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Nachrichten zum Thema Gesellschaft
Gesellschaft Die demokratiefeindlichen Rechten sind mitten unter uns
PKW-Autoaufkleber in Dorsten macht fassungslos
Der Autoaufkleber (Foto) zeigt, womit sich der Fahrer, ein älterer Mann, politisch identifiziert. Gesehen vorgestern in Dorsten. Nicht die Gesinnung des Unverbesserlichen macht fassungslos, sondern der „Mut“, damit öffentlich aufzutreten. Zum aktuellen Foto passt die Mitteilung der Bundesanwaltschaft, die gerade eine groß angelegte Razzia bei Mitgliedern der sogenannten Reichsbürger durchgeführt hat. Der Bundesverfassungsschutz geht davon aus, dass ca. 16.500 „Reichsbürger“ der rechtsradikalen Szene zuzuordnen sind. Und dass sie nicht harmlos ist, beweist die Zielsetzung der Ewiggestrigen: Die bundesrepublikanische Ordnung, die generell abgelehnt und bekämpft wird, soll durch ein neues System ersetzt werden, das sich an das Deutsche Kaiserreich anlehnt. Harmlos? 900 dieser Gruppierung werden als Rechtsextremisten staatlich überwacht.
Eigener Bericht. Foto privat, Informationen zur Razzia – Süddeutsche Zeitung vom 09.04.2018
Veröffentlicht am 11.04.2018
Gesellschaft Ostern – Zeit, mal innezuhalten
"Frieden ist nicht alles, ohne Frieden ist alles nichts"
Willy Brandt hat diesen Satz bereits 1981 gesagt. Und immer noch ist er hochaktuell. Und immer noch ist er Motivation, nein Pflicht, sich politisch einzumischen. Können wir wirklich nur zusehen, wenn im Jemen Hunderttausende geopfert werden, weil es nicht gelingt, die Konfliktparteien Iran und Saudi-Arabien zur Vernunft zu bringen? Können wir wirklich wegsehen, wenn die Türken die Kurden jagen, vertreiben und töten? Können wir wirklich zur Tagesordnung übergehen, wenn wir wissen, dass in Syrien mit Russlands Unterstützung Brand-, Spreng- und Giftgasbomben gegen Zivilisten eingesetzt werden? 3 Kriege, die hier nur beispielhaft für die vielen anderen Konflikte in unserer Welt genannt werden. 3 Beispiele, vor denen wir nicht resignieren dürfen. Ostern ist für die Christen ein wichtiger Zeitabschnitt, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken. Ostern ist aber auch für uns alle eine gute Gelegenheit mal innezuhalten, um Kraft, Mut und Zuversicht zu gewinnen, die Welt ein wenig besser zu machen. Die demokratischen Parteien bieten dazu viele Möglichkeiten. Und das wir an dieser Stelle die SPD Willy Brandts empfehlen, wird verständlich, wenn wir ihn nochmals zitieren. OHNE FRIEDEN IST ALLES NICHTS!
Der Osterkommentar aus Rhade
Veröffentlicht am 02.04.2018
Gesellschaft Fragen sie ihren Arzt oder Apotheker …
Alkohol gefährdet ihre Gesundheit - Genuss- oder Suchtmittel?
Lange hat es gedauert, bis die Werbung für Zigaretten verboten wurde. Der Grund: Nikotin ist die Ursache für schwere Krankheiten und früheren Tod. Erstaunlich ist, dass für Alkohol diese öffentliche Werbeeinschränkung nicht gilt. Noch nicht. Neue Studien über die Schädlichkeit des trinkbaren Rauschmittels zwingen geradezu zum Nachdenken und Handeln. So leiden in Deutschland rund 3 Millionen (!) Kinder unter der Alkoholsucht ihrer Eltern. Das ist jedes 6. Kind! „Eine schwere Gesundheitsbelastung für die Kinder suchtkranker Eltern“, so das Deutsche Institut für Sucht- und Präventivforschung an der katholischen Fachhochschule in Köln, das 3,5 Millionen Bundesbürger benennt, die an einer krankhaften Alkoholsucht leiden. Und aus Frankreich kommt die Meldung, dass regelmäßiger starker Alkoholkonsum ein entscheidender Faktor bei allen Formen frühzeitiger Demenz ist. Alkoholsucht ist eine schwere Krankheit. Beeindruckend helfen viele Selbsthilfegruppen den Menschen, die es nicht mehr schaffen, aus dem Teufelskreis der Abhängigkeit alleine herauszufinden. Parallel ist der Gesetzgeber gefragt, endlich auch die Werbung für Alkohol zu verbieten. Aber auch sogenannte Events in unserer Stadt, auf denen Alkohol im Mittelpunkt steht, sollten einfach mal selbstkritisch betrachtet werden. Fragen sie doch mal ihren Arzt oder Apotheker…
- Die Selbsthilfegruppe des Blauen Kreuzes trifft sich in der ev. Kirche, DorstenWulfen (BKE Wulfen)
- Ansprechpartner ist auch der Fachbereich der Sucht und Drogenhilfe der Caritas für Betroffene und Angehörige.
- Das BKE Wulfen trifft sich jeden Mittwoch im ev. Gemeindezentrum WulfenBarkenberg, Talaue 68, 46286 Dorsten, in der Zeit von 19:00 Uhr bis 21.00 Uhr.
- Für Angehörige gibt es noch eine zusätzliche Angehörigengruppe, die sich jeden ersten Montag im Monat ebenfalls im Gemeindezentrum zu den gleichen Zeiten trifft.
- Kontaktperson und Ansprechpartner für die Selbsthilfegruppe BKE Wulfen. BKE DorstenWulfen, Berthold John, T. 02866/4299 oder 0176 54772256, oder E-Mail ruhrstrasse104@gmx.de
- Der Fachbereich Sucht und Drogenhilfe der Caritas ist zu erreichen unter www.caritas- dorsten.de
Eigener Beitrag
Veröffentlicht am 11.03.2018
Gesellschaft Wir gedenken heute der Geschwister Scholl
Widerstand gegen Unrecht ist demokratische Pflicht
Heute vor 75 Jahren wurden 2 junge Menschen, das Geschwisterpaar Sophie und Hans Scholl zum Tode verurteilt und hingerichtet. Ihr „Verbrechen“ bestand darin, dass sie Flugblätter verfasst und verteilt haben, deren Inhalt sich gegen das Nationalsozialistische Unrechtsregime richtete. Der Richter am Volksgerichtshof Roland Freisler, auch Blutrichter genannt, hat das Urteil gefällt. Wir gedenken heute nicht nur, sondern versprechen, den Mut und die Zivilcourage der Geschwister Scholl als Vorbild zu nehmen, um energisch unsere Demokratie zu verteidigen. Ausgrenzung und Hass gegenüber Andersdenkenden, anders Aussehenden, anders Glaubenden, … dürfen bei uns keinen Platz haben. Wer jetzt zwischen den Zeilen liest, dass damit auch die rechte AfD gemeint ist, liest richtig!
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 22.02.2018
Gesellschaft Trump scheitert nicht - jetzt habe ich erst verstanden!
Davos hat mir die Augen geöffnet – Der Sonntagskommentar aus Rhade
Es waren doch nicht die strohdoofen Wähler, Abgehängten, Nationalisten und Rassisten, die Donald Trump zum Präsidenten der USA gewählt haben. Es waren abgezockte und berechnende Investoren, die sich einen Trump leisten, um noch mehr Kasse zu machen. Anfangs waren wir auf der anderen Seite des Ozeans belustigt, dann fragend, zunehmend beunruhigt und ratlos, jetzt wissen wir, Trump wird nicht scheitern. Er hat nämlich auch in Europa einflussreiche Verbündete. Es sind die Konzernchefs der größten europäischen Unternehmen, die in einer nicht für möglich gehaltenen erniedrigenden, schleimenden und verlogenen Art und Weise in den amerikanischen Präsidenten reinkrochen, dass der TV-Zuschauer, weit weg von Davos, die Nase wegen des unerträglichen Geruchs rümpfen musste. Sie haben Trump gelobt und ihm öffentlich versprochen, künftig, so wie gewünscht, in den USA mehr zu investieren und zu produzieren. Unsere Betriebs- und Aufsichtsräte, ich denke gerade an die von Siemens und SAP, die sich sicherlich auch die Augen gerieben haben, als sie ihre Chefs in Davos, links und rechts von Trump sitzend, dennoch so kriechen sahen. Wie gesagt, ich habe jetzt erst verstanden, warum Trump nicht scheitern wird – und warum Politik nicht selten als schmutziges Geschäft bezeichnet wird.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 28.01.2018
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