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Nachrichten zum Thema Gesellschaft
Gesellschaft Beleidigungen gegenüber Deutschland sind unerträglich
Wo bleibt die Solidarität unserer türkischstämmigen Mitbürger?
Da lese ich vor einiger Zeit in unserer Lokalzeitung, dass ein befreundeter wichtiger Repräsentant der Dorstener deutsch-türkischen Gemeinde einem neuen Bündnis für Fairness beigetreten ist. Alle Bemühungen dieser Art, das Zusammenleben unserer Dorstener Bürger, trotz unterschiedlicher Herkunft, Religion und Kultur zu fördern, verdienen uneingeschränkte Zustimmung und Unterstützung. Jetzt aber scheint das gemeinsam Aufgebaute, rücksichtslos von außen zerstört zu werden. Der türkische Präsident und seine Anhänger haben das "Tischtuch" mit ihren andauernden beleidigenden Provokationen gegenüber unserer Regierung und unserer Bevölkerung wahrscheinlich irreparabel zerschnitten. Nachdem ich mich immer mit unseren türkischen Freunden solidarisch erklärt habe, erwarte ich jetzt, etwas davon zurückzubekommen. Wann lese ich, dass unsere Dorstener Türkische Gemeinde sich vor unsere Regierung stellt? Wie erkenne ich, dass für unsere türkischstämmigen Mitbürger unsere demokratischen, sozialen, freiheitlichen, liberalen Grundsätze höherwertig sind, als eine Regierungsform in der Türkei, die bereits jetzt ins Autoritäre und Undemokratische abgedriftet ist? Ist meine Erwartung vielleicht überzogen?
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 23.03.2017
Gesellschaft Rhade, Dorsten, Düsseldorf, Berlin – die SPD ist präsent
Frühlingserwachen auf allen Ebenen – Klare Kante
Politisches Engagement ist alternativlos und (über)lebensnotwendig. Immer mehr Menschen erkennen, dass das Kritisieren von außen auf Dauer nur denen hilft, die auf komplizierte Fragen viel zu einfache Antworten parat haben. Das ist was anderes, als klare Kante zu zeigen. Klare Kante zeigen, fast ein Alleinstellungsmerkmal der SPD, heißt, gemeinsam kreative Lösungsansätze zu erarbeiten und als Zielformulierung auf den Weg zu bringen. Um auch beim Umsetzen erfolgreich zu sein, müssen Wahlen gewonnen werden! Und hier ist die SPD gerade dabei, fulminant zu alter Stärke zurückzufinden. Das ist aber kein Selbstläufer. Im Mai wird ein neuer Landtag gewählt, im September der Bundestag. Hannelore Kraft und Martin Schulz sind nicht nur Hoffnungsträger, sondern auch Garanten, dass „Klare Kante“ keine Leerformel bleiben wird. Rhade und Dorsten? Mit Christoph Kopp hier und Jennifer Schug dort, sind ebenfalls alle Voraussetzungen erfüllt, die Präsenz der SPD vor Ort zu gewährleisten.
Ein Kommentar aus Rhade zur aktuellen politischen Lage der SPD
Veröffentlicht am 21.03.2017
Gesellschaft Sonntagsgedanken: Wozu religiöser Fanatismus führen kann
Irland erlebt Alptraum nach Kinderleichenfund
Die Nachricht lässt jeden Zeitgenossen frösteln. In einem Massengrab werden die sterblichen Überreste von ca. 800 (!) Babys und Kleinkindern gefunden. Und zwar auf dem Gelände des „Heims für Mutter und Babys“ in der irischen Kleinstadt Tuam, das vom katholischen Orden der Schwestern „Bon secours“ zwischen 1925 und 1961 geführt wurde. Die richterlich angeordnete Untersuchung bestätigte den schon seit längerem bestehenden Verdacht. Und: „Es handelt sich wohl nur um den traurigen Anfang der Aufklärung“. Wenn eine Frau in dem streng katholischen Irland, unverheiratet und schwanger, Hilfe suchte, geriet sie vor einigen Jahrzehnten in eine schreckliche Spirale der Ächtung und Verdammung. Dass aber unehelich geborene Kinder in dieser Zahl, in einem Heim, zu Tode gekommen sind, lässt Schreckliches vermuten. Irland ist um Aufklärung bemüht. Uns bleibt heute nur die Mahnung vor religiösen Fanatikern und Eiferern, die wahrlich glauben, die alleinige Wahrheit gepachtet zu haben. Und davon gibt es heute noch viel zu viele. Weltweit.
Eigener Bericht auf Grundlage mehrerer Zeitungen, hier FAZ 5.3.2017
Veröffentlicht am 12.03.2017
Gesellschaft Kultur- und Bildungsangebote sind wichtige Standortfaktoren
Dorsten wird ärmer, wenn das Paul Gerhardt-Haus schließen sollte
Das neue Programm 2017 der Evangelischen Familienbildungsstätte Dorsten, mit Sitz in Hervest-Dorsten, liegt vor. Es ist wie immer ansprechend, aktuell und breit gefächert. Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis zeigt, dass FAMILIE groß geschrieben wird. Der Name ist also Programm. Nun sind dunkle Wolken über der Familienbildungsstätte aufgezogen. Die evangelische Kirche, Träger der Bildungseinrichtung, lässt den Rotstift kreisen. Dorsten ohne Paul Gerhardt-Haus? Das wäre nicht nur für Kursteilnehmer und Mitarbeiter eine Katastrophe, das wäre auch für die Lippestadt ein fatales Signal. Kultur- und Bildungseinrichtungen, staatlich, kirchlich oder privat sind das Salz in der Suppe einer Stadt und ganz wesentliche Standortfaktoren für die Ansiedlung von Unternehmen und Wahl des Wohnortes für deren Mitarbeiter. Es ist wichtig und unerlässlich für den Erhalt des PGH zu kämpfen. Über alle Religionsgrenzen hinweg.
Jennifer Schug, Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes in Dorsten
Veröffentlicht am 08.03.2017
Gesellschaft Außer Kontrolle – Wenn politische Konflikte grenzüberschreitend ausgetragen werden
Krise der deutsch-türkischen Beziehungen - Was kommt davon in Dorsten an?
Im Moment scheint alles aus dem Ruder zu laufen. Alles, was in Jahrzehnten an Integration und Nachbarschaft, auch in Dorsten aufgebaut wurde, steht auf dem Prüfstand. Hier Unverständnis, dass die demokratischen Rechte in der Türkei, darunter die Pressefreiheit, Zug um Zug abgebaut werden, dort Wut über die öffentliche Kritik, die in Deutschland über die Entwicklung des EU-Beitrittskandidaten geäußert wird. Diese Gemengelage wird auch in der Lippestadt engagiert und kontrovers diskutiert. Sollen denn alle Bemühungen um Normalität zwischen unterschiedlichen Kulturen, Religionen und Nationen umsonst gewesen sein? Ein Blick zurück: Da war die Gewerkschaftsaktion „Mach meinen Kumpel nicht an“, da war der „Runde Tisch“ des ehemaligen Dorstener Polizeichefs Rolf Beuker, da war der "Deutsch-Türkische Freundeskreis", da waren vielfältige Bemühungen, die in unserer Stadt ein harmonisches Zusammenleben aller Dorstener, ohne Diskriminierung, gefördert haben. Und immer ging es um Integration unserer Mitbürger, die nicht selten über 2 Pässe, einen für Deutschland und einen für die Türkei verfügen und eine wichtige Gruppe der Dorstener Bürger bilden. Soll das alles umsonst gewesen sein? Der Appell an alle Seiten lautet: Bitte schnellstens sprachlich abrüsten und sich besonders in dem Land gesellschaftspolitisch einbringen, in dem man lebt.
Der Sonntagskommentar aus Rhade
Veröffentlicht am 05.03.2017
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