Nachrichten zum Thema Allgemein

Gruppenbild mit vielen Autoren des Jahrbuches 2024. Foto: Jürgen Moers Allgemein Buchtipp: Jahrbuch des Heimatbundes Herrlichkeit Lembeck und der Stadt Dorsten 2024

Beeindruckende Themenvielfalt fesselt beim Lesen

Bereits zum 83. Mal erscheint der Heimatkalender des oben genannten Heimatbundes und der Lippestadt. Erstmals als Jahrbuch gekennzeichnet. So sind mögliche Missverständnisse, nämlich „nur“ einen 12 Monatskalender zu erwerben, von vornherein ausgeschlossen. Die diesjährige Präsentation im Gemeinschaftshaus Wulfen wurde ebenfalls erstmals von Anke Klapsing-Reich vorgenommen. Ihr „Aufblättern“ des 290 Seiten (!) starken Buches vor großem Publikum, darunter vielen Autoren, wurde von begeistertem Applaus begleitet. Die Besucher selbst konnten durch Zuruf entscheiden, welcher Beitrag kurz und kurzweilig Erwähnung finden sollte. Anke Klapsing-Reich ließ kaum eine Geschichte unerwähnt, lobte besonders die Gedichte und auch die Fotos. Kurz: Die riesige Bandbreite an Themen im neuen Jahrbuch verdienen nicht nur gelesen zu werden, sondern sind darüberhinaus der beste Buchtipp für eine kleine Aufmerksamkeit zum Geburtstag, einem Jubiläum, oder für den Weihnachtstisch. Heute sollen diese Zeilen nur als erste Information dienen. In einigen Tagen erfolgt an gleicher Stelle eine inhaltliche Übersicht der Texte, für die rund 50 Autoren und Autorinnen verantwortlich zeichnen. Das Jahrbuch, auf Hochglanzpapier gedruckt, kostet weiterhin nur 10 Euro.

Dirk Hartwich (Fortsetzung folgt)

Veröffentlicht am 21.11.2023

 

Allgemein Rückblick - Laufen für einen guten Zweck

Organisationsteam zeigt sich begeistert - und kündigt Fortsetzung an

Fünf Dorstener Hilfsorganisationen (Mr. Trucker Soforthilfe, Lebenshilfe, Tierheim, Frauenhaus und Deutscher Kinder- und Jugendhospizdienst Emscher-Lippe) erhalten je 5000 Euro zur Unterstützung ihrer ehrenamtlichen Arbeit. Thomas Hein, die interevent GmbH, und eine große Zahl von Unterstützern und Helfern haben den erster Dorstener 24-Stundenlauf zu einem besonderen Erlebnis gemacht. 943 Läufer absolvierten insgesamt 12.063 Kilometer auf dem Rundkurs des Bürgerparks Maria-Lindenhof - Stadtkrone. Überwältigt zeigten sich die Macher über die Teilnehmerzahl trotz des teils schlechten Wetters. Und natürlich über insgesamt 25.000 Euro Spendengelder für den oben erwähnten guten Zweck. Die nächste gute Nachricht lautet: Thomas Hein und Team machen weiter. So ist bereits der zweite 24-Stundenlauf fest terminiert. Am 19./20.Juli 2024 fällt der Startschuss. Unsere Empfehlung: Sei dabei und laufe/gehe für den guten Zweck.

Ein Rhader Mitläufer

Veröffentlicht am 25.10.2023

 

Foto im Juli 1977 in den „SPD-Nachrichten für Rhade“ erschienen Allgemein Rhade ohne Apotheke? Eine wahre Wochenendgeschichte

Bis Mitte der 1970er Jahre gab es eine sehr kreative Lösung, um in Rhade Rezepte gegen Medikamente zu wechseln. Kreativ deswegen, weil es keine Apotheke gab. Alle Anregungen, diesen Zustand zu ändern, also eine Apotheke zu gründen, scheiterten an nicht vorhandenen Investoren. Lembeck war besser dran. Die dortige Apotheke, inzwischen nicht mehr existent, erklärte sich bereit, einen täglichen Lieferdienst nach Rhade zu organisieren. Gesucht wurde nur nach eine Stelle vor Ort, die als Zwischenlager und Abholstation eingerichtet werden könnte. Fündig wurden die damaligen Akteure in einem Friseurgeschäft an der Lembecker Straße, übrigens auch nicht mehr existent. Im inneren Eingangsbereich wurde ein Kasten mit vielen Fächern aufgehängt. Einem Setzkasten aus früheren Druckereien ähnlich. Die Fächer trugen Buchstaben des Alphabets. Nun wurden die täglich von den nicht mehr lebenden Hausärzten Dr. Carola Martius und Dr. Schmidt-Dossi ausgestellten Rezepte der Rhader Patienten vermutlich vom Lembecker Apotheker abgeholt, die Medikamente am gleichen Tag zur Friseurstube geliefert,  in die offenen Fächer des Sammelkastens eingeordnet und somit zur Abholung bereitgestellt. Ob es eine Personenkontrolle gab, um Missbrauch oder Verwechselungen zu verhindern, wird von Zeitzeugen heute unterschiedlich bewertet. Nachdem die Rhader SPD dieses System öffentlich gemacht hat, schlugen die Pressewellen hoch. Parallel setzte eine neue Diskussion ein, ob in Rhade nicht doch eine eigene Apotheke zur Infrastruktur dazugehören müsste. Tatsächlich feierte Mitte 1977 (Foto) ein Rohbau Richtfest, der die Urbanus-Apotheke beherbergen sollte. Die Geschichte endet leider am 31. Oktober 2023 mit der Schließung. Rhade ist wieder Mitte der 1970er Jahre angekommen. Interessant ist, dass die jetzige Apotheke in Lembeck aktuell per Hauswurfsendung angeboten hat, benötigte Medikamente in Rhade anzuliefern. Wie? Mit Sicherheit nicht mehr in einen offenen Setzkasten zur Selbstbedienung. Die wahre Geschichte schreit förmlich nach einer Fortsetzung. Wir berichten.

Veröffentlicht am 14.10.2023

 

Allgemein Es geht ein Ruck durch unser Land - nach rechts. Eine Katastrophe! - Krieg gegen Israel - eine weitere Katastrophe

  • Die Wahlergebnisse in Hessen und Bayern müssen allen Demokraten Sorgen machen. Die SPD hat die Sympathie der Wähler verloren.
  • Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Dorsten (Vors. Dirk Groß) richtet eine Solidaritätsbekundung an unsere israelische Partnerstadt Hod HaSharon. In diesen dunklen Stunden des terroristischen Angriffs sind wir im stillen Gedenken auf der Seite der Opfer, den Opfern dieser in keiner Weise zu rechtfertigenden Anschläge. Unser Gedenken gilt insbesondere den zivilen Opfern, welche auf allen Seiten zu bedauern sind und deren Bedrohung jetzt und in Zukunft es zu verhindern gilt. Das Recht auf Leben und köperliche Unversehrtheit ist unteilbar. Genauso richtig ist es, dass Israel in der jetzigen Lage eine Notwehr nicht abgesprochen werden darf. Was für die Ukraine gilt, gilt für jedes andere Land der Welt, welches angegriffen wird.

Veröffentlicht am 09.10.2023

 

Allgemein Die AfD marschiert stramm nach ganz rechts

Vera Konieczka* reagiert mit einem viel beachteten Leserbrief auf die AfD-Berichterstattung in der Dorstener Zeitung

 

„Das Private ist politisch“ war ein Motto der Frauenbewegung in den 1970er Jahren. Das rief auf zum genauen Hinsehen, nicht Wasser zu predigen und selbst Wein zu trinken. Insbesondere, wenn es darum ging, politische Glaubenssätze aufzustellen, die völlig konträr zum eigenen gelebten Leben waren. Was hindert die AFD denn, die Nachnamen ihrer Dorstener Vorstandsmitglieder zu nennen? Vielleicht ein Migrationshintergrund? Von dem sie so wenig hält – ungeachtet dessen, dass sie sich mit Alice Weidel an der Spitze von Partei und Bundestagsfraktion wohl die derzeit prominenteste politische Wanderarbeiterin zwischen Schweiz und Bundesrepublik gönnt, eine Frau, die in eingetragener Lebensgemeinschaft mit der aus Sri Lanka stammenden Filmproduzentin Sarah Bossard und ihren zwei Söhnen lebt. Natürlich passt das wie Topf auf Deckel zum Frauen- und Familienbild der AFD, das eher an das verkommene braune erinnert, und die parteiliche Absage an eine multikulturelle Gesellschaft – oder? Wo kommen wir hin, wenn die AFD das Sagen hätte? Die  Wissenschaftler mit türkischem Migrationshintergrund zurück in Erdogans Ein-Mann-Demokratie, die Tennislehrer mit russischem Migrationshintergrund zurück in Putins Orwell-Land, gebürtige Iranerinnen und Afghaninnen zurück in Länder, wo sie aus der Öffentlichkeit vertrieben und mundtot gemacht werden?! Es wäre ein Verlust für unsere multikulturelle Gesellschaft. Zumindest für all diejenigen, die einen Migrationshintergrund in ihrer Familiengeschichte haben, kann die AFD nicht wählbar sein. Es sei denn, sie sind bereit, sich ihr eigenes Grab zu schaufeln. Denn irgendwo scheint im Kürzel AFD ein weiterer Kern zu schlummern: Aus Für Deutschland, Aus Für Demokratie.

 

* Vera Konieczka war die erste Gleichstellungsbauftragte im Dorstener Rathaus. Ihr Einverständnis, den Leserbrief auf www.spd-rhade.de zu übernehmen, liegt vor.

Veröffentlicht am 21.08.2023

 

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