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Nachrichten zum Thema Stadtentwicklung
Stadtentwicklung Mit offenen Augen durch Rhade - Villa weiter im Dornröschenschlaf
Es gibt kein vergleichbares Gebäude in Rhade. Es ist alt, aber architektonisch hochinteressant. Es ist ein Denkmal und deswegen geschützt. Aber es ist unbewohnt. Seit vielen, vielen Jahren. Unbewohnt heißt, ungepflegt. Ein Anziehungspunkt für Vandalen. Aber auch für Kaufinteressenten? Tatsächlich gibt es immer wieder Meldungen, dass ein Liebhaber gefunden wurde. Mal ist es ein früherer Fußballer, dann ein Bauunternehmen oder eine Immobiliengesellschaft. Begleitet von aufgestellten Baugerüsten und vollmundigen Versprechen, das Rhader Denkmal aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. Nun hat es gewaltige Neubau-Nachbarn bekommen. Die bisher privilegierte Lage in der Lembecker Straße hat dadurch sicherlich gelitten. Keine gute Voraussetzung, das besondere Gebäude vor dem weiteren Verfall zu schützen. Ob es gerettet werden kann, ist fraglicher denn je. Sollte „morgen“ die Abrissbirne übernehmen, wäre das ein weiterer Verlust an alter Bausubstanz in Rhade. Die Betonung liegt auf VERLUST!
Die Serie „Mit offenen Augen durch Rhade“ wird fortgesetzt
Veröffentlicht am 03.10.2023
Stadtentwicklung Mit offenen Augen durch Rhade
Könnte der Kirchplatz mehr als ein Parkplatz sein?
Die Entwicklung Rhades ist leider nicht „rund“ verlaufen. Nicht ringförmig um die Kirche, sondern drei Kilometer entlang der Lembecker- und Erler Straße entstanden Wohn- und Geschäftshäuser. Dazu noch 3 fast von einander getrennte Bereiche, die heute schwer zusammenzuführen sind. Hier das alte Dorf, dort der Mittelbereich mit Geschäftszentrum und östlich der Bahnlinie die Siedlung Stuvenberg/Kalter Bach. Jahrzehntelange Diskussionen, das Dorf „aufzumöbeln“, dort die Verkehrsführung neu zu gestalten und den Kirchplatz von parkenden Autos zu befreien, tritt nicht nur auf der Stelle, sondern darf als so gut wie gescheitert bezeichnet werden. Dass der Forks Busch, eine kleine aber ökologisch wertvolle Fläche nahe der neuen Tank- und Raststelle, behutsam zum Bürgerpark und zentralem Treffpunkt ausgebaut werden soll, darf nicht dazu führen, den Kirchplatz und das dazugehörende Straßen- und Wegesystem, aus den planerischen Augen zu verlieren. Wer heute mit offenen Augen, also ohne Scheuklappen, den St. Urbanus-Kirchplatz betritt, stellt eigentlich nur verpasste Möglichkeiten fest. Möglichkeiten, sich hier zu treffen, zu setzen, zu kommunizieren, zu entspannen. Den kommunalpolitischen Akteuren, der Verwaltung, dem Bürgerforum wird zugerufen, die Entwicklung unseres Dorfmittelpunktes nicht weiter auf die lange Bank zu schieben.
Die Serie "Mit offenen Augen durch Rhade" wird fortgesetzt
Veröffentlicht am 22.09.2023
Stadtentwicklung Neues aus der Rhader Gerüchteküche
Rhade hat sich im Verlauf der letzten Jahrzehnte entwickelt. Die Einwohnerzahl kletterte von rund 3000 auf über 5000. Parallel baute die Infrastruktur erheblich ab. Polizei vor Ort? Das war einmal. Auch die eigene Post schrumpfte zur Poststelle im Supermarkt. Das Rhader Standesamt hat seine Tore für immer geschlossen. Kein Schuster, keine Autowerkstatt, kein Blumengeschäft, mehr. Das Gaststättensterben hält an. Wer kennt noch die Kolde Becke? Aus Adolfs "herren-chic" wurde ein Dönerladen. Ohne große öffentliche Aufmerksamkeit schrumpfte die Kreissparkassenfiliale zu einer nur noch stundenweise geöffneten Servicestelle. Auch über den Bestand der Apotheke wird gerätselt. Die kleine evangelische Kirche teilt sich inzwischen den Raum mit einer Kita. Jetzt vermelden die Rhader Buschtrommeln, dass die Volksbank sich neu aufstellen will. Grund genug, einmal in die Rhader Gerüchteküche hineinzuhören. Hier wird behauptet, dass das leerstehende Gasthaus Pierick, oder nur das wertvolle Grundstück Ziel der Begierde sei, dort wird von kompletter Abwanderung schnabuliert, und wieder andere vertreten die These, dass Teile von Forks Busch mit einem Neubau in Verbindung gebracht werden. Der Versuch, den Gerüchten einen Riegel aus Fakten entgegenzusetzen, muss momentan als gescheitert angesehen werden. Bekannt ist aber, dass sich das Rhader Bürgerforum des Themas inzwischen angenommen hat. Solange Rhade weder von der Volksbank, der Dorstener Wirtschaftsförderungsgesellschaft WINDOR, dem Planungsamt oder dem Rhader Bürgerforum eine klare Aussage erhält, wird die Gerüchteküche weiter brodeln.
Ein Rhader mit offenen Ohren
Veröffentlicht am 04.09.2023
Stadtentwicklung Rhade aktuell: Debbingstraße wird keinen Schönheitspreis gewinnen
Rhade hat enormen Nachholbedarf an dorftypischer Gestaltung
Die gute Stube eines Dorfes ist in der Regel der Kirchplatz. Da er trotz jahrzehntelanger Diskussion noch immer als Parkplatz genutzt wird, werfen wir heute einen kurzen Blick in den Aufsatz von Frank Gläßner (ehemaliger Stadtbaurat in Dorsten) und Egbert Bremen 1983 über Rhade. „Die Besiedlung erfolgte im Laufe der Jahrhunderte ringförmig um die Kirche. … Dieses System ist im Osten durch die Begradigung der Debbingstraße schon sehr gestört.“ Alle Versuche, etwas an diesem Zustand zu verbessern, dürfen als gescheitert bezeichnet werden. Das Versprechen vom damaligen Bürgermeister Lütkenhorst, im Zuge einer anstehenden Kanalisations-Erneuerung die Debbingstraße verkehrssicher und dorftypisch für alle Verkehrsteilnehmer zu gestalten, ist in Vergessenheit geraten. Aktuell ist ein weiteres Haus der Abrissbirne zum Opfer gefallen. Ob der geplante Neubau ins Dorf passt, steht noch in den Sternen. Die Aussage des jetzigen Bürgermeisters auf entsprechende Nachfrage im letzten Bürgerforum, löste eher Stirnrunzeln als Begeisterung aus. Wer heute die Debbingstraße als Eingangsbereich für Rhade betritt oder befährt, wundert sich über die Lieblosigkeit der Gestaltung und die ungeordnete Führung der Gehwege. Seit dem kritischen Aufsatz des Stadtbaurates Gläßner, zu lesen im Heimatkalender 1983, hat sich der Zustand der Debbingstraße weiter verschlechtert.
Veröffentlicht am 31.07.2023
Stadtentwicklung Wohin gehst du - Rhade? - Eine Rückblick-Woche
Ein Rückblick in 10-Jahres-Zeitsprüngen (Teil 4)
Heute vor 40 Jahren, im Jahr 1983, berichteten wir in unserer Stadtteilzeitung „SPD-Nachrichten für Rhade“ über den Plan, den Rhader Dorfkern zukunftsfähig zu gestalten:
Das Dorf in dem wir leben - Dorfcharakter erhalten
Die Diskussion über den Bebauungsplan Nr. 70, Rhade Dorfkern, hält an. Friedhelm Reska, gebürtiger Lembecker, arbeitet heute als Stadtplaner in Remscheid. Er hat mit einigen Skizzen gezeigt, worauf es bei diesem Bebauungsplan ankommt. Die Rhader SPD fordert: Erhalt des dörflichen Charakters, verkehrsberuhigte Zonen, keine Überbauung der schmalen Kirchplatzgassen, Schießung der Baulücken. Dabei aber Rücksichtnahme auf das gesamte Ortsbild.
Dieser Text findet sich in der 43. Ausgabe der oben genannten sozialdemokratischen Stadtteilzeitung für Rhade im Oktober 1983
Nachsatz 2023: Seit 40 Jahren hat sich nichts getan. Wer die Debbingstraße heute mit der geplanten Neubaumaßnahme betrachtet, muss angesichts der vielen guten konstruktiven Vorschläge seit 1983, siehe Skizze Reska, verzweifeln.
Veröffentlicht am 27.07.2023
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