Nachrichten zum Thema Arbeit und Wirtschaft

Arbeit und Wirtschaft Von überwundener Heimarbeit zu aktuellem Home – Office

Fort- oder Rückschritt?

 

Es waren SPD und Gewerkschaften, die 1906 mit einer großen Ausstellung in Berlin die Ausbeutung und das Elend der weit verbreiteten Heimarbeit anprangerten. Um etwas dazuzuverdienen oder überhaupt den Lebensunterhalt bestreiten zu können, verwandelten viele Familien ihre in der Regel kleine Wohnung in eine Art „Produktionsstätte“. Damit sich das Arbeiten  überhaupt einigermaßen auszahlt, mussten Kinder und Senioren mit anpacken. Dazu kam die komplette Abhängigkeit gegenüber den Auftraggebern. „Zu wenig zum Leben, zu viel zum Sterben“, so lässt sich die Situation vor 100 Jahren gut beschreiben. Die SPD darf sich auf ihre Fahnen schreiben, das Unrecht erfolgreich bekämpft zu haben. Die Heimarbeit ist, bis auf wenige Ausnahmen, Geschichte. Wenn jetzt aber die Heimarbeit wieder durch die Hintertür mit neuen Begriffen wie Digitalisierung nicht nur übergangsweise eingeführt wird oder werden soll, müssen klare Regeln des Arbeits- und Tarifsrechts dafür sorgen, dass sich nicht eine neue Ausbeutungswelle für abhängig Beschäftigte bildet. Ein Computer in der Küche ersetzt kein funktionsgerechtes Arbeitszimmer und keine lebensnotwendigen Sozialkontakte außerhalb der eigenen vier Wände. Hubertus Heil ist ein sehr guter sozialdemokratischer Arbeits- und Sozialminister. Home-Office klingt modern, zeitgemäß und fortschrittlich, kann aber auch zum Rückschritt mutieren.

 

Ein Zwischenruf aus Rhade

Veröffentlicht am 16.06.2020

 

Arbeit und Wirtschaft Zwar nicht repräsentativ – aber vielleicht doch nicht so ganz selten?

Zahnärztekammer will staatliche Unterstützung – Ein kurzer Erfahrungsgericht in 5 Abschnitten

  1. „Zahnärzte kämpfen ums Überleben“, so die reißerische Überschrift in der heutigen Tageszeitung. Im Text dann die Information, dass ca. 70% der Praxen Kurzarbeit angemeldet haben und unter Umsatzeinbußen von teilweise 50% leiden.
  2. Ich will dieser betroffenen Berufsgruppe sofort helfen und melde mich beim Zahnarzt meines Vertrauens telefonisch an, um eine Inspektion mit kleiner Reparatur machen zu lassen.
  3. Einen sofortigen Termin bekomme ich aber nicht, weil die derzeitige Auslastung zu hoch ist. Auf Nachfrage und mit Hinweis auf die aktuelle Pressemitteilung höre ich, dass das aber hier nicht zutrifft. Gut so.
  4. Die Zahnärztekammer klagt über Olaf Scholz, SPD-Finanzminister, der nur Kurzarbeitergeld und günstige Kredite anbietet, aber keinen Rettungsschirm für Dentisten. Hat er vielleicht genauere Zahlen?
  5. Der Berufsverband der Zahnärzte droht derweil mit Praxisschließungen und einer Entlassungswelle, die in die Tausende geht.

Fazit: Unser Staat hilft beispiellos, um allen Unternehmern und Arbeitnehmern zu helfen, die Corona-Krise „zu überleben“. Dem Berufsverband der Zahnärzte würde es gut anstehen, differenzierter zu klagen und zu fordern. Und vielleicht einfach mal die Regierung der CDU/SPD/CSU in Berlin zu loben.

 

Ein aktueller Rhader Erfahrungsbericht

Veröffentlicht am 04.06.2020

 

Arbeit und Wirtschaft Der Soziale Arbeitsmarkt ist das richtige Instrument

Statement von Katja Mast

SPD-Fraktionsvizechefin Mast weist Kritik am Konzept des Sozialen Arbeitsmarktes zurück. Neue Zahlen belegten, dass das Instument der richtige Weg sei, um Langzeitarbeitslosen Perspektiven zu eröffnen.

"Der Soziale Arbeitsmarkt entwickelt sich gut. Das zeigt, er ist das richtige Instrument um Arbeit statt Arbeitslosigkeit zu ermöglichen. Er eröffnet Menschen neue Perspektiven. Wir sind auf dem richtigen Weg. Das belegen die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Deswegen läuft plumpe Kritik daran ins Leere.

Mit dem Sozialstaatspapier der SPD haben wir beschrieben, wie es weiter geht. Unser Ziel bleibt ein 'Recht auf Arbeit',  statt einem bedingungslosen Grundeinkommen."

Quelle: https://www.spdfraktion.de/presse/statements/soziale-arbeitsmarkt-richtige-instrument

Veröffentlicht am 24.07.2019

 

Arbeit und Wirtschaft Sechs Jahre Wirtschaftswachstum – weiter gute Prognose trotz leichter Abschwächung

Bernd Westphal, wirtschafts- und energiepolitischer Sprecher:

Seit sechs Jahren befindet sich Deutschland im wirtschaftlichen Aufschwung. Die Bundesregierung geht in ihrer Herbstprojektion von einer Zunahme der Wirtschaftsleistung um 1,8 Prozent aus, obwohl die Projektion im Vergleich zum Vorjahr leicht abgeschwächt werden musste.

Quelle: spdfraktion/Presse vom 11.10.2018

Veröffentlicht am 15.10.2018

 

Arbeit und Wirtschaft Heuschrecken destabilisieren deutsche Unternehmen

Franz Müntefering hat frühzeitig gewarnt

Thyssen-Krupp wird ausgeplündert. So sehen es nicht wenige Experten, die die Entwicklung des früheren Stahlkochers mit großen Sorgen betrachten. Erst wurde der Vorstandsvorsitzende so lange von ausländischen Investoren, besser als Hedgefonds bekannt, „gemobbt“, bis er hinwarf. Nun folgt der Aufsichtsratschef, der von Psychoterror spricht, dem die bisherigen Macher von Thyssen-Krupp ausgesetzt waren, um die komplette Zerschlagung des ehemaligen Weltkonzerns zu verhindern. Das Ziel der „Heuschrecken“: So schnell wie möglich für das eingesetzte Kapital Dividenden einzustreichen. Ohne Rücksicht auf die Mitarbeiter und das Unternehmen. Die Warnung von Franz Münterfering, dem früheren Vorsitzenden der SPD, dass „Kapital-Heuschrecken dabei sind, unsere Unternehmen ausplündern“, ist heute aktueller denn je. Wer die Geschichte Krupp und insbesondere die von Berthold Beitz, dem langjährigen Generalbevollmächtigten kennt, der nie das Wohl der Mitarbeiter an den deutschen Standorten aus den Augen verloren hat, muss sich große Sorgen um die Zukunft unserer Unternehmen immer dann machen, wenn Hedgefonds mit ihrem schnellen Geld auf der Bildfläche erscheinen. Vielleicht wäre es hilfreich, wenn Mahner wie Franz Müntefering heute von der neuen Politikergeneration gehört werden.

Ein Zwischenruf aus Rhade

Veröffentlicht am 21.07.2018

 

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