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Nachrichten zum Thema Gesellschaft
Gesellschaft Bekenntnis eines Sozialdemokraten
Ja, es ist unübersehbar, die ehemals stolze SPD steckt in einer tiefen Krise. Wir benennen damit die Organisationseinheit „Partei SPD“, nicht aber den ideologischen Unterbau „Sozialdemokratie“. Bertolt Brechts Liedtext: „Und weil der Mensch ein Mensch ist - Drum braucht er was zum Essen, bitte sehr - Es macht ihn kein Geschwätz nicht satt - Das schafft kein Essen her“, reicht aus, um Sozialdemokratie zu verstehen und für sie einzutreten. Gestern, heute und auch morgen! Klar ist aber auch, dass dabei auf die Organisationseinheit SPD nicht verzichtet werden kann, um die im Liedtext benannte Ungerechtigkeit zu beheben. Durch praktische und pragmatische Politik. Auf allen Ebenen. „Wenn ein Pferd auf einem schlechten Weg zu stolpern beginnt, so darf man es nicht schlagen, sondern man muss ihm den Kopf anheben, damit es weiter nach vorn sehen kann“. Mit diesem Gleichnis eines alten und erfahrenen Gespannführers endet dieses Bekenntnis zur Sozialdemokratie und zur SPD.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 29.10.2025
Gesellschaft „Wie Demokratien sterben“
Was hat der Buchtitel mit uns zu tun?
Wir blicken gebannt in die USA, nach Israel, Ungarn und in andere Länder um zu erkennen, dass dort die Demokratie von innen heraus Stück für Stück abgebaut wird. Nicht durch einen Putsch, sondern ganz legal durch demokratische Wahlen. Was geht in uns, den Wählerinnen und Wählern vor, dabei „mitzuspielen“? Im o. g. Buch zeigen die Autoren Steven Levitsky und Daniel Ziblatt auf, dass das Muster immer gleich ist. Gewählte Politiker enttäuschen durch nicht gehaltene Versprechen, wachsende Unzufriedenheit mit den sie stützenden Parteien, steigende Aufmerksamkeit denen gegenüber, die für jedes auftretende gesellschaftliche Problem sofort eine Lösung parat haben. Die Wählerwanderung nach rechts- und linksaußen beginnt Fahrt aufzunehmen. Die demokratischen Parteien reagieren erst überheblich, dann irritiert, um in Ratlosigkeit zu verharren. Nun sind wir in unserem Land angekommen. Der hier bisher undenkbare Fall droht einzutreten, dass im kommenden Jahr erstmals in einem Bundesland ein Ministerpräsident gewählt wird, der von einer gesichert rechtsextremen Partei aufgestellt wurde. Ankündigungen, den Öffentlich Rechtlichen Rundfunk mundtot zu machen, ideologisch in das Bildungssystem einzugreifen und der Polizei neue parteipolitische Vorgaben zu erteilen, sind immer der Anfang eines demokratischen Sterbeprozesses. Diesen aufzuhalten und den fatalen rechten Trend umzukehren, ist nun erste Bürgerpflicht. In der Lippestadt hat das Bündnis „Dorsten gegen rechts“ mit aktivem Engagement gezeigt, wie unsere Demokratie gestärkt werden muss. Nun soll ein „Förderverein für Demokratie, Toleranz, Vielfalt und Respekt in Dorsten e.V.“ gegründet werden, um das ehrenamtliche Bürgerengagement fortzuführen. Die Gründungsversammlung findet am 3. November um 18.30 Uhr statt. Der Ort wird noch bekanntgegeben. Wir rufen dazu auf, dem Förderverein beizutreten, um unsere Demokratie vor dem langsamen Sterben zu bewahren.
Rhader Nachdenkzeilen
Veröffentlicht am 23.10.2025
Gesellschaft Dorsten: Eine Messe für jede Altersgruppe
Seniorenbeirat kann über 40 Aussteller präsentieren
Wer glaubt mindestens 60 plus sein zu müssen, um sich als Besucher der 9. Dorstener Seniorenmesse zu Hause zu fühlen, liegt völlig daneben. Wenn sich nämlich am Samstag zwischen 10 und 15 Uhr die Türen im Treffpunkt Altstadt öffnen, sind alle Besucher, unabhängig vom Alter willkommen, um zu sehen, wie das Älterwerden, das an keinem vorbeigeht, mit entsprechenden Hilfsmitteln und vielen Informationen besser bewältigt werden kann. Also ein Angebot, dazu noch kostenlos, das die für die gesamte Dorstener Bevölkerung gilt. Neben den über 40 Ausstellern gehören auch Vorträge zum Programm, das der rührige Seniorenbeirat organisiert hat. Der Treffpunkt Altstadt ist unter der Adresse Geschwister-Scholl-Platz 1 in der Nachbarschaft des Bürgerbahnhofs zu finden.
Veröffentlicht am 17.10.2025
Gesellschaft Wo bleibt unser Aufschrei?
Israel überschreitet rote Linien in Gaza
Die UN nennt es Genozid. Also einen Völkermord. Israel ist im Begriff, sich weltweit zu isolieren. Der berechtigte militärische Kampf gegen die Hamas-Terroristen richtet sich aber auch gegen 2 Millionen Palästinenser, die in Gaza leben müssen. Leben? Was wir sehen, ist Vertreibung, Hunger und Tod. Ein schmaler Streifen Land ohne Ein- und Ausgang. Von Israel kontrolliert. Auch die schmale Grenze nach Ägypten ist verschlossen. Nun wird Gaza-Stadt bombardiert. Was will Israel erreichen? Alle Versuche die dortige Regierung zu bremsen, laufen ins Leere. Eine Kritik aus Deutschland, nach der Geschichte die uns mit Israel verbindet, erfordert besonderes diplomatisches Fingerspitzengefühl. Aber wir können doch nicht schweigend zusehen, wie Menschen gejagt, ausgehungert und beschossen werden? Wir haben die Pflicht, Unrecht beim Namen zu nennen. Israels Recht auf Selbstverteidigung beinhaltet nicht, selbst Unrecht zu begehen. Unser Aufschrei, nicht weiter die Menschlichkeit mit Füßen zu treten richtet sich gleichermaßen an die arabische Unterstützerwelt der Hamas sowie an die jetzige israelische Regierung.
Ein Rhader Appell
Veröffentlicht am 16.09.2025
Gesellschaft Hat die Demokratie an Attraktivität verloren?
Deutschland muss sich jetzt entscheiden
Sie ist die beste Staatsform dieser Welt. Die Demokratie zeigt Respekt und Gleichberechtigung vor jedem Menschen und erkennt so seine Vielfalt an. Menschen die in Ländern leben (müssen), die noch von Autokraten und Diktatoren regiert werden, streben vehement nach dieser demokratischen Freiheit. Ein Grund, dass deren Herrscher alles daran setzen, sie zu diskreditieren. Mit falschen Nachrichten wird Verunsicherung geschürt. Sie wirkt innen und außen gleichermaßen. Mit Geld werden Unterstützer geködert, die denunzieren und sabotieren. Auch Politiker in scheinbar gefestigten Demokratien lassen sich kaufen, um unsere liberalen Strukturen auszuhöhlen. Wenn die beste Staatsform überleben will, muss sie in erster Linie die eigenen Widersprüche auflösen. Eine wesentliche Fehlentwicklung ist unser ungerechtes Steuersystem. Wer hat, dem wird gegeben! Seit Jahren wird darüber geredet, geredet und geredet. Zweitens müssen wir Feinden unserer Demokratie das Recht entziehen, zu wählen und gewählt zu werden. Parteien, die unser Grundgesetz nur scheinbar anerkennen, müssen verboten werden. Alle guten Dinge sind drei, sagt der Volksmund. Demokratie ist mehr als nur ein zu steigerndes Bruttosozialprodukt. Zur Stabilisierung ist der Begriff WERTEGEMEINSCHAFT für alle Bürgerinnen und Bürger unerlässlich, um auch morgen noch in Freiheit, Sicherheit und relativem Wohlstand zu leben.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 16.09.2025
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