Nachrichten zum Thema Gesellschaft

Gesellschaft Wenn Politiker in Grund und Boden geschrieben und geredet werden

Miese Stimmung hat Eigendynamik entwickelt

Unsere Demokratie lebt von Personen und Persönlichkeiten. Die meisten sind ehrenamtlich unterwegs. Für ihr Engagement erhalten sie keinen Lohn. Sie sind überzeugt davon, dass ein friedliches, soziales Miteinander nur möglich ist, wenn sie den Verwaltungen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die meisten von ihnen haben sich demokratischen Parteien angeschlossen, die mit ihrer Programmatik die Richtung des Handelns vorgeben. Ohne eine professionelle Struktur würden die genannten Parteien die Fülle der Aufgaben nie und nimmer stemmen können. Die durch freie Wahlen errungenen Mandate auf Zeit, werden von Menschen wie Du und ich ausgefüllt. Um die riesigen Aufgaben erfolgreich zu bewältigen, wird i. d. R. dann der erlernte Beruf „geparkt“. Nun heißt die Berufsbezeichnung POLITIKER im Vollzeitjob. Die Vergütung ist gut, aber im Vergleich zur sogenannten freien Wirtschaft erstaunlich niedrig. Dafür ist die öffentliche Aufmerksamkeit besonders hoch. Bewertet werden nicht nur Aussehen, Kleidung und Frisur, sondern insbesondere die gesamte Wirkung auf die Kritiker. Wer die „öffentliche“ Erwartung nicht sofort erfüllt, gerät in einen Abwärtsstrudel. Am Beispiel des Bundeskanzlers Olaf Scholz ist aktuell gut zu erkennen, wie eine Persönlichkeit höchst verantwortungsvoll und demokratisch agiert. So wie auf allen Stationen seiner bisherigen politischen Laufbahn. Trotzdem entwickeln die negativen Etiketten, die seinem Namen angefügt werden, eine fatale Eigendynamik, die sich dann auch in Umfragen wiederfinden. Eine Demokratie ist ohne qualifizierte Personen ein Auslaufmodell. Politiker dürfen kritisiert werden. Das darf aber nicht so respektlos erfolgen, wie das zur Zeit zu lesen und zu hören ist.

Wochenendgedanken aus Rhade

Veröffentlicht am 14.09.2024

 

Gesellschaft Das Positive sehen, ohne das Negative auszublenden

Lebensfreude hält gesund und muss der nächsten Generation vermittelt werden

Krieg nicht nur in Europa! Weltklima aus den Fugen geraten! Demokratie schwächelt! Mörderischer Terror im Namen des Glaubens! Dass alles reicht schon, um nachdenklich zu werden. Nachdenklich, nicht depressiv! Wir laufen momentan Gefahr, dem Negativen, das uns tatsächlich auf Schritt und Tritt begleitet, einen alles beherrschenden Stellenwert in unserem persönlichen Leben einzuräumen. Wenn sich diese Stimmung auch über die nächste Generation wie dicker Nebel legt, wird das nichts mit der Rettung der Welt. Wir dürfen unsere Lebensfreude nicht verlieren. Sie alleine ist der Motor, gesund zu bleiben. Wir tragen große Verantwortung, unserem Nachwuchs nicht nur Sorgen zu vererben, sondern auch Optimismus. Die „Letzte Generation“, die eine fatale Endzeitstimmung vermittelt, trägt zu lähmender Depression bei. Wir haben die Pflicht, hier gegenzusteuern. Unsere Jugend ist unsere Zukunft. Sie hat auch das Recht, Spaß am Leben zu haben. Wir „Alten“ müssen lernen, nicht nur noch als Bedenkenträger wahrgenommen zu werden, sondern auch das absolut vorhandene Positive in der Welt, und auch vor Ort, zu erkennen und zu vermitteln. Die Jungen werden es uns danken.

Ein persönlicher Woichenend-Kommentar aus Rhade     

Veröffentlicht am 07.09.2024

 

Gesellschaft Urbanusschule wirbt mit drei wichtigen Botschaften

Unübersehbar haben sie ihren Platz am Schulgebäude der Rhader Urbanus-Grundschule gefunden. Drei Plakate, die für Menschenwürde, Toleranz und Respekt werben. RESPEKT - so kurz und knapp das Kunstwerk von Brigitte Stüwe, das inzwischen in vielen deutschen Städten zum Nachdenken einlädt. Kurt Heinz, Rhader Künstler, hat sich intensiv mit der Frage des friedlichen, menschlichen Miteinanders auseinandergesetzt. Das Ergebnis, „DU BIST EINZIGARTIG, ICH ABER AUCH!“, fordert mit ganz wenigen, dafür sehr einprägsamen Worten dazu auf, die Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung aller Menschen nicht aus den Augen zu verlieren. Zwei Botschaften, die Schüler und Schülerinnen, das gesamte Lehrpersonal, Eltern und Besucher „täglich“ erinnern, Demokratie zu leben. Die Zusammenfassung und lokale Zielsetzung aller Botschaften ist im dritten Plakat vereint. „RHADE SETZT EIN ZEICHEN FÜR MENSCHENWÜRDE, DEMOKRATIE UND RESPEKT!“ Der Schulleitung und Verwaltung ist zu danken, das die genannten drei Botschaften ihre Wirkung auf alle Leser nicht verfehlen.

Veröffentlicht am 05.09.2024

 

Gesellschaft Was tun, wenn fanatische „Glaubenskrieger“ unsere liberalen Grundstrukturen missbrauchen?

Augenmaß und Konsequenz

Wir haben nach 1945 schnell gelernt, die Vorzüge einer offenen, freien und toleranten Gesellschaft in vollen Zügen zu genießen. Wir haben insbesondere in die skandinavischen Länder geblickt, die uns mit ihrer gelebten Solidarität, auch Flüchtlingen gegenüber, als Vorbild galten. Wir haben leider nicht, bzw. viel zu spät erkannt, dass unsere praktizierte Liberalität auch missbraucht wird. Wir hätten, mit Blick in die nordischen Länder viel früher erkennen können, dass unsere freiheitlichen Grundstrukturen einen starken Schutzwall benötigen. Wir müssen "mit aller Macht" verhindern, dass Konflikte in anderen Ländern auf unserem Boden fortgesetzt werden. Gefragt sind jetzt Augenmaß und Konsequenz. Augenmaß heißt, nicht zu einem Polizeistaat zu werden, der auch unsere geschätzten Freiheiten unangemessen einschränkt. Konsequenz heißt, dass wir unsere Sicherheitsbehörden schnellstmöglich personell und insbesondere nach dem neuesten Stand der Technik ausstatten müssen. Erkenntnisse unserer Behörden über sogenannte Gefährder müssen in Echtzeit innerbehördlich allen Bundesländern zugänglich sein. Der Datenschutz muss dazu nicht ausgehebelt, aber zu unserer Sicherheit reformiert werden. Wer genau hinhört, erkennt, dass unsere Bundesregierung verstanden hat. Ihre gerade  getroffenen Beschlüsse zeigen das. Der Glaube, dass die von rechts- und linksaußen hingeworfenen Versprechungen die erkannten Probleme ganz schnell lösen würden, ist ein gefährlicher Irrglaube.

Ein Wochenendkommentar aus Rhade

Veröffentlicht am 31.08.2024

 

Gesellschaft Warum nur Roßmann? - Abkehr von X und Elon Musk

Am 20,08.2024 haben wir an dieser Stelle die kritische Frage gestellt, warum demokratische Regierungen, auch unsere deutsche, immer noch über X kommunizieren. Der Eigentümer dieser Plattform fällt seit einiger Zeit negativ auf, weil er Fake-News sowie antisemitische Texte teilt, ihnen inhaltlich zustimmt und so eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit herstellt. Er biedert sich bei Trump an, gewährt ihm ein mehrstündiges Interview, das an Unterwürfigkeit nicht zu überbieten ist. Beide outen sich so als undemokratische Brandstifter. Grund genug, dieser Medienplattform und dem Geschäftsgebaren von Elon Musk adieu zu sagen. So wie Raoul Roßmann, Geschäftsführer der gleichnamigen Drogeriekette. Im ZEIT-Interview am 15. August 2024,  „Ein symbolischer Akt“, äußert er klar und unmissverständlich, warum er künftig weder Tesla-Fahrzeuge kaufen wird, noch auf der früheren Twitter-Plattform, die Musk für 44 Milliarden (!) Dollar gekauft und in X umbenannt hat, kommunizieren wird. Er wird mit den Worten zitiert: „ … habe ich es irgendwann nicht mehr ertragen, dass ich diesen, entschuldigen Sie, Mist konsumieren muss, der jeden Tag über X abgesetzt wird. Dass ein Unternehmer wie Elon Musk jede Anstandsregel verletzt, ist für mich nicht hinnehmender. …“. Das Beispiel Roßmann verdient, übernommen zu werden.

Nachdenkzeilen aus Rhade auf Grundlage des erwähnten ZEIT-Interviews     

Veröffentlicht am 27.08.2024

 

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