Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik

Kommunalpolitik Rhade: Wohin mit den Autos?

Parksituation in Siedlungsstraßen neu ordnen

Das Auto ist und bleibt, besonders in unserer ländlichen Region, ein wichtiges Verkehrsmittel. Auch wenn der Umstieg aufs Fahrrad für innerörtliche Wege inzwischen Normalität ist, steht das Auto „stand by“ immer in Reichweite der Wohnung. Da in Familien nicht selten mehrere PKW zur Verfügung stehen, reicht der vorgesehene öffentliche Parkraum „vorne und hinten“ nicht mehr aus. Die zugeparkten Straßen sind für Rettungsdienste, Müllabfuhr, Schulbusse und den Alltagsverkehr nicht nur eine  Herausforderung, sondern zunehmend auch ein Sicherheitsproblem. Eine Anliegerin in der Straße Am Stuvenberg bittet darum, feste Parkzonen entsprechend zu kennzeichnen. Sie begründet ihre Anregung mit der Schilderung eines Beinahe-Unfalls durch das Rangieren aus einer Einfahrt, die durch geparkte Fahrzeuge „zugestellt“ war. Ein Nachbar bestätigt die Beobachtung uneingeschränkt und spricht von keinem Einzelfall. Das, was in der genannten Straße beklagt wird, kann auf weitere in Rhade übertragen werden. Ein Grund, die Verwaltung zu bitten, das Parken in Wohnsiedlungen unter dem Gesichtspunkt „Allgemeine Verkehrssicherheit“ zu überprüfen und Vorschläge zur Verbesserung öffentlich vor- und zur Diskussion zu stellen. Diese Anregung wird zeitgleich unserem Dorfmanager Laszlo Taube und dem Orga-Team „Rhader Bürgerforum“ zugestellt. Reaktionen werden umgehend veröffentlicht.

Rhader Bürgeranregung

Veröffentlicht am 17.09.2024

 

Friedhelm Fragemann enthüllt das neue Schild, BM Stockhoff und sein Stellvertreter Achim Schrecklein assistieren. Kommunalpolitik Johannes-Rau-Platz: „Sie haben eine sehr gute Wahl getroffen“

Referent würdigt eindrucksvoll den Menschen Johannes Rau

Es war ein Glücksgriff der Verwaltung, zur Einweihung des Johannes-Rau-Platzes, Dr. Ulrich Heinemann, Historiker, Lehrbeauftragter, Herausgeber und Publizist, sowie Autor des Buches „Der Besondere - Eine politische Biographie“, als Redner gewonnen zu haben. Er, der Johannes Rau beruflich lange Jahre aus nächster Nähe erlebt hat, beschrieb den Menschen und Politiker so eindrucksvoll, dass die rund 40 Teilnehmer an der Veranstaltung gebannt zuhörten. Er sei ein Feingeist gewesen, der als Sozialdemokrat überwiegend überparteilich agierte, der das „fair bleiben“, immer auch die politischen Konkurrenten spüren ließ, der in seinen Reden nicht nur den Verstand, sondern auch das Gefühl ansprach. Sein Leitsatz lautete über Jahrzehnte, VERSÖHNEN STATT SPALTEN. Interessant, wie Ulrich Heinemann die Verbindung zwischen Johannes Rau und der Stadt Dorsten aufzeigte. Mehrfach sei er in der Lippestadt gewesen, hat den Hervester Brunnenplatz und das Jüdische Museum eingeweiht, hat im Lembecker Schloss, eindrucksvoll über das Thema Migration referiert und war den Bergleuten bei ihrem Kampf um Arbeitsplätze sehr nahe. Den Platz vor dem Bürgerbahnhof JOHANNES-RAU-PLATZ zu nennen, sei eine sehr gute Wahl, so der Referent. Zuvor hat der Bürgermeister Tobias Stockhoff, nicht weniger eindrucksvoll, die richtigen Worte gefunden, um die Ratsentscheidung zu erläutern. Sein Hinweis, in Kürze den in der Nähe befindlichen Platz GESCHWISTER-SCHOLL-PLATZ zu benennen, wurde mit Zwischenapplaus begleitet. Friedhelm Fragemann, der den Antrag vor vielen Jahren, eine Straße oder einen Platz in Dorsten nach Johannes Rau zu benennen, im Stadtrat einbrachte, enthüllte unter Beifall das neue Dorstener Straßenschild.

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 16.09.2024

 

Kommunalpolitik Dorsten: Erinnerung an einen großen Sozialdemokraten

Johannes Rau - Ein Platz, der seinen Namen trägt

Er ist nur 75 Jahre alt geworden. Sein ganzes Leben galt der Politik. Johannes Rau, 1931 geboren, lernte Buchhändler, engagierte sich aber bereits parallel in der Gesamtdeutschen Volkspartei (GVP). Kaum bekannt ist, dass er zu dieser Zeit auch Autor von eigenen Veröffentlichungen war, die sich inhaltlich mit jungen Menschen befassen, die nach langem Suchen ihren Weg zum Glauben finden. „Bruder Johannes“ bleibt er bis zu seinem Tod 2006. Nachdem die GVP 1957 aufgelöst wurde, tritt er in die SPD ein. Juso-Vorsitzender, Mitglied des Landtags, Vorstandsmitglied der SPD, NRW-Minister, 20 Jahre Ministerpräsident, Vorsitzender der SPD, Kanzlerkandidat, Bundespräsident - seine politische Karriere ist beeindruckend. Noch beeindruckender ist, dass er zu jeder Zeit „auf dem Teppich“ blieb. Er setzte sich immer auch für die Schwächeren in unserer Gesellschaft ein, war durch und durch Gewerkschafter, kurz, er blieb Zeit seines Lebens MENSCH. Mehrfach besuchte er Dorsten. Zusammen mit Schwester Paula und dem SPD Bürgermeister Heinz Ritter, zeigte er Solidarität mit den Beschäftigten der heimischen Zeche. Er unterstützte die Geschichtsarbeit von unten, die in mehreren Bänden „Dorsten unterm Hakenkreuz“ dokumentiert wurde. Das Jüdische Museum Westfalen wurde von ihm eingeweiht. Bereits 2010 stellte die Dorstener SPD den Antrag, Johannes Rau mit einem Straßennamen dauerhaft zu würdigen. Es dauerte fast 15 Jahre, bis der Antrag umgesetzt wurde. Morgen wird der „Johannes-Rau-Platz“ um 11 Uhr vor dem Bürgerbahnhof feierlich eingeweiht. Ein Pflichttermin, nicht nur für die Sozialdemokraten in der Lippestadt, sondern für die Bevölkerung, die den Vollblutpolitiker hautnah „vor der eigenen Haustür“ erlebt hat.

Ein Veranstaltungshinweis aus Rhade

Veröffentlicht am 13.09.2024

 

Kommunalpolitik Elterntaxi wird zum Problem

Werbeplakat der Landesverkehrswacht NRW mit klarer Botschaft

Wer morgens an der Rhader Urbanus-Grundschule, an der Kita am Fröbelweg, der am Dillenweg und auch der Kita am Stuvenberg vorbeikommt, wundert sich über den regen Verkehr, der durch sogenannte Elterntaxis verursacht wird. Das Bringen der Kinder im eigenen Auto steht im krassen Widerspruch zu Klima und Gesundheit. Noch ist das Klingelzeichen zum Schulschluss nicht ertönt, sind wartende Eltern im Auto nicht zu übersehen. Dass das nicht pauschal zutrifft, muss hier deutlich angemerkt werden. Aber, dass es immer noch zu viele gibt, die auch auf kurzen Wegen in Rhade aufs Auto setzen, gehört zur Wahrheit doch dazu. An einer Grundschule in Wesel wird unübersehbar im Eingangsbereich für ein gesünderes Verhalten geworben. Die Verkehrswacht NRW hat dazu das passende Plakat gestaltet. Eine Anregung, auch an allen Dorstener Schulen und Kitas nachdrücklicher für ein nachhaltigeres Transportieren des Nachwuchses zu werben.

Rhader Werbung für weniger Elterntaxis

Veröffentlicht am 11.09.2024

 

Mittendrin - so fühlte er sich wohl. Johannes Rau bei einem seiner vielen Dorsten-Besuche Kommunalpolitik Dorsten: Erinnerung an einen großen Sozialdemokraten

Johannes Rau - Ein Platz, der seinen Namen trägt

Am kommenden Samstag, 14. September um 11 Uhr, wird der Johannes-Rau-Platz in Dorsten feierlich vom Bürgermeister Tobias Stockhoff eingeweiht. Anschließend würdigt der Historiker Dr. Ulrich Heinemann im Gebäude des Bürgerbahnhofs den Menschen Johannes Rau. Sein Vortrag trägt die Überschrift: „Leben und Wirken von Johannes Rau“. Die Dorstener SPD hat vor 15 Jahren beantragt, eine Straße oder einen Platz dem sozialdemokratischen Vollblutpolitiker, der mit 75 Jahren 2006 starb, zu widmen. Der Platz vor dem attraktiven Bürgerbahnhof, der nun den Namen Johannes Rau trägt, ist eine sehr gute Wahl. Zu wünschen ist, dass der städtischen Einladung am 14. September viele Dorstener, die „Bruder Johannes“ in den Jahren seines politischen Wirkens hautnah in der Lippestadt begegnet sind, folgen. Aus der Vielzahl seiner dokumentierten Zitate haben wir das folgende als Einstimmung auf die Veranstaltung ausgewählt:

„Die Zukunft ist offen, sie ist kein unentrinnbares Schicksal und kein Verhängnis. Sie kommt nicht einfach über uns, wir können sie gestalten mit dem, was wir tun und mit dem, was wir nicht tun.“

 Ein Rhader Termin-Vorankündigung

Veröffentlicht am 10.09.2024

 

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