Nachrichten zum Thema Allgemein

Allgemein Wenn Politiker ihre Würde verlieren …

Seit Monaten können wir zusehen wie Spitzenpolitiker aus (fast) allen Ländern und Kontinenten sich vor einem Egomanen in den Staub werfen, um so ihre Unterwürfigkeit sichtbar zu dokumentieren. Nicht aus Überzeugung, aber überwiegend aus wirtschaftlicher Schwäche und Abhängigkeit. Wir nennen keine Namen und wissen trotzdem, wer gemeint ist. Dass diese Abhängigkeit eine Folge von gebrochenen Verträgen ist, macht die Einordnung so schwierig. Und sie zwingt uns in Deutschland und dem Europa der EU, neu zu denken und zu handeln. Besser als  vor einem momentan Mächtigen dessen Speichel zu lecken, wäre Rückgrat zu zeigen. Rückgrat hieße, aus entstehenden Nachteilen eine Strategie der Zukunft auf eigenen Füßen zu entwickeln. Die Bürger würden dann Politikern eher folgen als den Akteuren, die ihre Würde an der Garderobe des einseitig Diktierenden, der auf Gegenseite des Verhandlungstisches thront, abgegeben haben. Der Betrachter von außen blickt mit Ekel und Abscheu auf die sich immer schneller wiederholenden Schauspiele auf der politischen Bühne. Mehr Verlogenheit geht nicht. Wie war das nochmal mit der Würde?

Wochenendgedanken aus Rhade

Veröffentlicht am 20.09.2025

 

Allgemein Umarmungen schweißen zusammen

Es gibt Begrüßungsrituale, die sehr viel über die handelnden Personen aussagen. Eine Verbeugung ohne direkten Kontakt zum Gegenüber signalisiert Distanz. So wie beispielsweise in Japan üblich. Ein Händedruck auf Abstand ist nicht weit davon entfernt. So wie Olaf Scholz ihn gepflegt hat. Umarmungen dagegen, wenn sie aufrichtig gemeint sind, schaffen Nähe, Vertrautheit und Sympathie. Werden sie aber inszeniert, so wie Macron und Nato-Generalsekretär Rutte das ständig praktizieren, läuft es dem Betrachter von außen kalt den Rücken hinunter. Bleiben wir nun aber bei der ehrlichen Umarmung. Die Dorstener Sozialdemokraten haben ihrem Kommunalwahlprogramm den Titel gegeben, „Wenn das Münsterland den Pott umarmt“. Damit haben sie verdeutlicht, dass Dorsten beide sympathischen Regionen vereint. Ein echter Mehrwert für die Lippestadt. Das Bild, das sie dazu gewählt haben, ist eine Collage aus Förderturm und grünem Baum. Ein echtes Liebespaar. Augen geschlossen und lächelnd in sich versunken. Wer nun das Bild in die Kommunalpolitik übersetzt, versteht, warum die SPD eine aufrichtige Umarmung als Symbolbild gewählt hat. Eine Leserin aus Rhade hat nun in der Natur dazu ein passendes Beispiel fotografiert. Unverkennbar, dass die Zuneigung der zwei Bäume untrennbar (zusammen)gewachsen ist. Genau so will die SPD ihr Engagement für alle Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt verstanden wissen.

 Rhader Erkenntnisse 

Veröffentlicht am 02.09.2025

 

Allgemein Rhade: Ich hatte einen Traum …

Bildbeschreibung:
USA. Washington. Pressekonferenz des amerikanischen Präsidenten mit einem ausländischen Staatsgast. Im Mittelpunkt, auf getrennten Sesseln sitzend, Donald Trump und sein Besucher. Auf dem Sofa, links vor ihnen sitzen wie Schaufensterpuppen der US-Vice-Präsident, der US-Verteidigungsminister und der US-Außenminister. Ihnen gegenüber, fast nie von den TV-Kameras erfasst, die Begleiter des Gastes. Im Hintergrund hochrangiges Personal, das dem sprechenden US-Präsidenten, er spricht fast ohne Unterbrechung, durch ständiges Nicken des Kopfes, Zustimmung signalisiert. Vor ihnen Kameras und ausgesuchte Journalisten.

Der Ablauf:
Donald Trump verliert nach kurzer Zeit den inhaltlichen Faden. Er stellt, wie immer Thesen auf, die mit der Realität nichts zu tun haben. Dann wendet er sich seinem Gast zu und pöbelt ohne Punkt und Komma über dessen falsche Politik, die nur den einen Zweck verfolgt, den USA zu schaden. Der so Vorgeführte zeigt keinerlei Regung, wartet geduldig, bis der Gastgeber großmütig erlaubt, zu antworten.

Die Überraschung:
Das kurze Statement wird souverän vorgetragen. „Herr Präsident, sie spinnen. Sie erzählen Tünkram. Sie mögen ein erfolgreicher Immobilienmogul sein, als Leader eines Landes fehlt ihnen alles. Sie müssen begreifen, dass Erpressungen nicht zur diplomatischen Ausbildung gehören. Sie werden erleben, dass ihnen ab heute auch andere Personen widersprechen. Ich bedanke mich, dass ich ihnen das vor den Augen und Ohren der Weltöffentlichkeit sagen konnte.“

Der Schluss:
Der ausländische Gast erhebt sich und verlässt vor dem fassungslosen und erstmals sprachlosen  US-Präsidenten den Presseraum. Ich wache schweißgebadet auf und erkenne, leider nur geträumt zu haben.

Veröffentlicht am 16.08.2025

 

Allgemein In eigener Sache …

Warum lernen wir einfach nicht dazu?

Wenn vor 2000 Jahren erkannt (und aufgeschrieben) wurde, das wir unser Verhalten nach den Gesetzen der Natur ausrichten müssten, um dauerhaft auf unserer Erde leben zu können, dann zeigt die aktuelle Bilanz, dass wir nicht verstanden haben. Diese Internetseite, die sich den Namen „SPD SOZIAL“ gegeben hat, will mit ihrer täglichen Aktualisierung zum Nachdenken anregen und zum solidarischen Verhalten auf allen Gebieten motivieren. Monatlich wechselt dazu auch in der rechten Spalte ein Zitat, das genau aus diesem Grund ausgewählt wurde. Im Juli konnten wir uns über den Satz des französischen Medientheoretikers und Soziologen Jean Baudrillard ein eigenes Bild machen. „Wir leben in einer Welt mit immer mehr Information und immer weniger Bedeutung.“
Im August wird uns der römische Philosoph Seneca* begleiten. Täglich reden wir über die Klimakrise. Sie ist menschengemacht! Lesen und lernen wir endlich, was Seneca vor 2000 Jahren bereits erkannte:
„Wahre Weisheit besteht darin, dass wir uns nicht von der Natur abgrenzen, sondern unser Verhalten nach ihren Grenzen und ihrem Vorbild gestalten.“

*Lucius Annaeus Seneca (Römischer Philosoph, Naturforscher und Politiker, 1 - 65 n. Chr.)

Veröffentlicht am 01.08.2025

 

Allgemein Falsche Rücksichtnahme auf Israel

Ein persönlicher Kommentar von Friedhelm Fragemann*

Die unsägliche Untat der verbrecherischen Hamas vom 07.10.2023 rechtfertigt nicht das völkerrechtswidrige Agieren der von  Netanjahu geführten äußerst rechtslastigen Koalition. Die israelische Regierung hat mit ihren Maßnahmen (faktische Zwangsumsiedlung in großem Stil, Inkaufnahme hoher Zahlen an zivilen Opfern durch Blockade humanitärer Hilfsgüter und militärische Aktionen) deutlich Grenzen überschritten. Die Trennlinie zu ethnischen Säuberungen und Vertreibung ist nicht mehr erkennbar. 
Zudem ist die Realisierung einer vollständigen Ausschaltung der Hamas mehr als zweifelhaft. Selbst wenn sie gelänge, würde diese wohl kaum den gegen Israel gerichteten Terrorismus ausmerzen, sondern nur dafür sorgen, dass sich eben andernorts oder in anderer Form wieder neue terroristische Strukturen bilden. 
Nichts wird sich zum Positiven hin wenden, solange Netanjahu am Gängelband der Ultraorthodoxen hängt, die ein Groß-Israel einfordern und die illegalen Siedlungen im Westjordanland vorantreiben, wobei sie selbst sich keiner Gefahr aussetzen wollen. Sie verteidigen vehement das ihnen bis 2024 zugestandene und erst im letzten Jahr aufgehobene Privileg der Befreiung vom Wehrdienst. Sie wollen weiter andere bluten lassen. Stattdessen genießen sie auch anderweitige staatliche Wohltaten, ohne selbst Beiträge zur Sicherung einer funktionierenden Zivilgesellschaft zu leisten. 
Auch die Zielsetzung der Geiselbefreiung verliert zunehmend an Glaubwürdigkeit und dient eher der Beschwichtigung von Kritikern. Offensichtlich ist hingegen, dass Netanjahu sein politisches Überleben sichern will, um sich einer gerichtlichen Verfolgung (u.a. auch wegen Korruption) zu entziehen. Wie desaströs seine persönliche Lage ist, zeigt auch sein Vorschlag, dem amerikanischen Präsidenten den Friedensnobelpreis zuzuerkennen – eine Unterwerfungsgeste gegenüber seinem Schutzherrn Trump.
Auf der anderen Seite ist es unerträglich, wenn gegen den, die Mordanschläge der Hamas auf den Straßen deutscher Metropolen feiernden Mob, nicht konsequent vorgegangen wird. Die Bundesregierung wäre jedenfalls gut beraten, nicht aus falscher Rücksichtnahme völkerrechtswidrige Aktionen der israelischen Regierung faktisch weiter hinzunehmen. Die Versicherung, das Existenzrecht Israels sei Teil der deutschen Staatsräson, wird von Netanjahu und seinen ultraorthodoxen und rechtsextremen Komplizen anscheinend eher als Blanko-Scheck wahrgenommen.

* Friedhelm Fragemann ist stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Dorsten und legt Wert darauf, seine Positionierung als persönliche Meinung zu kennzeichnen.

Veröffentlicht am 29.07.2025

 

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