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Nachrichten zum Thema Umwelt
Umwelt Eine Grüne Woche in Dorsten – das wäre mal was
Landwirtschaft, Tierwohl, Umweltschutz - nie waren die Widersprüche größer
Berlin, Grüne Woche. Alle Jahre wieder präsentiert sich hier die Landwirtschaft mit ihren Produkten. Die Landwirtschaft gibt es aber nicht mehr. Die Demonstrationen beweisen es. Traditionell arbeitende Bauern treffen auf Biolandwirte und Umweltschützer. Dazwischen die Ministerin Julia Klöckner, CDU, die sich mit ihren „sowohl als auch“ völlig verzettelt. Das, was in Berlin sichtbar ist, spielt sich auch in Dorsten ab. Nicht unbedingt auf der Straße, aber in den Köpfen. Landwirtschaft, egal in welcher Form auch immer und Umweltschutz sind untrennbar miteinander verbunden. Im Klimaschutzkonzept der Lippestadt ist relativ genau dokumentiert, wo wir gemeinsam anpacken müssten. Die Landwirtschaft ist dabei ein wichtiger Akteur, aber halt nur einer. Wir alle sind aufgefordert, unseren Beitrag für ein verantwortungsvolles Handeln zu leisten. Eine „Grüne Woche Dorsten“ könnte dazu ein Ansatz sein. Eine Anregung an unseren Dorstener Klimaschutzbeauftragten, die Parteien, die Umweltverbände – kurz an alle, denen unsere heimische Umwelt etwas bedeutet.
Eine Rhader Anregung
Veröffentlicht am 21.01.2020
Umwelt Das Klima und der Verkehr
Tempo 120 - Warum eigentlich nicht freiwillig?
Deutschland ist ein Industrieland. Unser Wohlstand hat direkt damit zu tun. Wir produzieren, verkaufen und verbrauchen. Weltweit. Wir sind seit Jahren Exportweltmeister. Dabei fällt auch Schmutz an. Der belastet unser Klima und unsere Zukunft. Also müssen wir was dagegen tun. Am besten beim größten Brocken. Das ist unser Verkehrssektor. Autos mit Verbrennungsmotoren werden noch lange auf unseren Straßen rollen. Wir wissen, dass sie weniger Schadstoffe ausstoßen, wenn langsamer gefahren wird. Wir merken das auch beim Tanken. Etwas langsamer, gleich weniger Spritverbrauch, gleich mehr im eigenen Geldbeutel und - gleich sicherer. „Wer nicht hören will, muss fühlen“. Das Sprichwort wäre eine Aufforderung an den Gesetzgeber, ein Tempolimit festzulegen. So wie es in ganz Europa selbstverständlich ist. Weil wir vernünftig sind und das Problem erkannt haben, fahren wir aber bereits vorher freiwillig langsamer. Wenn nicht, muss die gesetzliche Tempobeschränkung kommen. So, wie es die SPD richtigerweise fordert.
Der Rhader Appell zum Jahresende
Veröffentlicht am 27.12.2019
Umwelt Klimaschutz: Der Teufel steckt im Detail – Nachhilfe für die Grünen
Was wird z. B. aus dem Fernwärmenetz in NRW?
Unstrittig ist, dass wir alle Verantwortung tragen, um den nachfolgenden Generationen einen lebenswerten Planeten zu übergeben. Wir haben es dabei aber mit 2 Seiten einer Medaille zu tun. Einerseits - Erkenntnis und Analyse, andererseits - praktische Umsetzung. Gut, dass die SPD auch das Soziale im Blick hat. Ein Aspekt, den die Grünen weitgehend ignorieren. Am Beispiel des modernen Fernwärmenetzes in NRW, dem größten in Europa, kann gut aufgezeigt werden, dass noch viele Hausaufgaben gemacht werden müssen, um das Prädikat „KLIMANEUTRAL“ zu erwerben. Überwiegend kommt nämlich die Fernwärme, die ins Netz gespeist wird, als Abwärme von unseren Kohlekraftwerken. Werden sie, wie beschlossen, in knapp 20 Jahren komplett vom Netz genommen sein, muss die Wärme von anderen Energieträgern kommen. Wind, Photovoltaik, Wasserstoff? Das reicht nicht, sind sich alle Experten einig. Ein aktuell diskutierter Lösungsansatz: Tiefenbohrungen. Also Geothermie. Dazu müsste mindestens 2000 Meter gebohrt werden. Das braucht Zeit. Der Untergrund in dieser Tiefe ist hier nicht erforscht. Jetzt sollen Probebohrungen, u. a. in Bochum erfolgen, um zu erkunden, ob das vermutete, über 80 Grad C. heiße Grundwasser, wirtschaftlich gefördert werden kann. Um aber das vorhandene Fernwärmenetz komplett so zu betreiben, wäre eine Vielzahl von Bohrlöchern erforderlich. Umweltverträglich? Sicher? Bezahlbar? Fragen, die uns in den kommenden 10 Jahren beschäftigen werden. Und den Grünen sei empfohlen, sich nicht in Forderungen weiter gegenseitig zu überbieten, sondern auch die Detailfragen und das Soziale im Blick zu behalten.
Ein Zwischenruf aus Rhade (Grundlage „ Mollig warm ohne Kohle“ , ZEIT 12.12.2019)
Veröffentlicht am 20.12.2019
Umwelt Landwirte gehen auf die Straße
Existenzsorgen wegen höherer Umweltauflagen
Natur- und Umweltschutz sind nicht verhandelbar. Wir alle tragen Verantwortung für morgen. Wir alle! Landwirtschaft und Umweltschutz dürfen kein Widerspruch sein. Wenn unsere Lebensgrundlagen in Gefahr geraten, muss gegengesteuert werden. Als klar wurde, dass das Verbrennen der Kohle nicht nur wohlige Wärme erzeugt, sondern auch giftige Gase, war der Ausstieg nur folgerichtig. Seit klar ist, dass unsere Autos mit Verbrennungsmotoren mehr Schaden als Nutzen erzeugen, stellt sich der größte deutsche Industriekomplex komplett neu auf. Dieser Zwang, sich den aktuellen Gegebenheiten anzupassen, hat jetzt auch die Landwirtschaft mit voller Wucht erreicht. Bergleute sind nicht ins Bergfreie gefallen, weil gerade die SPD immer Wert darauf gelegt hat, dass jeder Strukturwandel sozialverträglich abzulaufen hat. Für die Landwirte gilt, ein Weiter so ist nicht mehr zukunftsfähig. Beim Umstieg auf schonendere „Produktionsverfahren“ zugunsten von Land, Frucht und Tier, sind sie von der Gesellschaft fair und unterstützend zu begleiten.
Ein Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 30.11.2019
Umwelt Landwirtschaft: Bioprodukte auf dem Vormarsch
Schultes Hof in Rhade – kein Geheimtipp mehr
Wo ist denn hier Schultes Hof? Eine Frage, die Rhadern auf der Straße nicht selten gestellt wird. Inzwischen hat Schultes Hof, zwischen Debbing- und Erler Straße gelegen, nämlich einen Bekanntheitsgrad, der die Dorstener Stadtgrenze locker überschreitet. Heiner Schulte, der Rhader Biobauer, hat mit seiner Frau erkannt, dass Landwirtschaft neue Wege gehen muss. Obwohl dank der Chemie immer mehr auf gleicher Fläche produziert werden kann, gehen Biolandwirte einen anderen Weg. Und der heißt ganz schlicht: Soviel Natur wie möglich. Das gilt auf dem Acker, wie auch im Stall. Ein Renner sind die Bio-Eier, die inzwischen auch im örtlichen Supermarkt angeboten werden. Für alle sichtbar, laufen die Legehühner auf mehreren Rhader Wiesenflächen frei herum. Ein beweglicher Stall sorgt dafür, dass das Federvieh, das sich immer nahe des Hühnerhauses aufhält, auf noch nicht genutzten Flächen scharren und fressen kann. So gestärkt legen sie dann fast täglich ein Ei, dass zwar teurer ist als das der Konkurrenz aus der Intensivhaltung, aber deutlich besser schmeckt. Da neben den Eiern auch andere Bio-Produkte wie Äpfel und Kartoffeln von Heiner Schulte vor Ort „produziert“ und vermarktet werden, hat Rhade einen besonders guten Ruf unter der steigenden Zahl von gesundheitsbewussten Verbrauchern. Ein positiver Standortfaktor, der ausbaufähig ist.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 08.11.2019
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