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Nachrichten zum Thema Europa
Europa Bittere Nachlese zur Europawahl
Ein Kommentar aus Rhade
Die Wähler haben entschieden: Die Parteien, die keine Verantwortung tragen, aber alles besser wissen, haben deutlich zugelegt. Wahr ist aber auch, dass z. B. in Rhade 3/4 der gültigen Stimmen, den sogenannten etablierten und demokratischen Parteien CDU, SPD, Grüne und FDP galten. Alles gut? Die Christdemokraten vor Ort dürften sogar mit den erreichten 42,6% zufrieden sein. Also weiter wie bisher? Das wäre klarer Selbstbetrug. Mit welchen Begründungen wandern die Wähler zu den parteipolitischen Rändern? Hören wir einmal hin:
- Angst vor Ausweitung des Kriegs in der Ukraine
- Angst vor zunehmender Kriminalität
- Angst vor radikalem Islam
- Angst vor unkontrollierter Einwanderung
- Sorge vor Wohlstandsverlust
- Sorge vor abnehmender sozialer Sicherheit
- Sorge vor dem Klimawandel
So, jetzt wissen wir wo der Schuh drückt und warum es zu den dramatischen Wählerwanderungen gekommen ist. Dass der rechte und linke Rand in unserem Parteienspektrum mit den genannten Ängsten und Sorgen verantwortungslos, im wahrsten Sinne des Wortes, spielt, sie mit falschen Behauptungen und gefälschten Bildern fördert, wissen wir. Aber wir wissen noch nicht genau, wie wir Vertrauen zurückgewinnen können. Auch wir Sozialdemokraten in Rhade nicht. Was wir aber wissen ist, dass jeder Rückzug von Demokraten ins Private unsere Demokratie destabilisiert. In der Folge wird dann auch das Private in den nicht für möglich gehaltenen Abwärtssog geraten. Besser jetzt gemeinsam Lösungen suchen, um die genannten realen Ängste und Sorgen abzubauen.
Veröffentlicht am 21.06.2024
Europa Bittere Nachlese zur Europawahl in Rhade
Nackte Zahlen zwingen zur Nachdenklichkeit
Die demokratische Mitte ist gehörig gerupft aus der gerade durchgeführten Europawahl herausgekommen. Die politischen Ränder jubeln über nicht für möglich gehaltene Zugewinne. Das Rhader Ergebnis zeigt, dass auch hier Entwicklungen eingesetzt haben, die nicht nur nachdenklich machen, sondern alle Alarmglocken läuten lassen müssen. So die Rhader Bewertungskurzfassung aus Sicht der sogenannten etablierten Parteien, die aber (noch) Garanten für Menschenwürde, Demokratie und Respekt sind. Das Ergebnis für Rhade, einschließlich der Briefwahl:
- Gültige Stimmen: 3223
- CDU: 1372 = 42,6%
- SPD: 554 = 17,2%
- AfD: 339 =10,5%
- Grüne: 326 = 10,1%
- FDP: 175 =5,4%
- BSW: 120 = 3,7%
- Die Partei: 44 = 1,4%
- Die Linke: 35 =1,1%
- Sonstige: 258 = 8%
Quelle: Stadt Dorsten - wird mit einem Rhader SPD-Kommentar fortgesetzt
Veröffentlicht am 20.06.2024
Europa Europawahl: Ernüchterung bei allen Demokraten
Rechtsruck ist besorgniserregend - hier und da
Die Union hat in Deutschland die Wahl gewonnen. Glückwunsch! Die SPD hat die Wahl verloren. Mitgefühl! Die Rechten können sich Skandale leisten - und werden gewählt. Unverständnis! Nun folgt das Nachdenken. Den deutschen Sozialdemokraten wird empfohlen, Haltung zu bewahren. Das heißt nicht, weiter machen wie bisher. Das soll heißen, sich nicht länger von Lindner und Co. auf der Nase herumtanzen zu lassen. Dazu muss die Koalition nicht aufgekündigt werden. Aber ein Update des Koalitionsvertrags ist nach den globalen Verwerfungen zwingend, um endlich auf die Herausforderungen der Jetztzeit zu reagieren und regieren zu können. Die FDP hat durch ihre gezielten Provokationen versucht, die Europawahl „lebend“ zu überstehen. Das hat sie geschafft. Mehr aber nicht. Der Preis, den dafür alle Ampelparteien bezahlt haben, ist für unsere Demokratie zu hoch. Das muss die SPD dem kleinsten Koalitionspartner endlich deutlicher als bisher unter die Nase reiben. Der Begriff Zerstrittenheit, der die Koalition auf Schritt und Tritt verfolgt, ist hausgemacht - und hat die Rechten u. a. groß gemacht. Es ist auf allen Ebenen eine immer wieder gehörte Plattitüde, dass wir nur gemeinsam stark sind. Diesmal ist es aber die letzte Chance, um den Rechtsruck aufzuhalten.
Ein Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 10.06.2024
Europa Brauchen wir wirklich (noch) die EU? Sind wir allein nicht stärker?
Rhader Gedanken zur Europawahl
Manchmal kann selbst ein gutwilliger Zeitgenosse verzweifeln, wenn er z. B. über endlose Nachtsitzungen der EU nachdenkt. Die Suche nach dem Kompromiss, mit dem alle 27 Partnerländer leben können, gerät nicht selten zur Gruppen-Therapiesitzung. Da kommt schon mal der Gedanke auf, sich von Ländern, die momentan von Egomanen regiert werden, einfach trennen zu wollen. Warum sollen wir uns von Staaten, die deutlich ärmer sind, auf der Nase herumtanzen lassen? Wieso suchen soviele Flüchtlinge Schutz bei uns? Und, denk ich an den Euro, hab‘ ich Sehnsucht nach der deutschen Mark?
Diese Fragen verdienen gehört zu werden. Aber die Antworten darauf ebenfalls. Sie sind an dieser Stelle sehr kurz gefasst, sollen aber dem Leser helfen, am Sonntag eine richtige Entscheidung zu treffen. Wer über Orban (Ungarn) verzweifelt, muss nach Polen blicken. Dort haben Demokraten (Tusk) den kurzfristig eingeschlagenen nationalen Sonderweg mit dem Stimmzettel beendet. Wer dauerhaften Frieden in Europa will, muss möglichst gleiche Lebensverhältnisse in allen Ländern anstreben. Das sind Zukunftsinvestitionen auch für Deutschland. Flüchtlinge sind Menschen. Daran muss bei der Suche nach Hilfs- und Unterbringungsmöglichkeiten erinnert werden. Zurück zur D-Mark? Ein Irrglaube, dass dadurch der Wohlstand in Deutschland steigt und die Preise sinken. War das klar und verständlich? Dann bitte am Sonntag PRO EUROPA und PRO SPD abstimmen.
Veröffentlicht am 08.06.2024
Europa Europa: Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann …
- würde ich mir wünschen, dass wir alle mehr Rücksicht aufeinander nehmen.
- würde ich mir wünschen, dass Gleichberechtigung mehr als bisher gelebt wird.
- würde ich mir wünschen, dass alle Kinder, egal ob reich oder ärmer, gleich gefördert werden.
- würde ich mir wünschen, dass hilfsbedürftige ältere Menschen nicht vergessen werden.
- würde ich mir wünschen, dass Reichtum nicht bedeutet, Vorrang vor anderen zu haben.
- würde ich mir wünschen, dass alle Menschen und Berufsgruppen Respekt erfahren.
- würde ich mir wünschen, dass Kriege kein Mittel der Politik sein dürfen.
- würde ich mir wünschen, dass Minderheiten nicht unterdrückt werden.
- würde ich mir wünschen, dass wir in Europa endlich verstehen, nur gemeinsam stark zu sein.
- würde ich mir wünschen, dass sozialdemokratisches Denken, das in allen vorgenannten Punkten enthalten ist, am kommenden Sonntag per Wahlzettel gestärkt wird.
Rhader Wunschzettel zur Europawahl am Sonntag
Veröffentlicht am 07.06.2024
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