Nachrichten zum Thema Gesellschaft

Gesellschaft Frieden - Peace - Page - Paix - Schalom

"Unser Leben währt siebzig Jahre, und wenn es hoch kommt, achtzig Jahre. Und was an ihnen war, ist Mühsal und Trug. Denn schnell ist es vorüber, im Flug sind wir dahin." So steht es im Psalm 90,10. Und warum schaffen wir Menschen es dann nicht, diese kurze Zeit friedlich miteinander zu verbringen? Warum lernen wir nicht aus unseren kriegerischen Fehlern? Warum hält unser Schwur, „NIE WIEDER“, gerade mal eine Generation - wenn überhaupt? Der Mensch, ein vernunftbegabtes Wesen? In den täglichen TV-Nachrichten nimmt die Kriegsberichterstattung mit schrecklichen Bildern breiten Raum ein. Wir alle sind aufgefordert, das nicht mehr schweigend hinzunehmen. Wir müssen uns dagegen wehren, dass Krieg die Fortsetzung von Politik mit anderen Mitteln ist. Wir, die wir verstanden haben, müssen helfen, damit auch andere verstehen. Wir in Dorsten haben dazu ein Museum gebaut. Eine Begegnungsstätte, die mit Ausstellungen, kulturellen Veranstaltungen, Lesungen, Filmen und Fortbildungsangeboten auch als Lernort für Frieden und gesellschaftlichen Zusammenhalt gilt. Das Jüdische Museum Westfalen (JMW) in unserer Stadt ist ein Ort, der friedensstiftend  wirkt. Die neueste Ausgabe von SCHALOM, der Zeitung des Museums, weist uns den Weg, um aus der Vergangenheit zu lernen und für das friedliche Miteinander einzutreten. Weltweit!

Ein Rhader Friedensappell

Veröffentlicht am 29.05.2025

 

Gesellschaft Staatsräson gegenüber Israel muss Kritik aushalten

Das, was wir, Deutschland, den jüdischen Menschen unter den Nationalsozialisten angetan haben, ist dauerhaft mit dem  Begriff Schande nur unzureichend beschrieben. Eine kollektive Scham über den millionenfachen Mord an Menschen wie Du und ich, wird uns ewig begleiten. Unsere Bundesregierungen haben das „Staatsräson gegenüber Israel“ benannt. Damit ist gemeint, dass die Menschen in Israel sicher leben müssen und das Recht auf Selbstverteidigung ohne Wenn und Aber besteht. So wie das für alle Länder unseres Planeten gilt. Und Deutschlands Solidarität mit Israel ist unverbrüchlich. Das zeigt sich u. a. daran, dass wir den arabischen, mörderischen Terrorismus gegenüber den in Israel lebenden Menschen aufs Schärfste verurteilen und dem israelischen Staat auf vielen Gebieten Hilfe zur Selbsthilfe gewähren. Das, was aber, ausgelöst durch den Hamas-Überfall am 7. Oktober 2023 in Israel mit über 1100 Toten und mehreren Hundert Geiseln als Vergeltung geschieht, ist nicht nur aus Sicht vieler Menschenrechtsorganisationen aus dem Ruder gelaufen. Nicht nur die Hamas nehmen 2 Millionen Palästinenser im Gazastreifen in Geiselhaft, sondern auch die israelische Regierung. Die Zerstörung der gesamten Infrastruktur, einschließlich der Verweigerung, Nahrungsmittel ins Land zu lassen, muss als menschenverachtende Vertreibung kritisiert werden. Unsere genannte unverbrüchliche Staatsräson gegenüber dem befreundeten Israel darf Kritik an dem unmenschlichen Vorgehen des israelischen Militärs nicht ausschließen.

Rhader Zwischenruf 

Veröffentlicht am 20.05.2025

 

Gesellschaft 8. Mai: Gedenk- und Feiertag

Vor 80 Jahren, am 8. Mai 1945, endete der 2. Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation Deutschlands. Der 1. September 1939, als deutsche Soldaten Polen überfielen, gilt als Beginn eines schrecklichen Krieges, der unendliche Zerstörung, Leid und millionenfachen Tod verursachte. Deutschland, das zuvor weltweit  hohes Ansehen genoss, fand sich nach 1945 auf der Anklagebank wieder. Schuldig gesprochen, wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Eine Verjährung ist ausgeschlossen. Heute, nachdem das ganze Ausmaß des Verbrechens dokumentiert ist, das durch Nazi-Deutschland ausgelöst wurde, sind jegliche Formen des Relativierens und Leugnens, von Demokraten zurückzuweisen. Dass unbelehrbare Ewiggestrige aktuell in unseren Parlamenten systematische Geschichtsklitterung betreiben können, wird nicht nur im Ausland mit zunehmender Sorge beobachtet. Der Schwur, „NIE WIEDER“, 1945 von den überlebenden Deutschen ausgesprochen, muss jährlich erneuert werden. Heute, am 8. Mai 2025, haben wir dazu die Gelegenheit. Heute gedenken wir der Opfer des Krieges auf allen Seiten. Heute dürfen wir den Alliierten danken, uns vom Faschismus befreit zu haben. Der 8. Mai ist demnach jährlich, besonders für Deutschland, ein Nachdenk-, ein Gedenk- und ein Feiertag gleichermaßen. Beweisen wir, dass wir verstanden haben.

Rhader Nachdenkzeilen

Veröffentlicht am 08.05.2025

 

Gesellschaft Dorstener Tage des Grundgesetzes und Start der neuen Bundesregierung

Terminierung zufällig - aber passend

Der Kompass der Bundesrepublik Deutschland ist das Grundgesetz (GG). Ein Wegweiser der Demokratie! Am 8. Mai 1949 wurde das GG verabschiedet. Es ist wichtiger denn je, an die dort festgeschriebenen Aufgaben und Werte, die für alle Menschen in unserem Land gelten, zu erinnern. Die Stadt Dorsten handelt seit Jahren vorbildlich, wenn sie die Bevölkerung aufruft, die Woche des Grundgesetzes aktiv zu begleiten. In der Pressemitteilung heißt es: „Unter dem Motto „Frieden“ finden vom 5. bis 11. Mai 2025 wieder die Dorstener Tage des Grundgesetzes statt. Die stadtweite Aktionswoche ist ein gemeinsames Projekt vieler Dorstener Gruppen, Vereine, Schulen, Initiativen und Einzelpersonen – und zeigt in ihrer Vielfalt, wie stark das Grundgesetz in der Stadtgesellschaft verankert ist.“ Wenn heute, trotz des dramatischen Stolperstarts, die neue Bundesregierung ihre Arbeit beginnt und „Verantwortung für Deutschland“ tragen wird, ist neben dem Koalitionsvertrag das Grundgesetz die entscheidende Leitlinie an der sich Kanzler und Minister zu orientieren haben. Darüber werden nicht nur die Abgeordneten des Bundestages wachen, sondern in erster Linie das von der Regierung unabhängige Bundesverfassungsgericht. Von den 146 Artikeln des GG werden die ersten 19 als unsere Grundrechte bezeichnet. Stellvertretend zitieren wir den ersten Satz des  Artikels 1: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Wenn wir uns täglich in der Lippestadt und im ganzen Land daran orientieren, sind Frieden und Gerechtigkeit gewährleistet.

Rhader Appell an neue Regierung und Gesellschaft

Veröffentlicht am 07.05.2025

 

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