an und bemerkt: „Komm, ich erklär dir das mal. Linda kann gar nicht alleine fahren, möchte aber dabei sein. Und deshalb fahren wir gemeinsam mit, ohne zu schummeln“. Der 10jährige senkt betreten den Kopf und hat verstanden. Linda ist mindestens so stark wie Greipel, Martin, Kittel und Co.
Veröffentlicht am 05.10.2017
Allgemein 1000 Jahre Lembeck – ein herzlicher politischer Gruß von Rhade über die Grenze
„Wir haben Dorsten erklärt, wie bei uns die Uhren ticken“
Vorurteile werden manchmal künstlich gepflegt, haben aber keinen ernsthaften Hintergrund. Ein Beispiel dafür ist die immer wieder erwähnte Konkurrenzsituation zwischen unseren Nachbargemeinden. Heute soll nicht nur ein herzlicher Gruß ins deutlich ältere Lembeck geschickt werden, sondern auch eine Erinnerung an „bessere Zeiten“. Nach der kommunalen Neuordnung 1975, das heißt, nach dem Verlust der Selbständigkeit unserer beiden Gemeinden, wurde vertraglich festgeschrieben, dass ein gemeinsamer kommunalpolitischer Ausschuss künftig der Stadt Dorsten, sprich Verwaltung und Stadtrat, erklären muss, wie die Uhren im Norden ticken. Konstruktiv, kreativ, auch streitbar, aber nie verletzend, so haben wir zusammengearbeitet. Kurz, ein Gewinn für Rhade, Lembeck und besonders Dorsten. Dass Dorsten nach 20 Jahren Bezirksausschuss Rha/Le glaubte, jetzt alles verstanden zu haben und den Ausschuss ersatzlos „einstampfte“, war ein großer Fehler. Heute ist eine gute Gelegenheit, daran zu erinnern. Obwohl die genannte fruchtbare kommunalpolitische Zusammenarbeit nur 2% der 1000 Jahre Lembeck ausmacht, bleibt sie unvergessen. Daher ein herzliches Glück auf nach „drüben“.
Die Rhader SPD
Veröffentlicht am 03.10.2017
Allgemein Ferienspaß: Grüffelo und Kind waren in Rhade
Heiß war es im Carola Martius-Haus. Und spannend auch. Schließlich haben Vater Grüffelo und Grüffelo-Kind erstmals Rhade besucht, um im Rahmen des Dorstener Ferienspaßes eine spannende Geschichte für kleine und große Kinder zu erzählen. Gut 100 Besucher füllten den Saal des Carola Martius-Hauses und folgten den eingesetzten Puppen mit großem Interesse und ebenso großen Augen. Dass die Kinder dabei auch lautstark mitmachten, gehört zu der Kunst der hinter der kleinen Bühne agierenden Schauspieler des Hohnsteiner Puppentheaters aus Hagen.
Die Geschichte ist schnell erzählt. Grüffelo Kind ist neugierig und möchte gerne alleine in den Wald, um zu sehen, wer dort lebt. Trotz der Warnung des riesigen zotteligen Vaters, dessen Zähne steil nach oben ragten, gewann die Neugier die Oberhand. Tatsächlich traf Grüffelo Kind auf viele Waldtiere, die sich überrascht zeigten und den Kindern vor der Bühne ständig Fragen stellten. Und die Antworten ließen nicht lange auf sich warten. Ein klassisches Mitmachtheater.
Brigitte Hartwich hatte die Idee, übrigens bereits zum 9. Mal, ein Puppentheater einzuladen, um die Ferienspaßaktion mit einem außergewöhnlichen Kulturprogramm zu erweitern. Sponsoren wie die örtliche Volksbank (Spende), der Verlag Achim Schrecklein (Plakatdruck), die kath. Kirche (Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten) und Helfer der Rhader SPD sind seit dem ersten Tag dabei.
„Ohne sie wäre die erfolgreiche Aktion nicht möglich“, so Brigitte Hartwich dankbar, um abschließend festzustellen, dass die leuchtenden Kinderaugen Ansporn genug sind, sich auch weiterhin an der Ferienspaßaktion zu beteiligen.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 24.08.2017
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