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Nachrichten zum Thema Gesellschaft
Gesellschaft Der Tag danach
Was einem so durch den Kopf geht
Ein ungehobelter Mensch, der mit Bankenkrediten und mit Tricksereien ein Immobilienimperium sein eigen nennt, der sexistisch auftritt, gegenüber Andersdenkenden diskriminierend laut und ordinär urteilt, der ständig der Lüge überführt wird und wegen mehrerer Straftaten verurteilt wurde, hat es mit Hilfe der Mehrheit amerikanischer Wähler wieder geschafft, Präsident der mächtigsten Volkswirtschaft der Welt zu werden. Zur Seite stehen ihm oberste Verfassungsrichter, eine Armee, die zu Lande, in der Luft und auf See, dominant ist, sowie Millionäre und Milliardäre, die sich versprechen, keinen Cent zu verlieren, aber überzeugt sind, nun weiter richtig Kasse zu machen. Kein böser Traum sondern Realität am Ende des Jahres 2024. Wir diskutieren unter Freunden nicht nur das bittere Ergebnis, sondern fragen, ob auch unsere Demokratie gefährdet ist, bzw. wie wir sie schützen können. Was tun, wenn in einer Demokratie wie der unseren die Wähler plötzlich Lust haben, Autokraten zu wählen, die offen damit werben, viele unserer erarbeiteten und erstrittenen Freiheitsrechte abschaffen zu wollen? So, wie es im Land der unbegrenzten Möglichkeiten vorgemacht wurde. So, wie es beispielsweise im EU-Partnerland Ungarn gerade kopiert wird. So, wie es in den ersten ostdeutschen Bundesländern praktiziert wurde. Um ehrlich zu sein, der Freundeskreis sucht händeringend nach Antworten, ist aber ratlos. So, wie ein übergroßer Teil unserer Gesellschaft. Ja, unsere Demokratie ist gefährdet, lautet unser bitteres vorläufige Fazit.
Rhader Ratlosigkeit in Worten
Veröffentlicht am 07.11.2024
Gesellschaft USA: Was ist, wenn Trump und Musk die Wahl gewinnen?
Wer hört, was Donald Trump so sagt, wie er Andersdenkende beleidigt, wer sieht, wie er auf der Bühne agiert, mal brüllt, mal Tanzschritte imitiert, der zweifelt am geistigen Zustand des Ex-Präsidenten. Und plötzlich springt ein „Bruder im Geiste“, nämlich Elon Musk, dem mehrfach verurteilten Betrüger zur Seite. Beide eint, über Milliarden zu verfügen, die sie einsetzen wollen, um die Demokratie so zu schleifen, dass ein Regieren ohne ernsthafte Kontrolle der Opposition und der Verfassungsgerichte möglich ist. Das alles spielt sich unter den Augen der weltweiten Öffentlichkeit ab. Fassungslos blicken wir über den Atlantik, um zu erkennen, dass die genannten Akteure tatsächlich von der Mehrheit der US-Wähler dazu den Auftrag erhalten könnten. Sollte es wirklich so kommen, droht Europa, droht Deutschland eine gewaltige Zäsur. Dann platzen Bündnisse, Verträge zur Zusammenarbeit werden wertlos, die Welt wird unsicherer. Und dass dann die extremen rechten und linken Parteien und Bündnisse in unserem Land und in Europa auch auf der öffentlichen Bühne beginnen zu tanzen, erfüllt den demokratisch denkenden Beobachter mit großer Sorge. Der Begriff ZEITENWENDE bekommt dann eine ganz andere Bedeutung. Statt regungslos abzuwarten, wie das Kaninchen vor der Schlange, müssen wir Demokraten viel offensiver als bisher unsere freiheitlichen Strukturen verteidigen.
Rhader Wochenendgedanken
Veröffentlicht am 19.10.2024
Gesellschaft Warum laufen so viele nach rechts?
Jetzt auch Österreich
Es wird ernst in Europa. Der freiheitlichen Demokratie scheint der Saft auszugehen. Und immer wird das gleiche Problem als Begründung genannt: Zuviele Fremde, zuviele Flüchtlinge, zuviele Probleme. Und die Amtworten der Demokraten sind auch (fast) immer gleich: Wir haben verstanden, wir kümmern uns. Ohne Zuwanderung geht bei uns gar nichts (mehr). Trotzdem gelingt es nicht, überzeugende Antworten zu geben, die "über den Tag hinaus" Bestand haben. Gastarbeiter? Das war einmal. Dazu passt immer noch die Weisheit: "Wir haben Gastarbeiter gerufen, doch Menschen sind gekommen". Das gilt auch aktuell. Auch in unseren demokratischen Parteien gibt es Mitglieder und Anhänger, die wegen der dramatischen Lage wankelmütig werden. Die SPD kann dann überzeugen und Wahlen gewinnen, wenn sie von sich überzeugt ist. An dieser Stelle beginnt ein leichter Zweifel.
Ein Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 02.10.2024
Gesellschaft Gedankensplitter
Mit Blick auf das Geschäftsgebaren mancher Vorstände von Großbanken und Großkonzernen bekommt der Terminus „Kapitalverbrecher“ einen ganz anderen neuen Klang. Dabei geht es nicht nur - was allein schon schlimm genug wäre - um die Privatisierung von Gewinnen und die Sozialisierung von Verlusten, wenn Staatshilfe angefordert wird, weil der Karren gegen die Wand gefahren wurde. Noch problematischer sind kriminelle Machenschaften derart, wie sie beispielsweise in den Cum-Ex-Geschäften oder auch im Dieselskandal und der Glyphosat-Affaire offenbar wurden. Das anonyme Kapital ist eben ohne Moral und hat „einen Horror vor der Abwesenheit von Profit“ (Karl Marx). Daher verstößt es auch nicht von ungefähr häufig gegen internationale Sozialstandards, Umweltnormen und die Menschenrechte.
Friedhelm Fragemann
Friedhelm Fragemann (72) wurde im Jahr 1985 in den Rat der Stadt Dorsten gewählt. Nach der Kommunalwahl 1994 war er vom 31. Oktober 1994 bis zum 8. März 1995 als Nachfolger von Heinz Ritter Bürgermeister der Stadt Dorsten.
Quelle: Auszug Wikipedia
Veröffentlicht am 30.09.2024
Gesellschaft NRW: Ohne Moos nix los
Landesregierung versucht verzweifelt, das Gegenteil zu beweisen
CDU und Grüne bilden in Düsseldorf eine Schicksalsgemeinschaft und die momentane Landesregierung. Zuvor haben sie sich beschnuppert, um nach der letzten Landtagswahl, NRW gemeinsam zu gestalten. Die Wähler hatten dazu die Voraussetzungen geschaffen. Nun stellen die „ungleichen Parteibrüder“ fest, dass viele gutgemeinte Vorhaben Geld kosten. Und, dass die in der Landesverfassung verankerte Schuldenbremse ein scheinbar unüberwindbares Investitionshemmnis ist. Übrigens eine Parallele zu Berlin und der dortigen Bundesregierung aus den „ungleichen Parteibrüdern“ SPD, Grüne und FDP. Was tun, wenn hier und dort die im Koalitionsvertrag vereinbarten Reformen nicht umgesetzt werden können, weil die Fesseln der Schuldenbremse die Bewegungsfreiheit bis zur Strangulierung einschränkt? Was tun, wenn das Sparen zur Prinzipienreiterei verkommt? Was tun, wenn dadurch die Politikverdrossenheit steigt und die rechten und linken Parteiränder profitieren? Die Antwort, von Wirtschaftswissenschaftlern mehrfach angemahnt, lautet, in die Zukunft zu investieren und endlich damit aufzuhören, in den Haushalten der Länder und des Bundes mit abenteuerlichen Tricks Nebelkerzen zu werfen und die Bürger hinters Licht zu führen. Wir befinden uns mitten in einer Wirtschaftskrise, die die Wurzeln unserer Demokratie angreift. Reformiert endlich die Schuldenbremse und verschafft so dem Land Luft und Zukunft.
Rhader Wochenendgedanken in Richtung Düsseldorf und Berlin
Veröffentlicht am 28.09.2024
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