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Nachrichten zum Thema Stadtentwicklung
Stadtentwicklung Rhade aktuell: Debbingstraße wird keinen Schönheitspreis gewinnen
Rhade hat enormen Nachholbedarf an dorftypischer Gestaltung
Die gute Stube eines Dorfes ist in der Regel der Kirchplatz. Da er trotz jahrzehntelanger Diskussion noch immer als Parkplatz genutzt wird, werfen wir heute einen kurzen Blick in den Aufsatz von Frank Gläßner (ehemaliger Stadtbaurat in Dorsten) und Egbert Bremen 1983 über Rhade. „Die Besiedlung erfolgte im Laufe der Jahrhunderte ringförmig um die Kirche. … Dieses System ist im Osten durch die Begradigung der Debbingstraße schon sehr gestört.“ Alle Versuche, etwas an diesem Zustand zu verbessern, dürfen als gescheitert bezeichnet werden. Das Versprechen vom damaligen Bürgermeister Lütkenhorst, im Zuge einer anstehenden Kanalisations-Erneuerung die Debbingstraße verkehrssicher und dorftypisch für alle Verkehrsteilnehmer zu gestalten, ist in Vergessenheit geraten. Aktuell ist ein weiteres Haus der Abrissbirne zum Opfer gefallen. Ob der geplante Neubau ins Dorf passt, steht noch in den Sternen. Die Aussage des jetzigen Bürgermeisters auf entsprechende Nachfrage im letzten Bürgerforum, löste eher Stirnrunzeln als Begeisterung aus. Wer heute die Debbingstraße als Eingangsbereich für Rhade betritt oder befährt, wundert sich über die Lieblosigkeit der Gestaltung und die ungeordnete Führung der Gehwege. Seit dem kritischen Aufsatz des Stadtbaurates Gläßner, zu lesen im Heimatkalender 1983, hat sich der Zustand der Debbingstraße weiter verschlechtert.
Veröffentlicht am 31.07.2023
Stadtentwicklung Wohin gehst du - Rhade? - Eine Rückblick-Woche
Ein Rückblick in 10-Jahres-Zeitsprüngen (Teil 4)
Heute vor 40 Jahren, im Jahr 1983, berichteten wir in unserer Stadtteilzeitung „SPD-Nachrichten für Rhade“ über den Plan, den Rhader Dorfkern zukunftsfähig zu gestalten:
Das Dorf in dem wir leben - Dorfcharakter erhalten
Die Diskussion über den Bebauungsplan Nr. 70, Rhade Dorfkern, hält an. Friedhelm Reska, gebürtiger Lembecker, arbeitet heute als Stadtplaner in Remscheid. Er hat mit einigen Skizzen gezeigt, worauf es bei diesem Bebauungsplan ankommt. Die Rhader SPD fordert: Erhalt des dörflichen Charakters, verkehrsberuhigte Zonen, keine Überbauung der schmalen Kirchplatzgassen, Schießung der Baulücken. Dabei aber Rücksichtnahme auf das gesamte Ortsbild.
Dieser Text findet sich in der 43. Ausgabe der oben genannten sozialdemokratischen Stadtteilzeitung für Rhade im Oktober 1983
Nachsatz 2023: Seit 40 Jahren hat sich nichts getan. Wer die Debbingstraße heute mit der geplanten Neubaumaßnahme betrachtet, muss angesichts der vielen guten konstruktiven Vorschläge seit 1983, siehe Skizze Reska, verzweifeln.
Veröffentlicht am 27.07.2023
Stadtentwicklung „Rhade fehlt ein zentraler Treffpunkt“
Forks Busch soll zum örtlichen Bürgerpark entwickelt werden - und Kinder haben ein Mitspracherecht
Über mangelndes Interesse beim Ortstermin im Forks Busch konnte sich die Verwaltung nicht beklagen. Nachbarn der ökologisch sehr wertvollen Fläche und viele junge Familien waren neugierig, wie der Landschaftsplaner Dirk Vennemann, von der Verwaltung beauftragt, die „Vitalisierung“ der Fläche planerisch einstuft. Zuvor erläuterte Johannes Loick im Namen des Rhader Bürgerforums, wie er sich die Umwidmung vorstellt. Dazu zeigte er kurz auf, dass Rhade aus 3 eher zusammenhanglosen Teilen besteht und seit Jahren einen fehlenden zentralen Treffpunkt beklagt. Dieser könnte bald Forks Busch heißen, so der Vortragende, der sein Statement mit der Vision verknüpfte, dass mehrere hundert Rhader täglich den Weg in das Wäldchen finden könnten, um sich miteinander auszutauschen. Dirk Vennemann griff den gesponnenen Faden auf und versprach, bei allen Eingriffen in den Naturhaushalt besonders zurückhaltend und schonend vorzugehen. Mindestens 3/4 der 20.000 Quadratmeter umfassenden Fläche werden nicht „angefasst“, so der Planer. Die vorhandene Bolzplatzfläche soll zu einem besonderen Waldspielplatz umgebaut werden. Gut ist, dass in die Planung die Kinder der Grundschule sowie der Rhader Kitas eingebunden werden sollen. In nächster Nachbarschaft könnte eine kleine Theaterbühne unter freiem Himmel entstehen. Bevor aber erste Umbauarbeiten erfolgen, müssen Förderanträge gestellt werden. Auch kritische Stimmen, die sich mit dem Satz, „weniger wäre mehr“, zusammenfassen lassen, sollten nicht ungehört beiseite geschoben werden.
Wir berichten weiter
Veröffentlicht am 06.07.2023
Stadtentwicklung Dorsten: SPD-Fraktion fordert, Kanalzone weiter aufzuwerten
Ein vergessenes Areal stadtplanerisch ins Auge fassen
Es gibt Bereiche in der Lippestadt, die Vorzeigecharakter haben. Daneben fallen dem, der mit offenen Augen die Stadt betrachtet, aber auch Areale auf, die scheinbar aus Sicht der Stadtentwicklung vergessen wurden. Daran erinnert jetzt die SPD-Fraktion im Dorstener Stadtrat und nennt das Gelände östlich der B224 (Borkener Straße) rund um die Schiffbauerstraße. Die infrage kommende unbefestigte Fläche wird seit Jahren völlig ungeordnet zum Parken genutzt. Statt dessen, so die Sozialdemokraten im Stadtrat, sollte sie punktuell so bebaut und begrünt werden, ohne ein geordnetes Parken völlig auszuschließen. Ein Aspekt muss dabei auf jeden Fall erfüllt sein - nämlich die wertvolle ökologische Öffnung zur Kanalzone. Die SPD erinnert daran, dass diese Idee nicht neu sei, sondern bereits bei den Ideensammlungen „Brücken schlagen“ und „Wir machen Mitte“ genannt wurden. Um ein auch finanziell tragbares Konzept zu stemmen, wird von der SPD vorgeschlagen, Investoren ins Boot zu holen und die Planung extern zu vergeben. Gespannt wartet jetzt die Öffentlichkeit darauf, wie die Verwaltung und der Stadtrat die neuerliche Stadtentwicklungsinitiative der Sozialdemokraten behandelt. Dass Lippe- und Kanaluferzonen spannende öffentliche Begegnungsareale für Dorsten sein können, wurde durch die Projekte von Marion Taube (Stadtkrone- und Lippe-Polder-Park) und nachhaltig bewiesen.
Quelle: SPD-Fraktion Dorsten, Vors. Friedhelm Fragemann
Veröffentlicht am 09.06.2023
Stadtentwicklung Rhade: Wagen wir einen Blick über unseren Tellerrand
Was wir denken, setzen andere einfach um - die Fahrradstraße
Seit Jahrzehnten beklagen Rhader Bürger den zunehmenden, zu schnellen und gefährlichen Autoverkehr. Die daraufhin getroffenen Maßnahmen, zum Beispiel die Tempo-30-Zonen in allen Wohngebieten, sind ein Positivbeispiel. Wer aber die Zufahrt zum Rhader Geschäftszentrum kritisch beobachtet, schlägt regelmäßig die Hände vor die Augen. Radfahrer, Fußgänger und der motorisierte Verkehr ringen hier „um Vorfahrt“. Dringender Handlungsbedarf ist nötig, um Unfälle zu vermeiden. Überhaupt muss besonders der „schwache“ Verkehrsteilnehmer, hiermit werden Kinder, Senioren am Rollator, Radfahrer und Fußgänger bezeichnet, täglich um Gleichberechtigung im öffentlichen Verkehrsraum kämpfen. Fahrradstraßen wären eine entscheidende Verbesserung. Entsprechend gekennzeichnet helfen sie, die allgemeine Verkehrssicherheit zu steigern. Mehrfach wurde von der Rhader SPD gefordert, den Schlehenweg entsprechend umzuwidmen. Die vorhandene Ost-West-Achse vom Hünengrab, über das Sportzentrum, das Einkaufszentrum, die Schule, bis zum Dorfmittelpunkt, bietet sich ohne größere Investitionen dazu an. Wer z. B. durch Borken, siehe Foto, radelt, staunt über dortige Projekte, die nur noch von Rhade und Dorsten abgekupfert werden müssten. Ein wiederholter Hinweis für den Dorstener Umwelt- und Planungsausschuss, die Rhader Parteien und das örtliche Bürgerforum.
Ein Rhader Radler staunt über die Nachbargemeinden
Veröffentlicht am 01.06.2023
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