Nachrichten zum Thema Bildung & Forschung

Bildung & Forschung IQ-Wert sinkt weltweit. Was läuft da schief?

Nur wer (noch) lesen kann, versteht die Zusammenhänge

Intelligenz ist einigermaßen messbar. Nur ein Wert signalisiert in Vergleichen, ob wir dazugelernt haben, stagnieren oder uns sogar im Sinkflug befinden. Neueste internationale PISA-Zahlen beweisen tatsächlich, dass es abwärts geht. Und zwar dramatisch schnell. Egal in welchem Land, fast unabhängig von Finanzen, Schulsystemen, Migration und gewesener Pandemie. Das war so bisher nicht bekannt. Die deutliche Wendemarke legen forschende Wissenschaftler ins Jahr 2012. Seit über hundert Jahren, nach erstmaliger Anwendung des IQ-Messwertes zeigte die Linie kontinuierlich nach oben. Dann die Stagnation und der Absturz. Wir sind im Jahr 2012 angekommen. Das Jahr, als das Smartphone seinen weltweiten Siegeszug antrat. Parallel sank die Lesezeit, die Handy-Nutzungsdauer stiegt bei jungen Menschen auf heute rund 4 Stunden. Täglich! Weniger lesen, kaum noch selbst schreiben, verändert unsere Gehirnleistung negativ. Wer sich nicht bewegt verliert Muskelkraft. Wer das Lesen auf WhatsApp-Niveau reduziert, das Schreiben dem Sprachmodus übergibt und seit kurzer Zeit das Denken an KI auslagert, sendet fatale Signale an sein Gehirn. Bestimmte Bereiche, die dort nicht mehr angesprochen werden, stellen ihre Arbeit ein. Das müsste eigentlich jeder Leser verstehen. Die fatalen Folgen sind wirklich nachzulesen. Wenn er oder sie noch lesen kann.

Eigener (kurzer) Text auf Grundlage des umfangreichen ZEIT-Artikels „Werden wir immer dümmer?“ vom 10. September 2026

Veröffentlicht am 06.10.2026

 

Bildung & Forschung Neue PISA-Studie zwingt zum Handeln

„Kein Weiter-so“ fordert die SPD in NRW

25 Jahre nachdem Deutschland seinen ersten PISA-Schock erlebt hat, zeigen die neusten Erhebungen den niedrigsten Punktestand seit deren Beginn. PISA misst seit dem Jahr 2000 die Fähigkeiten der 15-Jährigen in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften.
Für den Spitzenkandidaten der NRWSPD Jochen Ott, der vor seinem Einzug in den Landtag selbst als Lehrer gearbeitet hat, sind die Ergebnisse keine Überraschung: „25 Jahre nach dem ersten PISA-Schock haben wir kein Erkenntnisproblem mehr. Wir wissen längst, dass zu viele Jugendliche die Schule ohne ausreichende Grundkompetenzen verlassen.“
In fast keinem Land ist die soziale Herkunft der Kinder so relevant für deren Abschneiden in PISA wie in Deutschland – etwa drei Mal so stark wie in Kanada und doppelt so stark wie in Dänemark oder Norwegen. Für Ott sind deshalb nicht die Kinder verantwortlich, sondern ein Bildungssystem, das seine Versprechungen nicht einhält.
„PISA sagt nicht, dass unsere Kinder weniger klug geworden sind. Die Studie zeigt, dass unser Bildungssystem zu viele von ihnen zurücklässt und soziale Ungleichheit noch immer vererbt wird. Wir brauchen endlich eine vernünftige Bildungsreform in Nordrhein-Westfalen. Wir müssen darauf setzen, die Kinder von klein auf vernünftig zu fördern. Wir müssen Lehrerkräften und Erzieher*innen mehr Freiraum geben. Die Antwort auf den neuen PISA-Schock kann daher kein Weiter-so sein, sondern muss endlich zu einem Umdenken im nordrhein-westfälischen Bildungssystem führen.“

Auszüge einer Pressemitteilung des SPD-Landesvorstands in Düsseldorf 
Eine Ergänzung mit eigenen Erfahrungen folgt in Kürze von Finn Lehmann, Direktkandidat der SPD für die kommende Landtagswahl.

Veröffentlicht am 11.09.2026

 

Bildung & Forschung Grubengas - mehr als ein Abfallprodukt

Wertvolle Energie im Dorstener Untergrund

Schwarzes Gold, so wird auch die Steinkohle genannt. Jahrzehntelang wurde der Dorstener Untergrund systematisch mit Schächten und Flözen erschlossen, um mit dem fossilen Energieträger Kohle zu machen. Dann machte billige Importkohle dem deutschen Bergbau zu schaffen, danach das kostengünstigere Öl, gefolgt vom Erdgas. Das Aus des heimischen Bergbaus ist aber besonders dem Klimaschutz geschuldet. Eine Energiewende ist zwingend, um nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen. Nun forschen Wissenschaftler, wie die Energielücke zwischen dem Jetzt und dem Morgen verantwortungsvoll geschlossen werden kann. Der stillgelegte Bergbau rückt daher auch in den Fokus. Bekannt ist, dass sich in den alten Abbaugebieten unter Tage  hochgiftiges Grubengas sammelt. Nun wird geprüft, ob ein sicheres Absaugen und Verbrennen möglich ist, um im nächsten Schritt, Strom und Wärme zu gewinnen. Wichtig ist, dass kein Fracking, also das gewaltsame Aufbrechen von Gestein durch Chemikalien geplant ist, so die Betreiberfirma Mingas-Power, eine Tochter von RWE. Neben dem Grubengas wird an anderen ehemaligen Zechenstandorten dem Grubenwasser die Wärme entzogen, in ein Fernwärmenetz eingespeist und abgekühlt wieder in den Untergrund geleitet. Spannende Entwicklungen, die in Dorsten forciert werden sollten, um die wichtige Energiewende lokal zu einem Erfolg zu verhelfen.

Eigener Bericht auf Grundlage des DZ-Berichts „Fürst Leopold … und der Grubengastest“ vom 8.1.2024

Veröffentlicht am 24.01.2024

 

Bildung & Forschung PISA: Nach dem Aufschrei, weiter wie bisher?

Von andern lernen, heißt siegen lernen

Alle drei Jahre prüft die OECD, Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die schulischen Ergebnisse der 15Jährigen in 38 Mitgliedsstaaten. Dazu gehören Länder der EU,  die USA, Mexiko, Südkorea, Japan und Israel. Darüberhinaus können weitere Staaten ohne OECD-Mitgliedsstatus teilnehmen. Die erste Auswertung löste in unserem Land den sogenannten PISA-Schock aus. Dann das Versprechen, in Bildung zu investieren. Kurzzeitige Verbesserungen führten leider zum Stehenbleiben auf halben Weg. Schwarz auf weiß wird Deutschland wieder bestätigt, nur Mittelmaß zu sein. Was machen andere Länder anders, also besser? Blicken wir über unseren Tellerrand, zum Beispiel nach Singapur, dem Sieger in allen Bereichen der aktuellen PISA-Studie. Durch besondere Förderung, Bereitstellung von erforderlichen Finanzmitteln und Fachpersonal nach Bedarf, konnte die Schulabbrecherquote, die Anfang der 80er Jahre bei 40% lag, auf aktuell 1% (!) reduziert werden. Singapur fördert besonders die vielen Kinder mit Migrationshintergrund, die in den Stadtstaat einwandern. Ihre Ergebnisse in Tests sind besser als die der Einheimischen. Bei uns ist das Gegenteil der Fall. Ein Aspekt muss noch genannt werden: Lehrerfortbildung. „Wer glaubt als Lehrer nichts mehr dazulernen müssen, hat den falschen Beruf gewählt“, so die klare Ansage an alle Singapur-Pädagogen. Dass Singapur und andere Länder, die das Ranking der PISA-Studie anführen, mit nur einem Schultyp auskommen, soll abschließend als Fußnote angemerkt werden.

Ein Zwischenruf aus Rhade auf Grundlage des ZEIT-Artikels „Warum sind hier alle so viel klüger?“ vom 14.12.2023          

Veröffentlicht am 11.01.2024

 

Bildung & Forschung KI = Künstliche Intelligenz - Ein Rhader Selbstversuch

Die Software ChatGPT ist in aller Munde. Du fragst - und erhältst in Sekundenschnelle eine schriftliche Antwort. Ob Pressetexte, Schularbeiten, Gedichtinterpretationen oder Personenportraits, das Ergebnis überrascht und irritiert gleichermaßen. Fehler inbegriffen. Der Rhader Selbstversuch am 1. Februar 2023:

  • Frage: Kannst du etwas über Dorsten-Rhade mitteilen?
  • ChatGPT: Guten Tag, ich kann dir etwas über Dorsten-Rhade erzählen. Dorsten-Rhade ist eine kleine Gemeinde im Kreis Wesel in Nordrhein-Westfalen. Es liegt an der Lippe, nördlich von Dinslaken und südlich von Schermbeck. Es hat etwa 5000 Einwohner, die hauptsächlich in der Landwirtschaft tätig sind.
  • Frage: Kennst du die SPD in Rhade?
  • ChatGPT: Ja, die SPD in Rhade ist eine sehr aktive Partei und nimmt regelmäßig an Wahlen teil. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zur Weiterentwicklung von Dorsten-Rhade und den umliegenden Gemeinden zu leisten.
  • Frage: Kennst du Dirk Hartwich in Rhade?
  • ChatGPT: Ja, ich kenne Dirk Hartwich in Rhade. Er ist Mitglied im Rat der Stadt Dorsten-Rhade und Vorsitzender der Fraktion der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands.

Die offensichtlichen Fehler mal beiseite geschoben. KI ist die nächste Stufe einer technischen Revolution. Wir werden lernen müssen, damit umzugehen. Alle Texte auf www.spd-rhade.de sind (noch) selbstgeschrieben. Änderungen nicht ausgeschlossen, aber dann gekennzeichnet. Wie im o. a. Beispiel.

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 05.02.2023

 

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