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Nachrichten zum Thema Gesellschaft
Gesellschaft Alkohol: Gift oder Genussmittel? Ein Zwischenruf aus Rhade
Einerseits Warnung vor Missbrauch – andererseits kostenlose Werbung in Tageszeitungen
Dass zuviel Alkohol schädlich ist, werden alle Leser unterschreiben. Was heißt aber zuviel? Hier könnte nun eine Endlosdiskussion beginnen, die in einem „Glaubenskrieg“ endet. Daher an dieser Stelle nur einige Hinweise auf die Widersprüchlichkeit dieses Themas. Ein Blick in die gestrige Tageszeitung hilft dabei. Im Lokalteil wird auf einen Infotag (7. Dezember) über Alkoholsucht im Krankenhaus, unterstützt von Selbsthilfegruppen, hingewiesen. Einige Seiten weiter wird begeistert über besondere Biersorten geworben, indem „unverfänglich“ Internetseiten und Apps vorgestellt werden, die mit „versteckter“ Werbung zum Kauf alkoholischer Getränke animieren. Was gilt denn nun? Wenn Alkohol süchtig und krank macht, dann muss Alkohol künftig nicht anders als Nikotin behandelt werden. Nein, das heißt nicht Alkoholverbot, sondern das heißt, dass die Werbung dafür erst eingeschränkt und dann untersagt werden muss. Wer jetzt aufschreit, sollte den Selbsthilfegruppen und Ärzten genau zuhören, sowie die Folgekosten des Krankmachers Alkohol einfach mal bei seiner Krankenkasse abfragen. Und den Journalisten sei zugerufen, hinter nicht wenigen Events, die auch in unserer Stadt durchgeführt werden, steht die mächtige Alkoholindustrie, flankiert von „cleveren“ Geschäftsleuten.
Kontakt zur Selbsthilfegruppe: Die Selbsthilfegruppe des Blauen Kreuzes Wulfen ( BKE) trifft sich jeden Mittwoch von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr. im evangelischen Gemeindezentrum Wulfen-Barkenberg, Talaue 68. Ansprechpartner ist BKE Dorsten-Wulfen - Berthold John –T. 02866/4299 oder 0176 54772256, E-Mail: ruhrstrasse104@gmx.de
Speziell für Angehörige bietet das BKE Wulfen jeden 1. Montag im Monat im Gemeindezentrum Barkenberg ein zusätzliches Treffen an. Ansprechpartnerin für diese Angehörigengruppe ist Frau Christa John (Tel. 02866/4299) oder Frau Agnes Wüller, Mühlenweg 16, 48734 Reken, (Tel. 0157 79072011)
Veröffentlicht am 06.12.2017
Gesellschaft Heute - Dorsten: 79 Jahre danach - Reichsprogromnacht
Jüdisches Museum Westfalen in Dorsten
17 Uhr: Gedenken an die jüdischen Bürger Dorstens, die gedemütigt, verfolgt und ermordert wurden. Die Nazitäter kamen aus der Mitte unserer Bevölkerung. Wir dürfen nicht vergessen! Die Opfer nicht und auch nicht die Verbrechen der Nazis!
Veröffentlicht am 09.11.2017
Gesellschaft Rhade: Heute und am Donnerstag geht es um Rhades Zukunft
Bürgerforum und SPD-Treffen bieten direkte Bürgerbeteiligung
Am heutigen Montag stehen unter anderem die Rhader Verkehrsprobleme auf der Tagesordnung des Rhader Bürgerforums. Um 19.30 Uhr werden die Ergebnisse 2er Arbeitsgruppen im Carola Martius-Haus präsentiert. Danach sollen noch letzte Fragen zur möglichen Rhader Glasfaserverlegung beantwortet werden. Interessante Themen, die sicherlich viele Rhaderinnen und Rhader zum Besuch des Bürgerforums motivieren werden.
Wie steht’s um unsere hausärztliche Versorgung?
Und am Donnerstag wird es besonders spannend, wenn die Rhader SPD zum öffentlichen monatlichen Treffen ins Gasthaus Pierick einlädt. Hat die derzeitige örtliche hausärztliche Versorgung Lücken in Rhade? Patienten, die bereits vor Eröffnung der Praxis draußen warten, um behandelt zu werden, verleiten zu der Frage, ob eine Arztpraxis mit 2 Ärztinnen für 6000 Einwohner ausreichend ist. Christoph Kopp, Vorsitzender der Rhader SPD zeigt sich dankbar darüber, dass Frau Dr. med. Marlies Weddeling seiner Bitte folgen wird, diese und andere Fragen vor Ort zu beantworten. 18.3o Uhr, großer Saal, Gasthaus Pierick.
Eigener Beitrag
Veröffentlicht am 06.11.2017
Gesellschaft 31. Oktober – Reformationstag – Feiertag
Heute vor 500 Jahren …
Gesetzlicher Feiertag in Deutschland. Außer der Reihe. Der Grund: Vor 500 Jahren gab es eine Revolution in Deutschland. Der Mönch Martin Luther hat dazu 95 Thesen aufgestellt, um mit der selbstherrlich auftretenden Katholischen Kirche zu brechen. Die Revolution wurde zur Reformation. Die Protestanten schufen die Evangelische Kirche, die dieses Jubiläum und Martin Luther heute feiern. Die Erneuerung der Institution Kirche ist heute ein laufender Prozess. Sie muss sich auf der einen Seite stetig den neuen gesellschaftlichen Entwicklungen anpassen, andererseits darf sie die Traditionen der Glaubensverkündung nicht aufgeben. Sie würde dann schnell ihre Identität verlieren. Heute wird in vielen Reden daran erinnert werden. Wir hören zu und erkennen, dass Reformen überall notwendig sind, um eine positive Weiterentwicklung in Gang zu setzen, dabei das Traditionelle aber letztlich zu bewahren. In der Kirche, den Unternehmen, den Parteien. Dass in der SPD gerade jetzt die Reformation ausgerufen wird, ist 500 Jahre nach den Thesen von Martin Luther Zufall, aber alternativlos.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 31.10.2017
Gesellschaft Stolpersteine in Dorsten
Ein Denkmal der besonderen Art
Gunter Demnig ist ein Künstler. Er hat etwas geschaffen, was als größtes dezentrales Mahnmal in der Welt gilt. Zu seinem 70. Geburtstag erfahren wir, dass er inzwischen rund 63.000 (!) Stolpersteine, die an ermordete jüdische Bürger in aller Welt erinnern, verlegt hat. 38 quadratische Steine, die eine Messingkappe mit den Namen und Daten der Opfer tragen, wurden auch in Dorsten vor deren Häusern verlegt. Wir Dorstener dürfen stolz darüber sein, dass die Initiative „Frauen für den Frieden“ mit viel Engagement und kreativer Hartnäckigkeit erreicht hat, dass wir bei unserem Gang durch die Lippestadt daran erinnert werden, dass Nazis aus unserer Mitte zu Mördern wurden. Nun haben die Opfer einen Namen und ein persönliches Denkmal, über das wir „stolpern“ sollen und uns beim Lesen der Inschrift vor Scham beugen müssen. Dank an Gunter Demnig, Dank an die Friedensfrauen, Dank an die Unterstützer und besonderer Dank an die vielen Jugendlichen, die der Verlegung der Steine nicht nur passiv beiwohnten, sondern die Geschichte der Opfer öffentlich gemacht haben. Am 9. November wird um 17 Uhr im Jüdischen Museum eine Gedenkveranstaltung stattfinden, bei der u. a. an das Pogrom vor 79 Jahren mitten unter uns gedacht wird und die 38 Stolpersteine in den Mittelpunkt gerückt werden. Mit unserer Teilnahme können wir zeigen, dass wir nicht vergessen und aus der Geschichte lernen wollen.
Eigener Bericht
Weitere Informationen: www.stolpersteine-dorsten.de und
www.dorsten-unterm-hakenkreuz.de
Veröffentlicht am 29.10.2017
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