Nachrichten zum Thema Stadtentwicklung

Stadtentwicklung Rhade/Lembeck: Dorfentwicklungsplanung muss ganzheitlich bewertet werden

Drogeriemarkt-Diskussion zeigt Defizite

Zur Zeit wird in Rhade und Lembeck heftig und kontrovers darüber diskutiert, wie die künftige Einkaufslandschaft vor Ort aussehen müsste, um sich zukunftsfähig aufzustellen. Dass ein Drogeriemarkt dazugehört, wird von keiner Seite bezweifelt. Nur die Standortfrage ist umstritten. Sich widersprechende Gutachten liegen auf dem Tisch und erschweren eine Entscheidung beider Dörfer. Es sind aber nicht nur Aspekte wie Kaufkraftbindung und Sortimentserweiterung hier oder da, die diskutiert werden müssen. Dorfentwicklung muss immer auch die Auswirkungen auf andere Bereiche des Stadtteils und Quartiers im Blick behalten. Dass der bisher beklagte Durchgangs- und Binnenverkehr als zu schnell und zu massiv in allen Bürgerumfragen benannt wurde, scheint in der derzeitigen Drogeriemarkt-Diskussion keine Rolle zu spielen. Noch ist Zeit, diesen Aspekt aufzugreifen. Dorfentwicklung ist nämlich nur dann erfolgreich, wenn alle Bereiche des öffentlichen Lebens aufeinander abgestimmt werden.

Ein Rhader Zwischenruf

Veröffentlicht am 24.06.2022

 

Stadtentwicklung Forks Busch - Eine persönliche Reflexion in Form eines Offenen Briefes

Forks Busch - Weniger wäre mehr

Eine kurze persönliche Reflexion zur aktuellen Diskussion „Forks Busch“. Die Einbeziehung des Landschaftsbüros Schmidt ist in mehreren Punkten wertvoll und hilfreich.

  1. Der Bereich Klima und Ökologie erhält (endlich) einen wichtigen Stellenwert in der aktuellen Dorfentwicklungsplanung.  
  2. Der gutgemeinte Ansatz der Verwaltung, Stadtentwicklung für Rhade (und Lembeck) ausschließlich als reine Bürgerbeteiligung ohne fachliche Führung, nur mit Moderation zu organisieren, zeigt am genannten Beispiel, nicht umfassend zu funktionieren.
  3. Die Präsentation der Forks-Busch-Expertise des Büros Schmidt bestätigt eindrucksvoll alle Erkenntnisse, die die Stadt Dorsten seit 1975 mehrfach durch Bürgerbeteiligung, Einbeziehung von externen Fachbüros, des eigenen Planungsamtes und der Diskussion und Beschlussfassung in den politischen Gremien bereits gewonnen und dokumentiert hat. 
  4. Die jetzt ehrenamtlich vor Ort agierenden Bürger verdienen uneingeschränkt Respekt und Dank für ihr Engagement. Ihre Anregungen, Forks Busch zu einem Bürgerpark zu gestalten, sind im Prinzip nicht falsch, berücksichtigen aber leider zu wenig, die jetzt wieder aktuell gewonnenen Erkenntnisse zur klimatischen und ökologischen Funktion dieses Waldstücks.
  5. Das vorgestellte Gutachten könnte die plakative Überschrift tragen: Weniger ist mehr! Ein eindrucksvolles Plädoyer für kommunalen Klimaschutz mitten im Dorf.
  6. Die Enttäuschung der Arbeitsgruppe Dorfentwicklung, die sich durch das Gutachten in ihrem Engagement gebremst fühlt, ist nachzuvollziehen, hat aber ihre Ursache in der fehlenden fachlichen Führung bei der Dorfentwicklungsplanung. Vergleiche hierzu Punkt 2.
  7. Die Präsentation der Expertise am 29. April vor Ort zeigte auch eindrucksvoll, dass insbesondere die Anlieger rings um Forks Busch den Wert des Waldstücks erkannt haben und einer Veränderung eher ablehnend gegenüberstehen. Falsch wäre, das nur als egoistisches Eigeninteresse auszulegen.
  8. Meine Empfehlung nach Wertung aller Erkenntnisse zu Forks Busch, seit 1975 (kommunale Neugliederung) bis heute, lautet: Gemeinsam mit den Anliegern, dem Fachbüro Schmidt, der Verwaltungsfachabteilung, der Arbeitsgruppe Dorfentwicklung, den beiden vor Ort präsenten Parteien und interessierten Bürgerinnen und Bürgern den Aspekt, „Rhader Klima“ im Allgemeinen und am Beispiel „Forks Busch“ im Besonderen, neu aufzugreifen.

Ich bitte abschließend die Verwaltung und den Umwelt- und Planungsausschuss der Stadt Dorsten (UPA), bei der Behandlung im Mai, das bisherige Dorfentwicklungsverfahren nicht nur zu loben, sondern die genannten Schwachpunkte selbstkritisch einzuräumen und nachträglich auszuräumen.

Mit freundlichen Grüßen 

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 03.05.2022

 

Stadtentwicklung Regionalverband Ruhr (RVR) sorgt für Irritationen in Dorsten

Verbindliche Planungsgrundlagen künftig wertlos?

Wer in einer Stadt als Unternehmer oder privat investieren will war immer gut beraten, zuerst den Flächennutzungsplan und die damit korrespondierenden Detailpläne zu studieren. Das „Haltbarkeitsdatum“ eines Flächennutzungsplan beträgt rund 25 Jahre. Hier kann der Suchende auf einen Blick erkennen, wo sich landschaftliche Schutzzonen befinden, Gewerbegebiete geplant sind oder Wohnflächen entstehen können. Bisher galten diese wichtigen Informationen auch als wesentliche und verbindliche Standortfaktoren. Jetzt stellt der RVR als übergeordnete Behörde diese Verbindlichkeit und Planungssicherheit in Frage. Die Stadt Dorsten und Teile der Ratsfraktionen laufen dagegen Sturm und fordern den RVR zur Rückkehr und Anerkennung bereits getroffener und genehmigter Entscheidungen auf. Neben der plötzlich gestrichenen Ausweisung von Wohnflächen ist besonders zu kritisieren, dass die Dorstener Bergehalde, nicht wie in allen terminierten Planungen festgeschrieben als sogenanntes Landschaftsbauwerk geöffnet werden, sondern in einem großen Teilbereich als Schadstoffdeponie eine neue Funktion erhalten soll. Vertrags- und Vertrauensbruch? Ja, da sind sich SPD, Stadt und Teile des Rates einig.  Notfalls, wenn es „freihändig“ keine Einigung gibt, wird geklagt. So die Dorstener Position, die es verdient, allseits unterstützt zu werden.

Eigener Bericht auf Grundlage des Dorstener Zeitungsartikels „ Forensik, Deponien: Regionalverband stößt im Kreis RE auf Widerstand“ vom 25.04.2022    

Veröffentlicht am 30.04.2022

 

Stadtentwicklung Forks Busch: Ökologisches Kleinod und Bürgerpark?

Rhader Ideen kollidieren mit Gutachter-Votum

Ein kleines Waldstück zwischen der Lembecker Straße und der Ringstraße, in direkter Nachbarschaft zur neuen Tank- und Rastanlage gelegen, soll sich zum örtlichen Bürgerpark wandeln. Entsprechende Bürger-Ideen wurden im Zuge der Dorfentwicklungsplanung eingereicht. Die Verwaltung beauftragte inzwischen ein Fachbüro, das die Fläche unter die Lupe nahm. Auf den Punkt gebracht lautet das Werturteil: eine erstaunlich interessante ökologische Nische im Dorf. Die Entwicklung sollte daher sehr zurückhaltend, wenn überhaupt, in Angriff genommen werden. Der Arbeitskreis des Rhader Bürgerforums zeigte sich bei der ersten internen Präsentation des Experten wenig begeistert. Waren doch die eigenen weitreichenden Vorschläge intensiv diskutiert und abgewogen. Nun soll es eine allgemeine Informationsveranstaltung vor Ort für alle interessierten Bürger am 29. Mai um 16 Uhr geben. Dann soll das Gutachten im Mittelpunkt stehen und das Für und Wider abweichender Ideen auf den Prüfstand gestellt werden. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass bereits 1998 der von der Verwaltung  beauftragte Stadtplaner Peter Broich diese Fläche als sehr wichtig für das Kleinklima Rhades bewertete. Also eine Bestätigung der Expertise 2022. Treffpunkt der Bürgerversammlung, die die Verwaltung einberufen hat, ist die Tankstelle Lembecker Straße 3.

Veröffentlicht am 22.04.2022

 

Das kleine blaue Schild (Einhänger) mit dem Rhader Wappensymbol, weist den Weg. Stadtentwicklung Radspange Rhade - Dorsten (Teil 2)

Fahrradfahrer und Wirtschaftsförderung - zwei Paar ungleiche Schuhe?

Fahrradfahren ist in. Unbekannte Städte und Länder mit dem Fahrrad anzusteuern, gehört zu einem nie für möglich gehaltenen Trend. Alle die, die sich darauf eingestellt haben, verdienen kräftig daran mit. Kommunen, Gastronomen, Hotels, Pensionen, Kultur- und Eventveranstalter und mehr. Also ist die eingangs gestellte Frage eindeutig beantwortet. Wer aber zu spät (städtische Wirtschaftsförderung) kommt, bestraft das (Kaufmanns)Leben. Mit der Rhader Radspange zwischen der Hohe-Mark-, der 100-Schlösserroute, die beide durch Rhade führen und der Römer-Lippe-Route in Dorsten, soll nicht nur ein neuer Radweg angeboten werden, sondern die Dorstener Wirtschaft soll von den Radwanderern profitieren. Da muss aber noch Einiges geschehen, um erfolgreich zu sein.

  1. An beiden Knotenpunkten, in Rhade ist es der Kreuzungsbereich Schlehenweg / Feldstraße, müssen größere Info-Hinweistafeln aufgestellt werden. Neben allgemeinen Informationen, sind Adressen zum Einkehren und Übernachten wesentlich, um zum Bleiben zu motivieren. Der zweite Knotenpunkt an der Römer-Lippe-Route muss in Hervest entsprechend eingerichtet werden.
  2. Die Radspange quert auch Deuten. Eine weitere Infotafel, u. a. mit Gastronomie- und Übernachtungsangeboten würde auch hier zielgenau passen, um Wirtschaftsförderung zu betreiben.
  3. Die Beschilderung der gesamten Radspange muss so ergänzt werden (siehe Teil 1 des Berichts), dass Missverständnisse unmöglich sind.

Fazit: Rhade und Dorsten müssen dem Fahrradfahren mehr Aufmerksamkeit als bisher widmen. Das „zahlt“ sich aus.

Erfahrungen eines Rhader Radwanderers

Veröffentlicht am 05.04.2022

 

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