Nachrichten zum Thema Gesellschaft

Gesellschaft 3. Oktober – Tag der Deutschen Einheit

Der Text unserer Nationalhymne ist Verpflichtung

und Programm – für uns alle

 

Einigkeit und Recht und Freiheit
für das deutsche Vaterland!
Danach lasst uns alle streben,
brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit
sind des Glückes Unterpfand:
Blüh im Glanze dieses Glückes,
blühe, deutsches Vaterland!

 

Komponist: Joseph Haydn (1732-1809)
Textdichter: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

Veröffentlicht am 03.10.2019

 

Gesellschaft Für Sie gelesen: Das politische Buch

Michele Obama erzählt ihre Geschichte

 

Ein Buch nur für Frauen? Der Eindruck kann schnell entstehen, wenn nicht auch zwischen den Zeilen gelesen wird. Es ist ein sehr persönliches Buch, einfühlsam, emotional und – hochpolitisch. Michele Obama gewährt einen tiefen Einblick in das Seelenleben einer Politikerehefrau. Hin- und hergerissen zwischen eigenen Bedürfnissen und der Verantwortung für ein ganzes Land, beschreibt sie Momente des Zweifelns, der Einsamkeit und der mit den Händen zu greifenden Angst. Angst um die Sicherheit ihrer Familie. Wie ein roter Faden zieht sich aber durch das Buch mit über 500 Seiten, die Hoffnung. Die Hoffnung, dass besonders Bildung der Schlüssel für eine bessere Zukunft ist. Sie selbst, aus einfachen, aber behüteten Verhältnissen stammend, ist beeindruckendes Vorbild für die vielen Kinder, besonders Mädchen aus Familien, die bisher weder Aufmerksamkeit noch Förderung gekannt haben. Erschreckend ist, dass vieles von dem was Barack Obama trotz der unglaublichen Widerstände erreicht hat, vom Amtsnachfolger Donald Trump zerstört wird. Michele Obama nimmt auch hier „kein Blatt vor den Mund“, wenn sie im Epilog formuliert, dass sich ihr Magen umdreht, dass sie nächtelang wach liegt, denkt sie an den Rüpel im Weißen Haus, der diskriminiert, der hetzt, der Frauen beleidigt. Amerika war immer schon geografisch weit weg, nach dieser Lektüre liegt aber mehr als ein Ozean zwischen unseren Werten und denen des heutigen Amerikas.

 

Ein Buchtipp aus Rhade:

BECOMING - MEINE GESCHICHTE von Michele Obama, Goldmann Verlag

Veröffentlicht am 22.09.2019

 

Gesellschaft 70 Jahre danach: Die Verbrechen der Nazis lasten wie Blei auf Deutschland

Vergessen ist unmöglich – um Vergebung muss „täglich“ geworben werden

 

Nazi-Deutschland hat sich zwischen 1933 und 1945 nicht nur schuldig gemacht, Nazi-Deutschland hat in dieser Zeit Verbrechen begangen, die auch noch heute, 74 Jahre nach Kriegsende, schaudern lassen. Dass unsere Nachbarländer, die unter der deutschen Besatzung extrem gelitten haben, auch im Jahr 2019 Wiedergutmachung fordern, darf nicht nur formal beantwortet, sprich abgelehnt werden. Dass diese Verbrechen niemals materiell beglichen werden können, ist bei der unglaublichen Größenordnung der Vertreibung, der Morde, der Demütigung, der finanziellen Ausblutung, nachvollziehbar. Dennoch müssen wir uns der Diskussion und den Forderungen der überfallenen Staaten stellen. Heute und morgen. Das haben wir denjenigen zu verdanken, die glaubten, etwas besonderes Auserwähltes zu sein. Letztlich mündete ihre Ideologie, mit deutlicher Mehrheitsunterstützung des deutschen Volkes, in einem Desaster. Dass heute wieder Parteien in den deutschen Parlamenten sitzen, die ständig versuchen zu relativieren was war, die ständig auf der Klaviatur der einfachen Antworten spielen, macht fast sprachlos. Fast. Wir, die wir verstanden haben, dürfen nicht schweigen. Wir müssen uns dem rechten Vokabular entgegenstellen und auch neuerlichen Wiedergutmachungsforderungen, z. B. aus Polen und Griechenland, offen gegenüber verhalten. Als einfacher Bürger, wie auch als deutscher Staat. Wir Nachgeborenen haben uns nicht direkt schuldig gemacht, wir sind aber als Bürger des deutschen Staates moralisch verpflichtet, alles dafür zu tun, dass „uns“ vergeben wird. Vergessen ist unmöglich.

 

Dirk Hartwich - Sonntagsgedanken aus Rhade

Veröffentlicht am 25.08.2019

 

Gesellschaft Leuchtende Kinderaugen im vollbesetzten Carola Martius-Haus

Ferienspaß: Kasperle-Theater begeistert Jung und Alt

 

Mit nicht einmal 10 Figuren, darunter Kasper in der Hauptrolle, können 100 Kinder 40 Minuten konzentriert in Spannung gehalten und zum aktiven Mitmachen bewegt werden. Dieses spielende Kunststück, im wahrsten Sinne des Wortes, schaffte Stefan Tränkler, Chef und Puppenspieler des Hohnsteiner Theaters. Bereits mehrfach gastierte er mit seinen kleinen Handpuppen im Rahmen des Dorstener Ferienspaßes in Rhade und zog sein Publikum, von der ersten bis zur letzten Minute, in seinen Bann. Erstmals zeichneten Nicole Triptrap und Mechthild Hartwich für die Organisation verantwortlich. Beide, ehrenamtlich aktiv, waren sichtlich über den enormen Zuspruch und die Begeisterung, insbesondere der kleinen Besucher, zufrieden. „Kultur für alle“, so lautete der Anspruch der aktiven Rhaderinnen und Rhader beim Start des Kindertheaterprogramms vor über 10 Jahren. Ein Beobachter der ersten Stunde dazu: „Toll, dass auch heute weiter Anspruch und Wirklichkeit absolut übereinstimmen“. Und ergänzend: „Rhade darf sich über so viel ehrenamtliches Engagement glücklich schätzen.“

 

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 23.08.2019

 

Gesellschaft Die Menschlichkeit ertrinkt – und wir schauen zu oder weg

Angela Merkel und weitere EU-Regierungschefs werden vor dem EU-Gerichtshof verklagt

 

Seit 2014 sind im „himmelblauen“ Mittelmeer mehr als 18.000 (!) Menschen ertrunken. Fast ausschließlich Flüchtlinge. Ein griechischer Karikaturist hat die Wasserfarbe daher von blau in rot getauscht. Mehr Bitternis und Verzweiflung über das kollektive Wegsehen geht fast nicht. Nun hat ein israelischer Anwalt nach 3jähriger Recherche gehandelt und Klage gegen die EU in Den Haag eingereicht. „Es handelt sich um Verbrechen gegen die Menschlichkeit und um keine Naturkatastrophe“, so lässt sich in Kurzform seine Klage zusammenfassen. Das Besondere an der Klage ist, dass sich die EU-Regierungschefs bis heute mitschuldig machen und daher zur Verantwortung gezogen werden müssen. Sie haben die eigene Seenotrettung eingestellt und sie mit Millionenbeträgen der korrupten libyschen Küstenwache übertragen. Flüchtlinge werden so nicht gerettet, sondern in den Tod auf See geschickt oder in Lagern auf entsetzliche Art und Weise eingesperrt, gefoltert, vergewaltigt und umgebracht. Das wissen wir und schweigen trotzdem. So wie die angeklagten Regierungschefs. Ob die Klage beim Internationalen Strafgerichtshof  zugelassen wird, ist noch offen. Der israelische Rechtsanwalt hat aber mit seinem Engagement erreicht, dass die täglichen Tragödien im Mittelmeer nicht gänzlich durch Wegsehen verdrängt werden können und dürfen.

 

Eigener Bericht auf Grundlage des ZEIT - Berichts vom 1. August 2019 „Diese Politik ist ein Verbrechen“ 

 

Anmerkung: Dem griechischen Karikaturisten Michael Kountouris wurde vor ca. 3 Jahren eine bemerkenswerte Ausstellung in der Galerie Fiftyfifty, Düsseldorf gewidmet. Fiftyfifty ist eine Obdachlosenorganisation mit beeindruckendem Engagement. Sie ist absolut unterstützenswert. Siehe auch www.fiftyfifty.de  

Veröffentlicht am 07.08.2019

 

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