Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik

Städtischer und privater Klimaschutz müssen sich ergänzen. Hier ein Positivbeispiel in Rhade. Kommunalpolitik Dorsten: Das Gute sehen, ohne das Verbesserungswürdige aus den Augen zu verlieren (Teil 3)

Drei Fragen an Friedhelm Fragemann

In unserer Reihe „Drei Fragen an …“ haben wir diesmal Friedhelm Fragemann gebeten, seine Sicht über die Lippestadt mitzuteilen. Der ehrenamtliche SPD-Kommunalpolitiker ist seit vielen Jahren Mitglied des Rates der Stadt Dorsten. Wir veröffentlichen seine Antworten in drei Teilen: Nachdem die Teile 1 und 2 bereits erschienen sind, folgt heute mit Teil 3 der Schluss.

Frage: Was müsste morgen besser werden?

Friedhelm Fragemann: Politik und Verwaltung müssen die Sorgen der Bürger, auch bzgl. der Flüchtlingsunterkünfte, ernst nehmen; denn diese sind keineswegs unbegründet, wie sich in Dorsten, aber noch viel deutlicher im Umfeld gezeigt hat. Die Stadt muss zudem auf die Beendigung ständiger Zuweisungen drängen und sich – wo möglich – weiteren Zumutungen verweigern. Vor allem müssen von Land und Bund erheblich mehr Mittel zur Verfügung gestellt werden, wenn Integration und Inklusion gelingen sollen. Hinsichtlich Schulen gilt es, insbesondere die Ganztagsbetreuung weiter auszubauen und den eklatanten Raummangel abzustellen. Darüber hinaus ist der – wenn auch geringe - Spielraum bzgl. Klassengrößen über entsprechende Vorgaben an die Schulen, was die Anzahl von Zügen pro Jahrgangsstufe betrifft, zu nutzen. Mit Blick auf die Problematik des Klimawandels muss das Augenmerk noch stärker auf den Hitzeschutz gerichtet werden. Geplante Maßnahmen wie Entsiegelung und Begrünung (auch vertikale) etc. müssen schneller umgesetzt, neue in Angriff genommen werden (etwa Sonnensegel in Einkaufsstraßen, Trinkwasserangebote usw.). Entsprechende Vorgaben in Bebauungsplänen müssen weiterentwickelt werden.

Wir danken Friedhelm Fragemann für seinen kritischen Blick auf Dorsten

 

Veröffentlicht am 03.09.2024

 

Zu einer guten Infrastruktur zählen auch sichere Fahrradwege. In Rhade dient die Lembecker Straße als Negativbeispiel Kommunalpolitik Dorsten: Das Gute sehen, ohne das Verbesserungswürdige aus den Augen zu verlieren (Teil 2)

Drei Fragen an Friedhelm Fragemann

In unserer Reihe „Drei Fragen an …“ haben wir diesmal Friedhelm Fragemann gebeten, seine Sicht über die Lippestadt mitzuteilen. Der ehrenamtliche SPD-Kommunalpolitiker ist seit vielen Jahren Mitglied des Rates der Stadt Dorsten. Wir veröffentlichen seine Antworten in drei Teilen: gestern erschien Teil 1, Fortsetzung heute, und am 3. September der Schluss.

Frage: Was geht gar nicht (in Dorsten)?

Friedhelm Fragemann: Völlig inakzeptabel ist, dass die Lasten einer verfehlten Migrations- und Integrationspolitik von Bund und Land den Kommunen aufgebürdet werden, so auch in Dorsten, während die Infrastruktur teilweise verrottet und Fragen der Sicherheit, zentral für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, nur nachrangig beachtet und Möglichkeiten der Integration – u. a. aus finanziellen Gründen – nicht voll ausgeschöpft werden können. Geradezu skandalös ist die auch in Dorsten auftretende „Käfighaltung“ in den Schulen. NRW hat bundesweit die größten Grundschulklassen und selbst in den weiterführenden Schulen sind Klassen mit über 30 Kindern keine Seltenheit. Wie soll unter diesen Bedingungen die viel beschworene Integration und Inklusion stattfinden, zumal die personelle Situation nur als defizitär bezeichnet werden kann? Unter solchen Voraussetzungen nimmt es nicht Wunder, dass es an den Grundschulen selbst an den sogenannten Basics hapert. Erschreckend ist in diesem Zusammenhang, dass in einer Dorstener Grundschule schon vor geraumer Zeit die Lesebücher abgeschafft worden sind und das zu einem Zeitpunkt, als es noch nicht um Digitalisierungsmaßnahmen ging.

Wird am 3.9. mit der Frage: "Was müsste morgen besser werden?", fortgesetzt

Veröffentlicht am 29.08.2024

 

Ein echtes Dorstener Erholungsgebiet - in Rhade. Blick auf das erste Storchennest im Dorstener Norden. Kommunalpolitik Dorsten: Das Gute sehen, ohne das Verbesserungswürdige aus den Augen zu verlieren (Teil 1)

Drei Fragen an Friedhelm Fragemann

In unserer Reihe „Drei Fragen an …“ haben wir diesmal Friedhelm Fragemann gebeten, seine Sicht über die Lippestadt mitzuteilen. Der ehrenamtliche SPD-Kommunalpolitiker ist seit vielen Jahren Mitglied des Rates der Stadt Dorsten. Wir veröffentlichen seine Antworten in drei Teilen: heute, morgen und am 3. September.

Frage: Was zeichnet Dorsten besonders aus?

Friedhelm Fragemann: Zunächst bietet Dorsten ein außerordentlich großes Potenzial an ehrenamtlichem Engagement, in den Bereichen Sport, Kultur und Soziales in Vereinen, Verbänden und in vielen privaten Initiativen, die im Sinne des Allgemeinwohls tätig sind und sich insbesondere auch für benachteiligte Gruppen einsetzen. Dieses große Engagement schlägt sich nicht zuletzt auch in den von der SPD initiierten Stadtteilkonferenzen nieder. Dorsten bietet attraktive Standorte mit hoher Aufenthaltsqualität, wie etwa die Innenstadt (Wall und Graben, Fußgängerzone, Bürgerpark etc.), aber auch große naturnahe Erholungsbereiche (Lembeck, Rhade) und vielfältige kulturelle Einrichtungen, zum Teil mit Alleinstellungsmerkmal wie das Jüdische Museum Westfalen, die Maschinenhalle mit der einzigartigen Zwillingstandem-Dampfmaschine im denkmalgeschützten Zechenensemble (Kreativquartier), um nur einige Glanzlichter zu nennen.

Wird morgen mit der Frage "Was geht gar nicht?" fortgesetzt

Veröffentlicht am 28.08.2024

 

Kommunalpolitik Heute vor 20 Jahren (Teil 2)

Die Rhader Achim Schrecklein und Berthold John kandidieren für Dorstener Stadtrat

Die Rhader SPD, erst seit 35 Jahren auf der kommunalpolitischen Bühne aktiv, hat bereits wichtige Zeichen gesetzt und ist weiter dabei, die parteipolitische Konkurrenz im Ort herauszufordern. Die Wahlergebnisse verbessern sich kontinuierlich, allseitiger Respekt gegenüber den aktiven Sozis wird offen ausgesprochen. Zur Kommunalwahl im September 2004, sind es Achim Schrecklein im Wahlkreis 1 und Berthold John im Wahlkreis 2, die im Interview mit der Stadtteilzeitung „SPD-Nachrichten für Rhade“ mit guten Argumenten (siehe Foto) für sich und Rhade werben. Nach Auszählung der Stimmen, konnte sich Achim Schrecklein weiter Ratsherr für Dorsten nennen. Berthold John vertrat die Rhader SPD dagegen in wichtigen Ausschüssen als sachkundiger Bürger. Beide haben es geschafft, dass Rhader Themen in den folgenden Jahren ganz oben auf der Tagesordnung standen.

Rhader Erinnerung wider das Vergessen

Veröffentlicht am 26.08.2024

 

Kommunalpolitik Heute vor 20 Jahren

Gudrun Kühn will Bürgermeisterin von Dorsten werden

Die öffentliche Aufmerksamkeit war sehr groß als die SPD entschied, Gudrun Kühn als Bürgermeisterkandidatin für Dorsten aufzustellen. Besondere Unterstützung erhielt sie auch aus Rhade von den örtlichen Sozialdemokraten. Gleich mehrere Stadtteilzeitungen, siehe Foto, warben für frischen Wind im Rathaus. Am Ende hat es nicht gereicht. Lambert Lütkenhorst blieb Bürgermeister. Dennoch hat Gudrun Kühn wichtige gesellschaftspolitische Zeichen gesetzt, die in den vergangenen 20 Jahren vom Stadtrat und der Verwaltung aufgegriffen wurden. Aus Rhade kandidierten übrigens Achim Schrecklein und Berthold John für den zu wählenden Stadtrat.

Daran erinnern wir in Kürze mit dem vor zwei Jahrzehnten geführten Interview mit Überschrift: „Rhade muss wieder ganz oben auf der Tagesordnung stehen“.

Veröffentlicht am 23.08.2024

 

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