Nachrichten zum Thema Gesellschaft

Gesellschaft Ein Rhader Sozialdemokrat lässt seinen Gefühlen freien Lauf

Die Ergebnisse der Landtagswahlen sorgen für tiefe Nachdenklichkeit

Eigentlich können momentan die demokratischen Parteien machen was sie wollen, sie werden mit Skepsis bewertet, mit Misstrauen begleitet und mit Ablehnung per Wahlschein abgestraft. Dafür scheinen den Populisten am demokratischen Rand, die Herzen zuzufliegen. Ein Populist ist ein Mensch, der alles verspricht um an die Regierungsmacht zu kommen, dabei den politischen Konkurrenten bösartig diffamiert und mit Unwahrheiten skrupellos agiert. Obwohl jeder Faktenscheck, der die Aussagen von Populisten überprüft, die vorgenannte Definition bestätigt,  wachsen populistische Parteien weiter stark. Parallel verlieren demokratische Parteien an Zustimmung. Auf Ratlosigkeit folgt schnell Sprachlosigkeit, nicht selten dann die Aufgabe, sich persönlich einzubringen. Resignation ist verständlich, aber nicht die Lösung, sondern die Verschärfung des Problems. Der Rhader Appell an alle Demokraten lautet daher kurz und knapp: Kopf hoch, den Populisten die Stirn bieten und die eigene politische Überzeugung (noch) verständlicher, sozialer und gerechter offensiv zu vertreten.

Veröffentlicht am 21.09.2026

 

Halt! Ausweiskontrolle! Hundehalter könnten künftig nur mit Führerschein Gassi gehen Gesellschaft Eine Zeitungsnotiz wirft Fragen auf

„Hund nur mit Führerschein?“

Die Landtagsfraktion der NRW-SPD hat auch ein Herz für Tiere. In diesem Fall sind es die Hunde, die in den Fokus einer Parlaments-Initiative für mehr Tierschutz gerückt wurden. Dafür erhalten sie u. a. viel Zustimmung von sogenannten Hundeverstehern, die als TV-Experten wertvolle Tipps für „Frauchen und Herrchen“ parat haben. Es gibt aber auch kritische Stimmen, die aus der Ecke der Juristen kommen. Gut ist, dass über eine verantwortungsvolle Hundehaltung öffentlich diskutiert wird. Ob aber ein neues verpflichtendes Zertifikat, das erst nach Zahlung einer Gebühr und abgelegter Prüfung ausgehändigt wird, die Misere in den Tierheimen beheben wird, darf bezweifelt werden. Kritischen Lesern der Initiative, die sich mit dem Sachverhalt auseinandersetzen, kommen plötzlich weitere Fragen in den Sinn. Wäre dann nicht auch ein Führerschein für künftige Eltern sinnvoll? Antworten darauf könnten die Jugendämter in jeder Kommune geben. An dieser Stelle wird jetzt ein Punkt gesetzt, um eigene Lesergedanken nicht weiter zu beeinflussen.

Rhader Nachdenkzeilen

Veröffentlicht am 18.09.2026

 

Gesellschaft Wird der September 2026 in die neuere deutsche Geschichte als schwarzer September eingehen?

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt nun Kommunalwahl in Niedersachen sowie Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern

Noch ist der Schock der Wahl in Sachsen-Anhalt nicht annähernd verdaut, blicken wir gespannt nach Niedersachen, Berlin und „Meck- Pomm“. Den Anfang machen am kommenden Sonntag die Niedersachsen. Sie sind aufgerufen, u. a. neue Gemeinderäte zu wählen. Und bereits eine Woche später werden in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern neue Landtage gewählt. Werden wir wieder, wie vor 3 Tagen, ein blaues Wunder erleben? Wird der September zum schwarzen September der Demokratie?

  • Blick nach Niedersachen: Nach einer repräsentativen Studie der Uni Göttingen unterstützen 93 Prozent die Demokratie grundsätzlich als Staatsform. Mit ihrem konkreten Zustand sind jedoch nur noch 27 Prozent zufrieden. Bemerkenswert ist allerdings die zweite Antwort: 71 Prozent trauen der Politik grundsätzlich zu, Probleme lösen zu können.
  • Blick nach Mecklenburg-Vorpommern: Die Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kämpft mit der SPD, wiedergewählt zu werden. Aktuelle Umfragen signalisieren eine grandiose Aufholjagd gegenüber der AfD. SPD 32%, AfD 35%, Linke 11%, CDU 10%, Grüne und BSW je 5%.
  • Blick nach Berlin: Schlechte Aussichten für die CDU. Die Linke liegt in Umfragen vorn. Der Niedergang der Berliner Sozialdemokraten ist dramatisch. Aktuelle Umfrageergebnisse: Linke 22%, CDU 20%, AfD 18%, SPD und Grüne je 15%.

Ein Rhader sorgt sich um die Demokratie

Veröffentlicht am 09.09.2026

 

Gesellschaft Was tun, wenn den Parteien der Nachwuchs ausgeht?

Dorsten ist Spiegelbild für unser Land

Drumherum reden nützt gar nichts. Die demokratischen Parteien befinden sich in existenzbedrohlicher Lage. Nicht weil sie nichts (mehr) zu sagen hätten, sondern weil ihnen die Mitglieder ausgehen. Am Beispiel des SPD-Ortsvereins Rhade kann dazu der Beweis angetreten werden. Über 50 Jahre wurde beispielhaft Parteiarbeit „da unten“ gelebt. Monatliche Treffen, regelmäßige Bürgerversammlungen, Kultur- und Infowochen, eine eigene Zeitung, abgelöst von der noch aktiven Internetseite www.spd-rhade.de haben in der Blütezeit über 100 Rhader motiviert, sich per Unterschrift zur SPD zu bekennen. Auch mit kontinuierlich steigenden Wahlergebnissen kann diese Erfolgsgeschichte belegt werden. Ausbleibende Erfolge der Sozialdemokraten im Land und Bund hatten dann umgehend negative Auswirkungen an der Basis. Austritte waren zwar noch selten, junge Neumitglieder fanden sich kaum mehr. Noch aber konnten aktive Vorstandsmitglieder die angespannte Lage mit Sonderaktionen kaschieren, um die verbliebenen Mitglieder bei Laune zu halten. Ehrenamtliche Parteiarbeit wurde so zur Last. In der Folge löste nicht selten dann der Rückzug ins Private einen Dominoeffekt aus, der weitere Aktive aussteigen ließ. SPD-Rhade ist Geschichte, andere demokratische Parteien stehen vor gleichen Problemen. Kein gutes Zeichen für unsere Demokratie. Was tun? Eine schlüssige Antwort ist nicht in Sicht. Bleibt nur der Appell, die demokratischen Parteien zu stärken.

Rhader Nachdenkzeilen

Veröffentlicht am 08.09.2026

 

Gesellschaft Junge Schriftsteller bereichern Dorstener Buchklassiker Heimatkalender/Jahrbuch

1. Schüler-Schreibwettbewerb des Heimatbundes Herrlichkeit Lembeck und Stadt Dorsten kennt nur Gewinner

Am Anfang stand die Idee, die Kreativität der Dorstener Schülerinnen und Schüler ab der 4. Klasse mit einem Schreibwettbewerb zu wecken und mit attraktiven Preisen zu belohnen. Edelgard Moers, Vorsitzende des Heimatbundes, zeigt sich beeindruckt über die Resonanz und die Unterstützung vieler Schulen der Lippestadt, an dem Wettbewerb teilzunehmen. Bürgermeister Tobias Stockhoff war sofort bereit, die Schirmherrschaft dafür zu übernehmen. „Gesucht wird eine interessante Geschichte“, so lautete die Aufgabe, die einzeln oder in Gruppen umgesetzt werden konnte. Einige Kriterien, wie beispielhaft Gemeinsamkeit, Freundschaft, Familie, kulturelle Unterschiede, Sympathie oder der lokale Bezug, sollten sich im Text wiederfinden. Nach Sichtung der vielen eingesandten Kurzgeschichten hat eine Jury des Heimatbundes entschieden, alle teilnehmenden Kinder mit einer Urkunde und einem Preis zu belohnen. Als besondere Anerkennung werden sich zusätzlich erste Texte auch im neuen Jahrbuch/Heimatkalender 2027 wiederfinden. Darüber hinaus wird das Engagement der beteiligten Schulen mit attraktiven Preisen gewürdigt. „Möglich wurde das, weil eine große Anzahl an Sponsoren unseren 1. Schreibwettbewerb unterstützt hat, darunter auch die berühmte Schriftstellerin Cornelia Funke“, so Edelgard Moers dankbar. Am Mittwoch, 16. September, werden um 16 Uhr im Forum der städtischen Volkshochschule die Preise im Beisein des Schirmherrn Tobias Stockhoff übergeben. 

Veröffentlicht am 03.09.2026

 

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