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Nachrichten zum Thema Gesellschaft
Gesellschaft Frauen auf dem Vormarsch
Familie und Karriere – kein Widerspruch
Ob Schulleiterin, Kommunalpolitikerin, Sprecherin einer Bürgerinitiative – immer mehr Frauen, auch in Dorsten und Rhade, sind bereit, Verantwortung in vorderster Linie zu übernehmen und zu tragen. Dass das kein Zufall ist, bestätigt Klaus Hurrelmann, Bildungs- und Jugendforscher (Shell Jugendstudie) in einem Beitrag für die Wochenzeitung DIE ZEIT (25.05.2016). Seine Erkenntnisse auszugsweise in Stichworten:
- Junge Frauen schneiden inzwischen in allen Bildungs- und Ausbildungsbereichen besser ab als gleichaltrige Männer
- Sie dominieren in vielen Studiengängen, besonders auch in Medizin und Jura
- Junge Frauen (55% mit Abiturabschluss) sind selbst in den Naturwissenschaften nah dran, den studierenden männlichen Kollegen, den 1. Rang streitig zu machen
- Ihre höhere Qualifikation, ihr starkes Selbstbewusstsein werden auch zunehmend in den Führungsetagen von Unternehmen geschätzt
- Gleiche Arbeit, gleicher Lohn – auch das wird in naher Zukunft als erledigt abgehakt sein
- Ihr Markt- und Ansehenswert steigt im ehrenamtlichen und beruflichen Bereich kontinuierlich
Fazit: Ohne die starken Frauen der Generation Y, so werden die Geborenen zwischen 1985 und 2000 genannt, wäre unsere Gesellschaft deutlich ärmer. Wir (Männer) sind gut beraten, diesen positiven Trend uneingeschränkt zu fördern und unterstützend zu begleiten. In der Familie, der Firma, der Schule, der Partei – kurz: auf allen Ebenen unseres gesellschaftspolitischen Lebens.
Eigener Beitrag
Veröffentlicht am 29.05.2016
Gesellschaft Heute Weltcafe im Carola Martius-Haus
Solidarität mit Menschen auf der Flucht
Über 60 Millionen (!) Menschen sind weltweit auf der Flucht. Vor Krieg, Rassismus, Armut, Diskriminierung… Einige haben es unter teils lebensbedrohenden Bedingungen bis nach Rhade und Lembeck geschafft. Sie leben noch überwiegend in Gemeinschaftsunterkünften, einige schon in Wohnungen. Ihr Status, sprich Asylantrag, ist in der Regel noch ungeklärt. Sie haben es aber vom ersten Tag ihrer Ankunft verdient, von uns respektiert und solidarisch begleitet zu werden. Beeindruckend zeigen das Helfer aus unserer Mitte, die sich in der Flüchtlingshilfe Lembeck/Rhade engagieren. In gemütlicher Atmosphäre können wir heute ab 15 Uhr, bei Kaffee, Tee und Kuchen, dabei sein, wenn das 1. Weltcafe in Rhade seine Türen für Rhader und die zur Flucht gezwungenen Menschen in unserer Mitte, öffnet.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 08.05.2016
Gesellschaft Am kommenden Sonntag wird das 1. Rhader Weltcafe eröffnet
Gastgeber: Unsere Flüchtlingshilfe – Solidarität von Mensch zu Mensch
Die Flüchtlingshilfe Lembeck-Rhade wird künftig einmal monatlich allen interessierten Rhader Bürgerinnen und Bürgern und darüber hinaus, ob groß oder klein, jung oder älter, ein interessantes Angebot machen. „Kommen Sie ins Weltcafe Carola Martius-Haus, um in entspannter Atmosphäre etwas Spannendes zu erleben.“ Die zurzeit unter uns lebenden Flüchtlinge aus Syrien, Irak, Afghanistan, Mongolei, Marokko und anderen afrikanischen Staaten verdienen es nämlich, dass wir mit ihnen in Kontakt kommen, um zuzuhören und auch, um eigene „Schwellenängste“ und menschliche Vorbehalte abzubauen. Wie kann das funktionieren? In entspannter Atmosphäre, bei Kaffee und Kuchen, soll diese Begegnung über die jeweils eigene Lebenswelt und Kultur aufklären. Notfalls mit Händen und Füßen.
Die Flüchtlinge leiden neben den schrecklichen Fluchterlebnissen auch unter der unerträglichen täglichen Langeweile in den Flüchtlingsunterkünften, weil ihnen erst nach vielen Monaten der Antrag auf Asyl beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Dortmund ermöglicht wird. Bis dahin dürfen sie nicht arbeiten, auch ein offiziell genehmigter Spracherwerb wird nicht gefördert.
Cordula Bieling, Mitarbeiterin im Carola Martius-Haus, lädt parallel alle Kinder an diesem Nachmittag in das TOT ein, um dort verschiedene Spielmöglichkeiten wahrzunehmen.
Der Eintritt zum „Weltcafe“ sowie Kaffee und Kuchen sind selbstverständlich frei. Allerdings würde sich die Flüchtlingshilfe Lembeck-Rhade über jede Spende, für die Betreuung unserer Flüchtlinge, sehr freuen.
Wann: Am Sonntag, 8. Mai, 15 – 18 Uhr, Carola Martius-Haus, Urbanusring 17
Veröffentlicht am 02.05.2016
Gesellschaft Geschichte des 1. Mai: Vom Kampftag zum Feiertag
Born in the USA
Zum 100. Jahrestag des Sturms auf die Bastille trafen sich am 14. Juli 1889 400 Delegierte sozialistischer Parteien und Gewerkschaften aus zahlreichen Ländern zu einem internationalen Kongress in Paris. Die Versammelten produzierten, wie auf Kongressen auch damals schon üblich, eine Menge bedruckten Papiers, darunter eine Resolution des Franzosen Raymond Felix Lavigne, in der es hieß: "Es ist für einen bestimmten Zeitpunkt eine große internationale Manifestation zu organisieren, und zwar dergestalt, dass gleichzeitig in allen Städten an einem bestimmten Tage die Arbeiter an die öffentlichen Gewalten die Forderung richten, den Arbeitstag auf acht Stunden festzusetzen (...). In Anbetracht der Tatsache, dass eine solche Kundgebung bereits von dem amerikanischen Arbeiterbund (...) für den 1. Mai 1890 beschlossen worden ist, wird dieser Zeitpunkt als Tag der internationalen Kundgebung angenommen." Zunächst war keine Rede von einer Wiederholung oder gar einer Institutionalisierung als Feiertag. Es schien aber wie ein stillschweigendes Übereinkommen, dass die Arbeiterbewegungen der meisten Länder davon gleichwohl ausgingen. Wieso entschieden sich die amerikanischen Gewerkschaften für den 1. Mai?
Arbeitszeitverkürzung
Die Vorgeschichte begann zum Ende des Bürgerkriegs 1865, als die amerikanischen Gewerkschaften erstmals die Forderung nach der Einführung des Acht-Stunden-Tags erhoben. Bis in die 1860er Jahre galten in den meisten US-Betrieben Arbeitszeiten von elf bis 13 Stunden, erst dann konnten sie den Zehn-Stunden-Tag als Regelarbeitszeit durchsetzen. Es sollten weitere beinahe zwanzig Jahre vergehen, bis sie 1884 die allgemeine und verbindliche Durchsetzung einer täglich achtstündigen Arbeitszeit in Angriff nahmen. Sie beschlossen, am 1. Mai 1886 dafür einen ...
Veröffentlicht am 01.05.2016
Gesellschaft Panama-Papers - Reich, superreich, gierig
Wenn ein Briefkasten erzählt
„Eigentlich bin ich ganz unscheinbar. Ich bestehe aus einer Einwurfklappe und einem kleinen Auffangbehälter dahinter. Der Name meines Briefkastens sagt nur den Menschen etwas, die nie öffentlich auftauchen. Obwohl ich in fantastischer Umgebung auf einer verwunschenen Insel irgendwo in der weiten Welt in einem unscheinbaren Gebäude eingebaut wurde, kommt bei mir nie oder selten Post an. Es gibt auch keinen Klingelknopf, um nachzufragen. Aber ich bin wichtig und ungemein wertvoll. Ich vertusche nämlich illegale Geldströme von Einflussreichen und Superreichen. Obwohl die eigentlich schon genug haben, sind sie gierig. Sie wollen einfach nicht mit den normalen Menschen, die für ihre Einnahmen Steuern entrichten, damit davon Bildung, Gesundheit, Infrastruktur … bezahlt wird, in einen Topf geworfen werden. Sie wollen nicht teilen. Sie wollen schlicht den Staat „bescheißen“. Pardon, ein Wort, das mir so rausgerutscht ist. Jetzt haben Presseleute, die auch als 4. Gewalt eines demokratischen Staates bezeichnet werden, das Geheimnis unserer Briefkastenkommune öffentlich gemacht. Nicht nur unsere Eigentümer sind darüber sauer, auch wir Briefkästen sorgen uns um unsere Zukunft. Aber vielleicht ist es gut, dass jetzt alles rauskommt. Wir Briefkästen konnten nämlich, ganz im Gegenteil zu unseren Eigentümern, in letzter Zeit nicht mehr ruhig schlafen. Sicherlich wird es für uns eine Auffang- und Umschulungsgesellschaft geben. Vom Steuerzahler finanziert. Ist doch klar. In diesem Sinne blicken wir „Schlitzohren“ der Zukunft hoffnungsvoll entgegen“.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 05.04.2016
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