Nachrichten zum Thema Allgemein

Allgemein Ideenschmiede Deutschland

Mit Kreativität und staatlicher Förderung aus der Krise

Wir galten einmal als das Land der Dichter und Denker. Inzwischen müssen wir erkennen, vielen von außen kommenden Entwicklungen nur noch hinterherzulaufen. Der Aufholprozess ist zwar  eingeleitet, bürokratische Hürden gelten aber weiterhin als Bremser. Dennoch lassen Meldungen aufhorchen, die gar nicht neu sind, aber durch die globale Krise (Weltwirtschaft, Energie, Kriege, Fluchtbewegungen, …) eine neue Dynamik erhalten. Zwei sollen hier beispielhaft aufgezeigt werden:

  • Die Emschergenossenschaft plant, die Abwärme der Abwässer per Wärmetauscher in Fernwärme umwandeln, um damit Wohn- und Gewerbesiedlungen zu heizen. Gerade hat die Bundesregierung erkannt, dass Fernwärme eine deutlich wichtigere Rolle in der ausgerufenen Wärmewende einnehmen soll. Und das dichtbesiedelten Ruhrgebiet eignet sich hervorragend für diese Technologie.
  • Seltene Erden, darunter das begehrte Lithium, kommen auch in Deutschland in großer Menge vor. Im Rheingraben zwischen Basel und Frankfurt ist es im Thermalwasser enthalten, das aus 3000 Meter Tiefe gefördert und in einem komplexen Verfahren abgeschieden wird. Bisher nur in kleinem Umfang, aber es hat das Potenzial, 25 bis 40% des in Europa benötigten Lithium u. a. für Accus, Laptops, Smartphones, hier zu gewinnen, so der Experte der Deutschen Rohstoffagentur.

Nun muss Politik die Rahmenbedingungen schaffen, dass aus den Ideen erfolgreiche Projekte werden.

Rhader Appell an Politik, kreativen Ideen zur Marktreife zu verhelfen

Veröffentlicht am 18.08.2023

 

Allgemein Transfermarkt Profi-Fußball

Otto Normalverbraucher versteht die Welt nicht mehr

„Profifußballer XY wird künftig für den neuen Verein XX stürmen. Die Ablösesumme beträgt 100 Millionen Euro plus. Das garantierte Jahresgehalt wird auf mehrere 10 Mio. Euro Millionen Euro festgesetzt“. Pressemitteilungen mit ähnlichem Inhalt erscheinen zur Zeit täglich in vielen Medien. Manchmal hat man den Klarnamen von XY noch nie gehört. Ob er jemals seine Gegenspieler schwindlig spielen wird, ist nicht ausgemacht. Schwindlig wird aber dem kritischen Beobachter von außen, wenn er diese Summen hört und mit dem Durchschnittseinkommen in unserem Land vergleicht. Irgendwie muss der Verein aber seine Dribbelkünstler bezahlen. Mit Zuschauereinnahmen und Trikotverkauf ist das unmöglich. Also wird die Ware Sport meistbietend an TV-Stationen und Streaming-Dienste verkauft. Die Folge ist, dass der freie Zugang zum sportlichen Ereignis drastisch eingeschränkt wird. Ein großer Strom „lebt“ von seinen vielen Zuflüssen. Wenn diese weniger Wasser führen, fallen die im Strom verkehrenden Schiffe aufs Trockene. Der Profisport lebt von Amateuren und Zuschauern, die Spaß am Spiel haben. Wenden sie sich wegen der beschriebenen unverständlichen Entwicklung künftig ab, wird der Profisport in der Breite nicht überleben. Setzen wir hier einen Schlusspunkt mit der Meldung, dass aktuell ein 16jähriges (!) Fußballtalent vom FC Freiburg nach Barcelona wechseln wird. Die Ausstiegsklausel wurde mit 1 Milliarde (!) Euro festgeschrieben.

Rhader Wochenendgedanken von Otto Normalverbraucher

Veröffentlicht am 12.08.2023

 

Allgemein Bergbau in Dorsten

Gelungene Erinnerungskultur durch gleichnamigen Verein

Der Bergbau hat Dorsten viele Jahrzehnte geprägt. Mit dem Bergbau wurde Kohle im doppelten Sinne des Wortes gemacht. Davon profitierten u. a. die Betreiber, die Mitarbeiter, die Stadt und die vielen Zuliefererbetriebe. Und dann das Ende, das schleichend in den 1980er Jahren begann und Anfang des neuen Jahrtausend abgeschlossen war. Dorsten hat seitdem ein bis heute andauerndes Strukturproblem, und die Bergleute nur noch die Erinnerung an einen ungewöhnlichen Arbeitsplatz tief unter der Erde. Um diese Erinnerung an eine spannende industrielle Epoche in unserer Stadt wachzuhalten, gründete sich 2003 der „Verein für Bergbau-. Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten“. Ein Glücksfall für die Lippestadt und die Region. Die Vereinsmitglieder beeindrucken mit unermüdlichem Engagement und großer Kreativität die Öffentlichkeit. Herzstück ist die Maschinenhalle auf dem Gelände Fürst Leopold mit der riesigen Dampfmaschine, die jahrzehntelang Kumpel in Förderkörben an ihren Arbeitsplatz in 1000 Meter Tiefe brachte und auf dem „Rückweg“ das schwarze Gold transportierte. Der Verein bietet aber viel mehr als Museumstechnik. Die professionell aufgebaute Internetseite www.bergbau-dorsten.de bietet eine hervorragende Übersicht und einen unvergesslichen Zugang zur jüngeren Dorstener Industriegeschichte. "Klick mal rein", so unsere Rhader Empfehlung.

Veröffentlicht am 10.08.2023

 

Allgemein Das 49 Euro-Ticket - Ein Selbstversuch mit Fahrrad

Das hört sich doch attraktiv an - für nur 49 Euro im Monat quer durch Deutschland mit Regionalzügen und dem ÖPNV zu reisen. Dass für die Mitnahme des Fahrrades 6 Euro/Tag zusätzlich gebucht werden müssen, macht das Angebot nicht wesentlich teurer. Wichtig wäre dagegen, dass für den Preis eine akzeptable Gegenleistung erkennbar ist. Und hier beginnt die zaghafte Kritik des Reisenden mit Fahrrad. Eine kombinierte Reise, abwechselnd auf Radwegen oder im Zug. Die erste Erkenntnis innerhalb von 7 Tagen: Kein Zug ist pünktlich. Besonders positiv: die App „DB-Navigator“. Gut auch, dass alle Regionalzüge Fahrradabteile haben. Neben Radlern haben hier Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen Vorrecht vor „Normalreisenden“. Was aber tun, wenn diese die entsprechend gekennzeichneten Plätze belegen und keinerlei Bereitschaft erkennen lassen, Platz zu machen. Die „amtlichen“ Zugbegleiter könnten kraft ihres Amtes zwar eingreifen, tun es aber nicht. Das größte Problem der 49-Euro-Nutzer ist aber die Überbelegung der Züge. Mehrfach ist es in dem erwähnten Kurzzeitraum dazu gekommen, dass ein Zustieg, mit oder ohne Fahrrad, unmöglich war. Hier müssen die Betreibergesellschaften dringend mit weiteren oder längeren Zügen nachrüsten. Fazit: Das 49 Euro-Ticket ist ein guter Ansatz, um vom PKW auf die Bahn umzusteigen. Bleibt es aber bei den teils chaotischen Bedingungen in den Zügen, ist die Rückkehr in den PKW vorprogrammiert.

Rhader Wochenendkommentar

Veröffentlicht am 05.08.2023

 

Allgemein Für Sie gelesen: DorstenMomente

Interessante Menschen - Spannende Geschichten - Glänzende Fotos

Dorsten ist eine liebens- und lebenswerte Stadt mit rund 75.000 Einwohnern. Darunter sind einige, die „man“, insbesondere durch veröffentlichte Medien, bereits kennt. Andere, die durch ihren Beruf, ihre Berufung oder ihr Hobby überwiegend im Schatten der Öffentlichkeit stehen, werden in einem neuen „Bilder“Buch, das den selbsterklärenden Titel DorstenMomente trägt, von Edelgard Moers als Herausgeberin sowie ihrem Ehemann Jürgen Moers, der die fantastischen Portraitsaufnahmen "geschossen" hat, vorgestellt. Und genau nun beginnt die Überraschung. Es sind Menschen, die beeindrucken. Ihre Geschichten regen zum Nachdenken und Nachmachen an. Sie, die vorgestellten Protagonisten, können sogar als Vorbilder für unsere Stadt- und Landbevölkerung dienen, um in der Folge den eigenen Lebensmittelpunkt zu bereichern und selbst davon zu profitieren. Da beeindruckt Klaus Alte-Teigeler, der zufällig ein australisches Ureinwohner-Musikinstrument kennenlernt und selbst zum Musiker wird. Oder Eva Paulus, die als Clown Kinderherzen besonders in Krankenzimmern höher schlagen lässt. Eine Zahnärztin, die im Urlaub in Nepal praktische Gesundheits- und Entwicklungshilfe leistet, bleibt ebenso in Erinnerung wie die 5 Wulfener, die Schulkindern in Malawi (Afrika) bessere Startchancen durch ihr Engagement ebnen. Die hier vorgestellte Auswahl soll den Leser neugierig machen. Neugierig auf ein besonderes Dorsten-Buch, das zeigt, wie bunt, vielfältig und interessant die Lippestadt wirklich ist.

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 14.06.2023

 

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