Nachrichten zum Thema Umwelt

Umwelt Klima: Wir „da unten“ können etwas bewegen

Zwei praktische Beispiele

 

Während seit Jahren weltweit darüber gestritten wird, wann, was getan werden muss, um die galoppierende Erderwärmung zu stoppen, gibt es immer wieder kleine (Bürger)Initiativen, die nicht mehr reden, sondern handeln. Das neue Greenpeace Magazin 6.19, übrigens sehr lesenswert, stellt diesmal unter anderem junge Menschen vor, die mit guten Ideen und Zupacken die Natur-Umwelt schützen und die endlos diskutierende Politik-Umwelt beschämen.

  • 2 junge Studentinnen aus Aachen haben sich gefragt, warum die kleinen, nur kurz genutzten Seifenstücke in vielen Hotels, in den Müll wandern. In einem Hotel waren es 300 kg (!) in nur 4 Monaten. Sie haben gesammelt, ein Hygiene- und Produktionsverfahren entwickelt und mit Unterstützung einer Lebenshilfe-Werkstatt neue Seife produziert. Mehrere große Supermarktfilialen haben signalisiert, diese Seife im Warensortiment aufzunehmen.
  • Ein dänischer Wassersportler und Kajak Verleiher hat dem Müll, der in Flüssen, Hafenbecken und Kanälen auf dem Grund und am Ufer liegt, den Kampf angesagt. Seine Idee: Ein Kajak seiner Flotte kann kostenfrei geliehen werden, wenn der Nutzer sich bei seiner Tour auch als „Müllsammler“ betätigt und das „Ergebnis“ über die sozialen Netzwerke postet. Im Nu wurde aus der kreativen Idee eine internationale Bewegung. Mittlerweile sind 40 „GreenKajaks“ in Dänemark, Irland, Norwegen, Schweden und Deutschland unterwegs. Eine Zahl zum Abschluss: 5 Tonnen Müll wurden in nur 5 Monaten allein aus dem Kopenhagener Hafen „gefischt“.

Eigener Beitrag auf Grundlage der Greenpeace-Magazin-Berichterstattung

Veröffentlicht am 15.10.2019

 

Umwelt RWE: Vom Schmuddelkind zum Saubermann?

Wir sollten nicht alles glauben – Sonntagsgedanken aus Rhade

 

Gut sieht sie aus. Sogar sehr gut. Ihr Blick ist offen. Ihre langen, rotblonden Haare wehen im Wind. Das ist die Botschaft. Das Model wurde von RWE ins Werbebild gerückt, um uns ins „erneuerbare Zeitalter“ mitzunehmen. Die im Hintergrund erkennbaren Windkraftanlagen wirken unterstützend für eine Kampagne, die ruhig mal kritisch hinterfragt werden darf.  RWE steht nämlich plötzlich für „sauberen, sicheren und bezahlbaren Strom“, so der Anzeigentext. RWE? Da war doch was. Da waren Atomkraftwerke. Der Vertrag lautete: Wir nutzen die staatlichen Subventionen in Milliardenhöhe um sauberen Strom zu produzieren und vom Verkauf Rücklagen zu bilden, um die sichere Endlagerung des Atommülls zu gewährleisten. Theoretisch. Praktisch wurden die Milliarden-Subventionen eingesackt, der Verkauf des Stroms lies die Kassen klingeln, Spitzengehälter, besonders in der Vorstandsetage wurden bewilligt – nur die Rücklagen reichten nicht aus, um die „ausgebrannten“ Kraftwerke zurückzubauen und den Müll sicher endzulagern. Als das klar wurde, musste ein Deal her. Der Staat musste als Retter mit nochmals Milliarden Euro einspringen. Der Staat, das sind wir. Die Milliarden sind nämlich Steuergeld. RWE will uns nun weismachen, dass ein neues „Zeitalter“ angebrochen ist. „Wer glaubt, wird selig“, so der Volksmund, der nicht vergisst, der nicht vergessen darf, dass die wahre RWE-Botschaft lautet: Wir drehen uns nach dem Wind und kassieren weiter kräftig ab.

Veröffentlicht am 13.10.2019

 

Umwelt Trassenführung der geplanten Erdgasleitung „HeiDo“ umstritten

Bürger machen weiter Druck – Kompromiss in Sicht?

 

Eine neue Erdgasleitung soll gebaut werden. Weil sie von Heiden kommend über Rhade nach Dorsten führt, trägt sie den verharmlosenden Fantasienamen HeiDo. Die Trassenführung, besonders in Rhade entlang der Siedlung Kalter Bach / Hünengrab, erregt seit Monaten die Gemüter. Nun haben sich Mitte September die Anlieger mit den Projektmachern von Open-Grid getroffen. Das Ziel, eine Trasse zu finden, die nicht so nah an der Wohnbebauung vorbeiführt und dadurch mehr Sicherheit „im Falle eines undenkbaren Falles“ bietet. Tatsächlich scheint durch die Bereitschaft von Ferdinand Graf von Merveldt, eine sichere Trasse auch durch seinen Wald führen zu lassen, Bewegung in das Planverfahren zu kommen. Viel Zeit bleibt nicht mehr. Ende November soll der Antrag für das Planfeststellungsverfahren von Open Grid gestellt werden. Die Rhader-Lembecker Bürgerinitiative hat eindringlich bewiesen, dass mit Sachverstand und Nachdruck ein Projekt dieser Größenordnung nicht einfach durchgewunken werden kann und darf. Die Bürgerinnen und Bürger verdienen auch vermehrt die Unterstützung der Kommunalpolitik und der Verwaltung.

 

Eigener Beitrag, wird fortgesetzt

Veröffentlicht am 05.10.2019

 

Umwelt Das Klima und die Grünen

Sie müssen (sich) entscheiden – darauf sind sie nicht vorbereitet

 

Das Dilemma der Grünen ist mit den Händen zu greifen. Einerseits haben sie es geschafft, der Bevölkerung „einzureden“, sie alleine wären die Erfinder des Umweltschutzes, andererseits müssen sie nun endlich auch sagen, was sie konkret tun würden, wenn … Ja, wenn sie in der Regierungsverantwortung wären. Tatsächlich signalisieren die stabilen Umfragewerte, dass das möglich ist. Bisher konnten sie locker von außen rufen: „Zu wenig und zu zaghaft.“ Nun will die Öffentlichkeit wissen, was sie, die Grünen, denn sofort anders machen würden, säßen sie oben und nicht auf den harten Oppositionsbänken. Zur Erinnerung: Die Sozialdemokraten haben den Begriff KLIMA schon definiert, als es die Grünen noch gar nicht gab. Sie haben dabei nicht alles richtig gemacht, aber alles falsch auch nicht. Mehr Selbstbewusstsein der SPD wäre hilfreich, um die Grünen jetzt zu stellen. Nur dann kann den Wählerinnen und Wählern auch verdeutlicht werden, dass das von der SPD-Umweltministerin und der Bundesregierung geschnürte Klimapaket ein wichtiger Schritt in die richtige Zukunftsrichtung ist. Bleiben die Grünen bei ihrer Position „Alles oder nichts“, wird am Ende das „Nichts“ stehen.

 

Ein Zwischenruf aus Rhade

(Auf der Internetseite www.spd.de kann das Klimapaket der Bundesregierung nachgelesen werden.

Veröffentlicht am 01.10.2019

 

Umwelt Heute: Weltweite Demo für das Klima und eine lebenswerte Zukunft – auch in Dorsten

Fridays for Future ruft alle Dorstener auf, mitzumachen

Heute, Freitag, 20. September, 10.30 Uhr Marktplatz Dorsten

Veröffentlicht am 20.09.2019

 

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