Nachrichten zum Thema Gesellschaft

Gesellschaft Politikeransehen ziemlich weit unten

Was bedeutet das für unsere demokratischen Strukturen?

Politiker haben es nicht einfach. Sie haben keinen unbefristeten Arbeitsvertrag, sondern müssen sich in relativ kurzen Abständen, alle 4-5 Jahre, neu bewerben. Über die Weiterbeschäftigung entscheiden die Wählerinnen und Wähler per Stimmzettel. Die PolitikerInnen werden, je bedeutsamer ihr Amt ist, rund um die Uhr öffentlich beobachtet. Fernsehkameras verfolgen jede Regung, die schreibende Presse berichtet und schiebt Kommentare hinterher. Lob riecht schnell nach Hofberichterstattung, also überwiegt die Kritik, nicht selten auch ins Persönliche abrutschend. In den sogenannten sozialen Netzwerke tobt dann ergänzend die alleinige Wahrheit, garniert mit Hasskommentaren und falschen Behauptungen. Irgendwas wird schon hängenbleiben. Das auszuhalten, erfordert Nerven wie Drahtseile. Wer aber genau hinsieht, erkennt eine gefährliche Tendenz für unsere Demokratie. Immer mehr Politiker sprechen offen von Burnout-Phasen, andere verabschieden sich aus dem Hamsterrad, Politik genannt. Erschreckend, dass das nicht nur Berufspolitiker betrifft, sondern zunehmend auch ehrenamtlich agierende Kommunalpolitiker. Wenn ein Fußballtrainer keine Ersatzspieler hat, ist der mögliche Abstieg sicher vorhersagbar. Wenn unseren demokratischen Parteien der Nachwuchs ausgeht, folgen wir der zuvor genannten Fußballweisheit. Um etwas zu ändern, müssen wir uns ändern. Konstruktive Kritik schließt persönliche Herabwürdigung aus. Wenn dann aber auch noch einige Spitzenpolitiker ihre peinliche Selbstdarstellung reduzieren würden, wäre viel gewonnen.     

Der Sonntagskommentar aus Rhade

Veröffentlicht am 11.01.2026

 

Gesellschaft Denke ich an Dorsten und Rhade, dann …

  • müssten die demokratischen Parteien viele neue und junge Mitglieder gewinnen
  • sollte künftig nicht jede Äußerung der undemokratischen Rechtspartei kommentiert werden
  • könnte auf allen Ebenen mehr erreicht werden, wenn ideologische  Scheuklappen abgelegt werden
  • sollte mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden
  • müsste städtische Kultur und Weiterbildung dezentraler als bisher stattfinden
  • sollte Obdachlosigkeit abgebaut werden
  • müsste das Krankenhaus eher gestärkt als geschwächt werden
  • sollten jetzt auch Wohngruppen für Demenzkranke aufgebaut werden
  • könnte die Schullandschaft attraktiver werden, wenn statt immer neuer Schultypen, die Gesamtschulen weiter gefördert würden
  • sollte der Klimaschutz einen höheren Stellenwert erhalten
  • müssten Gesetzesbrecher schneller verurteilt werden
  • könnte die erkannte Gerechtigkeitslücke in unserer Gesellschaft geschlossen werden, wenn alle sich verantwortlich fühlen
  • sollte der Buchtitel von Navid Kermani bei allen Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt ganz oben auf der ToDo-Liste stehen: „Jeder soll von da, wo er ist, einen Schritt näher kommen."

Rhader Wunschzettel für das neue Jahr

Veröffentlicht am 03.01.2026

 

Angefangene Baustellen müssen auch abgeschlossen werden. So wie in Rhade an mehreren Stellen sichtbar. Gesellschaft Deutschland - eine Großbaustelle

Mit Optimismus ins neue Jahr? Ja, aber ohne feste Vorsätze, die unübersehbaren Baustellen in unserem Land, auch in unserer Stadt endlich abzubauen, wird aus dem guten Willen schnell bittere Enttäuschung. Wichtig ist, dass wir nicht nur mit dem Finger „auf die da zeigen“, sondern uns selbst auch angesprochen fühlen. Wir werden lieb gewordene Standards in allen Lebensbereichen der Wirklichkeit anpassen müssen. Insofern ist die CDU-Ankündigung, den Koalitionsvertrag auf den Prüfstand stellen zu wollen, richtig. Falsch wäre aber, nur den Leistungskatalog derjenigen ins Visier zu nehmen, die ohne momentane, solidarische Unterstützung kaum den Weg zurück ins „Leben“ schaffen würden. Ein Update des Koalitionsvertrages muss dann auch endlich eine gerechtere Besteuerung der Vermögenden ins Auge fassen. Die SPD wäre also gut beraten, dem Wunsch der CDU zu entsprechen und parallel eigene Vorstellungen anzubieten, anstatt sofort abzuwinken. „Wir sitzen alle im gleichen Boot.“ Diese Plattitüde sollte uns motivieren, den Kahn DEUTSCHLAND gemeinsam in sichere Gewässer zu steuern. Wir schaffen das, wenn wir … Siehe oben.

Ein Rhader Appell zum Jahresanfang 2026

Veröffentlicht am 02.01.2026

 

Gesellschaft Um Donald Trump zu stellen, hilft (vielleicht) Sarkasmus - Ein Gedicht zum Jahreswechsel

GAGA (Germany Also Great Again)

Deutsche, es ist an der Zeit,
dass ihr selbstbewusster seid.
Trump mit dem Narzismustrieb
hat sonst Germanen nicht mehr lieb.

Auf, auf, stellt euch der Konkurrenz,
werdet Egoismusfans!
"Volk steh auf und Sturm brich los",
die Welt fällt niemand in den Schoß!

Rüstet statt entrüstet euch,
tut's dem Trampel nicht nur gleich!
Auf Facebook, Amazon und X
hohe Steuern, und zwar fix!

McDonald's wird noch heute Nacht
in Deutschland endlich zugemacht.
Wer weiterhin hier Tesla fährt,
wird lebenslänglich eingesperrt.

Mit einem letzten harschen Gruß
hört Trumpen von Pistorius:
"Ramstein liegt im deutschen Land,
was selbst 'nem Ami ist bekannt,

drum werden die Atomraketen
der Bundeswehr jetzt abgetreten!"
Bleibt bös' der Donald, das ist klar,
fliegn die alsbald nach Florida.

Sieh also, Donald, was Dir droht,
sieht erst einmal der Deutsche rot.
Dann haben wir's so weit gebracht,
dass Deutschland wieder Weltenmacht.

Gastbeitrag von Bertold Hanck (Rhade)

Veröffentlicht am 31.12.2025

 

Gesellschaft Auf der Sonnenseite - eine selbstkritische Betrachtung

Bevor wir es an Sylvester richtig krachen lassen, um das neue Jahr zu begrüßen, „zwingen“ uns die Weihnachtstage nachzudenken. Nachzudenken, warum wir, hier schließe ich einfach mal alle Leser dieser Internetseite mit ein, auf der Sonnenseite des Lebens stehen, und die Mehrzahl der Menschen auf dieser Erde nicht. Hier Überfluss, dort Mangel. Hier soziale Sicherheit, dort Elend. Hier Lebenserwartung um 80, dort hohe Kindersterblichkeit. Hier Frieden, dort Hass, Vertreibung und Krieg. Diese Aufzählungen, die „endlos“ fortgeführt werden könnten, sollen heute ausreichen, um unsere Lage gerechter als bisher einzuschätzen. MEINE Antwort des Nachdenkens lautet: Trotz aller bekannten Fehlentwicklungen geht es uns gut. Also ein Grund, aktiv an der Beseitigung der weltweiten Ungerechtigkeiten mitzuwirken. MEINE Empfehlung lautet, über den Tellerrand zu schauen. Nachrichten nicht nur zu konsumieren, sondern sie auch zu hinterfragen. Politik nicht nur als „schmutziges“Geschäft zu bewerten, sondern Politiker bei ihrer Arbeit aktiv oder indirekt zu begleiten. Der Kennedy-Satz, „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, frage dich, was du für dein Land tun kannst“, muss auch für uns gelten. Und wenn wir es darüberhinaus schaffen, nicht nur UNSER Land unvoreingenommen zu sehen, sondern alle 200 Länder dieser Welt, dann wird aus unserem selbstkritischen Nachdenken zu Weihnachten, etwas nachhaltiges Gerechteres wachsen. Friedliche Weihnachten.

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 24.12.2025

 

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