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Nachrichten zum Thema Gesellschaft
Gesellschaft Oxfam: Die Reichen werden immer reicher
Internationale Forderung, Superreiche zu besteuern, wird lauter
Es ist eine Entwicklung, die sich weltweit ausbreitet: Persönlicher Reichtum, wie auch immer erworben, wächst anscheinend unaufhaltsam. Parallel steigt weltweit auch die Anzahl der materiell Abgehängten. Ein logischer Zusammenhang. Politische Parteien, die diese Entwicklung als ungerecht geißeln, sind häufig mit ihrem Parteinamen, in dem sich der Begriff SOZIAL findet, zu identifizieren. Erstaunlicherweise verlieren sie fast weltweit an Wählerzustimmung. Das wiederum ermuntert die wirklich kleine Gruppe der Superreichen, ihre finanzielle Macht auch politisch einzusetzen. Erst, indem sie Parteien kapern, dann Wahlsiege kaufen, in der Folge freie Medienunternehmen matt setzen, Richterstellen mit Gefolgsleuten besetzen, die Demokratie abbauen. Zu erkennen nicht nur in den USA sondern auch in Europa. Oxfam, der hoch angesehene internationale Verbund von Hilfs- und Entwicklungsorganisationen hat das Treffen der sogenannten G20-Staaten in Südafrika genutzt, um die zuvor genannte Entwicklung mit Zahlen zu untermauern:
- Das Vermögen der Milliardäre in den G20-Staaten ist im vergangenen Jahr um 2,2 Billionen Dollar gewachsen
- Steigerung 16,5% !
- Damit könnten 3,8 Milliarden Menschen aus der Armut befreit werden
Oxfam fordert von den G20: Bildung eines internationalen Gremiums, um die Ungleichheit abzubauen und die Besteuerung der Superreichen voranzutreiben. SPD-SOZIAL aus Rhade schließt sich der Oxfam-Forderung an.
Quelle: RN, 21.11.2025
Veröffentlicht am 24.11.2025
Gesellschaft Erinnerungen an Helmut Schmidt
Der SPD-Politiker und ehemalige Bundeskanzler starb vor 10 Jahren
Was würde er heute zu Gaza, der AfD, Europa und den USA sagen? Darüber zerbrachen sich hochrangige Persönlichkeiten auf Einladung der ZEIT den Kopf, kramten in ihren Erinnerungen und zeichnen so ein besonderes Bild von Helmut Schmidt, das über den Tag hinaus Gültigkeit behalten wird. „Schmidt-Schnauze“, so ein respektvoll gemeinter Zusatz, der den SPD-Politiker und späteren Bundeskanzler zeitlebens begleitete, schien aufmerksam, auf seiner Menthol-Zigaretten-Wolke schwebend zuzuhören, was der ZEIT-Herausgeber Giovanni die Lorenzo, die Moderatorin Sandra Maischberger, der ehemalige SPD-Politiker Peer Steinbrück und sein Biograph Thomas Karlauf über ihn denken,10 Jahre nach seinem Ableben. Als erstes Fazit muss festgehalten werden, dass die letzten 10 Jahre die Welt verändert haben. Sein allseits anerkanntes schnelles und meist zutreffendes Urteilsvermögen über die politische Weltlage sowie über die wichtigsten Akteure, wäre heute nicht seriös anwendbar. Am meisten würde der überzeugte Atlantiker über Donald Trump „stolpern“, der die Weltordnung in 12 Monaten aus den Angeln gehoben hat. Deutlich wurde auch, dass Helmut Schmidt der Osterweiterung der EU skeptisch gegenüberstand. Ein Punkt, der auf dieser Seite mehrfach geteilt wurde. Auch wenn Sandra Maischberger, Peer Steinbrück, Thomas Karlauf und Giovanni die Lorenzo nicht immer einer Meinung waren, aber der Respekt, die Zuneigung und die Hochachtung waren in allen Äußerungen über die große Persönlichkeit Helmut Schmidt nicht zu überhören.
Eigener Bericht auf Grundlage des ZEIT-Gesprächs „Was würde Helmut Schmidt dazu sagen?“ vom 6.11.2025
Veröffentlicht am 15.11.2025
Gesellschaft Lies mal wieder … ein Buch
Das Dorstener Jahrbuch 2026 ist eine Überraschung (1)
Nun liegt das neue Jahrbuch, auch Heimatkalender des Heimatbundes Herrlichkeit Lembeck und Stadt Dorsten genannt, druckfrisch in Buchhandlungen, Geschäften und Sparkassen. Es trägt den Zusatz „fünfundachziger Jahrgang“ und kann tatsächlich auf eine 100jährige Geschichte zurückblicken. Vor einer Woche wurde es im Gemeinschaftshaus Wulfen durch Anke Klapsing-Reich humorvoll werbend präsentiert. Tatsächlich halten die 290 Seiten was die Herausgeber versprechen. Nämlich eine Vielzahl an Geschichten und Geschichte. Diesmal stechen besonders die Beiträge heraus, die aus der Feder von Schülern/Schülerinnen aller Jahrgänge stammen. Flankiert von faszinierenden Fotos und vielen Gedichten. Auch wenn sich die einzelnen Beiträge relativ schnell lesen, sind sie weit entfernt von leichter Kost. Genau diesen Punkt hat Anke Klapsing-Reich bei ihrem Blättern durch die fast 300 Seiten hervorgehoben. Über 30 Autoren, aus allen Stadtteilen, einige dem Grundschulalter noch nicht entwachsen sowie Senioren, die altersmäßig nicht weit entfernt sind, sich mit dem 85sten Jahrgang des Heimatkalenders zu messen, sie alle glänzen damit, Erlebtes und Gehörtes aufgeschrieben zu haben. Das Jahrbuch 2026 ist also ein Lesebuch für alle Dorstener Bürgerinnen und Bürger. Der seit Jahren stabile Preis von 10 Euro ist nun wirklich kein Grund, achtlos "am Buch" vorbeizugehen. Stattdessen es zu erwerben und/oder zu verschenken. In den nächsten Tagen werden hier nach und nach beispielhaft einige Beiträge hervorgehoben, um die Herausgeber, alle ehrenamtlich unterwegs, zu unterstützen.
Ein Rhader blättert im Jahrbuch 2026
Veröffentlicht am 12.11.2025
Gesellschaft Der 9. November und die deutsche Geschichte
Stilles Gedenken im Dorstener Jüdischen Museum
Es gibt viele deutsche geschichtsträchtige Ereignisse, die jeweils am 9. November stattfanden. Drei von ihnen sollen kurz erwähnt werden.
- 9.11.1918: Ausrufung der Republik in Deutschland. Friedrich Ebert (SPD) wird Reichskanzler.
- 9.11.1938: Die Nazis machen Jagd auf deutsche Juden und brennen Synagogen und Geschäfte nieder. In der Folge werden mehrere Millionen Menschen durch deutsche Nazis brutal ermordet.
- 9.11.1989: Die von der DDR gebaute Mauer zwischen Deutschland Ost und West fällt. Die Wiedervereinigung Deutschlands wird eingeleitet.
Wir lernen aus der Geschichte. Wirklich? Blicken wir nochmals auf den 9.11.1938. Wer vor den menschenverachtenden Taten der Nazi-Horden in unseren Städten vor 87 Jahren nicht die Augen verschließt, wird alles tun, um ein Wiederholen nicht zuzulassen. So verstehen wir Demokratie. Tatsächlich nimmt der Antisemitismus zu, jüdische Bürger unter uns verspüren wieder Angst, ausgegrenzt und gejagt zu werden. In Deutschland! Das dürfen wir nicht zulassen. Wir Demokraten müssen den neuen Rechten, die zwar jetzt bürgerliche Kleidung tragen, aber weiter glauben die besseren Menschen zu sein, die rote Karte zeigen. Ihnen müssen wir uns argumentativ entgegenstellen. Heute um 11 Uhr besteht die Möglichkeit im kleinen Garten des Dorstener jüdischen Museums an das Unrecht zu denken und den Opfern der Naziherrschaft zu gedenken.
Veröffentlicht am 09.11.2025
Gesellschaft Wenn der Dorstener Marktplatz unter Zeltplanen verschwindet …
Früher war alles besser? Mit Sicherheit nicht, aber ein offenes und öffentliches Nachdenken über bestimmte städtische Entwicklungen sollte erlaubt sein. Ist es wirklich für Dorsten und die gesamte Bevölkerung ein Gewinn, wenn statt eines vielfältigen, kleinteiligen Weihnachtsmarktes im Dezember in der guten Stube der Lippestadt gleich mehrere Großzelte aufgestellt werden, die alle Flaneure der Altstadt an den Rand drängen? Und dann bereits ab Anfang November? Muss sich die Adventszeit wirklich zu einem professionell gemanagten Groß-Event verändern? Nachdem der Tisa-Brunnen bereits weichen musste, folgen jetzt nach und nach traditionelle Veranstaltungsformate, wie das Lichterfest, das sich vom Marktplatz verabschieden musste. Sind diese Fragen bereits nörglige Miesmacherei gegenüber den professionellen Machern? Oder lohnt sich vielleicht doch mal ein offenes und öffentliches Nachdenken über die Marktplatznutzung inmitten der Stadt.
Nachdenkzeilen aus Rhade
Veröffentlicht am 08.11.2025
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