Nachrichten zum Thema Allgemein

Allgemein KRIEG!

Diplomatie war gestern - Ein persönlicher Kommentar

Während europäische Außenminister verzweifelt versuchen, den Iran zum Einlenken zu bewegen, um die Eskalation der militärischen Auseinandersetzungen in Nahost einzudämmen, kommentiert der US-Präsident, dass das nichts bringt. Und nur 24 Stunden später schickt er seine Bomber in den Iran. Aus den genannten militärischen Auseinandersetzungen ist ein Krieg geworden. Noch regional begrenzt, aber mit Potenzial, weltweit auszuufern. Und wir in Deutschland sind (fast) schon mittendrin. Putins Russland droht im Osten. Seine Aussage, dass das Land, das von einem russischer Soldaten erreicht werde, dann Russland gehöre, ist ernst zu nehmen. Wir rüsten dramatisch auf, um als Nato-Mitglied auf den möglichen Ernstfall vorbereitet zu sein. Die Vereinten Nationen, eigentlich der hohen Kunst der Diplomatie verpflichtet, werden seit Jahren von nicht wenigen Akteuren als Propagandatribüne für ihre egoistischen, kriegerischen Ziele missbraucht. Kurz, wir blicken sehenden Auges in die bevorstehende Katastrophe. Zuviel Pessimismus? Wer die Augen nicht verschließt und 1 und 1 zusammenzählen kann, kommt aktuell nicht umhin, sich auf den nicht für möglich gehaltenen Katastrophenfall, Weltkrieg genannt, gedanklich vorzubereiten. Der Rhader Appell lautet: Give peace a chance! Oder in deutsch: Lasst Diplomaten sprechen, nicht Waffen!

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 23.06.2025

 

Allgemein Ziemlich beste Freunde

Was haben Putins Koch Prigoschin und Trumps Geldspender Musk gemeinsam?

Beide waren mal ganz oben auf der Anerkennungsskala ihrer Präsidenten in Russland und den Vereinigten Staaten. Dann ist ihnen der Erfolg zu Kopf gestiegen. Obwohl sie sich vermutlich nicht kannten, fühlten sich beide zunehmend ihren "Vorgesetzten" überlegen. Die waren nicht gerade amüsiert, hatten sie doch den Aufstieg der Schmeichler von unten durch Teilhabe an der Macht entscheidend begünstigt. Wie so häufig im realen Leben, konnten die so ausgezeichneten damit nicht umgehen. Sie mutierten von speichelleckenden Unterstützern der genannten Präsidenten, zu erbitterten Gegnern und vergaßen ihr eigenständig aufgestelltes Motto: „Wess‘ Brot ich ess‘, dess‘ Lied ich sing“. Ihr Fehler war, den längeren Hebel der Machthaber, pardon, der Präsidenten in Russland und USA übersehen zu haben. Als ihnen ihre Fehleinschätzung bewusst wurde, krochen sie ihren Brötchengebern zu Kreuze. Diese zeigten sich nach außen großherzig, um innen  Rache zu üben. Von Prigoschin wissen wir, dass er kurze Zeit später mit seinem Flugzeug "zufällig" abstürzte. Von Musk wissen wir, dass er bemannte Raketen über alles liebt. Ob er demnächst persönlich zu einem Testflug in den Himmel steigt, wissen wir nicht. Das Schicksal von Prigoschin wird ihm inzwischen aber bekannt sein.

Nicht ganz ausgegorene Verschwörungstheorien aus Rhade

Veröffentlicht am 19.06.2025

 

Allgemein Für Sie gelesen: Herr und Hund von Thomas Mann

Gestern haben wir den politischen Thomas Mann, der vor 150 Jahren geboren wurde, als politischen Menschen und vorbildlichen Demokraten gewürdigt. Heute soll für ein kleines Buch von ihm geworben werden, das den oben genannten Titel trägt. Die Erzählung über eine Freundschaft, die sich zwischen Herr und Hund entwickelt, nimmt die Leser von der ersten Seite an gefangen. „Bauschan“, so der Name des treuen Begleiters, scheint seinem Herrn alle Wünsche des Miteinanders von der Stirn ablesen zu können. Wer die Ich-Erzählung beginnt zu lesen, legt das Buch nicht mehr aus der Hand. Alle Leser, die einen Vierbeiner besitzen, werden begeistert die Parallelen erkennen, die sich in ihrer Beziehung zwischen „Herr oder Frau und Hund“ täglich zeigen. Und diejenigen, die (bisher) glaubten, ohne Hund ein erfülltes Leben führen zu können, werden ins Nachdenken kommen.

Rhader Werbung für ein besonders Buch, das im Handel für 13 Euro angeboten wird

Veröffentlicht am 08.06.2025

 

Allgemein In eigener Sache

Um seriös mitreden zu können, ist Wissen unverzichtbar. Egal ob über Fußball gefachsimpelt wird, gesundes Leben, politische Zusammenhänge oder auch über das weite Feld des Klimaschutzes,  entscheidend ist, woher unsere Informationen stammen und ob sie einer Nachprüfung standhalten. Das, was so selbstverständlich klingt, scheint nur noch für eine Minderheit der Gesellschaft zu gelten. Das ist fatal, weil mit Halb- und Nichtwissen in kürzester Zeit ganze Bevölkerungsgruppen manipuliert werden können. Wer jetzt vermutet, dass bei dieser Bewertung auch der amerikanische Präsident eine Rolle spielen könnte, liegt nicht falsch. Diese Internetseite, die seit Jahren täglich aktualisiert wird, will alle Leser dabei unterstützen, sich gegen den Trend der Gleichgültigkeit zu positionieren. Manchmal helfen dabei kurze Zitate mehr, als ein inhaltsschwerer Text. Im letzten Monat begleitete uns das Franziskus-Papstwort: "Um wirklich zu leben, kann man nicht sitzen bleiben. Leben heißt immer: sich in Bewegung setzen, auf den Weg machen, träumen, planen, offen für die Zukunft sein." Im Juni, siehe rechte Spalte, soll uns Richard von Weizsäcker, ehemaliger Bundespräsident, motivieren, zu verstehen:
„Der Mensch braucht die Natur, die Natur den Menschen nicht. Der Mensch ist Teil der Natur, er ist ihr nicht übergeordnet. Erst wenn er das begreift, hat er eine Überlebenschance.“

Veröffentlicht am 02.06.2025

 

Allgemein Für Sie gelesen: Begegnungen mit Tisa von der Schulenburg

Eine Entdeckungsreise

Viele Dorstener Persönlichkeiten, die in der Lippestadt wirkten, sind bereits vergessen. Schwester Paula macht da eine Ausnahme. Sie ist eine Ausnahmeerscheinung. Ein neues Buch, herausgegeben von Erika Reichert und Edelgard Moers, bestätigt das auf 150 bestens gestalteten und reich bebilderten Seiten. Trotz der vielen vorliegenden Publikationen von und über Tisa von der Schulenburg, die nach ihrem Eintritt in das Dorstener Ursulinen-Kloster den Namen Schwester Paula trug, wird der aufmerksame Leser wieder neue Erkenntnisse über eine starke Frau gewinnen. Wenn 25 Autorinnen und Autoren sich an ihre Begegnungen zu unterschiedlichen Zeiten mit Tisa erinnern, werden alle Stationen ihres abenteuerlichen, mit vielen Brüchen versehenen Lebens aufgeblättert. Nicht voyeuristisch, eher hinterfragend, verständnisvoll, letztlich bewundernd. Es ist unmöglich, hier in wenigen Zeilen aufzuzeigen, aus welchem Blickwinkel Schwester Paula in dem neuen Buch von den Autoren betrachtet und beschrieben wird. Bemerkenswert ist, dass auch junge Menschen in beschriebenen Schulprojekten lebendige Geschichte am Beispiel einer ungewöhnlichen Dorstener Künstlerin und Nonne erarbeitet haben. Die Herausgeberinnen Erika Reichert und Edelgard Moers haben mit diesem neuen „Tisa-Buch“ eine Lücke im Wissen um Schwester Paula geschlossen. Vielleicht bieten die 5 Vornamen der beschriebenen Persönlichkeit einen weiteren Anlass, sie in Lebensabschnitte einzuordnen. Elisabeth, die Adlige - Mary, die Engländerin - Caroline, die ausgelassene Berlinerin - Veronika, die Verunsicherte - Margarethe, die Nachdenkliche - Schwester Paula, die Angekommene.

Dirk Hartwich

(Das Buch kann u. a. in der Stadtagentur Dorsten erworben werden)

Veröffentlicht am 12.05.2025

 

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