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Nachrichten zum Thema Gesellschaft
Gesellschaft Heute Weltcafe im Carola Martius-Haus
Solidarität mit Menschen auf der Flucht
Über 60 Millionen (!) Menschen sind weltweit auf der Flucht. Vor Krieg, Rassismus, Armut, Diskriminierung… Einige haben es unter teils lebensbedrohenden Bedingungen bis nach Rhade und Lembeck geschafft. Sie leben noch überwiegend in Gemeinschaftsunterkünften, einige schon in Wohnungen. Ihr Status, sprich Asylantrag, ist in der Regel noch ungeklärt. Sie haben es aber vom ersten Tag ihrer Ankunft verdient, von uns respektiert und solidarisch begleitet zu werden. Beeindruckend zeigen das Helfer aus unserer Mitte, die sich in der Flüchtlingshilfe Lembeck/Rhade engagieren. In gemütlicher Atmosphäre können wir heute ab 15 Uhr, bei Kaffee, Tee und Kuchen, dabei sein, wenn das 1. Weltcafe in Rhade seine Türen für Rhader und die zur Flucht gezwungenen Menschen in unserer Mitte, öffnet.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 08.05.2016
Gesellschaft Am kommenden Sonntag wird das 1. Rhader Weltcafe eröffnet
Gastgeber: Unsere Flüchtlingshilfe – Solidarität von Mensch zu Mensch
Die Flüchtlingshilfe Lembeck-Rhade wird künftig einmal monatlich allen interessierten Rhader Bürgerinnen und Bürgern und darüber hinaus, ob groß oder klein, jung oder älter, ein interessantes Angebot machen. „Kommen Sie ins Weltcafe Carola Martius-Haus, um in entspannter Atmosphäre etwas Spannendes zu erleben.“ Die zurzeit unter uns lebenden Flüchtlinge aus Syrien, Irak, Afghanistan, Mongolei, Marokko und anderen afrikanischen Staaten verdienen es nämlich, dass wir mit ihnen in Kontakt kommen, um zuzuhören und auch, um eigene „Schwellenängste“ und menschliche Vorbehalte abzubauen. Wie kann das funktionieren? In entspannter Atmosphäre, bei Kaffee und Kuchen, soll diese Begegnung über die jeweils eigene Lebenswelt und Kultur aufklären. Notfalls mit Händen und Füßen.
Die Flüchtlinge leiden neben den schrecklichen Fluchterlebnissen auch unter der unerträglichen täglichen Langeweile in den Flüchtlingsunterkünften, weil ihnen erst nach vielen Monaten der Antrag auf Asyl beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Dortmund ermöglicht wird. Bis dahin dürfen sie nicht arbeiten, auch ein offiziell genehmigter Spracherwerb wird nicht gefördert.
Cordula Bieling, Mitarbeiterin im Carola Martius-Haus, lädt parallel alle Kinder an diesem Nachmittag in das TOT ein, um dort verschiedene Spielmöglichkeiten wahrzunehmen.
Der Eintritt zum „Weltcafe“ sowie Kaffee und Kuchen sind selbstverständlich frei. Allerdings würde sich die Flüchtlingshilfe Lembeck-Rhade über jede Spende, für die Betreuung unserer Flüchtlinge, sehr freuen.
Wann: Am Sonntag, 8. Mai, 15 – 18 Uhr, Carola Martius-Haus, Urbanusring 17
Veröffentlicht am 02.05.2016
Gesellschaft Geschichte des 1. Mai: Vom Kampftag zum Feiertag
Born in the USA
Zum 100. Jahrestag des Sturms auf die Bastille trafen sich am 14. Juli 1889 400 Delegierte sozialistischer Parteien und Gewerkschaften aus zahlreichen Ländern zu einem internationalen Kongress in Paris. Die Versammelten produzierten, wie auf Kongressen auch damals schon üblich, eine Menge bedruckten Papiers, darunter eine Resolution des Franzosen Raymond Felix Lavigne, in der es hieß: "Es ist für einen bestimmten Zeitpunkt eine große internationale Manifestation zu organisieren, und zwar dergestalt, dass gleichzeitig in allen Städten an einem bestimmten Tage die Arbeiter an die öffentlichen Gewalten die Forderung richten, den Arbeitstag auf acht Stunden festzusetzen (...). In Anbetracht der Tatsache, dass eine solche Kundgebung bereits von dem amerikanischen Arbeiterbund (...) für den 1. Mai 1890 beschlossen worden ist, wird dieser Zeitpunkt als Tag der internationalen Kundgebung angenommen." Zunächst war keine Rede von einer Wiederholung oder gar einer Institutionalisierung als Feiertag. Es schien aber wie ein stillschweigendes Übereinkommen, dass die Arbeiterbewegungen der meisten Länder davon gleichwohl ausgingen. Wieso entschieden sich die amerikanischen Gewerkschaften für den 1. Mai?
Arbeitszeitverkürzung
Die Vorgeschichte begann zum Ende des Bürgerkriegs 1865, als die amerikanischen Gewerkschaften erstmals die Forderung nach der Einführung des Acht-Stunden-Tags erhoben. Bis in die 1860er Jahre galten in den meisten US-Betrieben Arbeitszeiten von elf bis 13 Stunden, erst dann konnten sie den Zehn-Stunden-Tag als Regelarbeitszeit durchsetzen. Es sollten weitere beinahe zwanzig Jahre vergehen, bis sie 1884 die allgemeine und verbindliche Durchsetzung einer täglich achtstündigen Arbeitszeit in Angriff nahmen. Sie beschlossen, am 1. Mai 1886 dafür einen ...
Veröffentlicht am 01.05.2016
Gesellschaft Panama-Papers - Reich, superreich, gierig
Wenn ein Briefkasten erzählt
„Eigentlich bin ich ganz unscheinbar. Ich bestehe aus einer Einwurfklappe und einem kleinen Auffangbehälter dahinter. Der Name meines Briefkastens sagt nur den Menschen etwas, die nie öffentlich auftauchen. Obwohl ich in fantastischer Umgebung auf einer verwunschenen Insel irgendwo in der weiten Welt in einem unscheinbaren Gebäude eingebaut wurde, kommt bei mir nie oder selten Post an. Es gibt auch keinen Klingelknopf, um nachzufragen. Aber ich bin wichtig und ungemein wertvoll. Ich vertusche nämlich illegale Geldströme von Einflussreichen und Superreichen. Obwohl die eigentlich schon genug haben, sind sie gierig. Sie wollen einfach nicht mit den normalen Menschen, die für ihre Einnahmen Steuern entrichten, damit davon Bildung, Gesundheit, Infrastruktur … bezahlt wird, in einen Topf geworfen werden. Sie wollen nicht teilen. Sie wollen schlicht den Staat „bescheißen“. Pardon, ein Wort, das mir so rausgerutscht ist. Jetzt haben Presseleute, die auch als 4. Gewalt eines demokratischen Staates bezeichnet werden, das Geheimnis unserer Briefkastenkommune öffentlich gemacht. Nicht nur unsere Eigentümer sind darüber sauer, auch wir Briefkästen sorgen uns um unsere Zukunft. Aber vielleicht ist es gut, dass jetzt alles rauskommt. Wir Briefkästen konnten nämlich, ganz im Gegenteil zu unseren Eigentümern, in letzter Zeit nicht mehr ruhig schlafen. Sicherlich wird es für uns eine Auffang- und Umschulungsgesellschaft geben. Vom Steuerzahler finanziert. Ist doch klar. In diesem Sinne blicken wir „Schlitzohren“ der Zukunft hoffnungsvoll entgegen“.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 05.04.2016
Gesellschaft Ostern 2016: Norbert Blüm – Ich lebe in finsteren Zeiten
Ein erschütternder Bericht aus Idomeni
Er ist 80. Ein Urgestein der CDU. Norbert Blüm. Der frühere Arbeits- und Sozialminister, „die Rente ist sicher“, setzt sich nicht zur Ruhe, kommt nicht zur Ruhe. Jetzt hat er eine Nacht im Zelt, Regen und Schlamm zugebracht, um auf das Schicksal der gestrandeten Flüchtlinge auf der geschlossenen Balkanroute aufmerksam zu machen. Sein Bericht in der ZEIT ist erschütternd, offen und eine Abrechnung über die Regierenden im Warmen. Einige Zitate in kurzen Auszügen:
- Orban, der ungarische Türschließer, Österreichs Kanzler Faymann und seine Innenministerin - alles Typen aus der Eiszeit. Weder christlich noch sozial …
- Die Polen wollten nichts sehnlicher, als den Eisernen Vorhang zu durchbrechen. Heute sahnen sie europäische Subventionen ab und sperren Menschen aus. Trittbrettfahrer …
- Die Nachfahren der alten K. u. K.- Monarchie bilden unter Führung von Österreich/Ungarn den neuen Ostblock …
- 28 ausgewachsene Regierungschefs können 2 Tage und Nächte darüber beraten, wie sie die Briten bei Laune halten, damit sie nicht die EU verlassen …
- Wo sind eigentlich die arabischen Brüder der Flüchtlinge?
- Mir stehen die Leute aus Idomeni näher als die Klugscheißer aus Deutschland.
Eigener Bericht, Grundlage ZEIT, Nr. 14, 23.März 2016 „Ich will euch Nachricht geben“
Veröffentlicht am 28.03.2016
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