Nachrichten zum Thema Gesellschaft

Gesellschaft Kritische Sonntagsgedanken aus Rhade

Was kann die SPD von Freiburg lernen?

In Freiburg hat es, kommunalpolitisch gesehen, eine Sensation gegeben. Der langjährige Oberbürgermeister (Grüne) wurde abgewählt. Stattdessen schaffte es der parteilose, aber von der SPD unterstützte Kandidat Martin Horn, die Wahl zu gewinnen. In Freiburg wird ein Trend erkennbar, der die Parteien noch intensiv beschäftigen wird. Das Ansehen der „etablierten“ Parteien ist selbst auf der kommunalen Ebene im Keller. Häufig zu Unrecht, manchmal hausgemacht. In der Folge fehlen den Parteien nicht nur Mitglieder, sondern auch qualifizierte Kandidaten für öffentliche Aufgaben. Wer will, dass eine stolze Partei wie die SPD wieder mehr Licht am Horizont sieht, muss bereit sein, auch neue Wege zu gehen. Das heißt, den Blick über den Tellerrand schweifen zu lassen und auch auf Persönlichkeiten in der Stadt und dem Quartier zuzugehen, die die Werte der SPD auch ohne Parteibuch vertreten. Das sollte immer dann geschehen, wenn sich SPD-Mitglieder durch die Parteialltagsarbeit und dem damit verbundenen Ringen um den richtigen Weg, „verbrannt“ haben oder "verbrannt" wurden.  Das alleine ist noch keine Garantie für künftige Wahlerfolge, aber ein Denkmuster, das nicht von vornherein ausgeschlossen werden sollte. Die Strategieabteilungen der SPD sind gut beraten, das Freiburger Modell genau zu studieren.

Veröffentlicht am 27.05.2018

 

Gesellschaft 8. Mai 1945 – Ein Tag, den wir nicht vergessen dürfen

Vor 73 Jahren lag ganz Deutschland in Trümmern. Verantwortlich waren die Nazis, die mit ihrem Größenwahn und ihrer menschenverachtenden Ideologie zu millionenfachen Mördern wurden. Es waren die Großmächte, die dem Grauen mit militärischer Übermacht ein Ende setzten. Der frühere Bundespräsident Richard von Weizäcker hat den 8. Mai in einer vielbeachteten Rede auch zum Tag der Befreiung vom Faschismus bezeichnet. Ein ganz anderer Geschichtsblick als der bisherige, der immer von einer Niederlage sprach. Eine große Rede zum 40. Jahrestag 1985. Eine Rede, die wir kennen müssen, um nicht abzuheben. Um Politik so zu gestalten, dass sie keinen Menschen ausgrenzt, keinen diffamiert, keinen erniedrigt. Egal wie er aussieht, welche Hautfarbe er hat, an was er glaubt, wen er liebt.

Eigener Beitrag

http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Richard-von-Weizsaecker/Reden/1985/05/19850508_Rede.html

 

Veröffentlicht am 09.05.2018

 

Gesellschaft 1. Mai 2018: Solidarität, Vielfalt, Gerechtigkeit

Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Tag der Arbeit 2018

Der 1. Mai 2018, der "Tag der Arbeit", steht in diesem Jahr unter dem Motto "Solidarität, Vielfalt, Gerechtigkeit". Wir stehen für Solidarität, Vielfalt und Gerechtigkeit. Dafür kämpfen Gewerkschaften! Die Große Koalition hat sich für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einiges vorgenommen. Aber das reicht nicht. Wir wollen mehr soziale Gerechtigkeit, mehr solidarische Politik, mehr Förderung der Vielfalt. Wir werden die Bundesregierung drängen, die politischen Weichen in die richtige Richtung zu stellen: Solidarität statt gesellschaftliche Spaltung und Ausgrenzung, klare Kante gegen Rassismus und extreme Rechte.

Wir wollen, dass …

Veröffentlicht am 01.05.2018

 

Gesellschaft Die Geberkonferenzen

Nicht vergessen: Deutschland war auch schon Empfängerland

Seit Jahren erleben wir, dass nach kriegerischen Konflikten oder humanitären Katastrophen, sogenannte Geberkonferenzen am Sitz der UN oder der EU einberufen werden. So wie jetzt gerade wieder in New York. Diesmal stand Syrien über der humanitären „Spendenliste“. Statt der erwarteten 6 Milliarden Dollar, sollen es nur knapp 4 Milliarden gewesen sein, die die internationale Gemeinschaft zur Linderung der Not bereitstellen will. Deutschland ist immerhin mit 1 Milliarde als größtes Geberland dabei! Kommt das Geld da an, wo es dringend gebraucht wird? Tatsächlich klagen nämlich nicht wenige sogenannte Empfängerländer, dass es bei den Absichtserklärungen geblieben ist. Blicken wir aber noch einmal nach Syrien. Bei der genannten Geberkonferenz ging es nicht um den Wiederaufbau des Landes, sondern um die Linderung der Not vor Ort. Eine Zahl, die zum Nachdenken anregt: Um einen Bedürftigen vor Ort zu unterstützen, müssen ca. 50 Cent/Tag „in die Hand“ genommen werden. Wird aus dem Bedürftigen vor Ort ein Flüchtling in Deutschland, sind es 50 Euro/Tag. So die Aussagen der UN-Welternährungsbehörde. Wir sollten uns daran erinnern, bevor wir selbstgerecht hinterfragen ob das alles Sinn macht, dass Deutschland nach 1945 ebenfalls „Teilnehmer“ einer Geberkonferenz war. Als Empfänger!

Eine Anmerkung aus Rhade

Veröffentlicht am 27.04.2018

 

Gesellschaft Der Frieden ist der Ernstfall (Gustav Heinemann)

Regionale Konflikte drohen zu eskalieren - Wir müssen uns einmischen

Kopfschüttelnd, nachdenklich und zunehmend besorgt, verfolgen wir die Nachrichten über die Konfliktregion, Syrien, Türkei, Irak, Jemen, Iran, Saudi Arabien und Israel. Der Begriff Stellvertreterkrieg verharmlost die entstandene Lage. Es droht nämlich aus dem Regionalkonflikt ein Flächenbrand zu werden. Hier einer, der per Twitter eine „Kriegserklärung“ übermittelt, dort Desinformationsprofis, die den Begriff Wahrheit ganz neu definieren. Und dann die Zuschauer auf den „billigen“ Plätzen. Das ist die gesamte EU, aber ohne Großbritannien und Frankreich. Während sie den Raketenschulterschluss mit den USA gesucht haben, sprechen andere, darunter unsere Bundesregierung, über den Beginn einer diplomatischen Lösung. Die wird aber nicht durch Waffengewalt und Säbelrasseln erreicht, sondern nur durch vertrauensbildende Maßnahmen. Unsere gesamte Regierung, besonders aber unser Außenminister (SPD) müssen den Druck von unten, also von uns, permanent spüren, dass der Frieden der Ernstfall ist. Und das wir wollen, dass Entspannungspolitik und keine Vasallentreue mit der NATO (Partner ist auch die Türkei) im Vordergrund steht. Es steht viel auf dem Spiel. Die Lage ist wirklich ernst. Wir da unten tragen Verantwortung. Wir müssen unseren Abgeordneten und der Regierung nicht nur auf die „Finger schauen“. Wir müssen ihnen „Dampf unterm Hintern“ machen. Jetzt!

Ein Kommentar aus Rhade

Gustav Heinemann: ...

Veröffentlicht am 19.04.2018

 

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