Nachrichten zum Thema Gesellschaft

Gesellschaft Trump: aggressiv, beleidigend, unkontrolliert. Antrittsrede des US-Präsidenten ist schlimmer als erwartet.

Ist das noch Demokratie oder doch schon der Beginn von Autokratie?

Veröffentlicht am 21.01.2025

 

Gesellschaft Dorsten: Theaterstück zum Holocaust-Gedenktag

Bürgermeister bittet mit persönlichem Schreiben um Kenntnisnahme und Teilnahme

"Anlässlich der Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz wird am 20. Januar 2025 in der Aula der St. Ursula Realschule (Nonnenkamp 14) das Theaterstück „Zwischenfall in Vichy“ aufgeführt. Der amerikanische Schriftsteller und Drehbuchautor Arthur Miller schrieb das bewegende Stück vor 60 Jahren, nachdem er in Frankfurt im Auschwitz-Prozess zugegen gewesen war. Es befasst sich mit der Frage nach der mittelbaren Schuld und der unbewussten Teilhabe jedes Einzelne am Unrecht in der Welt. Ins Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau wurden zwischen 1940 und 1945 mehr als 1,3 Mil- lionen Menschen deportiert – darunter auch Menschen jüdischen Glaubens, die bei uns in Dorsten zu Hause waren. Ich bin dankbar, dass in unserer Stadt viele Bürgerinnen und Bürger in unterschiedlicher Art und Weise regelmäßig auch an diese Menschen erinnern und sich somit für eine Gedenkkultur in unserer Stadt einsetzen. Denn aus der Geschichte lernen können wir nur, wenn wir uns der Geschichte erinnern. Ich würde mich freuen, Sie an dem Abend des 20. Januar begrüßen zu dürfen."

Tobias Stockhoff, Bürgermeister

Der Eintritt für das Theaterstück ist frei, eine vorherige Anmeldung bei der Stadtagentur ist aus organisatorischen Gründen erforderlich! 

Stadtagentur  – Kultur – Tourismus - Marketing – Tisa von der Schulenburg-Stiftung - Veranstaltungen

Stadthaus Lippestr. 41

46282 Dorsten

Tel. 02362-663060, E-Mail: sabine.fischer-strebinger@dorsten.de        

Veröffentlicht am 17.01.2025

 

Gesellschaft Wenn Kinder unter Krieg und Verletzungen leiden

Friedensdorf Oberhausen gilt als letzter Rettungsanker

Ein Zeitungsbericht über das Friedensdorf Oberhausen, das es seit 1967 gibt, löst zwei Reaktionen beim Leser aus. Wir werden indirekt daran erinnert, dass es uns in Deutschland richtig gut geht. Egal, ob wir uns in der Mitte oder im unteren Bereich unserer Gesellschaftsstruktur verorten. Das ist wichtig, um die Schilderung über den vor 58 Jahren von einer Bürgerinitiative gegründeten Rettungsanker für kriegsverletzte Kinder richtig einordnen zu können. Jährlich werden hier ca. 300 Kinder medizinisch versorgt. Gäbe es das sogenannte Friedensdorf, nur 23 Kilometer von Dorsten entfernt, nicht, dann würden viele verletzte Kinder aus Kriegsgebieten nicht überleben. Eine Sozialarbeiterin, seit 30 Jahren im Friedensdorf aktiv, erläutert, dass die Hilfsorganisation nur Kinder aufnimmt, wenn es um Leben und Tod geht. Viele Helfer vor Ort sowie Ärzte in Kliniken behandeln und betreuen die Kinder, von denen momentan 20 nicht älter als 5 Jahre sind. Sie kommen ohne Eltern und müssen manchmal Monate lang behandelt werden. Eine Herausforderung für die Kinder, die in der Ferne wartenden Eltern und die vielen Aktiven, die sich hier um die Kinder kümmern. Die berichtende Sozialarbeiterin ist stolz, mit vielen „Ehemaligen“ nach ihrer Rückkehr in ihr Heimatland noch in Kontakt zu stehen und über die positive Entwicklung ihrer Schützlinge auf Zeit, informiert zu werden. Finanziert wird das Friedensdorf Oberhausen nahezu ausschließlich aus Spenden.

Eigener Bericht über „Letzte Rettung Oberhausen“.  Erschienen in der ZEIT am 24.12.2024   

Veröffentlicht am 15.01.2025

 

Gesellschaft Für Sie gelesen - Zwei gegensätzliche Dorstener Abituraufsätze aus dem Jahr 1933 sind hochaktuell

Das Jahrbuch 2025 (Heimatkalender), vom „Heimatbund Herrlichkeit Lembeck und Stadt Dorsten“ herausgegeben, überrascht immer wieder mit einer unerwarteten Themenvielfalt. Diesmal ist es der Beitrag von Hendrik Holzmüller mit dem Titel, Abitur 1933 in Dorsten: Hitler, Lessing und „der deutsche Osten“, der hier besonders herausgestellt werden soll. 

Am 30. Januar 1933 wird Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt. Am gleichen Tage sitzen Abiturienten des Dorstener Gymnasiums Petrinum vor ihren Abituraufsätzen. Sie können unter vier Aufgaben wählen, von denen hier zwei genannt werden. „Der Kampf um den Deutschen Osten“ und „Die Weltanschauung Nathans des Weisen“. Ein Schüler, bereits offensichtlich von der Nazipropaganda beeinflusst, bezeichnet die Erweiterung des deutschsprachigen Siedlungsgebietes im heutigen Polen und Baltikum als legitim. Parallelen zu Putins Rechtfertigung die Ukraine zu überfallen, sind aktuell nicht zu überlesen. Der andere Schüler aus der gleichen Klasse, zeigt nach der Lessing-Lektüre „Nathan der Weise“, bereits eine politische Weitsicht, die sich als zentrale Botschaft im Abituraufsatz wiederfindet. „Der Wert eines Menschen hat mit seinem Bekenntnis (zur Religionszugehörigkeit) an und für sich nichts zu tun, sondern kann nur beurteilt werden nach seinen Taten“. Hendrik Holzmüller, der die Abi-Aufsätze aus dem Jahr 1933 gesichtet hat, „verführt“ indirekt den Leser seines Beitrags, gedanklich in die Ist-Zeit 2025 zu wechseln.

Dirk Hartwich

Das Jahrbuch 2025 kostet 10 Euro und bietet auf fast 300 Seiten interessanten Lesestoff mit lokalem Schwerpunkt.

Veröffentlicht am 11.01.2025

 

Gesellschaft Lembeck: Eine Idee verdient, kopiert zu werden

Jugendliche bauen Freiluftkegelbahn - und landen einen Volltreffer

Die Zeiten, dass Nachbarschaften und Freundeskreise Kegelvereine mit umwerfenden Namen, wie „Alle Neune“ oder „Haut weg“ bildeten, sind Geschichte. Gaststätten, die noch mit Kegelbahnen warben, gibt es weder in Rhade noch in Lembeck. Aber es sind nicht nur die fehlenden Bahnen, die das Kegeln und das kommunikative Beisammensein verhindern, es sind schlichtweg fehlende Interessenten. Ein Trend, der im ganzen Land festzustellen ist. Es gibt aber ganz aktuell interessante Bewegungen, die erfolgreich dagegen halten. Die Katholische Landjugendbewegung in Lembeck (KLB) hatte die Idee, eine Outdoor-Kegelbahn im Ort zu bauen. Gesagt, getan. Das Ergebnis hat auch überregionale Aufmerksamkeit erzielt. Die erstellte Bahn auf dem Gelände „Am Pastorat“ ist perfekt und wird so nachgefragt, das die Belegung auf lembeck.de gebucht werden muss. Das überschwängliche Lob, dass den jungen Akteuren der Landjugendbewegung entgegenbrachte wurde, erreichte Ende des letzten Jahres ihren Höhepunkt. Den jährlich vergebenen Heimatpreis gewann 2024 die Lembecker KLB. Die Ehrung erfolgte im Rahmen der Präsentation des Jahrbuches Dorsten. Gratulation nach Lembeck, verbunden mit der Anregung, auch in Rhade über eine Outdoor-Kegelbahn nachzudenken.

Veröffentlicht am 08.01.2025

 

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