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Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik
Kommunalpolitik Dorsten ist in die Jahre gekommen, gehört aber nicht zum alten Eisen
In 775 Jahren hat die Lippestadt viel erlebt und eine Menge zu erzählen
Es ist unmöglich in wenigen Sätzen die lange Geschichte Dorstens, als Durstinon gestartet, hier wiederzugeben. Die Stadtverwaltung hatte aber eine gute Idee, die Jubiläumsfeiern in die Hände der Bürger zu legen. Unsere 11 Stadtteile haben sich monatlich wechselnd daran beteiligt, haben mit unterschiedlichsten Veranstaltungen und Feiern Zeichen gesetzt, um die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt zu fördern. Das Fazit aller Teilnehmer lautet: Die Erinnerung an „gestern“, die aktuelle Kommunikation „heute“ und die damit verbundene Perspektive für „morgen“ haben das Leben jedes Einzelnen reicher gemacht. Dass parallel auch an die vor 50 Jahren (1975) durchgeführte kommunale Neuordnung erinnert wurde, hier konnten noch einige lebende Zeitzeugen spannende Geschichten erzählen, mit welchen Problemen die Integration von Rhade, Lembeck, Wulfen, Altendorf-Ulfkotte und Östrich verbunden war. Inklusive sehr persönlicher Emotionen darf als Highlight bewertet werden. Nun sind nur die Jubiläumsfeierlichkeiten Geschichte. Dorsten lebt, steht (wieder) vor gewaltigen Herausforderungen, die nur gemeinsam bewältigt werden können. Gemeinsam heißt, nie aufzugeben, alle am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen, nie aufzugeben, respektvoll über die besten Konzepte miteinander zu streiten, nie aufzugeben, Dorstens Geschichte, die auch so viele schreckliche Brüche beinhaltet, um neue, nachhaltige, friedliche Kapitel fortzuschreiben. Glück auf Dorsten!
Wochenendgedanken aus Rhade
Veröffentlicht am 27.06.2026
Kommunalpolitik Der Hitze mit kühlem Kopf begegnen
Ehemaliger Stadtförster schenkt Dorsten ein 3Phasenmodell, um Hitzewellen zu begegnen
Bernhard von Blanckenburg kennt sich aus. Von 1987 bis 2017 war er Leiter des Forstbetriebsbezirks Dorsten. Sein besonderes Anliegen bis heute besteht u. a. darin, Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen zu sensibilisieren, den Wert von Bäumen und Pflanzen zu erkennen, um sich wohl zu fühlen, die Luftqualität zu verbessern und parallel der Klimaveränderung zu begegnen. Er wohnt mitten in Dorsten und leidet wie alle unter den immer häufiger auftretenden Hitzewellen, die in besonders dicht bebauten Quartieren (Innenstadt) mit Extremwerten einhergehen. Bernhard von Blanckenburg zeigt aber auch Wege auf, wie mit moderner Stadtentwicklung der Hitze begegnet werden kann. Sein 3Phasenmodell liegt seit 2020 der Stadtverwaltung, und in Teilen auch der Öffentlichkeit vor. Eine kostenlose Expertise, die die Jahre 2020 bis 2050 umfasst. Plakativ hat er Ampelfarben genutzt, um das Stufenmodell anschaulich zu präsentieren. Phase GRÜN steht für den Zeitraum 2020 bis 2030 und beinhaltet Sofortmaßnahmen, wie z. B. das Nachpflanzen von abgestorbenen Bäumen. GELB soll die Dekade 2030 bis 2040 begleiten. Hier überzeugt er u. a. mit einem Beschattungskonzept, das ungewöhnlich ist, aber wirksame Abkühlung verspricht. Alle Maßnahmen, die einer längeren Vorbereitungszeit bedürfen, tragen die Signalfarbe ROT. Dazu zählt u. a. die Umwidmung von Pflaster- in Grünflächen. Die aktuellen Temperaturen, deutlich über 30 Grad Celsius, zwingen die verantwortlichen Stadtentwickler jetzt zu wirksamen Sofortmaßnahmen und einem in sich geschlossenen mittel- bis langfristigen Gegenkonzept. Das in Kurzform beschriebene 3Phasenmodell ist ein Geschenk an unsere Stadt und ihre Bürger. Es wartet auf Umsetzung.
Eigener Beitrag auf Grundlage des Aufsatzes über ein Klimaprojekt zur Stadtökologie von Bernhard von Blanckenburg, das der Verwaltung und Presse vorliegt. Auf Wunsch wird es interessierten Lesern dieser Internetseite zugesandt. Siehe Impressum www.spd-rhade.de oder Direktanforderung bei bvblanckenburg@t-online.de
Veröffentlicht am 26.06.2026
Kommunalpolitik Dorsten und der „Masterplan Wohnen“
Arbeitsgruppe wird wiederbelebt
Bezahlbarer Wohnraum fehlt an allen Ecken und Kanten. Seit Jahren wird dieser Zustand beklagt. Seit Jahren wird versprochen, das zu ändern. Begriffe wie Bauturbo signalisieren, da tut sich was. Tatsächlich sinken aber die prognostizierten Neubauzahlen. In der Folge steigen die Preise weiter explosionsartig. Die instabile Inflationsrate lässt kaum eine seriöse Finanzplanung zu. Nun will die Stadt Dorsten mit einem „Masterplan Wohnen“ gegensteuern. Die dazu genannten Rathaus-Ideen, mit denen sich eine Arbeitsgruppe aus Verwaltung, Stadtrat, Experten und Bürgern beschäftigen soll, sind nicht neu. Dennoch verdienen sie schnellstens aktualisiert zu werden, um endlich auch vorzeigbare Ergebnisse, sprich bezahlbaren Wohnraum in der Lippestadt anbieten zu können. Übrigens soll auch so das gleich lautende Ziel der Landesregierung NRW erreicht werden, nämlich bis 2040 für alle Bevölkerungsschichten ein bezahlbares Wohnraumprogramm anzubieten. Der genannten Arbeitsgruppe ist zu empfehlen, dazu einen Bebauungsplan mit Modellcharakter zu entwickeln. Dann könnten mit unterschiedlichsten Haustypen das soziale Nebeneinander gefördert, die Klimaneutralität angestrebt und eine saubere Energieversorgung umgesetzt werden. Selbst sichere Verkehrswege ohne Vorrang für das Kfz wären ein Muss. Ein Blick zur „Innovation City Bottrop“ wird helfen, das Rad in Dorsten nicht wieder neu erfinden zu wollen. Erinnert sei auch an die Initiative der SPD-Stadtratsfraktion, die die genannten Rhader Anregungen für den künftigen Bebauungsplan „Gerhart-Hauptmann-Realschule“ eingebracht hat.
Rhader Gedanken zum Dorstener Masterplan Wohnen
Veröffentlicht am 15.06.2026
Kommunalpolitik Eine Hand wäscht die andere
Wenn Bürger und Verwaltung zusammenarbeiten, dann ...
Die Dorstener Stadtverwaltung ist der größte Arbeitgeber in der Lippestadt. Über 1000 Menschen decken dort 50 unterschiedliche Berufsfelder ab. Wer mal hinter die Kulissen des Rathauses geblickt hat, weiß, dass fast alle dort Beschäftigten hoch motiviert und engagiert sind. Sie müssen ständig alle Gesetze, Verordnungen und Vorgaben im Blick haben, Beschlüsse des Stadtrates bewerten und umsetzen, der Öffentlichkeit Rede und Antwort stehen, sowie in der Lage sein, den Bürgern bereits „heute“ von den Augen abzulesen, was sie „morgen“ unbedingt umgesetzt haben wollen. Und, nicht zu vergessen, sie müssen sparsam mit unseren Steuergeldern umgehen. Spätestens jetzt wird klar, dass das nur funktionieren kann, wenn sich alle Bürger in der Stadt als freiwillige Kooperationspartner der Verwaltung verstehen. Das heißt, nicht nur zu nehmen, sondern auch zu geben. Viele positive Beispiele des Ehrenamts könnten jetzt aufgeführt werden. Aber da ist auch noch Luft nach oben. Wer nämlich mit offenen Augen durch unsere Stadt geht, sieht immer auch „offene Baustellen“, die zu schließen übersehen wurden. So z. B. der Grünstreifen der Lembecker Straße in Rhade. Trotz rot-weißer Baken wird er immer wieder überfahren. Eine Gefährdung für Fußgänger und Radfahrer. Also kooperieren wir mit der Verwaltung und bitten um Verbesserung, indem wir diesen Text direkt ins Rathaus weiterleiten.
Mit offenen Augen durch Rhade
Veröffentlicht am 10.06.2026
Kommunalpolitik Es war einmal eine natürliche Grünanlage
Forks Busch wird geglättet
Die Idee, in Rhade einen Treffpunkt für alle Generationen zu schaffen, ist richtig, ohne Einschränkung zu unterstützen und daher mit finanziellen Mitteln der Stadt und des Landes und weiteren möglichen Strukturfonds zu fördern. Wichtig ist aber, für dieses geplante Begegnungszentrum den richtigen Standort auszuwählen. Das Sportzentrum am Dahlenkamp wäre nach Vorstellungen vieler Bürger dafür der richtige Ort am richtigen Platz gewesen. Dafür liegen entsprechende Pläne seit langer Zeit vor. Rhader Rahmenplan 2014: "Ziel ist es, die Sportanlage ... zu einem Freizeit- und Begegnungszentrum weiterzuentwickeln." Und im Dorfentwicklungsplan 2021 heißt es: "Ziel ist, die Entwicklung eines konsistenten Sport- und Freizeitkonzepts ... für alle zu schaffen." Dass von engagierten Bürgern parallel der natürliche und ökologisch wertvolle Forks Busch als Standort ausgeguckt wurde, fand nicht nur Befürworter. Frühzeitig machten kritische Bürger auf die genannten Doppelaktivitäten aufmerksam und warben ebenso engagiert für den Erhalt des natürlichen Wäldchens. Leider erfolglos. Nachdem bereits für den Spielplatz mehrere große wertvolle Bäume weichen mussten, haben nun Motorsägen, Planierraupe und Bagger das Kommando übernommen, um eine weitere Fläche von jeglichem Grün zu befreien. Hier also soll das neue „Kultur- und Begegnungszentrum Rhades“ entstehen. Noch ist dafür kein tragbares Konzept erkennbar. Und dass der Ort neben der Lembecker Straße und der fast ausschließlich motorisiert aufgesuchten Raiffeisen-Tank- und Raststätte der beste für Rhade sein soll, will einfach nicht überzeugen. „Da wird Geld in den Sand gesetzt“, äußert ein kritischer Zeitgenosse sein Unverständnis am aufgestellten Bauzaun.
Dirk Hartwich - Mit offenen Augen durch Rhade
Veröffentlicht am 08.06.2026
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