Nachrichten zum Thema Allgemein

Allgemein Rhade - da reimt sich was

Es ist nicht schade

Zu wohnen in Rhade

Wer glaubt, das ist zu fade

Fällt in tiefe Ungnade

Egal in welcher Dekade

Erlebt ne harte Tirade

Wird eingewickelt in Panade

Fühlt sich anschließend wie ne Made

Bittet hilfesuchend um Gnade

Darf erst dann wieder wohnen

In Rhade

Unbekannter Heimatdichter

Veröffentlicht am 31.07.2022

 

Ein Blick in die Rhader Wiesen Allgemein Gute Seiten - schlechte Seiten

Einmal rund um Rhade

Rhade ist kein zusammenhängendes Dorf. Es besteht aus 3 Teilen, die sich zu unterschiedlichen Zeiten entlang einer 3-kilometerlangen Achse entwickelten. Das ist für eine homogene Dorfentwicklung schwierig. Seit Jahrzehnten wird versucht, Rhade „abzurunden“. Mit mäßigem Erfolg. Einzelmaßnahmen schufen hier und da den Eindruck, es tut sich was. Eine Gesamtkonzeption befand sich zwar auf dem Papier, die Umsetzung aber lahmt bis heute. Unsere Rundreise beginnt im Osten. Auffällig, die vielen parkenden Autos, auch auf dafür nicht vorgesehenen Grünstreifen. Radwege, die nicht erkennen lassen, wohin sie führen. Vom Zustand einmal ganz abgesehen. Positiv muss das viele Grün in unmittelbare Nähe zur Bebauung gewertet werden. Die Mitte Rhades ist nicht der Mittelpunkt des Dorfes. Dafür dominiert die Verkehrsachse Bahn und Straße. Zur Rush Hour teils unüberquerbar. Bäume? Fehlanzeige. Eine Asphaltfläche, die vielleicht dem KFZ-Nutzer gut tut, aber nicht den Anwohnern. Ein besonders Kleinod ist das Rhader Wiesengelände, südlich der Mitte. Im Westen angekommen, zeigt der Kirchturm an, dass das einmal der Mittelpunkt war. Die Fläche rundherum wird immer noch als Parkraum genutzt. Eine andauernde Fehlentwicklung. Ein Naturparadies in südlicher Richtung hat auch ein Storchenpaar erkannt. Alljährliche Wiederkehr ist der Beweis. Rhade ist lebens- und liebenswert. Die Wohnqualität ist hoch. Die guten Seiten verstellen aber leider häufig den Blick für dringend nötige Verbesserungen. Mit dem Versprechen, sich weiter dafür einzusetzen, endet unsere kleine Tour rund um Rhade.

Veröffentlicht am 28.07.2022

 

Allgemein Der Prophet im eigenen Land, hier der eigenen Stadt, gilt nichts - sagt man

Dann blicken wir einfach mal über unseren Kirchturm hinweg

Seit 1975 ist Rhade ein Teil Dorstens. Eine landesweite Reform sollte besonders denen Vorteile verschaffen, die auf dem platten Land Land leben und von der gewachsenen Infrastruktur in den Städten nur eingeschränkt profitierten. Rhade hat für dieses Versprechen seine Selbständigkeit aufgeben müssen. Waren es anfangs wenige, die die Entwicklung kritisch sahen, sind es heute immer mehr. Neben dem Bauchgefühl, früher war alles besser, stützen jetzt wissenschaftliche Studien diese Erkenntnis. Die Eingliederung der Dörfer war ein grandioser Fehler. Die Verwaltung ist teurer geworden, die Wege länger, die Verschuldung gestiegen, Vorort- Versorgungseinrichtungen wurden geschlossen. Seit Jahren legt die Rhader SPD den Finger in diese offene Wunde, fordert Korrekturen und legt konstruktive Verbesserungsvorschläge vor. Dass diese lokalen „Propheten“, nicht nur von der Verwaltungsspitze ignoriert und abgekanzelt werden, gehört zur Realität, fast 50 Jahre nach der „Reform“, dazu. Nun beschreibt Prof. Dr. Gerhard Henkel von der Uni Duisburg-Essen seine Sicht der Dinge. „Die Folgen der Gebietsreform tragen den Stempel WERTLOS!“ Also, ein Prophet von außen, auf den man hören sollte. Im Landwirtschaftlichen Wochenblatt beschreibt er des Weiteren seine Studien so: „Das Dorf wird seit Jahrzehnten durch Fernsteuerungen von oben entmündigt, entmachtet und geschwächt.“ Übrigens hat die Süddeutsche Zeitung, bereits im Januar dieses Jahres, über 30 Studien zu diesem Thema ausgewertet. Das Ergebnis: “Klein kann besser sein“. Die Position der Rhader SPD wird so, durch Propheten jenseits des eigenen Landes, der eigenen Stadt, eindrucksvoll bestätigt.

Nachsatz: Die Artikel des Landwirtschaftlichen Wochenblattes (Juli 2022) und der Süddeutschen Zeitung (Jan. 2022) werden auf Anforderung dem interessierten Leser zugestellt.

Veröffentlicht am 27.07.2022

 

Allgemein Heimatbund der Herrlichkeit Lembeck und der Stadt Dorsten feiert 100jährigen Geburtstag

Ein Glückwunsch aus Rhade

Es ist nicht ganz einfach, sich mit dem Begriff Heimat sofort anzufreunden. Zu oft wurde er parteipolitisch missbraucht, um Menschen auszugrenzen. Der jetzt Geburtstag feiernde Heimatbund hat diese dunklen Kapitel aber nach und nach aufgearbeitet, um heute selbstbewusst HEIMAT neu, demokratisch, liberal und weltoffen zu buchstabieren. Einmal jährlich kann sich jeder Interessierte ein Bild davon machen. Der Heimatkalender hat sich zu einem Spiegelbild dieser Weltoffenheit entwickelt. Die Beiträge, überwiegend aus der Feder von Bürgerinnen und Bürgern der Region verfasst, beschäftigen sich aufgeschlossen und auch kritisch mit dem Zeitgeschehen, der Geschichte, lassen Natur und Umwelt nicht aus, streifen das örtliche Brauchtum, um abschließend traditionell mit der Chronik der Herrlichkeit Lembeck und der Stadt Dorsten zu schließen. Herausragend sind aber auch die vielen Gedichte, die in dem Buch, das in der Regel über 250 Seiten stark ist, zwischen den Autorenberichten platziert sind. Nicht zu vergessen, die professionellen Fotos, die für eine gekonnte und passende Textbegleitung sorgen. Herzlichen Glückwunsch und ein großes Dankeschön an den gesamten Vorstand des Heimatbundes, der es gemeinsam geschafft hat, auch aus skeptischen Beobachtern von außen, direkte Unterstützer zu gewinnen. Der Unterzeichner dieses Glückwunsches ist einer von ihnen.

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 26.07.2022

 

Allgemein Was einem so alles durch den Kopf geht …

Wochenendgedanken aus Rhade

Putins Krieg ist Terror gegen die Menschlichkeit. Russland mit westlichen Sanktionen schnell in die Knie zu zwingen, ist leider nicht gelungen. Nicht nur der Rubel hat an Wert verloren, der Euro in der Folge ebenfalls. Die Inflation ist weltweit gestiegen. Frische Kartoffeln werden inzwischen in Brötchentüten verkauft. Erdgaspreise steigen mit jeder Hiobsbotschaft. Die täglichen Statements unseres Wirtschaftsministers und des Präsidenten der Netzagentur ziehen uns nach unten, die Preise gehen aber parallel nach oben. Noch immer sind wichtige globale Lieferketten unterbrochen. Das gilt leider nicht für die Corona-Endlosschleife. Während Teile der Ampelregierung schwächeln, hier ist Lindners FDP besonders im Blick, zeigen unsere Fußballerinnen absolutes Können, Kreativität, Leidenschaft, Kampf- und Teamgeist. „Kann man von lernen“, sagt man dazu im Pott. Zurück zur Weltpolitik. In London hat Boris Johnson überzogen. Er muss gehen. In Italien droht eine Regierungskrise. Macron steht ohne Mehrheit ziemlich nackt an der Seine. In Brüssel regiert das Schönreden. In den USA das oberste Gericht. Die Marionettenstrippen zieht nach wie vor ein abgewählter Präsident, der besser wegen des versuchten Putsches nach der letzten Wahl, angeklagt werden müsste. Wohin der Blick auch wandert, schlechte Aussichten überwiegen. Um zu „Überleben“, ist aber Hoffnung der beste Rettungsring. Es gibt ihn. Mit ihm, dem Rettungsring, werden wir nicht versinken. Also doch ein Licht am Horizont dieser Rhader Wochenendgedanken.

Veröffentlicht am 16.07.2022

 

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