Nachrichten zum Thema Gesellschaft

Gesellschaft Für Sie gelesen: „Empört Euch!“

Stephane Hessels Streitschrift ist aktueller denn je

Er überlebte das KZ Buchenwald. Er war Widerstandskämpfer und UN-Diplomat. Er war Mitautor der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“. Mit 93 Jahren, inzwischen hoch für sein Lebenswerk dekoriert, hat er uns vor 15 Jahren auf 14 Buchseiten den Spiegel vorgehalten. Stephane Hessel konnte nicht mehr still mit ansehen, wie der ungebändigte Finanzkapitalismus die Pressefreiheit bedrohte und den Sozialabbau förderte. Unmissverständlich beklagte er in seiner Streitschrift die ungelöste Palästina-Frage. Heute 15 Jahre später sehen wir fassungslos und paralysiert zu, wie im Gazastreifen Zerstörung und Hunger gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt werden. Das Unrecht, das Israel durch die Terrortruppe Hamas zugefügt wurde und weiter zugefügt wird, verdient unsere uneingeschränkte Solidarität. Parallel dürfen wir aber nicht länger sprachlos  zusehen, wie 2 Millionen MENSCHEN in „Geiselhaft“ genommen und unmenschlich behandelt werden. „Empört Euch!“

Dirk Hartwich
Grundlage des persönlichen Kommentars ist der genannte Essay von Stephane Hessel. Im Buchhandel für 12.99 Euro erhältlich. Stephane Hessel starb 2013.

Veröffentlicht am 04.05.2025

 

Gesellschaft Mach dich stark mit uns!

Tag der Arbeit 2025: Geh mit uns am 1. Mai auf die Straße

Tag der Arbeit, Maifeiertag, Kampftag der Arbeiter: Am 1. Mai 2025 rufen wir, der Deutsche Gewerkschaftsbund, und unsere Mitgliedsgewerkschaften, zu bundesweiten Kundgebungen  auf. Unter dem Motto “Mach dich stark mit uns!” gehen wir am 1. Mai 2025 auf die Straße, um unsere Stimme für eine gerechte Arbeitswelt zu erheben. 
Damit machen wir ein attraktives Angebot: Mit uns kämpft niemand allein – eine starke Gemeinschaft macht auch jede*n Einzelne*n stärker.
Wir Gewerkschaften sind und bleiben ein Machtfaktor, in den Betrieben und in der Politik. Wir haben uns im Bundestagswahlkampf eingemischt und klar gemacht, was wichtig ist: Eine starke Wirtschaft, gute Arbeit und soziale Sicherheit. Lange haben wir eine Reform der Schuldenbremse gefordert. Dass im März noch ein großes Sondervermögen für Infrastruktur beschlossen wurde, ist auch ein Verdienst der Gewerkschaftsbewegung. 
Gemeinsam bewegen wir mehr.
Gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne sind der Schlüssel für eine gerechte Arbeitswelt – dafür kämpfen wir jeden Tag.

www.dgb.de (Auszug)

Veröffentlicht am 01.05.2025

 

Gesellschaft In eigener Sache - Zitate und die Auseinandersetzung mit ihnen

Monatlich wird auf dieser Internetseite ein neues Zitat einer bekannten Persönlichkeit eingestellt. In der rechten Spalte, unter der Überschrift SPD SOZIAL, begleitete uns im Monat April Oskar Kokoschka. „Man ist nicht Mensch, weil man geboren ist, man muss Mensch werden.“ Ein Zitat, übrigens im Jüdischen Museum Wien aufgegriffen, hat mehrere Leser zu direkten Reaktionen und Interpretationen motiviert. „Mensch sein“ und „Mensch bleiben“, so zwei Zuschriften, die Kokoschkas Zitat mit etwas abweichendem Schwerpunkt entsprechend ergänzen. Danke!
Der Tod des Papstes hat weltweit Politiker, Journalisten sowie Menschen wie Du und ich angeregt, sein Leben, sein Papsttum zu beurteilen. Wenn alle, die Franziskus jetzt bewundern, weil er sich besonders für die Armen und Flüchtlinge einsetzte, nur einen Bruchteil ihrer geäußerten Hochachtung davon in ihrem künftigen Leben und Handeln übernähmen, wäre unsere Welt friedlicher und gerechter. Vielleicht hilft dabei das Franziskus-Zitat, das uns im Mai begleiten wird:
"Um wirklich zu leben, kann man nicht sitzen bleiben. Leben heißt immer: sich in Bewegung setzen, auf den Weg machen, träumen, planen, offen für die Zukunft sein."

Predigt im Petersdom, 2024 (Quelle: wdr.de)

Veröffentlicht am 30.04.2025

 

Gesellschaft Täglich TRUMP - kaum noch ERDOGAN

Wo bleibt der deutsche und europäische Aufschrei über das praktizierte Unrecht in der Türkei?

Während die Welt gebannt, irritiert, überwiegend verzweifelt die Ausfälle von Donald Trump, seines Zeichens demokratisch gewählter US-Präsident verfolgt, hat sich die öffentliche Empörung über die undemokratische und unrechtmäßige Art und Weise des türkischen Autokraten Erdogan, Konkurrenten ins Gefängnis zu werfen, zwar nicht ganz gelegt, aber sie droht im Schatten des Ukraine-Krieges und des amerikanischen „Dealmakers“ in Vergessenheit zu geraten. Der zeitliche Zusammenhang ist sicherlich nicht zufällig. Aber warum verharren die hier lebenden Deutschen mit türkischen Wurzeln so schweigsam? Warum erheben sie nicht die Stimme, um den zu Unrecht inhaftierten Erdogan-Konkurrenten Solidarität zu erweisen? Warum schweigen auch wir? Ja, die Türkei ist Nato-Partner. Ja, die Türkei ist Handelspartner. Ja, die Türkei erschwert die illegale Migration in die EU. Das alles sind wichtige Gründe, um die internationale Zusammenarbeit zu pflegen. Aber es gibt keinen Grund, bei den eklatanten Verstößen gegen demokratische Grundregeln und die allgemeinen Menschenrechte in der Türkei die Augen zu verschließen und die Stimme zu verlieren.

Rhader Appell, Unrecht immer beim Namen zu nennen

Veröffentlicht am 26.04.2025

 

Gesellschaft „Man ist nicht Mensch, weil man geboren ist, man muss Mensch werden.“

Wir verdanken dem großen Maler und Schriftsteller Oskar Kokoschka diese Worte, die wir alle auf unserem Globus unterschreiben könnten. Wenn wir sie verstanden hätten. Leider werden sie, obwohl sie eigentlich keinen Spielraum für Interpretationen bieten, ständig und überall zu eigenem Vorteil zurechtgebogen. Gier, Neid, Eifersucht sind Beschreibungen, die, Hand aufs Herz, in der eigenen Familie, im Freundeskreis und der nächsten Nachbarschaft keine Unbekannten sind. Kein Wunder, dass sie sich auch in der Politik wiederfinden und dort eine Eigendynamik entwickeln, die dann nicht selten im Hass, in der Folge im Vernichtungswillen den Andersdenkenden gegenüber, endet. Wir könnten aus den Geschichtsbücher lernen. Nämlich, dass jeder Krieg irgendwann endet. Die Bilanz ist immer gleich. Tote, Verwundete, Verstümmelte auf allen Seiten. Von grenzenlosem Leid und dem Schwur, NIE WIEDER!, begleitet. Das Vergessen, diesen großartigen Eid geschworen zu haben, kann erstaunlicherweise nicht mal der nächsten Generation vererbt werden. So blicken wir heute wieder in die hässliche Fratze des Krieges, dem der Terror auf Minderheiten und scheinbar Schwächere vorausgeht. Um aus diesem tödlichen Kreislauf herauszufinden, müssen wir täglich Oskar Kokoschkas Worte ganz oben auf unserer to-do-Liste vermerken. FROHE OSTERN!

Rhader Oster-Gedanken

Veröffentlicht am 20.04.2025

 

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