Nachrichten zum Thema Allgemein

Allgemein Kurz und knapp:

Inzidenz steigt, Hospitalisierung steigt, Sterberate steigt, Inflation steigt, Kriegsgefahr steigt, Depression steigt, Zuversicht sinkt.

Veröffentlicht am 12.03.2022

 

Allgemein Die Suche nach dem Notausgang

Wochenend-Gedanken aus Rhade

Die aktuelle Lage ist klar. Ein Aggressor missbraucht seine Macht, um gegen den erklärten Willen seines Kontrahenten, gewalttätig neue Fakten zu schaffen. Damit setzt er sich ins Unrecht, und darf, weil es sich um militärische Gewalt handelt, Kriegsverbrecher genannt werden. Die Rede ist von Wladimir Putin. Der Rest der Welt, die wenigen Ausnahmen können wir vernachlässigen, verurteilt diesen Mann, der sich Präsident von Russland nennt. Seine Unberechenbarkeit zwingt uns alle, nach dem Notausgang zu suchen, der wieder in die Normalität führen könnte. Einer, dessen Gedanken wert sind aufgegriffen zu werden, ist Alexander Kluge. Der Autor vieler Bücher und Filme führt uns ins Jahr 1648, um an den Westfälischen Frieden in Münster zu erinnern. 5 Jahre dauerten die Verhandlungen, bis sie die Friedenslösung gefunden hatten. Dazu blätterten sie 24 Jahre zurück und lokalisierten den Punkt, der für beide Seiten eine Verständigung ermöglichte. Genau diesen Punkt müssen heute die Konfliktparteien suchen. Und alle Länder müssen dabei helfen, ihn zu finden. „Sieger ist nicht, wer die Schlachten gewinnt“, so der einleuchtende Appell von Alexander Kluge. Ein Grund mehr, den genannten Anfangspunkt der Konfrontation gemeinsam zu lokalisieren, der in diesen Wochenend-Gedanken, Notausgang genannt wird. Kluge bezeichnet ihn auch als Möglichkeitsraum. Der Autor nennt Krieg als nicht beherrschbar und widerspricht vehement, dass die Beteiligten eine Übersicht über das Ergebnis ihrer Konfrontation haben. Er verweist auf den Kriegstheoretiker von Clausewitz, der diese fehlende Übersicht als „Nebel des Krieges“ beschrieben hat. Hoffen wir, dass die Worte von Alexander Kluge gehört werden.

Rhader Wochenend-Gedanken von Dirk Hartwich auf der Grundlage des ZEIT-Interviews mit dem 90jährigen Alexander Kluge „Sieger ist nicht, wer die Schlachten gewinnt“ am 02. März 2022

Veröffentlicht am 11.03.2022

 

Ein Blick in die Dorstener Zeitung und die Lokallust Allgemein Tisa von der Schulenburg (Schwester Paula) war und ist ein Geschenk für unsere Stadt

Eingezäuntes Ausstellungsgebäude im Gewerbegebiet Fürst Leopold ist gewöhnungsbedürftig

Unübersehbar mit ihrer gestrickten Baskenmütze flanierte sie durch die Lippestadt. Immer wieder aufgehalten von Bürgern unserer Stadt, die Schwester Paula (1903-2001) aus dem Ursulinenkloster und der gleichnamigen Schule kannten und schätzten. Sie hatte Charisma und sehr viel Verständnis für die Jugend. Sie war Ordensschwester, Künstlerin und Lehrerin. Und durch und durch ein politischer Mensch. Eine starke Frau. Tisa von der Schulenburg, so ihr berühmter Name vor dem Eintritt ins Kloster, hat in ihrer Kunst die Schrecknisse des Krieges und die weltweite Ungerechtigkeit einfühlsam und einprägsam verarbeitet. Ihre Werke finden sich an vielen Orten in unserer Stadt und im Land. Nun wurde in einem Gebäude unterhalb des Hervester Förderturms, Tisa-Archiv genannt, eine Wechselausstellung ihrer Werke eröffnet. Es sind nicht nur die kurzen Öffnungszeiten die irritieren, es ist der hohe Zaun der, symbolisch gesprochen, überhaupt nicht zum Leben und Wirken Schwester Paulas passt. Das Erbe der Ehrenbürgerin der Stadt Dorsten wirkt an den Rand gedrückt. Die Präsentation ihrer Kunst, die uns auch heute aktuell viel zu sagen hat, gehört ins Zentrum der Lippestadt. „Sie ist ein Gewinn für unsere Stadt“, so die offizielle Sprachregelung der jetzt agierenden Stadt-Repräsentanten. Dazu passt weder der Standort an einer viel befahrenen und ungesichert zu überquerenden Straße, noch die hohe Umzäunung.

Öffnungszeiten Fürst Leopold Allee 65: Di. bis Fr. 10-12 Uhr, Do. 16-18 Uhr, am 1. So. Im Monat 11-15 Uhr.

Ein kritischer Zwischenruf aus Rhade zur Präsentation des kulturellen Erbes Schwester Paulas

Veröffentlicht am 07.03.2022

 

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