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Nachrichten zum Thema Allgemein
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Pflegekrise und kein Ende in Sicht (2) - von Dr. Hans Udo Schneider
Der heutige Beitrag wird in zwei aufeinander folgenden Tagen veröffentlicht. Leser, die dazu einen schriftlichen Kommentar, zustimmend oder abweichend, formulieren wollen, senden ihn bitte zur möglichen Veröffentlichung an gleicher Stelle an folgende E-mail-Adresse: dirk.hartwich@t-online.de
"Teil 2: Zur häuslichen Altenpflege:
- Der Personalmangel zeigt sich auch bei den ambulanten Diensten.
- Tritt der Pflegefall ein, benötigen die Angehörigen große Standfestigkeit und Durchhaltevermögen, um die Hilfe eines Pflegedienstes zu bekommen. Die Zeiten der freien Wahl sind faktisch längst vorbei.
- Wer Angehörige pflegt und noch seiner Arbeit nachgeht, läuft große Gefahr sich zu überfordern.
- Wer beruflich aussetzt, riskiert erhebliche finanzielle Einbußen
Trotz zahlreicher Reformen, Beschäftigte in der Altenpflege werden endlich besser bezahlt und pflegende Angehörige sollen einen einklagbaren Rechtsanspruch auf Freistellung vom Arbeitsplatz und Lohnersatzleitungen erhalten, wenn sie eine Auszeit nehmen müssen. Das wäre ein wichtiger Fortschritt, würde aber allein nicht reichen. Es bedarf grundlegender Reformen, die Politik, Gesellschaft und Pflege gleichermaßen umfassen. Alte Menschen wieder zu Selbständigkeit befähigen. An diesem Ziel muss sich eine menschenwürdige Pflege ausrichten.
Der Grundsatz Reha vor Pflege ist hierzulande nur eine Worthülse, in der Praxis ohne Relevanz. Es werden die falschen Anreize gesetzt, denn schlechte Pflege zahlt sich für die Heimbetreiber aus. Je bedürftiger die Bewohner, je höher ihr Pflegegrad, desto mehr Geld zahlt die Pflegekasse. Dabei sollen alte Menschen so lange es eben geht, selbstbestimmt leben können. Nur wenige Einrichtungen fühlen sich diesem Konzept verpflichtet. Wieder einmal sind die Niederlande mit dem Modell Buurtzorg (Nachbarschaftspflege) weiter. Flache Hierarchie, kleine überschaubare Teams und der bewusste Einbezug ehrenamtlicher Nachbarschaftshilfe zeichnen dieses Modell aus. Nur wenige Initiatoren wagen sich jedoch bei uns wegen der hohen Risiken und bürokratischen Hürden an solche Projekte heran. Für mich unbegreiflich, dass sich die Flaggschiffe der Wohlfahrtsverbände: AWO, Caritas und Diakonie aus ihrer Selbstgefälligkeit nicht herauswagen. Sie sollten Vorreiter und nicht Bremser sein!
Wir brauchen niederschwellige Angebote, die verhindern, dass Menschen überhaupt ins Heim kommen, weil das die teuerste Form der Unterbringung ist. Erfolge in der ambulanten Pflege müssten dann honoriert, durch finanzielle Anreize gestärkt werden. Manche Experten halten es deshalb für sinnvoll, gar notwendig, dass die Krankenkassen in der Pflege das Sagen bekämen. Eine Zusammenlegung der Pflege – und Krankenkassen wäre dafür unumgänglich. Nicht zuletzt ist den Pflegekräften ein stärkeres Selbstbewusstsein zu wünschen. Das geht aber nur über die Organisation in einer starken DGB-Gewerkschaft.
Über solche Reformen könnte Vertrauen zurückgewonnen, Demokratie gestärkt werden."
Hans Udo Schneider
Veröffentlicht am 31.07.2024
Allgemein USA-Wahl: Alles auf Anfang - Vernunft siegt bei Bidens Entscheidung, loszulassen!
Veröffentlicht am 21.07.2024
Allgemein Du kannst etwas bewegen!
24-Stundenlauf hilft der eigenen Gesundheit und sozialen Projekten
Seit gestern laufen sie wieder. Noch heute besteht die Möglichkeit, mitzumachen. Mitzumachen beim 2. Dorstener 24-Stunden-Lauf im Bürgerpark Maria-Lindenhof / Stadtkrone. Die Rundstrecke, nur 1 Kilometer lang, ist attraktiv zwischen Lippe und Kanal gelegen. Wer will kann sich sportlich beweisen und versuchen, so lange und so schnell wie möglich zu laufen. Andere Teilnehmer werden es gemütlich angehen und einige Runden im Gespräch mit Gleichgesinnten drehen. Alles ist möglich. Alles hilft, um das Ziel des Veranstalters zu erreichen, soviel Spendengeld wie möglich einzunehmen, um mehrere soziale Projekte in unserer Nachbarschaft zu fördern. Also Bewegung für einen guten Zweck. Ein Blick auf die Teilnehmerliste zeigt, dass bereits ca. 1000 Unterstützer gemeldet haben. Ein erster Erfolg für eine gute Sache. Als Gewinner sollen ganz oben auf dem Siegerpodest die Hilfsorganisationen Tierschutzverein Dorsten, die hiesige Lebenshilfe, der Hospiz-Freundeskreis, und das Kinder-Zirkusprojekt, das der Treffpunkt Altstadt auf die Beine stellt, sowie einige kleine Projekte stehen. Das fantastische Ergebnis des letzten Jahres, als u. a. die Lebenshilfe, die Mr. Trucker Kinderhilfe, das Frauenhaus, das Tierheim, sowie der Deutsche Kinder- und Jugendhospizdienst Emscher-Lippe mit 25.000 Euro (!) unterstützt werden konnten, darf getoppt werden. Grund genug, als Wiederholungs- oder Erstunterstützer dabei zu sein. Anmeldungen sind auch heute noch vor Ort bis 15.30 Uhr möglich.
Rhader Werbetext für eine gute Sache
Veröffentlicht am 13.07.2024
Allgemein Schon 10 Jahre?
Dorstener Bürgermeister feiert kleines Dienstjubiläum - Ein Glückwunsch
Er „tanzt auf allen Hochzeiten“. Er ist sachkundig und omnipräsent in unserer Stadt. Er hat Ecken und Kanten, die er auch schon mal einsetzt, um seine Sicht der Dinge durchzusetzen. Die Rede ist von Tobias Stockhoff (CDU), der tatsächlich schon 10 Jahre dem Dorstener Bürgermeisteramt einen ganz persönlichen Anstrich verliehen hat. Grund genug, ihm dafür zu danken. Dass das auf einer SPD-Internetseite geschieht, wird den einen oder anderen Leser überraschen. Aber es ist ein Stück Normalität, allen Demokraten besondere Aufmerksamkeit zu widmen, die sich in diesen schwierigeren Zeiten auch für Menschenwürde, Demokratie und Respekt persönlich und mit großem Engagement einsetzen. Und unser Bürgermeister darf für sich in Anspruch nehmen, hier besondere Zeichen für die Dorstener Zivilgesellschaft gesetzt zu haben. Herzlichen Glückwunsch von einem kritischen sozialdemokratischen Gratulanten aus Rhade, der sicherlich im Namen nicht weniger Gleichgesinnter spricht.
Veröffentlicht am 02.07.2024
Allgemein Ein banger Blick über den Ozean
Was ist im Land der unbegrenzten Möglichkeiten eigentlich los?
Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten konnte ein Tellerwäscher zum Millionär aufsteigen. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten könnte ein ehemaliger Präsident, inzwischen als verurteilter Verbrecher und Lügner entlarvt, sogar wieder zum Präsidenten aufsteigen. Er muss nur noch die Wahl im November gewinnen. Das ist wirklich möglich. Im Falle einer Niederlage wird er das Ergebnis wieder nicht anerkennen. Er ist ein Feind der Demokratie. Warum bekommt er dann soviel Zustimmung und Millionen Wahlkampfspenden? Weil er auf ganz schwierige Fragen, ganz einfache Antworten hat. Weil er Versprechungen in die Welt setzt, die er nicht einhalten wird. Weil er den Reichen verspricht, reich zu bleiben. Dass er damit sich in erster Linie selbst meint, gehört zum Allgemeinwissen eines kritischen USA-Beobachters dazu. „So einer wird doch wohl keine Wahl gewinnen? Wahl heißt doch Auswahl. Ein guter Konkurrent müsste es doch ganz einfach haben, so einen Aufschneider und Egomanen in freier Wahl zu besiegen“, so unsere Einschätzung, gebildet aus Nachrichten, die uns seit Jahren über den großen Teich erreichen. Wenn aber der Konkurrent unübersehbare Schwächen zeigt, und seine Partei keine personelle Alternative anbietet, dann wird es wohl so kommen. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist sogar das scheinbar Unmögliche möglich.
Ein Wochenendkommentar aus Rhade
Veröffentlicht am 29.06.2024
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