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Nachrichten zum Thema Allgemein
Allgemein Fahrradwege in Deutschland
Muss Dorsten in Sack und Asche gehen (radeln)?
Seit sich das Fahrrad vom normalen Fortbewegungsmittel zum Hitec-Fahrzeug entwickelt hat, wird nicht nur zum Bäcker geradelt, sondern sind Urlaubsreisen quer durch Deutschland und Europa keine Seltenheit mehr. Und wer so eine Reise gemacht hat, der kann etwas erzählen. Ein Urlaubskapitel gilt immer auch den Radwegen. Die erste Erkenntnis ist, dass zumindest in unserem Land, fast durchgängig Radwege zur Verfügung stehen, um von A nach B zu finden. In der Regel weisen auch gesonderte Schilder auf die Richtung hin und geben die Entfernung an. Neben Premium-Radstrecken, besonders auf stillgelegten Bahntrassen, trifft der Radler auch auf Pfade, die den Begriff Radweg nicht verdienen. Sie sind zu schmal und teils in schlechtem Oberflächen-Zustand. Besonders ärgerlich wird es immer dann, wenn Baumwurzeln den Belag heben oder unterirdisch querende Mäuse oder Maulwürfe die Fläche als Rinne absinken lassen. Ein entspanntes, sicheres und kontinuierliches Fahren ist dann unmöglich. Erstaunlich ist, dass die parallel verlaufende KFZ-Straße Schäden und Beeinträchtigungen dieser Art nicht kennt. Erstaunlich auch, dass innerörtlich, fast durchgängig in Deutschland, die Qualität der Radwege abnimmt. Kanten, wechselnder Belag, unklare Beschilderung und nicht selten falsch parkende KFZ. Alles das, was man quer durch Deutschland feststellt, trifft auch auf Dorsten und Rhade zu. Die dringend erforderliche Mobilitätswende wird nur gelingen, wenn nicht nur das Fahrrad technisch aufgerüstet wird. Deutschland, einschließlich Dorsten, muss in sichere und gute Radwege investieren. Nicht kleckern, klotzen ist erforderlich.
Erkenntnisse eines Rhader Radlers
Veröffentlicht am 15.08.2024
Allgemein Eine wahre Hundegeschichte aus den USA
Es war einmal ein kleiner süßer Hund. So wie alle Hunde, wenn sie jung sind. Er, es war ein Rüde, wuchs schnell und wurde von allen verwöhnt. Das war nicht gut für seine Entwicklung. Er wurde arrogant und fühlte sich allen anderen Vierbeinern überlegen. Da er ständig um sich biss, legten sich seine Artgenossen demutsvoll vor ihn, um nicht "gefressen" zu werden. Dadurch stieg er im Rudel auf, bis er ganz oben war. Widerspruch beantwortete er mit Verachtung und psychischer Gewalt. Hundefrauen betrachtete er als Freiwild. Seine Überheblichkeit kannte keine Grenzen, weil er wirklich glaubte, ein von Gott Auserwählter zu sein, der seine Rasse schützen müsse. Obwohl sein Fell struppig, farblos und stumpf war, beleidigte er alle Artgenossen, die nicht so waren wie er, als minderwertige Mischlinge, die nichts zu sagen hätten. Jetzt hat er wohl überzogen. Jetzt hat eine Hundedame, viel jünger, intelligenter und erheblich besser aussehend, ihr Halsband in den Ring geworfen, um alle Vierbeiner gleichberechtigt vertreten zu wollen. Schlechte Zeiten für den größenwahnsinnigen Köter, der sich erstmals seit Jahren nervös zeigt und mit fletschenden Zähnen und besonders lautem Gebell versucht, seine Stellung zu bewahren. Schon ist erkennbar, dass sich das Rudel vom alt gewordenen "Leitwolf" nach und nach abwendet. Ob er anschließend sein Gnadenbrot im Zwinger erhalten wird, ist nicht ausgeschlossen.
Eine Rhader Wochenendgeschichte
Veröffentlicht am 10.08.2024
Allgemein Das Jüdische Museum in Dorsten als Kulturzentrum
Das Programmheft des Jüdischen Museums Westfalen (JMW) für das 2. Halbjahr 2024, verspricht spannende, informative und bunte Veranstaltungen in unserer Stadt. Neben den wechselnden Ausstellungen im Museum, spielt der Museumsort auch als Konzertsaal und Diskussionsforum eine große Rolle. Aber damit nicht genug. Neben Amphitheater im Bürgerpark Maria Lindenhof, Kirchen, einem Kino, einer Aula finden sich weitere Aufführungsorte, verteilt über die ganze Stadt, im Programm. Das Museum ist ein großer kultureller Leuchtturm in der Lippestadt. Das Angebot, nicht zu vergessen, sich ständig zu informieren und auch entspannt Kultur zu genießen, ist überaus gelungen. Den Programmmachern ist zu wünschen, dass besonders auch die Dorstener Bürgerinnen und Bürger neugierig geworden sind, die vielen Aufführungen zwischen dem 16. August und 23. Januar 2025 zu besuchen.
Weitere Informationen: JMW, Julius-Ambrunn-Straße 1, 46282 Dorsten. TEL. 02362-45279. E-Mail info@jmw-dorsten.de. Internet: www.jmw-dorsten.de
Ein Rhader Werbetext
Veröffentlicht am 07.08.2024
Allgemein Rhade - Perle des Naturparks Hohe Mark
Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.
Ein Flyer wirbt für Rhade. Unser Dorf, Stadtteil von Dorsten, hat fast 6000 Einwohner und ist Teil des Naturparks Hohe Mark. Die privilegierte Lage im Grünen motiviert, zu Fuß oder per Rad die Umgebung zu erleben. Eine gute Gelegenheit, die letzten Ferien- oder Urlaubstage so zu gestalten. Wer mit offenen Augen (und Ohren) die Natur auf sich wirken lässt, ist überrascht von der Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt. Interessant ist immer wieder zu beobachten, dass sich besonders Besucher von außen äußerst beeindruckt zeigen, wenn sie einmal rund um Rhade geradelt oder gewandert sind. Rhader nehmen das eher als Selbstverständlichkeit wahr. Das birgt aber die Gefahr in sich, zu nachlässig das Schützenswerte zu sichern. Ein Appell an alle Einheimischen, sich selbst zu überzeugen, welchen Stellenwert unsere Landschaft hat und was unbedingt getan werden muss, um Planungs-Fehlentwicklungen zu vermeiden. Nur dann behält der Satz in der Überschrift, „Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.“, seine Berechtigung.
Werbetext aus der Feder eines Rhader Bürgers
Veröffentlicht am 02.08.2024
Allgemein In eigener Sache: Rhader SPD-Internetseite als Dialogforum - Mit Gastbeiträgen über den eigenen Tellerrand blicken
Pflegekrise und kein Ende in Sicht (2) - von Dr. Hans Udo Schneider
Der heutige Beitrag wird in zwei aufeinander folgenden Tagen veröffentlicht. Leser, die dazu einen schriftlichen Kommentar, zustimmend oder abweichend, formulieren wollen, senden ihn bitte zur möglichen Veröffentlichung an gleicher Stelle an folgende E-mail-Adresse: dirk.hartwich@t-online.de
"Teil 2: Zur häuslichen Altenpflege:
- Der Personalmangel zeigt sich auch bei den ambulanten Diensten.
- Tritt der Pflegefall ein, benötigen die Angehörigen große Standfestigkeit und Durchhaltevermögen, um die Hilfe eines Pflegedienstes zu bekommen. Die Zeiten der freien Wahl sind faktisch längst vorbei.
- Wer Angehörige pflegt und noch seiner Arbeit nachgeht, läuft große Gefahr sich zu überfordern.
- Wer beruflich aussetzt, riskiert erhebliche finanzielle Einbußen
Trotz zahlreicher Reformen, Beschäftigte in der Altenpflege werden endlich besser bezahlt und pflegende Angehörige sollen einen einklagbaren Rechtsanspruch auf Freistellung vom Arbeitsplatz und Lohnersatzleitungen erhalten, wenn sie eine Auszeit nehmen müssen. Das wäre ein wichtiger Fortschritt, würde aber allein nicht reichen. Es bedarf grundlegender Reformen, die Politik, Gesellschaft und Pflege gleichermaßen umfassen. Alte Menschen wieder zu Selbständigkeit befähigen. An diesem Ziel muss sich eine menschenwürdige Pflege ausrichten.
Der Grundsatz Reha vor Pflege ist hierzulande nur eine Worthülse, in der Praxis ohne Relevanz. Es werden die falschen Anreize gesetzt, denn schlechte Pflege zahlt sich für die Heimbetreiber aus. Je bedürftiger die Bewohner, je höher ihr Pflegegrad, desto mehr Geld zahlt die Pflegekasse. Dabei sollen alte Menschen so lange es eben geht, selbstbestimmt leben können. Nur wenige Einrichtungen fühlen sich diesem Konzept verpflichtet. Wieder einmal sind die Niederlande mit dem Modell Buurtzorg (Nachbarschaftspflege) weiter. Flache Hierarchie, kleine überschaubare Teams und der bewusste Einbezug ehrenamtlicher Nachbarschaftshilfe zeichnen dieses Modell aus. Nur wenige Initiatoren wagen sich jedoch bei uns wegen der hohen Risiken und bürokratischen Hürden an solche Projekte heran. Für mich unbegreiflich, dass sich die Flaggschiffe der Wohlfahrtsverbände: AWO, Caritas und Diakonie aus ihrer Selbstgefälligkeit nicht herauswagen. Sie sollten Vorreiter und nicht Bremser sein!
Wir brauchen niederschwellige Angebote, die verhindern, dass Menschen überhaupt ins Heim kommen, weil das die teuerste Form der Unterbringung ist. Erfolge in der ambulanten Pflege müssten dann honoriert, durch finanzielle Anreize gestärkt werden. Manche Experten halten es deshalb für sinnvoll, gar notwendig, dass die Krankenkassen in der Pflege das Sagen bekämen. Eine Zusammenlegung der Pflege – und Krankenkassen wäre dafür unumgänglich. Nicht zuletzt ist den Pflegekräften ein stärkeres Selbstbewusstsein zu wünschen. Das geht aber nur über die Organisation in einer starken DGB-Gewerkschaft.
Über solche Reformen könnte Vertrauen zurückgewonnen, Demokratie gestärkt werden."
Hans Udo Schneider
Veröffentlicht am 31.07.2024
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