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Nachrichten zum Thema Gesellschaft
Gesellschaft 27. Januar: Holocaust-Gedenktag
Wir dürfen nicht vergessen
Vor 71 Jahren endete der 2. Weltkrieg. Das ganze Ausmaß der Katastrophe, von Hitler-Deutschland ausgehend, brennt sich in unser Gedächtnis ein. Menschen, die einen anderen Glauben hatten, Menschen, die anders waren, Menschen, die nicht so wollten wie die selbsternannten „Herrenmenschen“, wurden grausam umgebracht. Alles vergessen? Vergessen, wenn schon wieder „Ungläubige“ barbarisch ausgelöscht werden? Nein, der 27. Januar, von der UN zum Holocaust-Gedenktag ausgerufen, muss uns weltweit mahnen, endlich aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Deshalb denken wir heute, auch in Dorsten an die Verbrechen, die unter unseren Augen, unseren jüdischen Bürgern, in unserer Stadt angetan wurden: Demütigung – Verfolgung – Ermordung!
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 26.01.2016
Gesellschaft Schwer zu ertragen – Soziale Ungleichheit auf dem Höhepunkt
62 Superreichen stehen 3,5 Milliarden Arme gegenüber
Oxfam, eine sehr angesehene, seriöse englische Hilfsorganisation schlägt Alarm. Die Weltöffentlichkeit zeigt sich schockiert. Zumindest kurzfristig. Nach einer Studie verfügen nur 62 Superreiche über ein Vermögen, das dem entspricht, was die Hälfte der armen Menschheit weltweit gerade zum (Über)Leben zur Verfügung hat. Da hilft keine Sternsinger-Aktion, da helfen keine Spenden von so genannten Gutmenschen (Unwort des Jahres), da hilft nur kompromisslose Steuerpolitik weltweit und untereinander abgestimmt. Ob sich nach der großen, ersten Empörung etwas ändert? Nach der weltweiten Aufmerksamkeit, die die Studie erzielt hat, sollte man die Hoffnung nicht ganz aufgeben und unsere Politiker immer wieder daran erinnern, mehr als bisher dafür zu tun, dass die soziale Ungleichheit abgebaut wird. Auf dem jetzt beginnenden Weltwirtschaftsforum in Davos, dem Treffpunkt der Reichen und Einflussreichen, wäre eine gute Gelegenheit, die Wende einzuläuten.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 21.01.2016
Gesellschaft Wenn Märchen auf Realität trifft
Eine Begegnung in der Kälte
Sonntagabend. Es ist lausig kalt. Gut gekleidete Theaterbesucher strömen ins Essener Colosseum. Schwanensee. Musik von Peter Tschaikowski. Ballett aus St. Petersburg. Hochkultur. Eintrittspreis 50 Euro und mehr. Drinnen ein fantastisches Märchen. Draußen die bittere Realität in Person eines freundlichen Zeitungsverkäufers. „Guten Abend, viel Spaß“, so die wirklich nette Begrüßung, verbunden mit der Bitte, die Straßenzeitung fiftyfifty für 1,90 Euro zu kaufen. Es sind sehr wenige Besucher, die ein Herz für den frierenden Verkäufer und den Anspruch von fiftyfifty zeigen, nämlich „Obdachlose von der Straße zu lesen“. Dabei lohnt sich das Lesen dieser anspruchvollen, informativen und gesellschaftskritischen Straßenzeitung allemal. Zum Abschluss die Bitte: Künftig dem fiftyfifty-Straßenverkäufer eine Zeitung abzukaufen und sich über www.fiftyfifty-galerie.de zu informieren. DANKE!
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 20.01.2016
Gesellschaft Die Luft wird dünner - Mut zur Wahrheit
Fluchtbewegung wird die "reichen" Länder verändern
Ob wir wollen oder nicht, die Fluchtbewegung von arm nach reich wird sich nicht aufhalten lassen. Die Globalisierung, die uns Reichtum und Wohlstand (Exportweltmeister) gebracht hat, hat in anderen Ländern zu Verarmung und Elend geführt. Mit unseren Waffen werden Kriege geführt und Menschen zur Flucht animiert. Mit unseren überschüssigen Waren werden Märkte in anderen Ländern zerstört und Menschen zur Flucht animiert. Die Politik, egal mit welcher Farbe, egal in welchem "reichen" Land, kann nur noch als Reparaturbetrieb agieren. Ändern wird sie an der modernen Völkerwanderung nichts. Es sei denn, wir wären bereit zu teilen. Es sei denn, wir wären bereit unsere Wirtschaftsordnung so umzustellen, dass nicht nur der deutsche Landwirt, sondern auch der Gemüsebauer in Afrika leben und überleben kann. Da das nicht abzusehen ist, werden wir auch in Rhade als ehrenamtlicher Reparaturbetrieb der Globalisierung benötigt. Alternativlos!
Ein Kommentar aus Rhade
Veröffentlicht am 15.01.2016
Gesellschaft Rhade wird bunter – Flüchtlinge werden zu Nachbarn
Flüchtlinge 1: Bürgerinformation am 25. Januar in St. Urbanus, 19.30 Uhr: Wohn- und Lebensraum im Michaelisstift, Rhade und Lembeck
Im Januar 2016 werden neue Flüchtlinge im Michaelisstift an der Rhader Straße untergebracht. Aber nicht nur dort, sondern auch in unserer Nachbarschaft. Damit das Neben- und Miteinander funktioniert, müssen „alle an einem Strang ziehen“. Die Informationsveranstaltung ist als Auftakt der folgenden, wichtigen, langfristigen Integrationsaufgabe einzuordnen. Klar, dass wir Rhader dabei sind.
Flüchtlinge 2: Dass Erstaufnahmestätten wie Laurentiusschule und Michaelisstift nur Provisorien sind, leuchtet ein. Menschen mit Bleibeperspektive müssen in Wohnungen in unserer Nachbarschaft leben können, um integriert zu werden. Wichtigster Grundsatz: Nicht an einer Stelle, sondern über den ganzen Stadtteil verteilt! Eine wichtige Anregung für die oben genannte Bürgerinformation. Und dass professionelle und ehrenamtliche Betreuung in den Anfangsmonaten dazugehört, versteht sich von selbst.
Flüchtlinge 3: Nicht in Sachsen oder einem anderen Teil Deutschlands, nein, in unserer direkten Nachbargemeinde Raesfeld kam es jetzt zu einem widerlichen, feigen Brandanschlag in einer vorgesehenen Flüchtlingsunterkunft. Das ist ein Verbrechen! Das muss verfolgt und aufgeklärt werden! Dabei müssen wir alle mithelfen! Wehret den Anfängen!
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 13.01.2016
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