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Nachrichten zum Thema Allgemein
Allgemein Wachsam bleiben - Demokratie verteidigen!
Nachlese zu den Gedenkveranstaltungen am 9. November
Mitte der Woche fanden in vielen deutschen Städten Gedenkveranstaltungen statt, um an die Gräueltaten der Nazis zu erinnern, den Opfern zu gedenken und vor heutigem Antisemitismus zu warnen. Auch in Dorsten. Uneingeschränkter Dank gilt denen, die dazu aufrufen und Respekt allen, die daran teilnehmen. Wichtig ist aber, dass sich dieser Tag nicht zu einem Pflicht-Ritual für (wenige) interessierte Personen aus der Gesellschaft entwickelt. Wir müssen neue Formen finden, um zu gedenken und die Demokratie zu schützen. Dazu hilft ein Blick ins Geschichtsbuch. Der 9. November 1938 war nur möglich, weil sich bereits seit 1933 die über 70 Millionen Bürger in Deutschland und Österreich weggeduckt und so einer mörderischen Diktatur den Weg bereitet haben. „Nie wieder“, schworen wir nach 1945. 77 Jahre danach ist das Zitat von Willy Brandt (1992) hochaktuell: „Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum – besinnt Euch auf Eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll.“
Sonntagsgedanken aus Rhade
Veröffentlicht am 13.11.2022
Allgemein Für Sie gelesen - Ernüchterung über Lese- und Informationsverhalten der Jugend
Vorwort in neuer fiftyfifty-Straßenzeitung zwingt zum Nachdenken
Liebe Leserinnen und Leser,
neulich besuchte ich wieder eine weiterführende Schule, um Schüler*innen im Bereich Gestaltung und Design dazu zu motivieren, Werbe-Postkarten und neuerdings Social Media Posts für fiftyfifty zu kreieren. Die zum Teil großartigen Ergebnisse der letzten Jahrgänge haben wir stets in dieser Zeitung und auf Facebook veröffentlicht. In diesem Jahr allerdings musste ich eine bittere Erfahrung machen. Die jungen Leute, eigentlich hoch motiviert, baten um ein anderes Thema. Sie könnten mit dem Medium Zeitung nichts anfangen. Ich wollte es genauer wissen und fragte, wer denn überhaupt unsere Straßenzeitung ab und zu lesen würde. Das Ergebnis war ernüchternd, geradezu niederschmetternd. Niemand. Junge Leute lesen keine Medien mehr auf Papier und für digitale Inhalte sind sie nur selten bereit, Geld zu bezahlen. Was bedeutet das für die Zukunft von fiftyfifty, für die Zukunft von Straßenzeitungen? Ich befürchte, wir kommen wohl nicht umhin, festzustellen, dass wir den Anschluss an die junge Generation verloren haben. Dabei ist die Bereitschaft, Obdachlosen auf der Straße zu helfen, groß. Im letzten Monat haben wir zusätzlich zum Magazin 10.000 Aufkleber der Toten Hosen angeboten. Sie waren nach nur einer Woche vergriffen. Auch unser Straßenhunde-Kalender läuft gut, da das Medium Kalender eben prinzipiell noch funktioniert. So lange wir keine Alternative haben, womit Obdachlose auf der Straße Geld verdienen können, ist es wichtig, für den Erhalt von fiftyfifty und Straßenzeitungen zu kämpfen. Jeden Monat werden durch den Verkauf dieser Zeitung völlig unbürokratisch über 100.000 Euro umverteilt – zwischen Menschen, die etwas haben, und sei es nur wenig, und Menschen, die nichts haben. Das müssen wir erhalten. Zudem ist es wichtig, dass Begegnungen stattfinden. Dabei ist Hilfe durchaus keine Einbahnstraße. Die obdachlosen Verkäufer*innen leisten einen wichtigen Beitrag als Straßenseelsorge*innen, Kummerkästen und Expert*innen in Sachen Einsamkeit und Not. Danke, dass Sie fiftyfifty gekauft haben. Danke, dass Sie sich für unsere wichtigen, guten und kritischen journalistischen Inhalte interessieren. Bitte empfehlen Sie uns weiter. Bitte kaufen Sie, wenn möglich, zwei Zeitungen pro Monat und verschenken Sie eine. Damit unser Projekt fiftyfifty nicht untergeht.
Herzliche Grüße, Ihr
Hubert Ostendorf, Geschäftsführer von fiftyfifty
Nachsatz: Wir unterstützen solidarisch die wichtige Arbeit von fiftyfifty und allen Wohnungslosen-Initiativen und bitten unsere Leser, die Straßenzeitung immer zu kaufen und/oder das beeindruckend günstige Jahresabo der fiftyfifty-Digitalausgabe zu buchen. Eine Zeitung, die monatlich erscheint, hervorragend gemacht ist und den wichtigen Blick über den Tellerrand unserer Gesellschaft schweifen lässt.
https://www.fiftyfifty-galerie.de/
Veröffentlicht am 29.10.2022
Allgemein NRW - Herzkammer der SPD?
Der tiefe Fall nach unten und ein Lösungsansatz
Es war einmal … Die SPD stellte sich im Ruhrgebiet und NRW zur Wahl - und gewann sie. Ältere Sozis kennen diese wahre Geschichte. Dann aber änderte sich die Gemengelage. Langsam zwar, aber unaufhaltsam. Die Altvorderen konnten nicht loslassen und bissen die innerparteiliche, jüngere Konkurrenz weg. Viele verließen die Partei, wenige traten ein. Die Landtagswahlergebnisse der SPD bröckelten, bis sie ins Minus gerutscht waren. Dort verharren sie bleischwer. Der sozialdemokratische Herzschlag an Rhein und Ruhr ist schwach geworden. Die Konkurrenz hat das hinterlassene Vakuum ausgefüllt. Dass die Ausgangslage der Konkurrenz nicht viel anders ist, darf nicht zur weiteren Selbsttäuschung angeführt werden. Wer aus dem Tal der Tränen heraus will, muss sich bewegen. Die sozialdemokratische Idee, FREIHEIT, GERECHTIGKEIT und SOLIDARITÄT ist nicht von gestern. Sie verdient es, selbstbewusst vertreten zu werden. Und zwar in Düsseldorf genauso wie in Recklinghausen, Dorsten und Rhade. Wer verändern will, muss ab morgen folgenden Wahlspruch täglich wiederholen: Ich will das! Ich kann das! Ich mach‘ das!
Rhader Tagesgedanken
Veröffentlicht am 05.10.2022
Allgemein Die Woche ist um …
- Fußball: Hansi ist wieder bei Jogi angekommen. Quer, quer, rück, Fehlpass.
- Bundesregierung: Die Parallele zum Fußball von Hansi und Jogi ist manchmal frappierend.
- Friedrich Merz: Ein berechnender Provokateur. So war er, so ist er, so wird er bleiben.
- Italien: Rechtsruck. Berlusconi ist auch zurück. Dafür Draghi vom Platz gejagt. Was wollten die Wähler denn damit sagen???
- Putin: Reagiert und regiert wie ein angeschlagener Boxer. Brandgefährlich und unberechenbar. Hat das Völkerrecht brutal gebrochen.
- Gasumlage: Beerdigung erster Klasse.
- Robert Habeck: Lernt gerade, dass der Kompromiss Teil der praktischen Politik ist.
- Christian Lindner: Der Erfinder immer neuer Begriffe, um nicht Schulden zu sagen und Steuererhöhungen auszuschließen.
- Nord-Stream 1 und 2: Sprengung zerstört letzte Illusionen, dass der Krieg nicht näher kommt.
- Gas- und Strompreise: Der „freie“ Markt bekommt staatliche Leitplanken!
- Iran: Starke Frauen revoltieren gegen Mullahs. Internationale Solidarität erforderlich.
- Olaf Scholz: Ein Kanzler in schwierigster Zeit, der Deutschland weiter verantwortungsvoll durch die Krise führt.
- Corona: Die Pandemie hat uns weiter im Würgegriff. Trotz Rücksicht und Vorsicht, trotz mehrfacher Impfung, zeigt die Infektionskurve wieder steil nach oben.
Aus der Rhader Überschriftensammlung
Veröffentlicht am 01.10.2022
Allgemein Wir trauern um Manfred Degen
Der frühere SPD-Landtagsabgeordnete ist mit 82 Jahren gestorben. Manfred Degen war Rhade und der hiesigen SPD besonders verbunden. Als Flüchtlingskind lebte er zeitweise in Rhade. Nie hat er vergessen, woher er kam und wie praktische Solidarität buchstabiert wird. Wir verneigen uns vor einer großen Persönlichkeit.
Veröffentlicht am 27.09.2022
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