Nachrichten zum Thema Allgemein

Allgemein Atomausstieg: Energiekonzerne werden entschädigt

Forderung gegen Forderung verrechnen!

Es geht nicht um Peanuts. Es geht um Millionen oder Milliarden Euro. Die deutschen Energiekonzerne haben erfolgreich vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt, um wegen des Atomausstiegs, Entschädigungszahlungen zu erstreiten. Interessant dabei ist, dass erst vor kurzer Zeit die gleichen Konzerne bei den anstehenden Endlagerkosten, den sogenannten Ewigkeitskosten, entschieden entlastet wurden. Diese Milliarden, die die Betreiber nach dem Verursacherprinzip hätten alleine stemmen müssen, übernehmen jetzt die Steuerzahler. Warum, so fragen kritische Beobachter, wurde die eine Vereinbarung nicht mit der anderen bereits im Vorfeld und auf dem Verhandlungsweg verrechnet? Dann hätte kein Gericht entscheiden müssen. Jetzt sieht es so aus, als wenn der Steuerzahler insgesamt 3-fach die friedliche Nutzung der Kernenergie bezahlt hätte, bzw. bezahlen muss:

  1. Bei der milliardenschweren Anschubfinanzierung
  2. Bei der Übernahme der milliardenschweren Endlagerkosten
  3. Bei der jetzt erstrittenen Entschädigungszahlung, deren Höhe noch festgelegt werden muss.

Fazit: „Gewinne privatisieren – Verluste sozialisieren“?  Das geht gar nicht. Eigentlich.

Ein Zwischenruf aus Rhade

 

Veröffentlicht am 09.12.2016

 

Ein Zirkus mit Vorbildcharakter - hier Mitmachzirkus vor der Rhader Urbanusschule Allgemein Tiere gehen immer?

SPD Dorsten setzt Zeichen für Tier- und Artenschutz

Ein Erfolgsgeheimnis der TV-Macher lautet: „Tiere gehen immer“. Die zahlreichen Beiträge über „Panda und Co“ drehen sich um Geschichten aus unseren zoologischen Gärten. Jetzt hat die SPD-Fraktion, und ihr stellv. Vors. Michael Baune angemerkt, dass es aber auch Tierhalter gibt, die nicht unter die Kategorie „bester Tier- und Artenschutz“ fallen. Gemeint sind Wander-Zirkusse, die zwar seltener als früher, aber immer noch oft genug, exotische Tiere auf ihrer Reise von Marktplatz zu Marktplatz mitführen und zur Schau stellen. Enge Käfige, kaum Auslauf zeugen tatsächlich von nicht artgerechter Haltung. Der Dorstener Stadtrat wird daher in Kürze über den SPD-Antrag entscheiden, der vorsieht, allen Zirkussen, die ihre Zelte in Dorsten aufschlagen wollen, die Auflage zu machen, „aber ohne Zurschaustellung von Tieren“. Die Initiative der SPD deckt sich übrigens mit der Mehrheitsmeinung der Dorstener Bevölkerung, so eine Umfrage der DZ.

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 02.12.2016

 

Allgemein Donald Trump und seine unerklärlichen Widersprüche

Die Unehrlichkeit in der Politik hat ein Gesicht und einen Namen

2009. Vor dem Klimagipfel in Kopenhagen erschien ganzseitig der folgende Appell wichtiger Persönlichkeiten in der New York Times, Adressat war Barack Obama, Präsident der USA:

„Wir unterstützen ihre Bemühungen um sinnvolle und effektive Maßnahmen zur Begrenzung des Klimawandels – einer unmittelbaren Herausforderung für die Vereinigten Staaten und die Welt. Bitte schieben sie die Erde nicht vor sich her!“

Ein Unterzeichner: Donald J. Trump. Bei Donald J. Trump handelt es sich um die gleiche Person, die jetzt den dramatischen Klimawandel leugnet und bald neuer US-Präsident ist. Noch Fragen?

Eigener Bericht, Quelle ZEIT, Nr.49, Ressort Wissen, 24.11.2016

Veröffentlicht am 30.11.2016

 

Allgemein Was kommt nun auf Dorsten zu?

Meldung über marodes Rathaus wirft Fragen auf und lässt Köpfe rauchen

Was ist denn da los? Das Rathaus bricht bald zusammen? Oder brennt es vorher ab? So zumindest kann der Samstag-Zeitungsartikel über einen Sanierungsfall der besonderen Art interpretiert werden. Die Deckenkonstruktion nicht mehr tragfähig, der Brandschutz nicht zeitgemäß. Es kommt aber noch schlimmer. Die Fenster müssen raus, die Wände schreien nach neuer Isolierung und frischer Farbe. Und die Toiletten erfüllen nicht mehr den neuesten Stand der Technik. 60 Jahre wurde hinter den Verwaltungsmauern der Lippestadt intensiv gearbeitet und nachgedacht. Da ist Abnutzung normal. Und nicht wenige haben das Rathaus schlauer verlassen als beim Betreten. Kurzum: Da bleiben eigentlich nur noch Abriss und Neubau. Erfahrung, wie man so etwas macht, konnte man beim Lippetorcenter, das nicht annähernd 60 Jahre alt wurde, gewinnen. Jetzt bleibt nur noch das kleine Problem der Finanzierung. „Wir schaffen das“! Und die Auslagerung des Personals während der Erneuerungsphase? „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“, so etwas salopp ein Vorschlag aus der Bürgerschaft. Warten wir mal ab, was sich in den nächsten Monaten tut. Als vorläufiges Fazit bleibt: Ohne eine weitere Großbaustelle wäre Dorsten viel ärmer.

Ein nicht ganz ernst gemeinter Kommentar aus Rhade

Veröffentlicht am 27.11.2016

 

Allgemein Der Buchtipp des Monats: Heimatkalender 2017

Geschichten und Geschichte von unten

Langweilige Routine kommt nicht auf. Obwohl jetzt bereits der 76. Jahrgang des Heimatkalenders der Herrlichkeit Lembeck und der Stadt Dorsten präsentiert wurde. Es ist in jedem Jahr spannend und hochinteressant, dabei zu sein und zu hören (und sehen), was die vielen Autoren ihrer Leserschaft an Geschichten und Geschichte diesmal zu bieten haben. Und was sich auf den über 300 Seiten findet, ist absolut lesenswert. Das Inhaltsverzeichnis verrät eine gelungene Mischung aus Gedichten, Fotos, Zeitgeschehen, Geschichte, Natur und Umwelt, literarischen Texten, Brauchtum und interessanten Begebenheiten in unserer Stadt. Ein Einstieg, der Lust auf mehr macht.

Zwei Schwerpunktthemen sind erkennbar: Die Reformation vor 500 Jahren mit all ihren Aspekten der Gegenwart, auch in der Lippestadt, hier ist Dietmar Cudaska, Superintendent des ev. Kirchenkreises Gladbeck – Bottrop – Dorsten, einer der Verfasser, sowie die dramatische Flüchtlingskrise, die die Lippestadt vor außergewöhnliche Herausforderungen stellte und stellt, die sie, so Dorothee Feller, Regierungsvizepräsidentin der Bezirksregierung Münster, hervorragend gemeistert hat. Es sind aber nicht nur die „Offiziellen“, die in dem Heimatkalender zu Wort kommen, sondern es sind überwiegend Menschen „wie du und ich“ aus unserer Stadt, die aus der Liebe zum Schreiben und Fotografieren der engagierten Redaktion, alle ehrenamtlich unterwegs, ihre Beiträge für das Jahrbuch kostenlos anbieten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Leser wird feststellen, dass die Qualität dieses außergewöhnlichen Buches von Jahr zu Jahr zunimmt. Bei einem Preis von 10 Euro sollte es vielen Menschen nicht schwerfallen, zuzugreifen, zu verschenken und – zu lesen. Es lohnt sicht wirklich.

Dirk Hartwich

Eine persönliche Anmerkung: Der Unterzeichner ist mit zwei Beiträgen an dem Buch beteiligt:

  • Prima Klima? Was Dorsten mit dem Weltklima zu tun hat – Ein Erklärungsversuch
  • Die Rennpferde des kleinen Mannes. Eine Geschichte über den Brieftaubensport – weltweit und in unserer Stadt.

Wird fortgesetzt  

Veröffentlicht am 23.11.2016

 

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