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Nachrichten zum Thema Allgemein
Allgemein Wie die politische Wahrnehmung beeinflusst wird - Der Sonntagskommentar
Wofür Schulz steht, wissen wir – aber wofür steht Merkel?
Legen wir mal die Parteibrille ab und versuchen zu verstehen, was in den letzten Monaten passiert ist. Martin Schulz warf seinen Hut in den Ring und wurde gefeiert. Alles lief glatt, bis einige Journalisten mit vergifteten Fragen begannen, die Stimmung zu drehen. „Eigentlich wissen wir nicht, wofür Schulz steht“. Obwohl der Kandidat vom ersten Tag seiner Kandidatur einen Fahrplan für alle Themenbereiche bis zur Bundestagswahl im September mitgeliefert hat, entwickelte diese Frage eine Eigendynamik, die begierig auch von den konkurrierenden Parteien aufgegriffen wurde. Martin Schulz geriet ohne eigene Schuld in die Defensive. Als die Umfragewerte begannen zu bröckeln, wurde nachgelegt. „Zeit für mehr Gerechtigkeit? Was heißt das denn?“ Als wenn er es nicht ständig erklärt hätte. Parallel wurde der SPD-Hoffnungsträger aus fast allen Medien verbannt, um dann süffisant zu fragen, „Wo ist eigentlich Schulz?“ Wenn lange genug auf dieser unfairen Klaviatur gespielt wird, bleibt etwas in den Köpfen hängen. Dann sind die gesunkenen Umfragewerte fast schon eine logische Folge dieser indirekten Beeinflussung durch einige Medien. Pauschale Journalistenschelte ist absolut fehl am Platz. Wer aber das gute Recht für sich beansprucht, zu kommentieren, zu kritisieren und zur Meinungsbildung beizutragen, muss sich auch Fragen nach journalistischer Fairness gefallen lassen. Um es auf den Punkt zu bringen: „Martin Schulz und die SPD können und müssen noch besser werden, aber die Maßstäbe, die an ihn und die Sozialdemokraten zur Zeit angelegt werden, sollten auch für andere Politiker und Parteien gelten. Wofür steht denn Merkel eigentlich? Reicht wirklich der Satz: „Sie kennen mich“, um kritiklos die nächste Kanzlerkandidatur zu bestreiten?
Der Sonntagskommentar aus Rhade von Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 21.05.2017
Allgemein Erleichterung im Westen – Ernüchterung im Norden – positive Erwartung in NRW
SPD sieht selbstbewusst dem Wahltag am Sonntag entgegen
Frankreich hat den Rechten die rote Karte gezeigt. Das ist gut so – und wurde allgemein erwartet. Unerwartet dagegen wurde in Schleswig-Holstein der SPD-Ministerpräsident abgewählt. Eine überflüssige, nicht wenige sagen peinliche Selbstdarstellung, kurz vor der Wahl in einer bunten Illustrierten, scheint der Auslöser für den Absturz gewesen zu sein. Nun wird am kommenden Wochenende in NRW gewählt. Gönnen wir den Konservativen ihre Freude über ihr gutes Abschneiden im Norden, zeigen wir ihnen aber selbstbewusst, dass wir in NRW keinen Grund haben, den Kopf in den Sand zu stecken. Hannelore Kraft und die SPD verdienen unser Engagement, damit NRW vorne bleibt. In Rhade, Dorsten und unserem Bundesland.
Eigener Beitrag
Veröffentlicht am 09.05.2017
Allgemein Sind die Erwartungen an Parteien und Politiker überzogen?
Sonntagsgedanken zur Landtagswahl aus Rhade
Die eingangs gestellte Frage muss klar mit JA beantwortet werden. Parteien und Politiker sind aber nicht ganz unschuldig an dieser Erwartungshaltung. Häufig wird nämlich der Eindruck vermittelt, auf alle Probleme „der Welt“ einen Lösungsweg zu kennen. Da das unrealistisch ist, bleiben Enttäuschungen nicht aus. Weniger „bunte“ Versprechungen, dafür mehr Erklärungen, wie „die Welt tickt“, und parallel dazu die ehrliche Antwort, nicht alles zu wissen, bzw. nicht alles beeinflussen zu können. Aber welcher Wähler will das hören? So werden unsere Parteien und Politiker zu Getriebenen. Ständig präsent, auf jede Frage eine Antwort, immer Optimismus verbreitend. Am nächsten Sonntag können wir mitbestimmen. Unser Rhader Appell richtet sich besonders an diejenigen Wählerinnen und Wähler, die aus vielerlei Gründen von „Politik“ enttäuscht wurden oder noch sind. Gehen Sie bitte trotzdem zur Wahl und helfen Sie mit, dass aus Erwartungen auch Ergebnisse werden. Die Rhader SPD ist zum kritischen Dialog, auch nach der Wahl, bereit.
Veröffentlicht am 07.05.2017
Allgemein Wahlkampf: Warum machen wir das?
Eine selbstkritische Betrachtung
Unübersehbar kündigen bunte Plakate an, dass bald gewählt wird. An Informationsständen werden Kugelschreiber verteilt und Argumente ausgetauscht. Die Stimmung ist in der Regel gut, schließlich will man Optimismus ausstrahlen. Neben vielen freundlichen Menschen trifft man auch immer mal wieder auf Zeitgenossen, die die Aktivitäten von Parteien und engagierten, ehrenamtlich auftretenden Staatsbürgern äußerst gering schätzen. Wenn es nur bei einem „das interessiert mich nicht“ bliebe, könnte man zur Tagesordnung übergehen. Aber offene Beleidigungen sitzen da schon tiefer. Warum mache ich das? Warum tue ich mir das (noch) an? Es gibt nur eine Antwort: Aus Verantwortung! Aus Verantwortung gegenüber unseren Kindern und den folgenden Generationen. Deswegen stelle ich mich zur Verfügung. Deshalb stehe ich heute wieder am Infostand, um für eine gerechtere Gesellschaft zu werben.
Betrachtung eines immer noch engagierten Rhader SPD-Mitglieds
Veröffentlicht am 24.04.2017
Allgemein Referendum: Was sagt die Türkische Gemeinde in Dorsten?
Eine Nachfrage aus Rhade
Die Bitte, vor einiger Zeit per Leserbrief ausgesprochen, eine demokratische Positionierung der wahlberechtigten Dorstener Türken zum Referendum zu erhalten, blieb unbeantwortet.
Jetzt, nach der Abstimmung, nennt der Vorsitzende der Türkischen Gemeinden in Deutschland, das mehrheitliche 2/3-Abstimmungsverhaltung pro Erdogan in unseren Städten, erschreckend und unverständlich. Immerhin mal eine kritische Stellungnahme. Es wäre für unser Verständnis hilfreich gewesen, wenn sie vor der Wahl so deutlich abgegeben worden wäre. Es wäre für unser Verständnis hilfreich gewesen, wenn unsere Dorstener Bürger mit türkischem Pass oder auch mit Doppelpass, die alle Vorzügen unserer Demokratie und freiheitlichen Grundordnung kennen- und sicherlich schätzen gelernt haben, ebenfalls als Verteidiger der Grundrechte in ihrem Heimatland aufgetreten wären. So werden die Wunden, die gegenüber Deutschland mit den unsäglichen Nazivergleichen und beleidigenden Attacken „geschlagen“ wurden, nicht heilen.
Veröffentlicht am 19.04.2017
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